Artikel mit ‘Auslandsreisekranken’ getagged

13.
Oktober '15

Auslandsreisekrankenversicherung und die Falle bei den Vorerkrankungen – so können Sie auch mit Vorerkrankungen bedenkenlos reisen


Da ist er nun, der lang ersehnte Urlaub und endlich soll es losgehen. In der Sonne liegen, das mediterrane Klima genießen und einfach nur ausspannen. Hawaii - 1Was für viele ganz einfach ist, führt für (chronisch) Kranke durchaus zu einem Problem. Wer in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, für den besteht im Großen und Ganzen Versicherungsschutz in Deutschland. Ausgedehnt kann dieser Versicherungsschutz dann werden, wenn Deutschland mit dem entsprechenden Land ein Sozialversicherungsabkommen hat. Die europäische Krankenversicherungskarte garantiert dann auch in diesen Ländern einen entsprechenden Versicherungsschutz. Doch dieser ist mit Lücken behaftet. So lässt sich ein Rücktransport aus dem Ausland nachhause nicht über die gesetzliche Krankenkasse abrechnen. Ebenso gibt es eine ganze Menge Ärzte, die Patienten nicht ohne weiteres über die Versichertenkarte behandeln (wollen) und daher ist eine Auslandsreise Krankenversicherung immer und grundsätzlich zu empfehlen.

Die Auslandsreisekrankenversicherung sichert somit die medizinische Versorgung im Ausland und (je nach Versicherungsbedingungen) zu dem auch verbesserte Leistungen im Krankenhaus, organisiert Hilfe und stellt einen Dolmetscher, versorgt Patienten mit Medikamenten im Ausland und vieles mehr. Ein solcher Versicherungsschutz ist in vielen Fällen für einen sehr geringen Betrag zu bekommen. So ist ein solcher Versicherungsschutz für Reisen bis zu acht Wochen schon für 12,40 € pro Jahr zu bekommen. (–> Onlinerechner und Abschlussmöglichkeit) Wer bereits das 60. Lebensjahr erreicht hat, bezahlt jedoch eine höhere Prämie, in diesem Fall 48 €.

Die Gesellschaften tragen damit das Risiko für im Ausland akut eingetretene Erkrankungen. Diese jedoch nur wenn eine solche Erkrankung/ Verschlechterung nicht vorhersehbar war. In den Versicherungsbedingungen des ADAC heißt es dazu:

§ 13 Welche Leistungen werden bei ambulanter ärztlicher Behandlung erbracht?

1. Es ist eine akute, unerwartete Erkrankung oder eine Verletzung im Ausland eingetreten. Sie benötigen eine ambulante Behandlung.

Doch genau das war ein Problem bei einem Versicherten, der bereits in Deutschland unter chronischen Krankheiten litt. So kann ein Herzinfarkt im Ausland durchaus eine Folge einer bereits bestehenden Erkrankung in Deutschland sein. In diesem Fall verweigerte Auslandsreise Krankenversicherung eines Automobilclubs einem Kunden den Rücktransport, da die Ursache der nun aufgetretenen Erkrankung eine Folge einer bereits bestehenden Krankheit gewesen sein sollte. Dieses ist nicht nur für ältere Kunden ein Problem. So können Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Allergien oder auch Diabetes schnell zu einem medizinischen Notfall im Ausland führen und einige Versicherer können sich hier herausreden. Wer also im guten Glauben gut versichert zu sein ins Ausland gereist ist, der kann schnell seine böse Überraschung erleben. Doch das lässt sich (zumindest bei einigen Unternehmen) lösen.

So schreibt die Hallesche Krankenversicherung in ihren Versicherungsbedingungen (nachzulesen über den –> Link zum Onlinerechner):

Ist der Versicherungsfall bereits im Inland eingetreten, erstatten wir die versicherten Kosten für eine medizinisch notwendige Heilbehandlung im Ausland, wenn

  • sich die Erkrankung während der Reise im Ausland verschlechtert hat und

  • die Heilbehandlung vor Beginn der planmäßigen Rückreise erforderlich ist.

Für den Fall dass auch ihr Versicherer eine solche Lösung (mehr …)

29.
Juni '15

Urlaub in Griechenland und die Auslandsreiseversicherung – was Sie beachten müssen


Griechenland, ein Thema welches sie seit Wochen, Monaten, gar Jahren in den Nachrichten hören, jeden und jeden Tag. Egal wie sie zu dem Thema Griechenland stehen, egal ob sie die Meinung der Europagegner oder der Befürworter Griechenlands für gutheißen, es ergeben sich für alle Griechenlandbesuche einige Veränderungen, auf die Sie vor einer Reise vorbereitet sein sollten, egal ob sie beruflich oder privat dort hin reisen.

Krankenversicherungsschutz wie bisher?

Generell ändert sich durch die aktuelle Diskussion um Griechenland an ihrem Versicherungsschutz zunächst einmal nichts. Sind Sie gesetzlich krankenversichert, so besteht auch weiterhin Versicherungsschutz in Griechenland durch die gesetzliche Krankenversicherung und damit die europäische Krankenversicherungskarte.

(c) www.tk.de

(c) www.tk.de

Diese sichert Ihnen durch das Sozialversicherungsabkommen Schutz für auftretende Krankheiten. Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass sie aufgrund der aktuellen Situation nur gegen Vorkasse behandelt werden oder dass die Absicherung und Abrechnung auf normalem Wege nicht stattfindet. Daher sollten Sie vor einer Reise, gerade wenn sie vielleicht schon Vorerkrankungen besitzen, genau abklären welche medizinische Versorgung sie brauchen. Benötigte Medikamente nehmen Sie bitte in ausreichender Anzahl für die komplette Dauer des Aufenthaltes mit. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen stellt seit Jahren ein Merkblatt für den Auslandsaufenthalt zur Verfügung, für das jeweilige Reiseland können Sie diese Informationen hier direkt abrufen. Behandlungen finden in den Gesundheitseinrichtungen des IKA oder bei IKA Vertragsärzten statt. Einen Termin können Sie landesweit unter der Rufnummer 184 vereinbaren.

Als GKV Versicherter werden nicht 100% der Kosten übernommen. Daher beachten Sie bitte die Einschränkungen, unter anderem bei Medikamenten:

Eigenbeteiligung – grundsätzlich 25 % der Kosten, – bei bestimmten Diagnosen und Medikamenten fallen keine Zuzahlungen an oder die Zuzahlung beträgt 10 % der Kosten

Die Auslandsreiseversicherung zahlt wie bisher

An dem Versicherungsschutz ihrer deutschen Auslandsreisekrankenversicherung ändert sich natürlich weder durch die aktuellen Ereignisse noch durch einen Grexit etwas. Das Versicherungsverhältnis besteht natürlich unverändert fort und bietet weiterhin den abgeschlossenen Versicherungsschutz. Jedoch ist auch hier die zunächst einmal die Bezahlung vor Ort notwendig. Bisher war das bei allen ambulanten Behandlungen auch schon so, die Rechnungen reichten sie danach bei ihrem Versicherer ein und bekamen und bekommen diese erstattet. Wird das Geld jedoch knapp und gelten die Zahlungsverkehrskontrollen, das bedeutet das im Moment an den Geldautomaten für die Griechen maximal 60 € am Tag verfügbar sind, ist es nicht auszuschließen dass sie Geld für notwendige Behandlungen nicht abheben können. Sind die Geldautomaten nicht gefüllt, so sind Sie auf andere Zahlungswege angewiesen. Daher sollten Sie bitte unbedingt ausreichend Bargeld mitnehmen.

Bei stationären Behandlungen und notfallmäßig Versorgung in Krankenhäusern sollte nach wie vor eine Kostenzusage durch den Auslandsreisekrankenversicherer erfolgen. Dieses war bereits in der Vergangenheit so, da die Beträge oftmals so groß sind, dass diese schlecht vorfinanziert werden können. Eine Garantie, dass das Krankenhaus Sie bei größeren Kosten behandelt, besteht jedoch nicht.

Auch hier ist es für notfallmäßige Behandlungen ratsam, eine ausreichende Menge Bargeld mitzuführen und insbesondere über eine Kreditkarte mit ausreichendem Rahmen zur Verfügung. Ob diese Kreditkartenbelastung weiterhin uneingeschränkt funktioniert, ist nicht 100-prozentig planbar, jedoch ist davon auszugehen. Noch keine Absicherung? Die Auslandsreisekrankenversicherung können Sie hier direkt online abschließen.

Natürlich gelten weiterhin alle sonstigen Empfehlungen bei einer Auslandsreise: Hinweise AuslandsreiseWenn Sie diese Ratschläge (die zum größten Teil auch schon bisher gehalten) beherzigen, so sollte einem entspannten, sonnigen und erholsamen Griechenland Urlaub nichts im Wege stehen.

04.
März '15

Kolumbus- der neue Auslandsschutz der HALLESCHE Krankenversicherung


–> ONLINE RECHNER und Abschlussmöglichkeit für den Auslandsreiseschutz

Wenn einer eine Reise tut… dann braucht er eine Auslandsreisekrankenversicherung. So oder so ähnlich klang der Satz doch, oder sollte er zumindest.

Was ist versichert?

Versichert sind die Kosten für medizinische Leistungen im Ausland. Besteht eine Erkrankung schon im Inland, so ist auch die Verschlechterung dieser im Ausland versichert, zudem muss die Heilbehandlung vor Beginn der planmäßigen Rückreise erforderlich sein. Versicherungsschutz besteht im Ausland, also allen Ländern in der der Versicherte keinen ständigen Wohnsitz hat.

Maximal erstreckt sich der Schutz auf eine Reisedauer von 8 Wochen, oder aber der Versicherte binnen dieser Zeit reise- und/ oder transportunfähig ist. Bei Reiseunfähigkeit verlängert sich der Schutz um weitere 7 Tage und begründet einen Anspruch auf Rücktransport. Ist der Versicherte hingegen transportunfähig, so verlängert sich der Schutz solange, bis der Versicherte wieder transportfähig ist und der Rücktransport angetreten werden kann. Reisen Kinder mit und ist ein Elternteil reise- und transportunfähig, so besteht auch für die Kinder längerer Versicherungsschutz, wenn diese noch keine 16 Jahre alt sind.

Neben Leistungen durch (frei wählbare) Ärzte. Zahnärzte und Heilpraktiker sind auch Chirotherapeuten und Osteopathen (wenn ärztlich verordnet) zulässig. Ebenso steht dem Versicherten die Wahl des Krankenhauses frei. Versichert ist auch der medizinisch notwenige Transport zum Arzt oder ins Krankenhaus.

Bei Zahnersatz ist darauf zu achten, das nur die schmerzstillende Behandlung, med. nötige Füllungen in einfacher Ausfertigung und die Reparatur von Zahnersatz oder Provisorien versichert sind. Ausgenommen Sehhilfen und Hörgeräte, besteht auch Schutz für medizinisch notwenige und während der Reise erstmalig nötige Hilfsmittel. Entbindungen sind nur dann versichert, wenn eine solche vor der 37. Schwangerschaftswoche stattfindet.

Interessant sind die Regelungen zum Rücktransport. Hier ist dieser versichert, wenn der Rücktransport medizinisch sinnvoll ist. Auch bei so schwerer Erkrankung, dass ein stationärer Aufenthalt von mehr als zwei Wochen im Ausland erforderlich wäre, ist der Rücktransport versichert. Dazu kommt noch eine wirtschaftliche Komponente. Ist die Behandlung im Ausland teurer als ein eventueller Rücktransport (zBsp. in den USA, Kanada oder Japan), so ist auch hier ein solcher Rücktransport versichert. Kinder und Mitreisende unter 16 Jahren haben Anspruch auf eine Begleitperson. Versichert ist- bei allen Transporten- das günstigste, geeignete Transportmittel.

Was ist nicht versichert?

Ausschlüsse und Einschränkungen sind meist wichtiger als versicherte Leistungen. Nur wer weiss wann und wo der Schutz eingeschränkt ist, nur der kann sich darauf einstellen. Reisen ins Ausland zu einer geplanten Heilbehandlung sind nicht versichert, ebenso nicht solche, eo eine Diagnose schon vor der Reise feststeht, die der Versicherte dann im Ausland behandeln lassen muss. Weitere Einschränkungen und Ausschlüsse sind in §4 der AVB geregelt, zudem werden Leistungen für Psychotherapie nicht erbracht. (das ist verständlich, kann aber im Einzelfall bei Verbrechen oder Unglücken problematisch sein)

Die Beiträge

Der neue Tarif Kolumbus ersetzt den bisher vorhandenen Auslandstarif und ist für folgende, feste Prämien zu bekommen:

bis zu einem Alter von 17 Jahren: 8,50 € pro Jahr

Alter 18 bis 59: 12,50 € pro Jahr

ab Alter 60: 48 € pro Jahr 

* Bei Erreichen des Alters 18 und 60 erhöht sich der Beitrag entsprechend, auch im laufenden Tarif.

Noch weiterer Schutz? 

Besteht noch Versicherungsschutz über eine Kreditkarte oder anderweitige Absicherung, so können Sie die Rechnungen auch dort einreichen. Beteiligt sich ein anderer Versicherer an den Leistungen, so erhalten Sie von der HALLESCHE einen Bonus. Dieser ist (mehr …)

16.
Februar '15

Gesundheitsrisiken im Ausland- die Länderkarte mit aktuellen Gefährdungsstufen


Schon zum sechsten Mal erscheint nun die Karte mit den unterschiedlichen Gefährdungsstufen in den Ländern der Welt. Die Organisation „International SOS“ veröffentlicht mit der Karte eine Hilfestellung über potentielle Risiken und bietet daher Unternehmen, aber auch Privatpersonen, eine Orientierung bei der Auswahl der Gesundheitsvorsorge für Reisen.

Die Karte ist als pdf direkt bei International SOS oder durch Klick auf das untenstehende Bild herunter zu laden.

Health Map 2015 (c) International SOS

Health Map 2015 (c) International SOS

Bitte denken Sie vor einer Reise an die richtige Absicherung. Eine private Auslandsreisekrankenversicherung sollte genau ausgewählt sein, da hier bei den Leistungen (z. Bsp. bei einem Rücktransport) große Unterschiede bestehen können. Auch sind diese „günstigen Policen“ nicht geeignet, um berufliche Auslandsaufenthalte abzusichern.

Bei Fragen zur Absicherung und zur Überschneidung Ihrer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung mit dem Auslandschutz, sprechen Sie mich gern an. –> zum Kontaktformular

16.
August '13

Reisewarnung für Ägypten – die Folgen für die Krankenversicherung (PKV oder auch den Auslandsreiseschutz)


Reisewarnung ÄgyptenEs besteht bereits eine Teilweisewarnung des Auswärtigen Amtes für Teile von Ägypten, welche auch Urlaubsgebiete umfasst. Nach Informationen von Spiegel Online wird diese Teilweisewarnung in einen vollständige Reisewarnung geändert, mehr Informationen dazu auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

Eine solche Reisewarnung kann nicht nur die Urlaubs- oder geschäftliche Reise verhindern, sondern beeinflusst je nach vertraglichen Regelungen auch die private oder die Auslandsreisekrankenversicherung und den dort angebotenen Schutz.

Die privaten Krankenversicherer können das Risiko für Reisen in Länder mit kriegerischen Ereignissen nicht bzw. nur sehr schlecht kalkulieren und so folgen in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen hierzu entsprechende Beschränkungen.

Der Ausschluss für Leistungen als folge von Kriegsereignissen regeln die Versicherer unterschiedlich. So heisst es in den Versicherungsbedingungen der Alten Oldenburger Krankenversicherung dazu in §5 zunächst:

§ 5 Einschränkung der Leistungspflicht, (1) Keine Leistungspflicht besteht

a) für solche Krankheiten einschließlich ihrer Folgen sowie für Folgen von Unfällen und für Todesfälle, die durch Kriegsereignisse verursacht oder als Wehrdienstbeschädigung anerkannt und nicht ausdrücklich in den Versicherungsschutz eingeschlossen sind;

Doch bei dem generellen Ausschluss bleibt es nicht, denn dieser wird im weiteren Verlauf genauer bestimmt. Wer also in einem solchen Land gerade seinen Urlaub verbringt, der beachte bitte auch die weiteren Aussagen in den Bedingungen.

zu § 5 Abs. 1 a) MB/KK 2009, Sofern zum Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalles keine Kriegsereignisse mehr im Aufenthaltsland stattfinden, gewährt der Versicherer unter der Bedingung, dass für das Aufenthaltsland keine Reisewarnung durch das Auswärtige Amt besteht, Versicherungsschutz für Krankheiten und Unfälle, die mittelbar durch Kriegsereignisse verursacht werden.

Bis zur Erteilung einer Reisewarnung bestand also auch für die Kriegsereignisse Versicherungsschutz, dieses verändert sich aber mit der Veröffentlichung der Reisewarnung für das entsprechende Land. Für bereits dort angekommende Urlauber bedeutet dieses sich unmittelbar um die Ausreise zu kümmern und mit dem Versicherer zu sprechen. Wer sich noch in Deutschland befindet, der sollte die Reise nach Möglichkeit verschieben und das nicht nur im Sinne des Versicherungsschutzes.

Auch die Barmenia hat für einige Tarife solche Regelungen. In den TB/KK 11 heisst es dazu:

1a.1 Abweichend von Absatz 1. a) besteht bei Kriegsereignissen nur für solche Krankheiten und deren Folgen sowie für Folgen von Unfällen und für Todesfälle keine Leistungspflicht, die durch vorhersehbare Kriegsereignisse (z. B. durch Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes) verursacht worden sind. Wird die Reisewarnung erst während des Auslandsaufenthaltes ausgesprochen, besteht so lange Versicherungsschutz, bis eine Ausreise aus dem Kriegsgebiet möglich ist. Terroristische Anschläge und deren Folgen zählen nicht zu den Kriegsereignissen im Sinne des Absatz

Für Personen die bereits im entsprechenden Zielgebiet sind war eine solche Warnung nicht vorhersehbar, daher besteht auch hier weiter Versicherungsschutz, wer hingegen trotz Reisewarnung seinen Versicherungsschutz hier antritt, der ist von dem Ausschluss betroffen. Dennoch müssen auch Urlauber die sich in Ägypten aufhalten die Ausreisemöglichkeiten nutzen, denn sonst riskieren diese ihre Absicherung im Krankheitsfall.

Als drittes Beispiel noch eine Aussage der Halleschen Krankenversicherung, welche auch ganz klar auf die Reisewarnung abstellt und daran ihren Versicherungsschutz orientiert. So heisst es in den Bedingungen dazu:  Teil II, §5, Abs. 1 a,b

 „Leistungseinschränkung (…) gilt nicht, wenn a.) für das Aufenthaltsland keine Reisewarnung durch das auswärtige Amt besteht oder „… eine Reisewarnung erst während des Aufenthaltes ausgesprochen wurde und die Versicherte Person aus Gründen, die sie nicht zu vertreten hat, an der Ausreise gehindert war.“

Auch Versicherte in der beliebten Auslandsreisekrankenversicherung des ADAC haben eine entsprechende Regelung in den Versicherungsbedingungen. In dem §2 heisst es unter dem Punkt „Wann besteht kein Versicherungsschutz„:

d) für Krankheiten und deren Folgen, für Todesfälle und für Folgen von Unfällen, die  durch vorhersehbare Kriegsereignisse oder Unruhen oder durch die aktive Teilnahme  an Kriegsereignissen oder Unruhen verursacht und nicht ausdrücklich in den Versicherungsschutz eingeschlossen sind. Als vorhersehbar gelten Kriegsereignisse oder  innere Unruhen insbesondere dann, wenn das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland – vor Reisebeginn – für das jeweilige Land eine Reisewarnung ausspricht;

Auch hier ist demnach besondere Vorsicht geboten, denn wer jetzt trotz (Teil-)reisewarnung noch in die entsprechenden Länder und Gebiete reist, der hat keinerlei Versicherungsschutz für  dort auftretende Behandlungen.

Aktuelle Informationen zum Stand der Reisewarnung veröffentlicht das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite.