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17.
November '14

Der Weg zur passenden Berufsunfähigkeitsversicherung, Klauseln oder Zuschläge und wie der Schutz bei Berufsunfähigkeit eingeschränkt wird und was Sie tun können


Der Schutz bei Berufsunfähigkeit und damit vor den finanziellen Folgen bei Verlust der Arbeitskraft ist nicht nur eine der wichtigsten Absicherungen überhaupt, diese wird auch zum 01. Januar 2015 zum Teil deutlich teurer. (Warum wird es teurer? HIER klicken für mehr Information!)

Dennoch gilt es insbesondere bei einer so wichtigen Frage wie der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit, genau zu überlegen und in keinem Fall eine solche Entscheidung voreilig zu treffen. Lieber überlegen Sie einmal mehr, einen Tag, eine Woche oder einen Monat länger und nehmen eine höhere Prämie in Kauf, als das Sie später merken, der Versicherer oder der Tarif waren falsch, denn eine solche Entscheidung ist oftmals kaum noch zu korrigieren.

Die Schritte zur richtigen, passenden Berufsunfähigkeitsversicherung

Zuerst geht es einmal darum, einen möglichst sinnvollen und passenden Schutz zu finden. Dazu sollten Sie sich mit dem Thema BU beschäftigen, Bedingungen lesen und verstehen und erkennen, das die Unterschiede in den einzelnen Bedingungswerken elementar sind und am Ende darüber entscheiden, ob Sie eine Rente bekommen oder die Beiträge Ihr Leben lang „umsonst“ bezahlt haben. Hilfestellungen bei dem Thema bietet unter anderem mein „Leitfaden zur Berufsunfähigkeitsversicherung“ aber auch die Auswahlkriteien können eine grundlegende Unterstützung bieten.

Schritt 1:

Bevor es losgehen kann, ist zu überlegen welche Bedingungskriterien erfüllt sein sollen. Neben den „üblichen“ Punkten denken Sie bitte auch daran, wie veränderbar der Vertrag sein soll, so zum Beispiel Möglichkeiten zur Erhöhung bieten und daher sich an zukünftige Veränderungen im Leben anpassen zu können.

Auch die Ausgestaltung des Vertrages mit einer garantierten Rentensteigerung, einer dynamischen Anpassung oder sonstigen Karriereklauseln ist elementar, denn wer weiss schon wie sich das eigenen Einkommen und die berufliche Laufbahn verändern. Weitere Informationen auch hier:

Garantierte Rentensteigerung in der Berufsunfähigkeitsversicherung KLICK!

Dynamik in der Berufsunfähigkeitsversicherung KLICK!

Nachversicherungsoptionen in der BU KLICK!

Berufsunfähigkeit auch bei „nur 6monatiger Arbeitsunfähigkeit“ KLICK!

Schritt 2:

Mindestens so wichtig wie Bedingungen ist aber die richtige Rente. Das beste Produkt und die besten Bedingungen nützen so gar nichts, wenn die Rente nicht ausreicht. Auch 1.500€ können schnell zuwenig sein, denn oftmals wird schlichtweg vergessen Rentenbeiträge bzw. die Altersvorsorge zu bedenken. Bisher zahlen Sie als Angestellte(r) knapp 20% ihres monatlichen Einkommens in die geseztliche Rentenversicherung. Diese Zahlungen erfolgen direkt vom Arbeitgeber und werden oftmals gar nicht als „so viel“ wahrgenommen. Bei einem Bruttoeinkommen von 3.000 EUR fließen somit run 600 EUR monatlich in die Rentenkasse.

Wird unser Beispielkunde nun mit 40 Jahen berufsunfähig, so erhält er seine mit 1.500 EUR versicherte Rente. Aufgrund der garantierten Rentensteigerung steigt die Rente um 2% pro Jahr. In der Grafik ist dieses die blaue Line, welche nun bis zum 67. Lebensjahr ansteigt, danach endet die Rentenzahlung und fällt somit auf null.

Da die Beitragszahlung in die gesetzliche Rentenversicherung bei Verlust des Berufes nicht mehr erfolgt, muss von der privaten Berufsunfähigkeitsrente Geld in die Altersvorsorge investiert werden. Nutzt unser Kunde hierfür 10% seines bisherigen Bruttos, also 300 EUR, resultieren daraus knappe 700 EUR Rente. Die rote Linie zeigt daher eine negaive Linie (weil Beiräge zu zahlen sind), dann die Rente nach dem 67. Lebensjahr. Die grüne Line zeigt die Werte für 20%, also 600 EUR Beitrag und knappe 1.400 EUR Rente.

BU und AV RenteSchritt 3:

Nun wissen Sie zumindest was Sie brauchen, also welche Bedingungen erfüllt sein müssen und wie hoch die Rente sein soll. Jetzt braucht es „nur noch“ einen Versicherer der das Risiko zeichnet und Sie wie gewünscht versichert.

Erst einmal ist nun die Einstufung in die richtige Berufsgruppe wichtig. Diese bestimmt entscheidend die Präme mit und sollte daher sehr gewissenhaft ermittelt werden. Hierbei sind alle Ausbildungen zusammenzutragen, die erreichten Abschlüsse aber auch die Anzahl der verantworteten Mitarbeiter zu berücksichtigen und ein genaues Tätigkeitsbild zu erstellen. Eine Hilfestellung hierbei ist eine Tätigkeitsbeschreibung, welcher unter anderem verschiedene Versicherer nutzen. Hier ein Beispiel der Tätogkeitsbeschreibung der Alten Leipziger Lebensversicherung.

Steht die Berufsgruppe nun fest, so geht es an die gesundheitliche Prüfung. Dazu sind alle Fragen des Versicherers hinsichtlich heutiger und vergangener Erkrankungen, innerhalb der abgefragten Fristen, zu beantworten um dem Unternehmen eine Prüfung des Risikos zu ermöglichen. Hier ist meist einiges an Verhandungen nötig um später eine entsprechende Entscheidung zu kommen. Sind Sie nicht gesund oder bestanden in der Vergangenheit Krankheiten und Beschwerden, so kann dieses zu einem Zuschlag oder einem Ausschluß führen.

Formulierung extrem wichtig

Klausel ist nicht Klausel. Hier einmal drei Ausschlußklauseln. Diese werden so von Unternehmen angeboten und bei Erkrankungen der Augen in den Versicherungspolicen vereinbart.

1.) „Ausgeschlossen vom Versicherungsschutz sind Erkrankungen beider Augen und deren Folgen. Bei Prüfung der Berufsunfähigkeit werden diese nicht berücksichtigt.“

2.) „Es gilt als vereinbart, dass jegliche Einschränkungen des Sehvermögens der Augen einen Leistungsanspruch aus der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht bedingen und bei der Feststellung des Grades der Berufsunfähigkeit aus anderen Gründen unberücksichtigt bleiben. Eingeschlossen in den Versicherungsschutz sind Tumorerkrankungen, Infektionen und Unfallfolgen im betroffenen Bereich.“

3.) „Es gilt als vereinbart, dass jegliche Einschränkungen des Sehvermögens der Augen einen Leistungsanspruch aus der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht bedingen und bei der Feststellung des Grades der Berufsunfähigkeit aus anderen Gründen unberücksichtigt bleiben. Eingeschlossen in den Versicherungsschutz sind Infektionen, Tumorerkrankungen und Unfallfolgen im betroffenen Bereich, sowie Sehschäden welche nicht durch die Myopie entstanden sind.“

Um so genauer die Klausel also formuliert ist, desto genauer ist das Risiko abgesteckt und die Erkrankungen bezeichnet, welche eben nicht unter den Versicherungsschutz fallen sollen. Klauseln sind zwar in der Zukunft durchaus überprüfbar, aber erst einmal ist deise natürlich in dem Vertrag enthalten und eine heutige Garantie zum Entfall gibt es eben nicht.

dann doch lieber Zuschlag?

Bei manchen Erkrankungen, insbesondere solchen die nicht klar abgrenzbar sind, kann anstelle einer Ausschlußklausel auch ein Zuschlag vereinbart werden. Dieses führt zwar zu einer höheren Prämie, andererseits höhlt es den Versicherungsschutz nicht aus und gilt eben auch für Vorerkrankungen die schon bekannt sind.

Bei den meisten Unternehmen gibt es aber keine Wahlmöglichkeit ob eine Klausel oder ein Zuschlag vereinbart wird. Abgrenzbare Erkrankungen (Kniebeschwerden, Rückenleiden, Sehschäden z.Bsp.) sind einfacher mit einem Ausschluß zu behandeln, Erkrankungen die nicht so einfach Abgrenzbar sind bekommen eher einen Zuschlag. So werden Magenbeschwerden eher mit einem Zuschlag versehen und dann doch wieder in den Schutz eingeschlossen.

Nahezu alle Unternehmen kalkulieren zwischenzeitlich mit dauerhaften Zuschlägen. Das bedeutet das eine Überprüfung und ein Entfall in der Regel nicht möglich ist. Will der Kunde eine solche Überprüfung doch, so muss er einen neuen Vertrag (mit neuen Risikofragen, neuem Alter und neuen Prämien) in Kauf nehmen, was aber in Einzelfällen durchaus besser sein kann.

Fazit

Der Weg zur richtigen, passenden und individuellen Berufsunfähigkeitsversicherung kann durchaus steinig sein. Wichtig ist es jedoch sich ausführlich damit zu beschäftigen und mit dem Spezialisten alle Steine aus dem Weg räumen zu können. Das kann durchaus mal Wochen oder gar Monate dauern und Anfragen, Ausschreibungen, Vorprüfungen und einiges an Analyse und Berung enthalten.

Glauben Sie mir- es lohnt sich hier genug Zeit zu lassen!

27.
August '14

„Fordern Sie bloß vor Antragstellung keine Krankenakte bei der Kasse an, könnte was schlimmes drin stehen“ – wer solche Tipps von seinem Makler bekommt, kann auch gleich aufhören


Bei manchen Aussagen von vermeintlichen Kollegen frage ich mich, ob der Kunde nicht lieber schnell genug laufen sollte, wenn er solche Ratschläge bekommt. Ein solches Erlebnis hatte ich vorgestern, als ich einen Artikel las, geschrieben von/ mit einem Direktor eines Finanzdienstleisters der selbst als Makler registriert ist. Die Überschrift klang durchaus noch vielversprechend, hieß es doch: „Ärzte gehen zu sorglos mit Diagnosen um“.

Stimmt, dachte ich im Stillen und las bei einer Tasse Kaffee weiter. Doch was dann in dem Artikel über die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Antragstellung geschrieben wurde, das lies mir die Haare zu Berge stehen. In diesem Beitrag hier soll es nur um eine Aussage gehen, mit den anderen beschäftige ich mich in einem weiteren Artikel.

Auch wenn der „Kollege“ in einem Forum für Makler zwischenzeitlich eingeräumt hat, er wäre falsch bzw. unvollständig zitiert worden, bleibe aber im wesentlichen bei der Aussage:

(…) Ich rate aber davon ab, sich bei der Krankenversicherung einen Auszug aus der Krankenakte zu holen.

Warum?

Manche Ärzte gehen in ihren Abrechnungen zu sorglos mit Diagnosen um. So landen auch einige Diagnosen, von denen die Patienten nichts wissen – und die oftmals irrelevant sind – in ihrer Krankenakte. Weiß ein Patient nichts davon, kann er das auch nicht in seinem BU-Antrag angeben. Hat er allerdings die Kenntnisse aus den abgerechneten Diagnosen bei der Krankenkasse, muss er diese auch angeben.

Der Prozess der Antragstellung

Anträge für biometrischen Risiken, also Krankenversicherungen, Absicherungen gegen Berufsunfähigkeit, Lebensversicherungen und viele andere Produkte erfordern die Aufklärung über den Gesundheitszustand des Kunden. Nur wenn dieser wahrheitsgemäße Angaben macht und klar auflistet was er hatte, nur dann kann der Versicherer das Risiko ordentlich einschätzen und eine risikogerechte Prämie anbieten. Das führt auf der anderen Seite aber eben auch zu höheren Prämien bei bestehenden Vorerkrankungen, sogar einer Ablehnung oder einer Klausel um bestimmte Krankheiten vom Schutz auszuschießen.

Diese Angaben werden dann in den Antrag eingetragen, ggf. sind weitere Fragebögen zu beantworten und wenn das alles noch nicht reicht, so wird der Versicherer eine Arztauskunft bei dem Behandler einholen oder weitere Nachforschungen anstellen.

Was, wenn falsche Angaben in der Akte stehen?

Ärzte sind auch nur Menschen und Menschen machen Fehler. So passiert es täglich mehrfach, das Diagnosen nicht korrekt erfasst werden, ein Zahlendreher in einer ICD Ziffer den Patienten mit Bluthochdruck plötzlich zum Asthmatiker machen kann oder Erkrankungen in den Akten stehen, die der Patient nie hatte.

Aus „mir geht es heute irgendwie nicht so gut, bin etwas überarbeitet“ wird ein „Erschöpfungssyndrom“, aus „ich brauche mal eine Massage“ schnell ein HWS Syndrom, was eine Antragstellung in der BU-Absicherung schon sehr erschweren kann.

Solche Falschen Angaben lassen sich- einvernehmlich mit dem Arzt- in vielen Fällen lösen. Lösen in dem man diesen erneut aufsucht, Beschwerden klarstellt und falsche Angaben auch aus der Krankenakte gelöscht werden müssen, wenn diese nachweislich nicht zutreffen. Je früher Sie solche falschen Angaben bemerken, je einfacher ist es noch, diese zu korrigieren. Wer nach 5, 6, 8 Jahren aber kommt und meint „ich hatte aber nur etwas verspannten Nacken und kein HWS“, der wird es sehr schwer haben, so der Arzt dann überhaupt noch praktiziert.

Neben den menschlichen Fehlern passieren bei einigen Ärzten auch andere. So werden Diagnosen zur Abrechnung „etwas aufgehübscht“, die eigene Abrechnung etwas „frisiert“ und damit der eigene Geldbeutel etwas mehr gefüllt. Klar ist eine kompliziertere Diagnose, die zudem noch besser vergütet wird, für den Arzt bares Geld wert. Wer privat krankenversichert ist, für den ist es hier etwas einfacher. Auf den Rechnungen die der Patient nach Behandlungsende erhält, ist stets eine Diagnose angegeben. Kontrollieren Sie diese bitte genau und reklamieren eine solche Diagnose gleich. Auch falls das Argument „Brauchen wir doch nur für die Abrechnung“ kommt, so bestehen Sie auf einer neuen Rechnung und vor allem einer Korrektur der Krankenakte.

Bei einem GKV Patienten ist das schon etwas schwieriger, denn dort gibt es keine Rechnung. Dennoch hilft auch hier von Zeit zu Zeit eine Abfrage bei der GKV, ein aktueller Auszug aus der Krankenakte und auch hier: Kontrollieren Sie das was da steht und lassen sich Arztberichte in Kopie aushändigen. Einfach abheften oder einscannen und haben Sie zu Hause ihre eigene Krankenakte.

Wer was weiss, muss es angeben

Klar, wenn Sie Diagnosen kennen und der Versicherer in seinem Antrag danach fragt, dann sind diese anzugeben und führen bestenfalls zu Rückfragen, manchmal zu Zuschlägen und im schlimmsten Fall zu einer Ablehnung.

Wenn Sie aber nichts tun und es verschweigen oder einfach sich nicht informieren, so sitzen Sie auf einem Pulverfass und können sich das monatliche Überweisen auch gleich sparen. Warum? Weil der Versicherer seine Chance zur Verweigerung der Leistung nutzen wird- Berechtigt!

Was, wenn ich nichts weiss?

Anzugeben ist das, wovon man Kenntnis hat, das ist schon korrekt soweit. Würde also ein Arzt eine Diagnose bewusst verschweigen (vielleicht weil es aus psychologischen Gründen erforderlich ist), dann wäre diese eine Diagnose dem Patienten auch nicht bekannt. Das ist aber eher ein seltener Fall.

Generell gilt folgende Verfahrensweise:

1.) Besorgen Sie sich alle Unterlagen von Ärzten, Kopien von der Krankenakte etc.

2.) Finden Sie in den Unterlagen zu 1.) weitere Verweise auf Ärzte, Arztbriefe oder Hinweise auf stationäre Aufenthalte, so fragen Sie auch hier an.

3.) Auch eine Anfrage bei der GKV oder der bisherigen Krankenversicherung ist m.E. angezeigt, zumindest ist dem in den meisten Fällen so.

Wenn sich dort Fragen oder falsche Angaben ergeben, so setzten Sie sich mit dem Arzt und/ oder dem Krankenhaus zusammen und klären dieses VOR Antragstellung. Nur so gehen Sie sicher, keine Angaben zu vergessen.

Aber: Eine pauschale Aussage gibt es auch hier nicht. Es ist immer wichtig im Einzelfall mit einem Spezialisten zu sprechen und zu überlegen, welche genaue Vorgehensweise hier sinnvoll und angebracht ist. Daher —> Informieren und lesen, Sammeln und dann ab zu dem von Ihnen gewünschten Berater. (Welcher Beratertyp passt zu mir?)

 

02.
April '14

Übersicht: Antragsfragen in der Privaten Krankenversicherung (PKV)- wer fragt wie lange, in welchem Umfang und was unbegrenzt?


Die Auswahl in der Privaten Krankenversicherung sollte sich niemals nach Zuschlägen oder Annahmemöglichkeiten richten, sondern nach Abwägung der Auswahlkriterien und Leistungen nach dem Tarif und der Gesellschaft. Dennoch stehen manchmal Vorerkrankungen einer Antragstellung im Wege und es kann Sinn machen, vorher zu schauen ob diese angegeben werden muss.

Aus diesem Grund habe ich für die eigene Beratung eine Tabelle erstellt und mal die unterschiedlichen Abfragezeiträume aufgelistet und werde die Liste weiter ergänzen und anpassen, falls es Änderungen geben sollte.

Einige Hinweise vorab:

Um so eindeutiger die Fragen formuliert sind, um so besser ist es für die Antragstellung und desto kleiner ist die Gefahr, eine Anzeigepflichtverletzung zu begehen. Wird zum Beispiel gefragt:

Haben in den letzten 5 Jahren stationäre Untersuchungen, Beobachtungen oder Behandlungen in einem Krankenhaus oder Sanatorium stattgefunden? (Barmenia KV Antrag)

so ist das eindeutig und klar zu beantworten. Damit weiss man, 5 Jahre vor Antragstellung ist alles anzugeben und man kann die Frage nicht unterschiedlich auslegen. Es geht aber auch anders.

Besteht Hilfsmittelbedarf oder bestehen Defizite körperlicher oder geistiger Art? (Continentale KV)

Hier ist es schon schwerer, denn was genau sind diese Defizite? Ist es ein Defizit wenn man nicht so schnell laufen kann wie der Nachbar? Oder so schnell denken?

Aber ein weiteres Unternehmen „überzeugt mit einer anderen, spannenden“ Frage.

Bestehen Krankheiten, Unfallfolgen, körperliche oder geistige Schäden bzw. Anomalien (wie z. B. Herzfehler, psychische Störungen, Nervenerkrankungen, Augenerkrankungen, Schädigung des Bewegungsapparates, Stoffwechselstörungen usw.), die zu den bisherigen Gesundheitsfragen noch nicht angegeben wurden? (Debeka)

Wie bitte beantwortet man diese Frage richtig und vor allem vollständig? Damit sind doch faktisch alle Abfragezeiträume aufgehoben und man gibt alles an, was jemals war, sonst ist eine „richtige“ Beantwortung unmöglich.

Ungeachtet dessen, hier also einmal die Übersicht der unterschiedlichen Gesellschaften. Die meisten der Anträge finden Sie im Downloadbereich.

Antragsfragen_Uebersicht

Und wer es lieber als Excel Dateil hätte, auch dem kann geholfen werden. Übersicht zu Antragsfragen und Abfragezeiträumen als Excel *.xls Datei.