Artikel mit ‘Bisex’ getagged

06.
Mai '13

Kindernachversicherung in Bisextarifen oder doch in Unisex? Die Allianz stellt (für ihre Tarife) klar


Die Kindernachversicherung in der privaten Krankenversicherung ist ein nicht unwichtiger Punkt in der privaten Krankenversicherung, sichert er doch die Nachversicherung des Kindes, auch wenn dieses zum Zeitpunkt der Geburt bzw. Antragstellung nicht gesund ist oder mit Behinderungen geboren wurde.

Wie funktioniert die Kindernachversicherung?

Die Regelungen hierzu finden sich in den Musterbedingungen der Privaten Krankenversicherung, den MB/KK.  Die entsprechende Regelung findet sich hierzu im §2, Pkt. 2 der MBKK, denn dort heisst es:

(2) Bei Neugeborenen beginnt der Versicherungsschutz ohne Risikozuschläge und ohne Wartezeiten ab Vollendung der Geburt, wenn am Tage der Geburt ein Elternteil mindestens drei Monate beim Versicherer versichert ist und die Anmeldung zur Versicherung spätestens zwei Monate nach dem Tage der Geburt rückwirkend erfolgt. Der Versicherungsschutz darf nicht höher oder umfassender als der eines versicherten Elternteils sein.

Wer sich also an die „Kriterien“ hält und sein neugeborenes Kind rechtzeitig anmeldet, der kann dieses in den gleichen, oder aber allen nicht besseren Tarifen des Versicherers ohne eine Risikoprüfung versichern. Das sichert in jedem Fall den Versicherungsschutz, ungeachtet des Zustandes des Neugeborenen, eine Ablehnung ist daher ausgeschlossen.

Welche Tarife/ Tarifgenerationen existieren denn überhaupt?

Derzeit können die Eltern des Kindes in unterschiedlichen Tarifgenerationen versichert sein. Wurde der Vertrag vor 2009 abgeschlossen, (mehr …)

25.
Februar '13

„Lohnt“ die Umstellung von Bestandskunden in die neuen Unisextarife


Nun sind schon fast 8 Wochen seit Einführung der neuen Unisextarife vergangen und immer mehr Bestandskunden stellen sich die Frage nach einem Wechsel. Obwohl in den meisten Fällen die Gesellschaften die Mindestkriterien des PKV Verbandes umgesetzt und somit die Leistungen verbessert haben, gibt es auch welche wo mehr drauf steht als drin ist. Bereits im Beitrag zu der Hanse Merkur und der Erfüllungen der Mindestkriterien habe ich dieses beschrieben.

Die Mindestkriterien stellen daher bei dem Großteil der Versicherten eine Verbesserung gegenüber dem derzeitigen Schutz dar und werden im Neugeschäft, also der Unisexwelt eingeführt. Im Bestand passiert das nicht, zumindest ist derzeit kein Unternehmen bekannt, aber vielleicht findet sich ja noch ein Versicherer. Grund warum es nicht alle machen ist einfach, denn die Leistungserweiterungen durch die Mindestkriterien kosten Geld und eine solche Verbesserung ist nicht ohne weiteres prämienneutral umzusetzen.

Doch auch der Versicherte im Bestand kann, wenn er dieses möchte, eine Umstellung verlangen. Ob und in welchem Umfang hierzu eine neue Risikoprüfung anfällt, das handhaben die Gesellschaften unterschiedlich. Bei den Kindertarifen des Deutschen Rings (Esprit) sind die verbesserten Leistungen durch die Umsetzung der Kriterien sogar günstiger als der Bestandstarif. Diese Umstellung kann hier beantragt werden, für die Mehrleistungen gelten aber Wartezeiten gemäß den Bedingungen.

Günstigere Prämien in der neuen Tarifwelt wird aber eher die Ausnahme sein. Der Grund sind nicht nur verbesserte Leistungen, sondern auch die Kalkulation von geschlechterneutralen Beiträgen (Unisex) und die Senkung der Mindestverzinsung. Die Hallesche, einer der wenigen die nicht auf 2,75% sondern (sicherheitshalber) gleich auf 2,5% gesenkt haben, berechnet für die Bestandskunden auf Wunsch auch die Umstellung in die Tarife der neuen Welt. An meinem eigenen Vertrag hier mal ein Beispiel. Zu beachtet ist hierzu noch, das der Tarif seit 1998 besteht und daher nicht nur ein deutlich geringeres Eintrittsalter hatte, aber auch mit den alten Bisexzinsen von 3,5% berechnet ist.

Der Baustein des KT 15 (Krankengeld ab dem 15. Tag einer Arbeitsunfähigkeit) besteht nur in der alten Tarifwelt und wird auch später nicht in der Unisexwelt angeboten. Somit kann dieser auch nicht umgestellt werden. Die Komponente zur Beitragsentlastung bei der Halleschen (Tarif Mbz flex) steht auch erst Mitte des Jahres als neuer Tarif zur Verfügung und kann daher bei neuen Anträgen nicht abgeschlossen werden derzeit.

Bei dem Tarif NK für Kinder sieht man einen leichten Beitragsanstieg von 8 EUR monatlich, dieses kann sich jedoch dennoch lohnen. (mehr …)

28.
September '12

Die „berühmt berüchtigten“ Unisextarife- muss ich mich unbedingt jetzt und schnell entscheiden?


Es ist in allen Zeitungen, Zeitschriften und auf vielen Internetseiten und so langsam kann das Wort „Unisex“ keiner mehr hören. Dennoch ist es für die Versicherer natürlich eine (Vertriebs-)chance und wird entsprechend häufig genutzt. Doch was steckt eigentlich dahinter? Was ist dran an den Aussagen von Beratern Verkäufern sich noch schnell und am besten sofort entscheiden zu müssen und welche Folgen hat eine zu späte Entscheidung?

Wie funktionieren die heutigen Tarife?

Heute haben wir so genannte Bisextarife. Das bedeutet nichts anderes, als eine unterschiedliche Kalkulation und daraus eine unterschiedliche Prämie für Versicherungsleistungen die geschlechterspezifisch sind. So zahlen Frauen in vielen Fällen durchaus mehr Beitrag für eine (lebenslange) Rentenversicherung, als ein gleichaltriger Mann. Der Grund ist unter anderem eine unterschiedlich lange Lebenserwartung.  Bedingt durch die Tatsache, das neugeborene Mädchen nach derzeitigen Werten also ca. 5 Jahre länger leben, muss auch eine versicherte Rente länger gezahlt werden.

Etwas mehr Vorstellung bieten da sicher „nüchterne Zahlen“. Versichern sich heute ein Mann und eine Frau, beide im Alter von 30 Jahren in einer klassischen Rentenversicherung, so müssen diese unterschiedliche Beiträge aufwenden. Für jeweils 100 EUR garantierte Altersrente bis zum Lebensende benötigt ein Mann einen monatlichen Beitrag von 53 EUR, eine gleichaltrige Frau muss hingegen 57 EUR aufwenden. Auf der anderen Seite lebt die Frau (wahrscheinlich) auch länger und der Versicherer muss (statistisch) nicht nur bis 77 Jahre, sondern bis zum 83. Lebensjahr die monatliche Rente überweisen. Daher ist ein solcher unterschied in den Prämien durchaus berechtigt.

Auch in der privaten Krankenversicherung (PKV) ist eine solche Trennung der Geschlechter durchaus angebracht. Nicht weil Frauen häufiger krank werden als Männer, die Kosten von Schwangerschaft und Geburt hat die Branche auch bereits vor Jahren auf beide Geschlechter umgelegt, sondern weil einfach länger gezahlt werden muss. (mehr …)