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02.
Mai '12

Auslandsreisekrankenversicherung trotz PKV


Eine häufig gestellte Frage in der Beratung zur privaten Krankenversicherung betrifft die Frage nach dem Ende oder Weiterbestehen der Auslandsreisekrankenversicherung. Viele Interessenten haben auch schon vor dem Wechsel in die private Krankenversicherung einen solchen Schutz.

Sei es über Pakete bei der Buchung einer Urlaubsreise, oder aber bei der Kreditkarte oder sonstigen Anbietern wie dem ADAC. Dieser Schutz ersetzt nicht die Geltung der privaten Krankenversicherung außerhalb eines Urlaubs, jedoch deckt dieser die Kosten bei Behandlungen im Ausland in den ersten 42 Tagen (in der Regel) ab. Um genau „erkunden“, welcher Schutz enthalten ist, schauen wir uns einmal die Bedingungen eines Anbieters an. Als Beispiel dient der ADAC mit seiner Auslandsreisekrankenversicherung.

Mit einer Jahresprämie von 13,90 EUR (für Nichtmitglieder) oder 12,80 EUR (für Mitglieder des ADAC) ist diese vergleichsweise günstig. Angeboten werden 3 Varianten, wobei die Grundleistungen identisch sind. Wer mehr dazu erfahren möchte, hier der Link zur Produktübersicht auf der Seite des ADAC.

Der Versicherungsschutz ist zunächst einmal zeitlich begrenzt.

§ 5 Ab wann und wie lange haben Sie Versicherungsschutz?

1. Der Versicherungsschutz wird ab Grenzübertritt in das Ausland gewährt.

2. Der Versicherungsschutz besteht für die ersten 45 Tage einer jeden Auslandsreise während der Laufzeit der Versicherung, sofern der Versicherungsvertrag vor Grenzübertritt abgeschlossen wurde. Wurde der Versicherungsvertrag während der Auslandsreise abgeschlossen, besteht für diese Reise kein Versicherungsschutz.

3. Der Versicherungsschutz endet

a) mit Grenzübertritt nach Deutschland. Dies gilt auch, wenn die gesundheitliche Beeinträchtigung und die medizinische Behandlung in Deutschland fortdauern. Beim Krankenrücktransport und bei der Überführung Verstorbener endet der Versicherungsschutz mit dem Ende des Transportes in Deutschland.

Da der Schutz erst bei Grenzübertritt endet, besteht zum Beispiel bei einem Herzinfarkt in einem Flugzeug noch kein Versicherungsschutz. Kann der Patient nicht innerhalb der 45 Tage das Land verlassen, so verlängert sich der Schutz entsprechend bis zur Transportfähigkeit. Der Rücktransport ist jedoch ebenfalls an verschiedene Voraussetzungen geknüpft.

Wichtig ist hierbei noch die Anordnung des Transportes durch den ADAC. Zwar stimmt dieser sich mit dem behandelnden Arzt ab, jedoch entscheidet der Versicherer hier letztendlich über den Transport. Schaut man sich jedoch die Regelungen in anderen Tarifen der Privaten Krankenversicherung an, so können solche Formulierungen durchaus besser sein, da diese nicht von einer Anordnung durch den Versicherer abhängig gemacht werden können. So heißt es in den Bedingungen der Halleschen Krankenversicherung, Tarif NK:

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