Artikel mit ‘2011’ getagged

15.
Mai '12

Beschwerdestatistik der BaFin für die Private Krankenversicherung


Alle Jahre wieder erscheinen die Zahlen zur den eingereichten Beschwerden über die Unternehmen der privaten Krankenversicherung. Herausgeber ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin. Nun liegen die Zahlen für das Jahr 2011 vor und daher veröffentliche ich Ihnen diese hier gern in Form von Grafiken.

Bevor wir uns aber mit den eigentlichen zahlen auseinandersetzen schauen wir uns zunächst den Hintergrund von Beschwerden und somit die Aussagekraft solcher Zahlen an.

Welche Möglichkeiten zur Beschwerde hat der Versicherte?

Zuerst sollte immer das Unternehmen selbst kontaktiert werden. Sind Sie mit einer Leistungsablehnung oder einer Erstattung nicht einverstanden, so können Sie über den Berater oder auch direkt an das Unternehmen eine Beschwerde senden und um Änderung/ Zusage/ Klarstellung bitten. Eine solche Beschwerde sollte jedoch immer möglichst ausführlich sein, alle Fakten und Unterlagen beinhalten und den genauen Grund der Beschwerde darlegen. Nur mit vollständigen Informationen kann der zuständige Leistungssachbearbeiter eine weitergehende Entscheidung treffen.

Wer ist schuld an Beschwerden?

Die Frage ist bewusst etwas provokant, denn in manchen Fällen können die Unternehmen gar nichts für eine Beschwerde. Das passiert insbesondere dann, wenn bei dem Anschluß/ dem Verkaufsgespräch dem Interessenten nicht alle Fakten erklärt wurden oder- was viel schlimmer ist- falsche Informationen über den Leistungsumfang gegeben werden. Sop passiert es leider viel zu oft, dass der doch so „billige“ PKV Tarif als Luxusschutz verkauft wird, der er aber niemals ist. Gerade solche Fälle führen dann, beim Einreichen der ersten Rechnungen, zu bösen Überraschungen.

Leider kann der Versicherer hier gar nichts für, sondern der Berater/ Verkäufer hat hier einfach „Mist gebaut“. Dennoch tauchen auch solche „Beschwerden“ in Statistiken auf.

Andererseits sind auch Versicherer nicht ganz unschuldig an Beschwerden, denn oft sind Ablehnungen von Leistungen unberechtigt oder werden einfach nicht genau erklärt. Warum erfolgt die Ablehnung genau? Ist die Leistung nicht versichert, stimmt die Rechnung nicht, ist es nicht medizinisch notwenig?

Bei einigen Unternehmen besteht zudem ein Zusammenhang zwischen Vertriebsweg und Beschwerden. So soll es Unternehmen geben, die viel Geschäft über Strukturvertriebe bekommen, damit oftmals eine etwas dürftige Beratung verbunden war. Am Ende führt auch das zu Beschwerden, denn wer erzählt bekam er hätte jetzt (verglichen mit dem Auto) eine Luxuskarosse in der PKV, in Wirklichkeit aber nur einen Kleinwagen, der wird kaum zufrieden sein können. (zum Vergrößern einfach auf die Bilder klicken) (mehr …)

21.
September '10

Arbeitgeberzuschuss zur Privaten Krankenversicherung 2011


 

Die neuen Zahlen für 2012 finden Sie hier:  Arbeitgeberzuschuss, Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze für das Jahr 2012

UPDATE:

Aufgrund der gesetzlichen Änderungen hier eine kurze Zusammenfassung der Zahlen ab 01. 01. 2011:

Der Arbeitgeberzuschuss zur Privaten Krankenversicherung beträgt 50% des Beitrages, maximal jedoch 271,01 EUR

(Dieser gilt einmalig auch für mitversicherte Kinder. Dabei ist zu beachten, das der AG nur insgesamt den oben genannten Betrag zahlt und nicht pro Person.)

Weiterhin wird ein Zuschuss von 50% des Pflegeversicherungsbeitrages in der Pflegepflichtversicherung durch den AG gezahlt.

und hier nun der ursprüngliche Beitrag und weitere Details:

Laut Regierungskreisen wird der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zum 01. 01. 2011 von derzeit 14,9 % auf 15,5% angehoben. Diese Pläne scheinen weitestgehend sicher, wenn auch noch nicht final beschlossen.

Dadurch ändert sich auch der Höchstzuschuss für privat krankenversicherte Arbeitnehmer zum 01. Januar. Bekommen diese derzeit (2010) maximal 50% ihres Krankenversicherungsbeitrages, gedeckelt auf 262,50 EUR erstattet, so wird es zukünftig etwas mehr sein.

Durch den Anstieg des Beitragssatzes der GKV um 0,6%, erhöh sich der Arbeitgeberzuschuss auf maximal: 273,75 EUR also um exakt 11,25 EUR monatlich.

Dazu kommt ein Zuschuss zur Privaten Pflegeversicherung von max. 36,56 EUR (Sachsen: 17,81 EUR)

Bitte beachten Sie auch weiterhin, das der Zuschuss des Arbeitgebers maximal 50% des Beitrages, begrenzt auf den oben genannten Höchstbeitrag beträgt. Bei mitversicherten Ehepartnern bzw. Kindern gilt dieser als maximaler Gesamtzuschuss.

Wie kommt dieses nun zu Stande:

Derzeit berechnet sich der Arbeitgeberzuschuss aus der Beitragsbemessungsgrenze von 3.750 EUR, multipliziert mit dem Arbeitgeber (AG) Anteil der Krankenkasse (GKV), also 7,0%.

Bleibt nun (so wie derzeit geplant) die Beitragsbemessungsgrenze konstant, so errechnet sich der Arbeitgeberzuschuss gem. 257 SGB V ab 01. Januar wie folgt:

15,5% Beitrragssatz, davon tragen Arbeitnehmer 7,3 + 0,9% und Arbeitgeber 7,3%

7,3% x 3.750 EUR = 273,75 EUR

Um eine Anpassung müssen sich Arbeitnehmer nicht selbst kümmern. Geben diese Ihre Arbeitgeberbescheinigung für 2010 rechtzeitig im Lohn-/ Personalbüro ab, so wird der maximale Zuschuss automatisch berechnet.

UPDATE: Noch nicht beschlossen, aber im Gespräch ist eine Senkung der Beitragsbemessungsgrenze in der GKV von derzeit 3.750 EUR auf 3.712,50 EUR (44.500 EUR jährlich von derzeit 45.000 EUR).

Damit ergäbe sich dann eine neue Berechnung des Arbeitgeberzuschusses:

7,3% x 3.712,50 EUR = 271,01 EUR

13.
Juli '10

Beitragsgarantie der Barmenia für die easyflex Plus Tarife


Gestern schrieb ich bereits über die „neuen“ easyflex Plus Tarife. Die, erst im August 2009 eingeführten easyflex Tarife hat man kurzerhand geschlossen und neue Tarife mit verbesserten Leistungen aufgelegt.

Warum? Vielleicht auf Druck des Marktes, der immer mehr an Leistungen und Bedingungen orientiert ist. Warum das aber jetzt und in der Form passiert- verstehe wer will. Dabei gibt es hier natürlich immer zwei Seiten. Zum einen bieten Begrenzungen (wie die auf die Regelhöchstsätze) dem Unternehmen die Möglichkeit einer Kostenbegrenzung und der Kunde kann/ darf und sollte mit seinem Arzt verhandeln. Zum Anderen jedoch birgt dieses das Risiko auf Kosten sitzen zu bleiben.

Spannend ist in diesem Zusammenhang aber eine „Beitragsgarantie“ für 2011 und 2012.

Klick auf das Bild zum Vergrößern

Darin verspricht der Versicherer, dass es für die (Neu-)Kunden keine Anpassung geben wird, bzw. richtigerweise diese Kunden bis einschließlich 2012 „nicht mehr zahlen als bei Abschluss.“ In der Praxis funktioniert das dann so.

Sollte es 2012 eine Anpassung geben, so wird diese von der Barmenia für das Jahr 2012 getragen, also defacto dem Kunden erstattet. Natürlich nur für 2012, nicht für die Folgejahre.

Diese „Aktion“ sieht mir sehr nach „Neukundenfang“ aus. Warum tut ein Unternehmen so etwas? Klar, der Neukunde will eine vermeintliche Beitragssicherheit für seinen Vertrag. Der wird ihm hier suggeriert, aber gilt eben bei genauem Lesen nur für das Jahr 2012 und dann nicht mehr. Die Anpassung findet (wenn dann nötig) eben dennoch statt und wird nur durch den Versicherer getragen.

Meine Meinung: Marketing! und nur das. Ich finde es persönlich schade wenn Unternehmen auf solche Maßnahmen zurückgreifen (müssen). Dieses wird oftmals nicht nur vom Kunden sondern auch von Vermittlern falsch verstanden und interpretiert und produziert im Nachgang mehr Ärger als es eingebracht hat.

Weitere Informationen auch hier in der gestrigen Pressemitteilung.

05.
Juli '10

Beitragsanpassungen und Beitragsgarantien 2011 der AXA Krankenversicherung


Nachdem die Central Krankenversicherung mit der Ankündigung Ihrer Beitragsanpassung für das Jahr 2011 sehr früh war, aber auch für viel Aufregung hinsichtlich der Anpassungshöhen gesorgt hat, ziehen nun andere Gesellschaften mit Informationen nach.

So veröffentlichte die AXA Krankenversicherung heute die Beitragsgarantien für einige Tarife bis zum 01. 01. 2012. Dieses hat also zur Folge, dass in diesen Tarifen KEIN Sonderkündigungsrecht besteht. Wer dennoch aus diesen Tarifen wechseln möchte muss zwingend die Reguläre Kündigungsfrist (3 Monate zum Jahresende) einhalten.

In folgenden Tarifen besteht EINE BEITRAGSGARANTIE und es findet KEINE Anpassung statt:

EL Bonus-N bei Kindern, Jugendlichen und Frauen (Männer Anpassung im einstelligen %-Bereich)

EL- N bei Männern

Vital-300 N für alle Versicherten

Vision Start-N bei Männern und Frauen

Vital-Z-N bei Männern und Frauen

Z-Pro-N, 541-N, KHT2A/B für alle Versicherten

in den Arzttarifen:

VA100-2-N, V AiP-2-N bei Kindern, Jugendlichen und Frauen

KHG-2-N, ZA25-N, ZB25-N bei allen Versicherten

Vision Med-N bei Kindern, Jugendlichen und Männern

PRAXMED-N bei Kindern und Jugendlichen

150-N, 153-N, KT A, KGH2 und KGH 2 med bei allen Versicherten

902E-N bei Männern

in den Zusatztarifen:

030, 033, 035, Premium, EG Pro, EG Zahn Plus, Komfort, KHTE-N, KHT1, 350E und KGH2, KGH2 med. jeweils für alle Versicherten

KG2 nur für Kinder und Jugendliche

Tagegelder:

TV42, TN 14 für Männer

TV 7, 061E-N, 062E-N, 063E-N, 064E-N, 901E-N, 903E-N, 904E-N, 906E-N, VIA, VIAplus, VIAplus-SU, VIAmed für alle Versicherten

Schaut man sich diese Tabelle an, so stellt man fest: Es fehlen die „alten“ VITAL Tarife 250, 750 und einige Vision Tarife. Dieser besitzen KEINE Beitragsgarantie, werden also wohl angepasst. Über die Höhen wird erst in der 35. KW oder später informiert.

Die Tarife des öffentlichen Dienstes (zum Teil alte DBV Tarife) haben ebenfalls teilweise Beitragsgarantien erhalten. Es findet in folgenden Tarifen KEINE Anpassung bis 1.1.2012 statt:

Beihilfe Vollkostenversicherungen:

Vision B-N, Vision B-NA, BS-N und BZ-N (je alle Stufen), B3-NA (Stufe 15-20), BW2-N und BW2 00-N (alle Stufen), BWE-N jeweils für alle Versicherten

B3-N bei Kindern und Jugendlichen

B3-NA (Stufen 25-70) bei Frauen

gesenkt werden folgende Tarife:

BW2-NA (Stufen 30-70) bei Männern und Frauen

BWE-N bei allen

Für alle Versicherten besteht Beitragsgarantie in folgenden Ergänzungsbausteinen:

BN3/1 und /2, BN4-N, BN1/1 und /2, BN2-N jeweils in allen Stufen

KGTE-N, 350E-N und EVK

Wie immer gilt- endgültige Zahlen abwarten. Versicherungsschutz dann anpassen und überprüfen und Möglichkeiten wie Anpassung der Selbstbeteiligung und Wechsel in andere Tarife/ Tarifvarianten sehr sorgfältig überlegen.

01.
Juli '10

Beitragsanpassung der Central Krankenversicherung zum 01. 01. 2011


UPDATE: die Anpassungszahlen für 2012 finden Sie im neuen Blogbeitrag Central Beitragsanpassungen 2012

Als eine der ersten Gesellschaften veröffentlicht die Central bereits jetzt die Neugeschäftsanpassungen für das Jahr 2011. Schaut man sich die Beitragsanpassungen zum Beginn dieses Jahres (ab 01. 01. 2010) an, so kann schon die Frage aufkommen, wo die Reise hingehen soll.

Angepasst werden somit:

EKN0 / comfort 0 bei Männern mit 5- 10%, Frauen 10- 15%

EKN250 / comfort 1 bei Männern und Frauen 5- 10%

dazu auch der (fast neue) Vario-Top-S1 bei Männern und Frauen 5- 10%

EKN 600 / comfort 2 bei Frauen über 20%

Vario-Top-SP2(P) bei Frauen 10- 15%

EKN 1000 / comfort 3 und Vario-Top-S3 bei Frauen 10- 15%

EKN1500 / comfort 4 bei Frauen 10- 15%

EKN 2500 / comfort 5 bei Männern über 15%

CV3N250 / CH3H250 und Vario-Plus-S1 bei Männern und Frauen 5- 10%

CV3N500 / CV3H500 bei Männern 10- 15%

Vario-Plus-S2(P) bei Männern 5- 10%

CVP500 bei Männern über 20%

CV3N1 / CV3H1 und Vario-Plus-S3 bei Männern 10- 15% und Frauen 5- 10%

EKE / KEH250 und Vario-ECO-S1 über 20%

EKE / KEH750 und Vario-ECO-S2(P) bei Männern 10- 15%, Frauen über 20%

Vario-ECO-S3 bei Männern 10- 15%, Frauen über 20%

Gerade die Tarife, welche schon im letzten Jahr recht hohe Beitragsanpassungen hatten, werden hier zum Teil nochmals angeschafft.

Auch in diesem Jahr gilt nicht voreilig zu reagieren. Warum lesen Sie im Beitrag „Bei Beitragsanpassung nicht voreilig kündigen“ aus dem letzten Jahr.

Diese Anpassungen ermöglichen hier sicher dem einen oder anderen dieses Jahr mit etwas mehr Zeit zu reagieren zu reagieren.

Die Beihilfetarife der Central werden teilweise wohl auch angepasst. Weitere Informationen und Infos, Leitfaden zur Beihilfe und dergleichen, finden Sie bei meinem (auf Beihilfe spezialisierten) Kollegen Lars U. Harms. Seine Homepage ist unter http://www.luhv.de erreichbar.

WEITERHIN BITTE ICH UM IHRE HILFE:

Mehr Infos im Blogbeitrag „Aufruf zur Datenerhebung in der PKV

 

Die weiteren Entwicklungen im Hause Central, Infos zur Tarifschließung und Informationen zur Beitragsanpassung 2012 finden Sie im neuen Blogbeitrag zur Central.