Artikel mit ‘Berechnung’ getagged

22.
April '15

Aus dem Beratungsalltag: längere Laufzeit, längerer Versicherungsschutz, weniger Beitrag- oder doch nicht?


Manchmal sind es die kleinen Dinge, welche Beratung Alltag zu etwas Verwunderung führen. So auch in diesem Fall. Es geht um eine Absicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit in unterschiedlichen Konstellationen.

Um den Hintergrund zu verstehen, zunächst einmal eine kurze Erklärung der entsprechenden Begriffe.

(Versicherungs-)Endalter:

hierbei handelt es sich um das Alter, bis zu welchem der Versicherungsschutz besteht und ein Leistungsfall eintreten kann. Oftmals ist dieses Versicherungsendalter identisch mit dem so genannten Leistungsendalter.

(Leistungs-)Endalter:

hierbei handelt es sich nicht um das Alter, bis zu welchem Versicherungsschutz besteht, sondern bis zu welchem eine vereinbarte Rente ausgezahlt wird. Dieses kann je nach Tarif und Gesellschaft durchaus auch nachdem eigentlichen Inhalte des Vertrages liegen. So kann eine Berufsunfähigkeit bis zum 65. Lebensjahr zum Beispiel eingetreten sein, wenn dem so ist wird die Rente aber es zum 67. Lebensjahr gezahlt. Tritt hingegen die Berufsunfähigkeit zum 66. Lebensjahr ein, würde keine Rente gezahlt werden.

(Beitrags-)Endalter:

und dieses wiederum beschreibt nun das Alter, bis zu welchem die Beiträge gezahlt werden müssen.

In einer Beratung haben wir nach der Ermittlung des Bedarfes (und bevor jetzt die große Empörung losbricht, die 1.000 € Rente sind vollkommen ausreichend im Hinblick auf die gegebenen Umstände des Kunden) unterschiedliche Szenerien für das Endalter berechnet. Klar ist ja auch, dass ein Versicherungsschutz nicht zwingend bis zum 67. Lebensjahr benötigt wird, da der Kunde eigene Absicherung für die restlichen zwei Jahren betreibt.

In dem ersten Modell genießt der Kunde Versicherungsschutz bis zum 65. Lebensjahr, tritt bis zu diesem Zeitpunkt der Versicherungsfall ein, so wird die Rente bis zum 67. Lebensjahr gezahlt.Condor 65 67

Ausgehend von dem heutigen Eintrittsalter besteht also für die nächsten 32 Jahre Versicherungsschutz in Höhe der monatlichen Rente von 1.000 €. Für den Versicherer besteht das potentielle Risiko (dynamische Anpassungen und garantierte Rentensteigerung lassen wir einmal (mehr …)

02.
Februar '15

Die richtige Rentenhöhe in der Berufsunfähigkeitsversicherung- wie komme ich zur passenden Rente


Das ist eine der wichtigsten Fragen, denn neben dem passenden Bedingungswerk und damit den wichtigen Auswahlkriterien für eine passenden Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Höhe der Rente entscheidend. Nur wenn diese Passt, nur dann ist der Schutz auch sinnvoll. Ist dem nicht so, dann lassen Sie es ganz und gehen vom Geld essen.

Was provokant klingt, meine ich vollkommen ernst. Bevor Sie 50 € für eine kleine BU Rente ausgeben und diese im Leistungsfall nicht einmal reicht um „nicht zum Sozialamt zu müssen“, dann lassen Sie es ganz. Das soll natürlich keine Anleitung zum „wie rede ich mir den wichtigen Schutz meiner Arbeitskraft aus“ sein, sondern nur verdeutlichen das pauschale Aussagen a la „75% vom Bruttoeinkommen“, 60% com „Nettoeinkommen“ als richtige Rente vollkommener Unsinn sind.

BU Rentenhöhe

Doch wie kommen ich dann zur passenden Berufsunfähigkeitsrente?

Die Ermittlung der richtigen Berufsunfähigkeitsrente ist mit etwas Arbeit verbunden, denn zunächst geht es darum, Ihre laufenden Kosten und ggf. zukünftige Verpflichtungen möglichst genau zu erfassen. Erst damit wird es möglich eine individuell richtige Rente zu berechnen.

Das Nettoeinkommen kann eine Grundlage sein, daher fangen wir hiermit an. Sollten Sie jedoch eine ungünstige Kombination der Steuerklassen mit Ihrem/r PartnerIn gewählt haben (also Fünf-Drei), dann berücksichtigen Sie bitte hier auch die Steuer in der IV-IV und rechnen Sie sich auch die Steuerklasse I einmal aus. Nein, ich glaube nicht das Sie sich bei eintretender Berufsunfähigkeit scheiden lassen, dennoch ist es gut zu wissen was dann übrig wäre. (mehr …)

02.
November '12

Krankentagegeld – was gehört eigentlich alles zum Nettoeinkommen und welche Gefahren lauern beim Krankengeld


In der täglichen Praxis begegnen einem immer einmal wieder recht interessante Fragen, die nicht nur für den Einzelnen sondern oftmals für alle interessant sind. Eine solche Frage habe ich heute per E-Mail erhalten, diese betrifft die Frage: „Was gehört eigentlich alles zum Nettoeinkommen in der privaten Krankentagegeldversicherung?“  Denn in der Frage der Absicherung des Tagegeldes gibt es völlig unterschiedliche Auffassungen. Die wenigsten Versicherer habe in deren Bedingungen klare Regelungen dafür getroffen, welche Bestandteile (Gehalts- oder sonstiger Einkommensbestandteile) tatsächlich zum Einkommen gehören. Das führt in der Praxis leider dazu, dass im Leistungsfall der Versicherer berechtigterweise prüft ob das versicherte Krankentagegeld das „Nettoeinkommen“ überschreitet und somit gegebenenfalls eine Überversicherung vorliegt.

Sinn und Zweck der Krankentagegeldversicherung

Die Krankentagegeldversicherung hat den Zweck, das wegfallende Einkommen im Falle der versicherten Arbeitsunfähigkeit zu ersetzen. Grundlage für die Absicherung sind die Musterbedingungen für die Krankentagegeldversicherung (MB/KT).  Aus rechtlicher Sicht handelt es sich bei der Krankentagegeldversicherung um eine so genannte Summenversicherung. Das hat in der Praxis zur Folge, dass nicht der Ersatz eines Schadens (konkreter Ausfall) sondern eine (versicherte) Summe im leistungsfrei zu ersetzen ist. Dennoch soll natürlich im Leistungsfall nicht mehr Geld zur Verfügung stehen, als der Versicherte vorher-zu gesunden Tagen- aus seiner Arbeitstätigkeit als Einkommen zur Verfügung stand. Deshalb finden sich in den Bedingungen entsprechende Regelungen zur maximalen Höhe der Versicherungsleistung, aber auch zur möglichen Herabsetzung durch den Versicherer.

Berechnung des Nettoeinkommens
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