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11.
Oktober '16

Handelsblatt zur Berufsunfähigkeit Teil 3 mit neuen Gründen gegen die Absicherung, die meist keine sind


Es gibt eine weitere Fortsetzung der Handelsblatt BU Saga, scheint zumindest so. Doch damit Sie einen Überblick bekommen worüber wir hier reden, zunächst einmal

Was bisher geschah

In der letzten Woche veröffentlichte das Jugendmagazin des Handelsblattes „Orange“ einen Artikel zur Berufsunfähigkeit und fragte nach, bei einem „Experten“ im eigenen Hause, Martin Dowideit. In meiner Antwort auf den fachlichen Unsinn der dort geschrieben war, gibt ich auf die falschen Aussagen ein.

Presse: Handelsblatt rät von Berufsunfähigkeitsversicherung ab und muss dafür nicht gerade stehen

Erfreulich war es jedoch, als ein junger, anderer Redakteur des Orange Magazins nun reagierte und auf die Kritik der Makler, Berater und Experten einging, leider ging das kräftig daneben und endete mit meinem Nachweis der ungenügenden, maximal ausreichenden Leistung des Autors.

Orange by Handelsblatt zur Berufsunfähigkeit – Unsinn die Zweite und mit fatalen Folgen für die Leser

Nun könnte der geneigte Leser ja annehmen: „Fehler erkannt, korrigiert und Haken dran“. Leider scheint die Kritikfähigkeit nicht so richtig gut ausgeprägt, denn der „Experte Martin Dowideit“ kann das so nicht eingestehen, trotz Nachweis der eigenen Fehler. Nein, nun wird nachgelegt und es geht zunächst einmal um die „bösen Versicherungsvermittler“ und daher teilt er in seinem Artikel nun erneut aus und nennt neun vermeintliche Gründe gegen eine BU Absicherung, doch schauen wir uns diese einmal näher an. Den vollständigen Artikel gibt es auf der Seite des Handelsblattes unter:

Bloß nichts Kritisches zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Fangen wir mit der Aussage im Artikel an:

„Um diese heftige Reaktion muss man verstehen, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung zunächst einmal vor dem allgemeinen Lebensrisiko schützt, etwa durch einen Krankheit oder einen Unfall nicht mehr den eigenen Beruf ausüben zu können.“

Ich habe den Satz auch nach dreimal lesen nicht ganz verstanden, liegt aber wahrscheinlich an mir. Richtig ist in natürlich, die Berufsunfähigkeitsversicherung schützt gegen die finanziellen Folgen, seinen Beruf nicht mehr ausüben zu können. Damit schützt diese auch gegen die Altersarmut, oder woraus wird bitte die Altersvorsorge bezahlt, aus dem eigenen Einkommen, richtig. Aber das ist auch gar nicht der Punkt.

Interessant ist zudem auch die weitere Aussage:

Wer eine BU besonders nötig hat, muss dafür am meisten zahlen.

Richtig ist aber: Wer gefährlich(ere) Tätigkeiten ausübt, der muss mehr für seinen Schutz zahlen. Ob die Einstufung der Berufe durch die Versicherer immer so nachvollziehbar oder korrekt ist sei einmal dahin gestellt. Richtig ist aber, ein Grundrisiko zu erkranken ist bei allen gleich. Ob ich Krebs bekomme, an chronischen Krankheiten leider oder mir in der Freizeit einen Unfall zuziehe, das Risiko ist zunächst einmal gleich. Dabei spielt es keine Rolle ob ich im Büro sitze oder auf dem Dach arbeite. Aber: Natürlich gibt es weitere Risiken die eben davon abhängig sind wie meine berufliche Tätigkeit aussieht.

Auch spielen gefährliche Tätigkeiten in der Freizeit eine Rolle und beeinflussen mein Risiko maßgeblich. Etwas anderes verkennt er aber. Leide ich unter einem „kaputten Bein“, so kann ich natürlich noch an meinem Schreibtisch sitzen oder eine andere Bürotätigkeit ausüben. Auf das Dach kann ich aber vielleicht nicht mehr. Somit kann eine identische Krankheit, eine Unfallfolge oder dergleichen bei dem einen versicherten zur Berufsunfähigkeit (in seinem Beruf) führen, bei dem anderen aber vielleicht nicht. Daher unterscheiden sich hier auch die Prämien. Ist doch gar nicht so schwer nachzuvollziehen, oder?

9 Gründe gegen eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Schauen wir uns also die Gründe und Anregungen einmal genauer an, die einen „Experten“ oder eben auch den Kunden darüber nachdenken lassen, keinen BU Schutz für sich abzuschließen:

Dennoch mag jemand zu dem Ergebnis kommen, dass er eine solche Absicherung nicht braucht oder möchte. Einige Gründe seien hier skizziert:

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Der erste Grund sind, laut Handelsblatt, die monatlichen Belastungen. Natürlich spielt die Frage der Bezahlbarkeit einer BU eine entscheidende Rolle. Der beste Schutz nützt gar nichts, wenn dieser nach einigen Monaten nicht mehr bedient werden kann und dann wieder gekündigt wird/ werden muss. Aber: Die Prämien zur BU Absicherung unterscheiden sich zwischen (mehr …)