Artikel mit ‘AL’ getagged

14.
August '13

Alte Leipziger mit neuer Regelung für Studenten und Jungakademiker


Die Absicherung von Studenten gegen das Risiko und die finanziellen Folgen von Berufsunfähigkeit ist manchmal nicht ganz einfach, denn gerade hier ist ja noch kein „Beruf“ im eigentlichen Sinne vorhanden und so kann dieser oftmals nicht genau definiert werden. Bereits im Beitrag „Alte Leipziger verbessert Berufsunfähigkeitsschutz für Schüler, Studenten, Hausfrauen- und Männer ab 2012“ vor einiger Zeit hatte ich dazu etwas geschrieben.

Wie sieht die neue Regelungen für die Einstufung in die Berufsgruppe 1++

Eingestuft werden demnach die Studenten in die Berufsgruppe 1++, auch wenn das Studium noch nicht abgeschlossen wurde, denn diese Regelung gilt 24 Monate vor und nach Abschluss eines Studiums. Hierbei wird immer die jeweilige Regelstudienzeit zu Grunde gelegt um das Studienende zu ermitteln. Bei Antragstellung ist eine Kopie der Studienbescheinigung bzw. eine Bescheinigung des Studienabschlusses beizulegen.

Jungakademikerregelung

Alle Akademiker, welche nach Abschluss des Studiums mindestens einen Beruf der Berufsgruppe 1+ ausüben, profitieren ebenfalls von der Regelung. Hier gilt als Studienabschluss das Datum der Abschlussurkunde. Auch wenn der ausgeübte Beruf dann der BG 1+ zuzuordnen wäre, so gilt hier die Abschlussmöglichkeit der besseren BG 1++, welches in Bezug auf die Prämie einen Vorteil bedeutet (siehe unten in der Modellrechnung).

Eckdaten zu Abschluss- und Anpassungsmöglichkeiten

Der Abschluss kann bis zu einer Jahresrente von 24.000 EUR erfolgen, also können 2.000 EUR monatliche Rente im Berufsunfähigkeitsfall abgesichert werden. Ebenfalls kann eine garantierte Rentensteigerung von 1- 3% der BU Rente versichert werden und schafft somit Inflationssicherheit auch im Falle des Leistungsbezuges, vorher ist eine dynamische Steigerung von 1- 10% möglich.

Eine spätere Nachversicherung und Anpassung (im Rahmen der vertraglichen Möglichkeiten) erfolgt natürlich ohne weitere Gesundheits-/ Risikoprüfung und sichert somit auch hier eine ausreichende Absicherung bei bestehenden Erkrankungen.

Nachträglich von der Jungakademikerregelung profitieren?

Wer bei Abschluss des Vertrages die Regelungen für Jungakademiker nicht erfüllt (oder erfüllt hat, denn es gilt auch für Bestandsverträge ab dem 1. 1. 2013), für den erfolgt zunächst die Einstufung in die Berufsgruppe des ausgeübten Berufes. Unter den folgenden Voraussetzungen wird aber bei Aufnahme oder Wechsel der beruflichen Tätigkeit eine Möglichkeit geboten auch nachträglich an diese Regelung zu kommen.

Voraussetzung ist neben dem bestehenden Vertrag der BUZ in Verbindung mit der Rentenversicherung der 1. oder 3. Schicht, dass der Studienbeginn max. 24 Monate zurück liegt UND der Absolvent mind. in die BG 1+ gemäß seiner aktuellen Tätigkeit eingestuft ist und diese ausübt.

Die Besserstellung durch eine Umstufung in die Berufsgruppe 1++ erfolgt innerhalb des bestehenden Vertrages und ohne eine neue Risikoprüfung. Ein Beispiel soll dieses verdeutlichen:

Als Student wird der Kunde in die BG 1+ eingestuft und entscheidet sich für eine Rentenversicherung (FR15) mit einer Altersrente von 250 EUR mtl. als Ergänzung zur gesetzlichen Rente ab 67. Zusätzlich wird in den Vertrag eine BU Rente bis 67 mit einer Rentenhöhe von 1.500 EUR eingeschlossen.

BU_Jungakademiker_AL

Hier ergibt sich durch die Umstufung in der Berufsgruppe ein Vorteil von fast 6 EUR monatlich oder mehr als 3.000 EUR auf die Laufzeit gesehen, daher macht eine solche Umstufung dann durchaus Sinn. Eine einmal eingestufte Berufsgruppe, hier dann die BG1++, ändert sich auch bei späterem Wechseln der Tätigkeit oder eines komplett neuen Berufs nicht mehr.

Gerade hier ist deutlich zu erkennen, wie wichtig und (finanziell und aus Sicht des Gesundheitszustandes) sinnvoll eine rechtzeitige Absicherung sein kann.

28.
Oktober '09

Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten – worauf muss man achten


Das Thema Berufsunfähigkeit ist in aller Munde und mancher fragt sich wie er speziell denn berufsunfähig wird. Sie werden hier von mir keine schlimmen Krankheiten hören, das ist auch nicht Sinn der Sache. Bekannt ist aber, je jünger der Versicherte den Schutz beginn, desto günstiger ist die Einstiegsprämie.

Dabei stellen sich bei Studenten in der Regel zwei Fragen, an die ich beim Lesen eines Artikels „Versicherer bringt die BU an die Uni“ erinnert wurde.

Zum Einen wird bei der Antragstellung das Verhältnis zwischen Einkommen und beantragter BU Rente geprüft. Da geht das Problem bei Studenten aber schon los. In der Regel haben diese kein eigenes Einkommen, können also oft nur Mindestsätze versichern. Das birgt aber die Gefahren einer zu niedrigen Absicherung im Leistungsfall oder auftretenden Erkrankungen. Somit wäre eine spätere Erhöhung nicht möglich.

Dabei gibt es am Markt durchaus sehr leistungsfähige Tarife zur Berufsunfähigkeit, welche die versicherbare Rente bei Studenten auf 24.000 EUR Jahresrente, also 2.000 EUR monatlich erhöht haben. Lediglich bei Lehramtsanwärtern wird diese hier auf einen Betrag von 1.000 EUR maximal versicherbarer Monatsrente beschränkt. Warum nun in dem Artikel von einem neuartigen Produkt gesprochen wird, welches bis zu 1.000 EUR Rente zulässt ist mir noch nicht ganz klar. Auch die Option nach Abschluss des Studiums auf einen Betrag bis zu 1.500 EUR Rente zu erhöhen ist nicht neu. Einige andere Unternehmen bieten im Rahmen der Nachversicherung durchaus Erhöhungen bis zu einer monatlichen Rente von 2.500 EUR an.

Das zweite, große Problem ergibt sich durch die Frage „wann wird ein Student berufsunfähig“.

Im Leistungsfall wird als auf die „berufliche“ Tätigkeit als Student abgestellt und geschaut wie weit der Versicherte dieses noch ausüben kann. Ähnlich wie bei anderen kaufmännischen Berufen ist somit eine Prüfung möglich.

Hierbei heißt es in den Bedingungen:

(2.1) Vollständige Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen außerstande ist, seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen ausgestaltet war, auszuüben. Die Tätigkeiten von Hausfrauen/-männern, von Schülern, Studenten und Auszubildenden sehen wir als Beruf an. Wir verzichten auf eine abstrakte Verweisung.

Weiter geht es in den folgenden Bedingungsaussagen um die Frage der Studenten oder der Berufsausbildung:

(2.3) Ist der Versicherte bei Eintritt der Krankheit, der Körperverletzung oder des Kräfteverfalls noch in der Berufsausbildung oder im Studium und hat er mindestens die Hälfte der gesetzlich vorgesehenen oder im Durch- schnitt üblichen Ausbildungs- bzw. Studienzeit absolviert, wird im Rahmen der konkreten Verweisung (auf einen tatsächlich ausgeübten anderen Beruf oder eine andere Ausbildung) auf die Lebensstellung hinsichtlich Vergütung und sozialer Wertschätzung abgestellt, die regelmäßig mit dem erfolgreichen Abschluss einer solchen Berufsausbildung oder eines solchen Studiums erreicht wird.

Danach sind die Regelungen hier eindeutig. Natürlich sind neben diesen Punkten viele weitere Auswahlkriterien zur Berufsunfähigkeitsversicherung elementar wichtig. Weitere Informationen finden Sie auch im Fragebogen oder im Leitfaden zur Berufsunfähigkeit.