Artikel mit ‘Änderung’ getagged

04.
Juli '14

Deutscher Ring Krankenversicherung versichert (endlich) Kinder auch allein


Eine Versicherung eines Kindes allein in der Privaten Krankenversicherung (PKV) war und ist nicht unbedingt die einfachste Aufgabe. Viele Versicherer in der privaten Krankenversicherung scheuen sich vor dem Risiko, denn gerade kleine Kinder „kosten Geld“. Allein die regelmäßigen U Untersuchungen führen dazu, das die Beiträge aufgebraucht werden.

Daher versichern viele Unternehmen Kinder nicht ab Geburt oder erst ab einem bestimmten Lebensalter. Wer das wie tut, das können Sie in meiner ausführlichen Übersicht nachlesen, dort sind die Kriterien der „Kinderalleinversicherung festgelegt.

KV Kinder allein

Ab sofort ist eine Option für die ganz Kleinen zusätzlich vorhanden.

1.) 4. Geburtstag 

Abweichend von der bisherigen Regelung (Differenz Beginnjahr – Geburtsjahr) ist nun eine Alleinversicherung des Kindes auch möglich, wenn das Kind AM GEWÜNSCHTEN VERSICHERUNGSBEGINN das 4. Lebensjahr vollendet hat. (4. Geburtstag).

Ein Beispiel: Kind geboren am 1. 1. 2011, somit heute 3 Jahre alt. Dieses Kind wird am Tag des Versicherungsbeginns den 4. Geburtstag haben, daher ist es auch bereits heute versicherbar.

2.) Schutz der Eltern oder Ablaufkündigung

Ist ein Elternteil beim Deutschen Ring Krankenversicherung versichert, so kann auch das Kind dort versichert werden. Wechselt ein Elternteil in die PKV oder von einer anderen PKV zu dem Deutschen Ring (binnen 6 Monate), so kann auch das Kind dort versichert werden.

Beispiel: Wer erst zum 1.1. versicherungsfrei wird und bisher noch in der GKV versichert ist, der kann auch heute sein Kind bereits (gemeinsam mit seinem Antrag) beim Dt. Ring versichern.

3.) bestehende Zusatzverträge oder anderer Schutz bei der Signal Iduna Gruppe

Neu ist auch, wer andere Verträge von Kindern oder Geschwistern bei der Signal Iduna Gruppe hat, diese mindestens einen Jahresbeitrag von 1.200 EUR erreichen, auch der kann sein Kind allein beim Dt. Ring Kranken versichern. In der Information des Versicherers heißt es wörtlich: „zusätzlich zum KV Beitrag des Kindes … mindestens 1.200 EUR Jahresbeitrag von Eltern oder Geschwister (älter als 4 Jahre) seit mindestens einem Jahr an die Signal Iduna Gruppe“ Es kann sich dabei  um Sachversicherungen, Lebensversicherungsprodukte, eine BU oder dergleichen handeln.

Prämien für Kinder

Aktuell (Stand 07/2014) betragen die Prämien für Kinder beim Deutschen Ring:

– Tarif Comfort+ (80% max. 540 EUR SB) 145,39 EUR

– Tarif ESPRIT X+FUTURA (450 EUR SB ambulant, exkl. Vorsorge) 116,20 EUR mtl.

– Tarif ESPRIT+FUTURA (225 EUR SB) 127,32 EUR

– Tarif ESPRIT M (nur Mehrbettzimmer + Regelleistungen, SB 225 EUR) 120,13 EUR

– Tarif Esprit MX (Mehrbett, 450 EIUR SB ambulant) 108,89 EUR

Auch hier gilt, wie übrigens immer, es ist zwingend erforderlich sich mit den persönlich wichtigen Auswahlkriterien zu beschäftigen. Dazu finden Sie unter dem Punkt PKV –> Auswahlkriterien eine Reihe weiterer Informationen. Ob das Kind überhaupt in der PKV oder GKV versichert werden muss, das lesen Sie im Beitrag zur Kinderversicherung nach.

03.
Januar '14

Axa Krankenversicherung mit neuen Annahmerichtlinien 2014 und mehr versicherbaren Berufen


Die Axa Krankenversicherung verbessert verändert Ihre Annahmerichtlinien und erhöht damit die Auswahl der versicherbaren Berufe. Gerade in der Privaten Krankenversicherung sind nichtzahlende Kunden ein großes Problem, das haben andere Unternehmen wie die Central in den Vergangenen Jahren leidvoll spüren müssen.

Die PKV ist auch keinesfalls etwas, wenn man sich die Mindestbeiträge in der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV) nicht leisten kann, denn eine Private Krankenversicherung muss man sich leisten können und wollen. Daher sind einige Berufe, Existenzgründer oder Personen ohne Vorversicherung nahezu nicht mehr versicherbar.

AXA_2014_nicht_versicherbare_Berufe

Wer jedoch zu den folgenden Berufen gehört (mehr …)

12.
Dezember '13

Hallesche Krankenversicherung mit Klarstellungen in den AVB’s für Bestands- und Neukunden


Über die Jahre in denen eine private Krankenversicherung besteht, da verändert sich so einiges. So kann es durchaus passieren, der Versicherer hat bereist eine andere Leistungspraxis, als es in den Versicherungsbedingungen festgeschrieben ist und dieses führt(e) zu höheren Leistungen.

Im Rahmen von so genannten Klarstellungen kann das Unternehmen diese-gängige- Leistungspraxis nun in die Versicherungsbedingungen übernehmen, so es vom Treuhändler genehmigt und keine Mehrausgaben bedeutet. Daraus ergeben sich für die Neu- aber auch die Bestandsversicherten bessere bzw. klarere Aussagen in den Versicherungsbedingungen und ein einklagbarer Anspruch.

Hallesche AVB Änderung

Einen solchen Schritt geht die Hallesche zum 01. 01. 2014, wobei auch in der Vergangenheit schon Klarstellungen stattgefunden haben. Hierbei handelt es sich zum Teil um gesetzliche Änderungen, welche in die Bedingungen eingearbeitet werden müssen, zum anderen um klarstellende Formulierungen.

Umwandlung in gleichartigen Versicherungsschutz, Tarifwechsel

Neu heisst es in den Bedingungen jetzt: „Der Versicherer nimmt den Antrag auf Umwandlung in angemessener Frist an.“ Das ist zwar immer noch keine Frist in Tagen oder Wochen, aber ein Verzögern und Hinhalten wie bei einigen Unternehmen in der Vergangenheit nahezu Praxis, wird nun nicht oder nur schwer möglich sein.

Leistungspflicht und Recht auf Kostenzusage

Eingearbeitet wurde auch die gesetzliche Änderung, welche dem Versicherungsnehmer nun das Rest einräumt, vor Behandlungsbeginn eine Kostenzusage zu erhalten. Dazu wurde der folgende Passus un den §4 der AVN (Punkt 7) eingefügt:

7  Vor Beginn einer Heilbehandlung, deren Kosten voraussichtlich 2.000 € überschreiten werden, kann der Versicherungsnehmer in Textform Auskunft über den Umfang des Versicherungsschutzes für die beabsichtigte Heilbehandlung verlangen. Der Versicherer erteilt die Auskunft spätestens nach vier Wochen; ist die Durchführung der Heilbehandlung dringend, wird die Auskunft unverzüglich, spätestens nach zwei Wochen erteilt. Der Versicherer geht dabei auf einen vorgelegten Kostenvoranschlag und andere Unterlagen ein. Die Frist beginnt mit Eingang des Auskunftsverlangens beim Versicherer. Ist die Auskunft innerhalb der Frist nicht erteilt, wird bis zum Beweis des Gegenteils durch den Versicherer vermutet, dass die beabsichtigte medizinische Heilbehandlung notwendig ist.

Und weiter eine Neuerung zur Einsicht in die Unterlagen, welche bisher nur sehr schwer möglich war:

8  Der Versicherer gibt auf Verlangen des Versicherungsnehmers oder der versicherten Person Auskunft über und Einsicht in Gutachten oder Stellungnahmen, die der Versicherer bei der Prüfung der Leistungspflicht über die Notwendigkeit einer medizinischen Behandlung eingeholt hat. Wenn der Auskunft an oder der Einsicht durch den Versicherungsnehmer oder die versicherte Person erhebliche therapeutische Gründe oder sonstige erhebliche Gründe entgegenstehen, kann nur verlangt werden, einem benannten Arzt oder Rechtsanwalt Auskunft oder Einsicht zu geben. Der Anspruch kann nur von der jeweils betroffenen Person oder ihrem gesetzlichen Vertreter geltend gemacht werden. Hat der Versicherungsnehmer das Gutachten oder die Stellungnahme auf Veranlassung des Versicherers eingeholt, erstattet der Versicherer die entstandenen Kosten.

Änderungen zum Notlagentarif wurden ebenfalls in die neuen Bedingungen eingefügt und so enthalten diese nun auch Regelungen zu den zu zahlenden Säumniszuschlägen. Auch neu sind die Regelungen bei der Kündigung des Versicherungsvertrages, wenn dieser der Erfüllung der Pflicht gilt. So muss hier die entsprechende Bestätigung über die Erfüllung der Versicherungspflicht, die Folgeversicherungsbescheinigung rechtzeitig erbracht werden. Dazu finden sich nun in §13, Abs. 7 die folgenden Regelungen:

Die Kündigung wird nur wirksam, wenn der Versicherungsnehmer innerhalb von zwei Monaten nach der Kündigungserklärung nachweist, dass die versicherte Person bei einem neuen Versicherer ohne Unterbrechung versichert ist; liegt der Zeitpunkt, zu dem die Kündigung ausgesprochen wurde, mehr als zwei Monate nach der Kündigungserklärung, muss der Nachweis bis zu diesem Zeitpunkt erbracht werden.

Somit ergeben sich hier, wenn auch nur in Teilbereichen, einige Verbesserungen gegenüber dem Versicherungsschutz bisher. Eine Auswirkung auf die zu zahlende Prämie hat dieses jedoch nicht.

Die vollständigen Formulierungen hier als pdf.  Hallesche KV, Klarstellung Bedingungen per 01.2014

18.
Oktober '12

Geplante (gesetzliche) Änderungen in den versicherungsrechtlichen Vorschriften (zur Privaten Krankenversicherung)


In seinem Gesetzentwurf zum „Gesetz zur Änderung versicherungsrechtlicher Vorschriften“ hat der Gesetzgeber einige Probleme bezüglich der Abwicklung und Leistungszusage einer privaten Krankenversicherung erkannt (bzw. glaubt das) und möchte diese gern Ändern. Was genau das bedeutet und welche Änderungen auf privat Krankenversicherte zukommen, das schauen wir einmal genauer im entsprechenden Gesetzentwurf an.

Die derzeitige Situation:

Anders als in der gesetzlichen Krankenkasse, wo der Versicherte VOR Inanspruchnahme einer Leistung einen Anspruch auf Prüfung und Kostenzusage hat, ist in der privaten Krankenversicherung der Anspruch regelmäßig erst entstanden, wenn die Leistung erbracht wurde. SO kann der Versicherte vorher nur sehr bedingt prüfen (lassen), ob eine solche Leistung auch versichert ist und das Unternehmen diese tariflich erstatten muss.

Eine Besonderheit findet sich im Heil- und Kostenplan bei den Zahnleistungen. Hier ist es derzeit schon in vielen Tarifen so, das vor Leistungserbringung ein solcher Plan eingerecht werden muss, um die tariflichen Leistungen voll zu erhalten.

Geplante Änderungen:

Die Änderungen betreffen nicht nur die private Krankenversicherung, sondern auch andere Versicherungssparten. So werden Artikel des Versicherungsvertragsgesetzes dahingehend geändert, das hinzukommende Verträge ebenfalls aufgehoben werden können, wenn der Hauptvertrag endet. Ein Beispiel hierzu sind Nettoverträge in der Lebensversicherung und entsprechende Honorarvereinbarungen nebenher. Die Regelung betrifft § 9 des VVG.

Leistungszusage in der Privaten Krankenversicherung

Durch Anfügen des (8) an den § 192 VVG kommt folgender Text hinzu:

„(8) Der Versicherungsnehmer kann vor Beginn einer Heilbehandlung, deren Kosten voraussichtlich 2.000 EUR überschreiten werden, in Textform vom Versicherer Auskunft über den Umfang des Versicherungsschutzes für die beabsichtigte Heilbehandlung verlangen. Ist die Durchführung der Heilbehandlung dringlich, hat der Versicherer eine mit Gründen versehene Auskunft unverzüglich (Anm: ohne schuldhaftes Verzögern); spätestens nach zwei Wochen, zu erteilen, ansonsten nach vier Wochen; auf einen vom Versicherungsnehmer vorgelegten Kostenvoranschlag und andere Unterlagen ist dabei einzugehen. Die Frist beginnt mit Eingang des Auskunftsverlangens beim Versicherer. Ist die Auskunft innerhalb der Frist nicht erteilt, wird bis zum Beweis des Gegenteils durch den Versicherer vermutet, dass die beabsichtigte medizinische Heilbehandlung notwenig ist.“

Auskunft und Einsicht in Gutachten

Bisher ist die Situation die, dass Einsicht in Gutachten die der Versicherer beauftragt hat, nicht der Kunde sondern nur der Arzt oder ein Rechtsanwalt bekommt. Das ist grundsätzlich immer mit Aufwand und ggf. auch Kosten verbunden und auch das will der Gesetzgeber ändern. Zukünftig soll der Kunde direkt Einsicht bekommen. Eine Ausnahme besteht weiterhin dann, wenn erhebliche therapeutische Gründe entgegenstehen, dann bleibt es bei dem Auskunftsrecht über einen Arzt oder Anwalt. Holt der Versicherte auf Verlangen des Versicherers ein Gutachten oder eine entsprechende Stellungnahme ein, so hat der Versicherer die Kosten dafür zu erstatten.

Änderung bei den Fristen zur Kündigung

Bisher finden sich im §205 die Vorgaben zur Kündigung eines Vertrages. Darunter ist unter Absatz 4 geregelt, das bei einer Anpassung des Beitrages innerhalb von einem Monat gekündigt werden kann. Diese Frist wird nun auf zwei Monate erweitert. (mehr …)

17.
Oktober '11

Deutscher Ring Krankenversicherung ändert Staffelungen zur Beitragsrückerstattung


Der Markt der Krankenversicherungen hat sich, nicht zuletzt durch die steuerliche Anrechnungsfähigkeit aufgrund des Bürgerentlastungsgesetzes, in den letzten Jahren verändert. Früher galten gerade die Tarife und Gesellschaften mit hohen Rückerstattungen bei Leistungsfreiheit als „tolle Tarife“ im Rahmen der Privaten Krankenversicherung.

Doch seit Einführung dieser Änderungen durch den Gesetzgeber ist die Attraktivität solcher Rückerstattungen gesunken. Tarife wie der GS1Plus der Continentalen, CVP oder die Vario Tarife mit Pauschalleistungen der Central oder gar der (für mein Verständnis unsinnige) Tarif Pro Fit ASZG der Hanse Merkur haben mit fehlenden Neukunden zu kämpfen. Dieses mag an dem Modell, aber auch an den Leistungsanspüchen der Kunden liegen, die sich stetig erweitert haben. Galt es früher als „toll“ viel zurück zu bekommen, so steigt das Bewusstsein für Leistung in der eigenen Gesundheitsvorsorge und der Wunsch nach Beitragsstabilität deutlich an.

Weiterlesen? hier geht’s zum vollständigen Artikel