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08.
Februar '12

Warum Versicherungsmakler im Social Web oftmals untergehen [Gastbeitrag]


Das Versicherungen im Social Web etwa 4-5 Jahre hinter dem Status Quo hinterher sind, wurde erst kürzlich durch eine Studie belegt. Es benötigt hierfür bedauerlicherweise keine Studie, um das Ergebnis zu verifizieren. Deutsche Versicherer und Versicherungsmakler sind im Social Web oft noch nicht angekommen. Die Gründe hierfür sind oftmals mangelnde Fachkenntnis und die damit verbundene Fehleinschätzung der digitalen Welt.

Aus der Vergangenheit

Was sich auf den ersten Blick etwas dramatisch anhört, liegt in der Natur der Dinge. Versicherungen sind keine Kommunikatoren. Dies waren sie auch in den vergangenen Jahrzehnten nicht – mit einer Ausnahme: Verkaufen. Seien wir ehrlich: Versicherungen genießen nicht den besten Ruf. Genau dies könnte ein Versicherer für sich durch aktive Präsenz im Social Web ändern. Und verzeihen Sie mir den Seitenhieb.

Imagefilme will niemand sehen

Es gibt Makler, Verbände und Gesellschaften die sich im Social Web bewegen. Die haben eine Homepage, schlimmere Fälle machen Videos auf Youtube. Videos auf Youtube sind nicht schlecht – aber die übermittelte Botschaft ist meist völlig unbrauchbar. Ich komme nicht aus der Versicherungsbranche und kann sagen: Ich kenne niemanden, der sich im Internet ein 15-minütiges Amateurvideo eines Versicherungsmaklers anschaut. Warum sollten Sie oder ich meine kostbare Zeit derartig verschwenden?

Videos ja, aber bitte richtig

FilmrolleMit der interaktiven Kommunikation ist ein weiterer entscheidender Baustein hinzugekommen: Relevanz. Den Inhalt oder die Information, die Sie als Versicherungsunternehmen an den potenziellen Kunden bringen möchten, benötigt auch eine Relevanz zu ihm. Sonst sind Sie ja auch nicht bereit, sich dieses Video oder den Artikel durchzulesen. Welche Relevanz hat ein Imagevideo, indem mir jemand erzählt, wie gut er seinen Job macht?

Die Relevanz können Sie in diesem Fall sehr einfach schaffen. Sie haben doch Kunden, die eine Fragen haben. Sie können die Frage einfach in die Kamera beantworten. Sie haben nicht nur ihrem Kunden geholfen, Sie haben auch ein konkretes Problem gelöst. Sie haben dieses Problem für die Leute gelöst, für die diese Information von Interesse gewesen ist. Sie sollten die Videolänge nach Möglichkeit bei 2 Minuten (besser 90 Sekunden incl. Intro und Outro) halten. Wenn Sie ein neues Smartphone besitzen, reicht dies als technische Ausstattung erst mal völlig aus. Ein Filmstudio können Sie sich bei übermäßigem Erfolg immer noch zulegen. Achten Sie aber bitte darauf, dass der Ton nicht so klingt, als würden Sie in einen leeren Suppentopf sprechen!

Nach den Inhalten kommt die Vernetzung

LeuteEs ist völlig egal, ob Sie wie Herr Hennig einen Blog betreiben oder Videos bei Youtube einstellen. Nachdem Sie nun Inhalte (für das Internet) produzieren, sollten Sie sich auch aktiv vernetzen. Die Vernetzung ist sehr wichtig für den Erfolg ihrer Marketingausrichtung. Wenn Sie sich nicht vernetzen, haben Sie eine isolierte Basis geschaffen. Sie zeigen sich doch auch auf Veranstaltungen aller Art, dies können Sie im Web auch tun. Wenn Sie sich nicht sicher sind, dann lauschen Sie eben erst einmal. Sie können übrigens auch konkrete Probleme lösen, obwohl man Sie nicht aktiv gefragt hat. Immerhin ist es Ihr Ziel sich eine Zuhörerschaft aufzubauen, die Ihre Kompetenz unterstreicht und nicht zuletzt Sie dann auch weiterempfiehlt.

Ein Schritt nach dem anderen

Machen Sie einen Schritt nach dem Nächsten. Sie sollten einen weiteren Schritt gehen, wenn Sie in ihrem aktuellen Standpunkt wirklich sattelfest sind. Wenn Sie anfange zu bloggen, dann sollten Sie ihr Netzwerk erst weiter auf Facebook oder Twitter aufbauen, wenn Sie auch bloggen können. D.h. mit der Technik vertraut sind, langsam mit anderen Bloggern und Lesern in Kontakt kommen und der Stein ins Rollen kommt.

Welchen ersten Schritt Sie machen können, habe ich Ihnen in meinem Blog notiert. Sie sollten sich dabei noch festhalten, wie häufig Sie ihren Aktivitäten im Social Web nachkommen wollen. Es wird Ihnen helfen, eine Routine zu bekommen. Und denken Sie bitte daran, dass Social Web kostet auch Zeit!

Über den Autor

Kai ThrunKai Thrun ist Web-Generalist, passionierter Blogger und beschäftigt sich mit Kommunikationsmanagement. Er veröffentlicht fast täglich Publikationen in seinem Blog, aber auch in klassischen Medien findet man seine Schriften regelmäßig wieder. Sie finden Ihn auch auf Twitter, Facebook, Google+, XING oder LinkedIn