Archiv für die Kategorie ‘Pflegeergänzung’

01.
September '16

Fristen, Termine und eine To-Do Liste bis zum Jahresende


Jahresende? Es ist doch erst Sommer, habe ich gestern gerade gehört. Ja, wir sind erst im September, also quasi noch im Sommer, dennoch gibt es einige Punkte die schon jetzt auf die To-Do Liste gehören, Punkte die sonst wieder in den letzten Wochen und Monaten des Jahres auftauchen und dann nicht mehr in den Kalender passen. Nicht in Ihren und nicht in meinen. Daher habe ich hier einmal eine kleine Liste zusammen gepackt, eine Liste an die Dinge die bedacht und erledigt werden sollen, am besten jetzt.

Überprüfen, anpassen und verändern

Für alle die schon vorgesorgt haben, den richtigen Schutz Ihr eigen nennen und damit einen wichtigen und richtigen Schritt getan haben. Auch wenn der Schutz einmal richtig war bedeutet das eben gerade nicht, das dieser in der Schublade liegen bleiben kann und nicht wieder anschaut werden muss. Daher hier einige Hinweise zu bestehendem Schutz.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Bitte prüfen Sie hier unbedingt folgende Fragen:

  • – Wann wurde dieser zum letzten Mal angepasst?
  • – Wie hoch ist die Rente und wie hat sich seitdem das Einkommen verändert?
  • – Entsprechen die Bedingungen noch dem aktuellen Stand oder lassen sich die Verbesserungen in den eigenen Vertrag integrieren?

Lesetip: Berufsunfähigkeitsversicherung anpassen und überprüfen

Insbesondere Veränderungen in der eigenen Lebensplanung, die Geburt eines Kindes, Hochzeit oder sonstige Veränderungen welche sich auf das Einkommen, die Planung oder die Zukunft auswirken können sind wichtig. Alle diese Faktoren gehören in eine Beratung und ein kurzes Telefonat um zumindest den Änderungsbedarf zu erkennen. Aus diesem Grund nehmen Sie bitte einfach Kontakt auf.

Besteht derzeit ein Schutz bei BU und wurde dort ein Ausschluss oder Zuschlag verlangt, so ist auch hier ggf. eine Überprüfung möglich und der Schutz kann unter Umständen verbessert werden. Auch dieses ist nicht pauschal zu sagen, wohl aber von den genauen Umständen abhängig und sollte hier überprüft werden.

Besteht hingegen ein Vertrag mit schlechten Bedingungen, so kann auch hier eine Veränderung sinnvoll sein. Natürlich stehen dem nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile gegenüber. So ist das Eintrittsalter höher, dennoch ist oftmals ein neuer Schutz keine allzu schlechte Idee. Durch stetige Verbesserungen der Bedingungen und vor allem durch eine weitere Aufspaltung der Berufsgruppen sind hier durchaus Einsparungen möglich und das bei besserem Schutz. Am Ende entscheidet der Bedarf. Eine zu geringe BU Rente nützt nichts, ebenso ein falsches Endalter.

Lesetip: Wie beende ich (m)eine unpassende BU Versicherung

Krankenversicherung

Die gesetzlichen Krankenkassen und auch die private Krankenversicherung unterliegt einem ständigen Veränderungsprozess. Während in der GKV die Leistungen angepasst werden und Zusatzbeiträge bei den GKVen eingeführt werden, sind bei der Privaten Krankenversicherung nur die Beiträge veränderbar. Eine Reduzierung der Leistungen in einem bestehenden Vertrag ist nicht möglich.

Gesetzliche Krankenkasse- neuer oder erhöhter Zusatzbeitrag

Erhöht die gesetzliche Krankenkasse den Beitrag (also den Zusatzbeitrag der von Ihnen allein zu tragen ist) oder führt einen neuen Zusatzbeitrag ein, so besteht die Möglichkeit sich nach einer neuen Kasse umzusehen. Da der Zusatzbeitrag nicht von dem Arbeitgeber mitfinanziert wird, tragen Sie die Kosten allein. Da kann es aus beitrags- aber insbesondere auch aus Leistungsgründen sinnvoll sein einen Vergleich anzustellen.

Für einen Onlinevergleich mit den geöffneten gesetzlichen Krankenkassen habe ich Ihnen ein Tool bereitgestellt. Hier können Sie Ihre Wünsche und Bedürfnisse festlegen, sich überlegen welche Anforderungen Sie an Ihre gesetzliche Krankenkasse haben und ermitteln, welche diese Ansprüche am besten erfüllt.

Klicken Sie einfach auf das folgende Bild und kommen direkt zu dem Kassenrechner.

GKV Kassensuche

Nachdem Sie sich für einen neuen Anbieter entschieden haben, finden Sie im Downloadbereich die entsprechenden Kündigungsvordrucke. Bitte beachten Sie, eine GKV kann jederzeit (ausgenommen bestimmte Wahltarife) nach 18 Monaten Bindungsfrist gekündigt werden. Dabei ist die Kündigung zum Ende des übernächsten Monats möglich. Eine Kündigung im September wird also zum 1.12. wirksam.

Versicherungsfrei ab dem 1. Januar

Einige von Ihnen werden in eine andere Situation kommen. Zum ersten Mal wird die Einkommensgrenze überschritten und das Bruttoeinkommen lag im Jahr 2016 über 56.250 Euro. Das kann auch durch ein 13. oder 14. Gehalt passieren. Dann ändert sich zum Januar etwas, denn überschreiten Sie voraussichtlich auch die Grenze für das folgende Jahr (die ist noch nicht bekannt, wird aber wohl ca. 1.500€ pro Jahr darüber liegen), so können Sie sich entweder freiwillig gesetzlich oder aber eben privat versichern.

Lesetip: Versicherungsfrei zum Januar, was Sie jetzt schon tun sollten.

Lesetip: Anwartschaft- so sichern Sie Eintrittsalter und Gesundheitszustand

Mit diesen Tips sichern Sie sich schon heute den Gesundheitszustand und das Eintrittsalter. Gerade letzteres kann über die Vertragslaufzeit mehrere tausend Euro ausmachen und erfordert so ein rechtzeitiges Handeln.

Pflegereform und neue Tarife

Auch hier ändert sich einiges. Ab dem 1.1.2017 ändert sich die Leistung in der gesetzlichen und auch der privaten Pflegepflichtversicherung. Eines bleibt gleich, der gesetzliche Schutz (zukünftig nach Pflegegraden nicht -punkten) reicht auch zukünftig nur für eine Grundabsicherung. Daher ist auch hier zu überlegen welche Art ergänzender Schutz in Frage kommt.

Lesetip: Pflegezusatzversicherungen

Denken Sie hierbei auch an den Schutz der eigenen Eltern und des (vielleicht noch ungeborenen) Kindes.

Lesetip: Pflegezusatz für die Eltern- warum es so wichtig ist

Lesetip: Pflegezusatz für das noch ungeborene Kind

Zu den weiteren Veränderungen der Pflege, den neuen Leistungen und Pflegegraden folgt demnächst noch ein ausführlicher Beitrag. Dennoch kann es in vielen Fällen sinnvoll sein, sich jetzt und in diesem Jahr um einen Schutz zu kümmern, diesen dann anzupassen. Warum? Weil Eintrittsalter und Gesundheitszustand eine entscheidende Rolle spielen.

Unfallschutz überprüfen

Eine Unfallversicherung haben die meisten von Ihnen. Meist von den Eltern mitbekommen und irgendwie liegt die Police doch irgendwo rum, richtig? Manche sind mit so „tollen“ Produkten wie der Unfall mit Prämienrückgewähr bedacht worden. Toll, bekommen Sie doch was zurück wenn nix passiert. Warum gerade hier schnell zu handeln ist, auch dazu mehr in einem der kommenden Beiträge.

Jetzt gilt erstmal sich einen Überblick zu verschaffen, das Krankengeld, die BU Rente und den KV Schutz zu überprüfen und sich erneut und ausführlich mit den Auswahlkriterien zu beschäftigen. Wann und wie ist denn der eine Vertrag auf den anderen abgestimmt worden? oder sind diese das gar nicht?

Was nützen Verträge die nicht zueinander passen?

Bei weiteren Fragen sprechen Sie mich gern an. Per Telefon, per Mail oder einfach im Chat hier auf der Seite links unten.

15.
Juni '16

Unfallversicherung – brauche ich nicht, ich habe doch eine Berufsunfähigkeitsversicherung


Diese Aussage höre ich in der Beratung relativ häufig, denn oftmals werden die unterschiedlichen Versicherungssparten vermischt und es ist nicht klar welche Versicherungen für welche Leistungen verantwortlich sind. Aus diesem Grund nutze ich auch heute wieder einen Blogbeitrag um etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

BU Unfall PflegeNatürlich gibt es Leistungsfälle, bei denen die Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern auch die Unfallversicherung eine Leistung für ein und denselben Versicherungsfall erbringen muss. In vielen Fällen gibt es zwar Überschneidungen, nicht aber gleiche Leistungen. Daher fangen wir zunächst mit der unterschiedlichen Definition an.

Die Unfallversicherung

In der Unfallversicherung wird für Schadenfälle geleistet, die den Unfallbegriff erfüllen. Ein Unfall ist demnach ein festes Ereignis, welches in den Versicherungsbedingungen nach ganz speziellen Kriterien definiert ist.

„Ein Unfall ist demnach ein plötzlich und von außen auf den Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) welches unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung hervorruft.“

Dabei muss diese Gesundheitsschädigung in den meisten (anderweitige Leistungen mal außen vor gelassen) Unfallversicherungen eine Invalidität hervorrufen, um überhaupt eine Leistung zu erhalten. Eine Invalidität wiederum ist eine körperlich oder geistige dauerhafte Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit. Unfallversicherungen können Nebenleistungen erbringen, dazu gehört ein Unfallkrankenhaustagegeld, dazu gehören auch Bergungskosten oder Behandlungskosten bei kosmetischen Operationen. Das alles sind aber nicht die Kernthemen der Unfallversicherung, Kernthema ist die Absicherung der Invalidität. Haben Sie also einen schweren Autounfall, so spielt in der Regel keine Rolle was die Ursache dafür war, solange keine Ausschlüsse im Vertrag greifen. Hat dieser Unfall eine Gesundheitsstörung zur Folge, welche dauerhaft zur Invalidität führt, so bedingt dieses eine Leistung aus dem Unfallversicherungsvertrag. Natürlich kann durch so einen Unfall auch eine Berufsunfähigkeit ausgelöst werden, wobei wir schon beim nächsten Thema wären.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Anders als die Unfallversicherung, kennen wir hier nicht einen Unfall als Voraussetzung einer Leistungspflicht aus der Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Unfallversicherung hat also eine feste Vorgabe der Ursache, es muss zwingend ein Unfall als leistungsauslösender Faktor vorhanden sein, in der Berufsunfähigkeitsversicherung ist der erreichte Zustand maßgebend. Daher gibt es auch hier eine feste Definition, aber keine Definition für die Ursache oder den auslösenden Faktor sondern eine Definition für den Zustand:

„Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.“

Es spielt also keine Rolle warum Sie berufsunfähig geworden sind (ausgenommen natürlich Versicherungsausschlüsse in den Versicherungsbedingungen) sondern es geht vielmehr darum, dass Sie berufsunfähig sind. Dieser Zustand kann durch eine Krankheit, durch mehr als einen altersentsprechenden Kräfteverfall (bei einigen Versicherern reicht ein altersentsprechender Kräfteverfall) oder eben einen Unfall ausgelöst werden. Kehren wir zurück zu unserem Beispiel mit dem Autounfall von eben, so kann es natürlich passieren, dass ein Versicherter nach einem Unfall eine Leistung aus der Unfallversicherung bekommt und im Anschluss daran oder parallel dazu eine Leistung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Berufsunfähigkeitsversicherung – Unfallversicherung, die Unterschiede

Die meisten Unfallversicherungen sind mit einer Invaliditätssumme ausgestattet, wobei es auch Verträge mit einer Unfallrente gibt. Schauen wir uns zunächst die Verträge mit der Invaliditätssumme an. Eine festgelegte und im Vertrag enthaltene Summe stellt die Grundleistung bei einer verbleibenden Invalidität dar. Zum besseren Verständnis auch hier ein Beispiel:

Der Verlust eines Armes (oder der vollständige Verlust der Gebrauchsfähigkeit des Armes) bedingt eine Invalidität von 70%. (Anmerkung: Es gibt durchaus Versicherungen, die andere Gliedertaxen für die Festlegung der Invalidität verwenden, die bestimmten Berufsgruppen eine spezielle Gliedertaxe anbieten und zudem eine Progressionsstaffel in ihre Bedingungen integrieren). Bei der Mehrheit der Verträge handelt es sich jedoch um eine Invaliditätsgrundsumme, welche nach unterschiedlichen Modalitäten gesteigert wird. Bei der vollständigen Verletzung des Armes werden also 70% der vereinbarten Invaliditätsgrundsumme geleistet.  (Ist eine Progression vorhanden kann dieser Satz um das 5-fache oder mehr gesteigert werden. ) das bedeutet, bei einer versicherten Invaliditätsgrundsumme von 100.000 Euro wär hier eine Leistung von 70%, also 70.000 Euro fällig. Ist der Arm allerdings nur zur Hälfte in seinem Gebrauch eingeschränkt, so besteht eine Invalidität von 35% (die Hälfte der 70%) und das führt zu einer einmaligen Leistung von 35.000,00 Euro.

Hier sehen wir schon einen elementaren Unterschied. Die Leistung aus der Unfallversicherung, wenn es sich um eine Invaliditätsleistung und nicht um eine Unfallrente handelt, als einmalige Zahlung erbracht. In den meisten Bedingungswerken ist zudem die Voraussetzung ganz klar geregelt, denn hier müssen die Ansprüche in einer bestimmten Frist geltend gemacht werden. So regeln viele Versicherungsbedingungen, dass der Kunde seinen Anspruch auf Invalidität (welcher innerhalb von zwölf Monaten nach dem Unfall eintreten muss) binnen weiterer drei Monate ärztlich nachweisen und geltend machen muss. Tritt also die Unfallfolge nach diesem Zeitpunkt ein, kann alleine deshalb die Leistung verwirkt sein.

In der Berufsunfähigkeitsversicherung ist das hingegen etwas anders, es geht hier um den Zustand der Berufsunfähigkeit, der auch durch eine schleichende, allmähliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes eintreten kann. Auch wenn der Vertrag der Unfallversicherung eine Unfallrente enthält, und diese sogar dauerhaft/ bzw. lebenslang bezahlt werden könnte oder kann, ist immer noch der Unfall die zwingende Voraussetzung. Nur wenn der Nachweis einer Beeinträchtigung in einer bestimmten Frist erfolgen kann, löst dieses eine entsprechende Leistung aus. Der Vorteil der Unfallversicherung liegt sicherlich darin, verbessert sich der Zustand später und wird der Kunde nach Jahren wieder in der Lage sein seinen Arm oder seiner Schulter, vielleicht auf Grund neuer medizinischer Entwicklungen zu benutzen, so entsteht hier kein Rückforderungsgrund des Versicherers. Wäre der Kunde berufsunfähig wegen der gleichen Erkrankung, so würde die Rente irgendwann unter Umständen enden, wenn der Kunde durch eine medizinische Entwicklung und damit Verbesserung seines Gesundheitszustandes in der Zukunft wieder arbeiten gehen kann und geht. Die Unfallversicherung ist damit eine sogenannte Ausschnittsdeckung. Sie leistet für einen Ausschnitt der möglichen Erkrankungen und Beeinträchtigungen, wenn diese durch einen Unfall ausgelöst sind. Nun haben die verbesserten Bedingungswerke in der Unfallversicherung durchaus Klauseln, welche zum Beispiel auch das Verheben und damit die Schädigung des Rückens, oder die Infektionen durch den Stich eines Insektes als Unfall ansehen (und damit den Unfallbegriff etwas weiter fassen) dennoch bedarf es immer eines konkreten Anlasses der eine dauerhafte Beeinträchtigung nach sich zieht.

Wer hingegen Berufsunfähigkeit als Risiko versichert, der kann im Falle der eingetretenen Beeinträchtigung immer dann eine Leistung verlangen, wenn dieser Zustand zur Berufsunfähigkeit führt. Dabei ist immer der Beruf wirksam und maßgebend, (mehr …)

15.
August '15

Erst Krebserkrankung, dann der finanzielle Ruin? Wie sie JETZT dafür vorsorgen!


Die Erkrankung gehört immer noch zu einer der meist gefürchteten Erkrankungen und ist so vielfältig, dass genereller Prognosen über die Heilung unmöglich sind. So gibt es durchaus eine Reihe von Krebspatienten welche schon nach relativ kurzer Zeit wieder arbeiten gehen, andere haben über Jahre damit zu tun und erholen sich nur sehr schwer wieder oder werden gar nicht mehr geheilt.

Krebsarten in Prozent, (c) krebsdaten.de

Krebsarten in Prozent, (c) krebsdaten.de

Im letzten Jahr schon gab es in der Fernsehsendung „Report Mainz“ unter anderem einen Bericht darüber, wie spezielle solche Krebserkrankungen den finanziellen Ruin für viele bedeuten, und da ist leider kein Einzelfall ist und zudem ein sehr komplexes Thema, hier einige Erklärungen zur nötigen Absicherung um-zumindest- die finanziellen Folgen in einem erträglichen Rahmen zu halten. Hier das vollständige Video:Video_Report_Mainz_Krebs
Doch was bedeutet es eigentlich, welche Absicherungen und Versicherungen sind nötig um die finanziellen Folgen zu begrenzen?

Krankenversicherung/Krankentagegeld Absicherung

Beginnen wir zunächst mit der Arbeitsunfähigkeit (–> was ist das?). Grundsätzlich gilt für alle Angestellten zunächst einmal die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers. Das bedeutet nichts anderes, als dass die ersten sechs Wochen der Krankschreibung und bestehenden Arbeitsunfähigkeit der Lohn durch den Arbeitgeber weiter gezahlt wird. Doch unmittelbar danach beginnt schon das erste Problem.

Jetzt, wo die Behandlungen in die nächste Phase gehen, folgt der erste finanzieller Engpass. Das Krankengeld der gesetzlichen Krankenkasse ist nicht nur zeitlich (auf 78 Wochen maximale Leistung) sondern auch der Höhe nach begrenzt. Wie groß die finanzielle Lücke in ihrem speziellen Fall ist, können Sie mit meinem Krankentagegeldrechner berechnen.

Auch wenn auf den ersten Blick 100, 200 oder 300 € nicht wahnsinnig viel klingen, so führt es doch in der Praxis zu ersten, manchmal sogar größere Einschränkungen. Die laufende Behandlung eines Krebspatienten zerrt nicht nur an den Nerven, sondern beeinflusst auch die Familie und deren finanzielle Situation. Es müssen Kinder abgeholt werden, der Haushalt muss weiterlaufen, plötzlich kommen Zukunftsängste und die Frage wer die Familie ernähren kann und soll dazu. Mediziner sind sich- gerade bei Krebsbehanlungen- einig, die Psyche spielt eine wichtige Rolle im Heilungsprozess und finanzielle Sorgen stehen dem entgegen. Ein Beispiel:

Angestellter, 30J, Steuerklasse 1, ledig, 4.000€ brutto, 2.335€ netto

Krankengeld aus GKV nach 6. Woche 1.840€, monatliche Lücke ca. 480€

Kosten für die Absicherung; knapp 10 €

Noch größer ist das Problem bei Selbstständigen, denn hier ist in der Regel keine Lohnfortzahlung vorhanden, hier fehlt das Einkommen ab dem ersten Tag.

Die Lösung: eine Krankentagegeldversicherung in ausreichender Höhe.

Durch die Absicherung gegen das Risiko der Arbeitsunfähigkeit, wird nicht nur bei Krebserkrankungen der Einkommensausfall ersetzt. Hier geht es insbesondere darum, dass nach der entsprechenden Karenzzeit (die Zeit zwischen Krankschreibung und Beginn der Lohnfortzahlung) eine tägliche beziehungsweise monatliche Zahlung erfolgt und damit die laufenden Kosten abgesichert sind.

Für wen wichtig?

Die Krankentagegeldversicherung ist für alle wichtig und richtig, die ihren Lebensunterhalt aus einer Arbeitstätigkeit bestreiten und damit das Einkommen für sich und die Familie generieren. Wer arbeitsunfähig werden kann, der benötigt eine entsprechenden Absicherung. Und bitte verlassen Sie sich in keinem Fall auf die eingeschränkte gesetzliche Krankenkasse,  diese beschert Ihnen größere finanzielle Lücken. (siehe Berechnung oben)

Krankenzusatzversicherung, alternative Medizin, stationäre Versorgung

Gerade bei Krebspatienten ist es oftmals der Strohhalm nach dem gegriffen wird. Da geht es um eine wichtige Versorgung, die natürlich die gesetzliche oder private Krankenversicherung grundsätzlich abbildet. Aber da geht es auf der anderen Seite auch um alternative Behandlungsmethoden, vielleicht noch eine weitere Meinung einzuholen oder sich andere Optionen offen zu halten. Hierfür kann eine private Zusatzversicherung eine Möglichkeit sein. Diese passt ganz gewiss nicht auf jeden und deckt keinesfalls alle Behandlungsmethoden ab, sondern sichert eine weitere Möglichkeit und unter Umständen eine weitere Behandlungsoption.

Für wen wichtig?

Die Krankenzusatzversicherung eignet sich daher für eine diejenigen, die in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind und ihre Leistungen durch eine entsprechende Ergänzung aufstocken möchten. Das kann die Absicherung bei Naturheilverfahren sein um so eine weitere Option zu haben, das kann im Gegenzug aber auch die Versorgung für die stationäre Versorgung sein, das Einbettzimmer, das Zweibettzimmer, die privatärztliche Versorgung, und eben auch der Chefarzt, besser die freie Arztwahl um vielleicht eine andere Klinik und einen spezialisierten Arzt frei wählen zu können.

Hierbei handelt es sich um kein Muss, sondern eher um eine Lösung, im Gegensatz zur Krankentagegeldversicherung die elementar wichtig ist.

Berufsunfähig? Ich bin doch „nur“ krank!

Bei der Behandlung von Krebspatienten sprechen wir nicht selten über eine sehr lange Behandlungsdauer. Das bedeutet auch dass dieser Patienten ihren Beruf zumindest eine Zeit lang nicht ausüben können, das kann sich dabei um Wochen, Monate oder Jahre handeln und genau aus diesem Grund ist die Absicherung gegen das Risiko von Berufsunfähigkeit unumgänglich.

Der unterschied zur Krankentagegeldversicherung ist nicht ganz einfach zu erklären, jedoch bedeutet die Zahlung aus der Krankentagegeldversicherung eine Leistung bei Arbeitsunfähigkeit. Stellt sich aber heraus das der Patient berufsunfähig ist und über einen längeren Zeitraum nicht mehr in seinem Beruf zurückkehren wird, oder dies vielleicht nie mehr tun, so endet die Leistungspflicht der Krankentagegeldversicherung.

Mehr Hinweise zum Übergang Krankentaggeld zur BU finden Sie hier.

Privat Krankenversicherte sollten sehr genau auf den Übergang der Krankentagegeldversicherung auf die Berufsunfähigkeit achten. Hier geht es im Wesentlichen darum zu vermeiden, dass die Krankentagegeldversicherung ihre Leistung einstellt, weil keine Arbeitsunfähigkeit sondern Berufsunfähigkeit besteht. Die Berufsunfähigkeitsversicherung aber unter Umständen noch nicht leistet, weil aus deren Sicht eben noch Arbeitsunfähigkeit und keine Berufsunfähigkeit besteht. Sie sehen, klingt kompliziert, ist es in dem Falle auch, denn der eine will nicht mehr zahlen, der andere noch nicht. Eine Lösung kann eine Arbeitsunfähigkeitsklausel in der BU sein. Solche wird zwischenzeitlich von elf Unternehmen in den BU Verträgen angeboten, ist aber in Altverträgen nicht enthalten. Ob dieses integriert werden kann, ist von vielen Faktoren abhängig. Wir überprüfen das gern gemeinsam mit Ihnen, senden Sie mir bitte eine —> BU Anfrage mit Ihren Daten.

Für wen wichtig?

Die Absicherung bei Berufsunfähigkeit ist für alle diejenigen unerlässlich, die mit einer Arbeitstätigkeit das Einkommen bestreiten. Wer also nicht gerade aus Kapitalvermögen oder regelmäßig wiederkehrenden Mieteinnahmen seinen Lebensunterhalt vollständig bestreiten kann, der Bedarf einer entsprechenden Absicherung. Die gesetzliche Versicherung bei Berufsunfähigkeit besteht für die meisten (nach 1961 geboren) nicht mehr. –> mehr Infos im Leitfaden zur BU. Hier ist nur ein rudimentärer Schutz bei Erwerbsminderung enthalten, welcher die finanziellen Glück nicht ausgleichen kann und nur in Extremenfällen leistet. Das bedeutet im schlimmsten Fall den finanziellen Ruin und/ oder den Ganz zum Sozialamt.

Risikolebensversicherung- Schutz von Kindern und Familie

Auch wenn an solch einen Fall niemand gern denken mag, gerade bei Krebspatienten ist in einigen Krebsarten die Todesfallrate leider immer noch sehr hoch. Daher gilt es auch für den Fall vorzusorgen und sich gerade hier Gedanken zu machen.

Für wen wichtig? 

Sie haben Kinder? Familie? Ein Haus gebaut/ gekauft und Darlehen aufgenommen? Dann ist ein ausreichender Todesfallschutz sehr wichtig. Die Ausbildung der Kinder muss bezahlt werden, der Partner/ die Partnerin soll natürlich nicht aus der Wohnung ausziehen müssen oder das Haus verkaufen. Einer steht nun allein da, allein mit Kind, Haus, Einkommen. Neben dem nicht zu ersetzenden Verlust des Partners, Papas/ Mamas und des Einkommens, fehlen hier gigantische Summen. Rechnen Sie daher mindestens mit dem abzusichernden Darlehen plus den Ausfall des Einkommens für mindestens zwei Jahre.

In dieser Höhe sollte ein entsprechender Risikoschutz durch eine Risikolebensversicherung vorhanden sein, nur so kann die Familie (zumindest finanziell) unbesorgt weiter leben. Eine erste Berechnung können Sie hier über den –> kostenfreien Onlinerechner anstellen und sich eine Vorstellung von der Prämie verschaffen.

Schwere Krankheiten Vorsorge

Im Ausland deutlich weiter verbreitet gibt es noch eine andere Form der Absicherung, die dread disease Absicherung, also eine Vorsorge für bestimmte Krankheiten. Anders als die Absicherung bei Berufsunfähigkeit zahlt diese nicht, wenn Sie nicht arbeiten können, sondern vielmehr wenn eine bestimmte Diagnose gestellt wird. Ob Sie von dieser einmaligen Auszahlung nun einen Spezialisten im In- oder Ausland bezahlen, das Haus umbauen, sich einen Traum erfüllen oder das Geld anlegen, das bleibt Ihnen völlig selbst überlassen.

Die Schwere-Krankheiten-Vorsorge bietet somit die Möglichkeit bei Erstellung bestimmter Diagnosen ein einmaliges Kapital zur freien Verwendung zu erhalten. Hierfür müssen die genauen Definitionen der Gesellschaft erfüllt sein. Daher ist auch hier die Auswahl des passenden Versicherers und die Betrachtung der notwenigen Leistungsvoraussetungen unumgänglich. Auch hier senden Sie mir gern eine Anfrage über das Formular zur BU Beratung.

Für wen wichtig?

Die Absicherung einer hohen Einmalleistung bei schweren Krankheiten kann für all diejenigen wichtig sein, die sich damit eine bessere medizinische Versorgung im In- oder Ausland erkaufen wollen und nicht von der Diskussion über die medizinische Notwenigkeit abhängig sein wollen, oder aber Behandlungsmethoden nutzen möchten, die so nicht versicherbar sind. Ebenso eignet sich der Schutz für all die, die damit Familie, Kinder oder vor allem sich selbst vor finanziellen Folgen einer schweren Erkrankung schützen möchten.

Die folgende Checkliste zeigt (Klick für die PDF mit Verlinkungen) worauf Sie achten müssen, um im Falle einer Krebserkrankung (aber auch im Falle anderer Erkrankungen) die richtige Vorsorge parat zu haben.

CheckListe Krebs

13.
Mai '15

Herrentag, Vatertag oder Himmelfahrt- bitte nicht ohne den richtigen Schutz


Für alle die in den letzten Jahren Vater geworden sind und nun diesen Tag „besonders“ genießen, habe ich in meinem Beitrag „Welche Versicherungen für Kinder wichtig sind“ schon die wichtigen Versicherungen für die Kleinen zusammengefasst. In den letzten Tagen wurde ich (eigenartigerweise) mehrfach darauf angesprochen welche Versicherungen man eigentlich (an solchen Tagen) haben sollte, dabei ist das gar nicht so schwer.

Ein solcher Feiertag ist natürlich keineswegs ein Grund, einen extra Versicherungsschutz zu besorgen oder gar einen besonderen Schutz haben zu wollen. Dennoch gibt es einige wichtige Absicherungen, die nicht nur an einem solchen Tag nicht fehlen sollten.

VatertagAusgelassene Feiern, manchmal etwas Alkohol, entspannte Stimmung- das alles sind auch beste Voraussetzungen das einmal etwas zu Bruch geht. Das ist hoffentlich nicht der eigene Körper, kann aber durchaus auch das Eigentum anderer sein. Und für den Fall dass sie das Eigentum anderer beschädigen, ist eine Haftpflichtversicherung das absolute Muss.

Nachdem Vorgaben des BGB haften sie für Schäden welche sie Dritten zufügen unbegrenzt. Damit dieses nicht in einem finanziellen Desaster endet, ist es erforderlich einen ansprechenden Versicherungsschutz zu haben. Die Privathaftpflichtversicherung ist mit Prämien von wenigen Euro Monat eine der wichtigsten Absicherungen überhaupt.

Geht nun aber nicht nur das Eigentum Dritter kaputt, welches sich meist mit etwas finanziellen Aufwand ersetzen lässt, sondern leidet auch hier eigene Körper, so kann es schnell nach einem Unfall zu einer so genannten Invalidität kommen. Was das genau ist und worin der Unterschied zur Berufsunfähigkeit liegt, das können Sie hier in meinem Beitrag mit Begriffserklärungen nachlesen. Passiert Ihnen also in ihrer Freizeit etwas (während der beruflichen Tätigkeit besteht unter Umständen noch ein Schutz aus der gesetzlichen Unfallversicherung) und bedingt dieses eine „dauernde körperliche oder geistige Beeinträchtigung“, so ist dieses mit einer entsprechenden Absicherung finanziell aufzufangen. Eine Unfallversicherung schützt Sie hier vor finanziellen Folgen und sichert auch die Kosten für einen Umbau des Hauses, einen Umzug oder eine weitere Anpassung an das zukünftige Leben.

InterriskEin solcher Versicherungsschutz hilft natürlich nicht nur am morgigen Feiertag und sollte keineswegs unüberlegt oder überstürzt abgeschlossen werden, jedoch sollten Sie sich Gedanken über den bisherigen Schutz machen. Falls schon eine Absicherung für den Fall eines Unfalls und der daraus resultierenden Invalidität besteht, prüfen Sie gern einmal welche der folgenden Leistungen dort enthalten sind. Denn nur weil sie schon einmal eine Unfallversicherung abgeschlossen haben, muss diese noch lange nicht den Bedarf entsprechen und zudem kann der Versicherungsschutz viele Ausschlüsse enthalten, die zu einer Leistungsfreiheit des Versicherers führen. Leistungsverweigerung sind zum Beispiel:

Erweiterung des Unfallbegriffes:
Mitversichert ist die Einatmung oder Einnahme schädlicher Stoffe einschließlich Nahrungsmittelvergiftungen.
Wir leisten zudem für Verletzungen durch Eigenbewegungen (auch Knochenbrüche, Meniskusschäden, Bauch- oder Unterleibsbrüche).
Oberschenkelhalsbruch und Armbruch sind unabhängig von der Ursache versichert.
Versicherungsschutz bei Infektionen:
Infektionskrankheiten sind unabhängig vom Übertragungsweg mitversichert.
Als versichertes Ereignis gilt der Ausbruch der Infektionskrankheit.
Außerdem besteht Versicherungsschutz bei sonstigen Folgen von Insektenstichen (z. B. allergische Reaktionen) sowie bei stationären Desensibilisierungsmaßnahmen.

Sonstige Erweiterungen:
Es gilt kein Ausschluss von Geistes- oder Bewusstseinsstörungen, daher gilt auch Versicherungsschutz für Unfälle infolge von Bewusstseinsstörungen durch Ohnmachtsanfälle.
Außerdem gilt beim Lenken eines Kfz. keine Promillegrenze.
Die Teilnahme an Kartrennen gilt mitversichert, sofern die versicherte Person nicht regelmäßig Rennsport betreibt.

Wir organisieren:
Such-, Bergungs- und Rettungseinsätze
Krankentransporte einschließlich Flug-Rückholung
Krankenbesuche
Medizinische Rehabilitation
Betreuung von Kindern sowie von Haustieren und tragen die dafür entstehenden Kosten

All diese Leistungen sind keine Standardleistungen in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen der Unfallversicherung, dennoch entscheiden diese im Fall der Fälle darüber, ob es eine Zahlung gibt oder der Versicherer leistungsfrei ist.

Neben der Unfallversicherung sollte auf keinen Fall ein Schutz für weitere Folgen fehlen. Dabei geht es vorwiegend gar nicht einmal um einen Unfall, sondern um krankheitsbedingten Verlust der Arbeitsfähigkeit. Die Berufsunfähigkeitsversicherung (welchen Sie hoffentlich bereits haben?) Schützt Sie vor den finanziellen, dauerhaften Folgen bei Verlust der Arbeitskraft. Können Sie also in Ihrem Beruf nicht mehr tätig sein, so ist dieser Schutz dafür verantwortlich das weiterhin ein monatliches Einkommen gezielt werden kann. Nur wenn dies der Fall ist, können auch laufende Kosten wie die Absicherung von Krankheitskosten, laufende Miete aber auch die Beiträge zur gesetzlichen oder privaten Altersvorsorge weitergezahlt werden.

Nur wenn dies erfüllt ist, ist ein (finanziell) halbwegs normales Leben auch nach einer Erkrankung mit folgender Berufsunfähigkeit möglich.

Gibt es Familie, haben Sie (kleine) Kinder welche auch im schlimmen Fall ihres Ablebens noch eine finanzielle Zukunft haben müssen, so kommen sie an einer angemessen hohen Risikolebensversicherung kaum vorbei. Diese sichert im Falle des Todes eine einmalige finanzielle Entschädigung und ermöglicht nicht nur dem Rest der Familie weitere Kosten zu zahlen, sondern auch für die Zukunft der Kinder, dass Studium und alle weiteren Kosten aufzukommen. Der Versicherungsschutz ist in diesem Falle deutlich günstiger als oftmals erwartet. In diesem Onlinerechner bekommen Sie einen ersten Anhaltspunkt. Diese Prämie ist keinesfalls die einzige, und soll auch nur einen schnellen Überblick ermöglichen. Im Bedarfsfall sollten wir eine solche Absicherung in Ruhe besprechen und überlegen welche Höhe notwendig ist, und bei welchem Versicherer diese zu entsprechenden Konditionen zu besorgen ist.

Natürlich gibt es noch eine Reihe anderer Bereiche die abgesichert werden sollten, dennoch sind die Haftpflichtversicherung, eine Absicherung bei Unfällen, des Schutz bei Berufsunfähigkeit und gegebenenfalls ein finanzieller Schutz bei Tod die zunächst einmal wichtigsten Kriterien. Alles andere kommt dann, denn nur wenn diese elementaren Bereiche abgesichert sind, lassen sich alle anderen auch weiter finanzieren.

Ein entsprechender Versicherungsschutz im Krankheitsfall (das kann die gesetzliche Krankenkasse + Zusatzversicherung sein) oder eine private Krankenversicherung ist eine Pflichtversicherung in Deutschland und daher setze ich diese als vorhanden voraus. Auch hier wird natürlich, wie bei der Absicherung des Pflegerisikos, nur der richtige und passende Schutz ist sinnvoll.

Wenn Sie nun an die elementaren Absicherungen gedacht haben, dann darf eines Morgen nicht fehlen. Der Spaß. Genießen Sie den Tag mit ihren Freunden, ziehen sie durch die Stadt wenn Sie mögen oder verbringen Sie Zeit mit ihren Kindern und der Familie. Ist ja schließlich Vatertag.

21.
April '15

Die pflegebedürftige Finanztest testet mal wieder- heute Pflegezusatzversicherungen in der Ausgabe 05/2015


Das mit dem Testen ist dir bei Finanztest bekanntlich so eine Sache. Nicht nur bei dem unsäglichen Test zur Berufsunfähigkeitsversicherung im vorletzten Jahr (ich befürchte ja offen gesagt einen neuen im Juli), auch bei dem „Test“ zur privaten Krankenversicherung hat sich die Zeitschrift nicht gerade mit Ruhm klettert. Dabei gewannen nicht nur Testsieger welche die eigenen Mindestkriterien nicht erfüllen, der Verbraucher wurde auch mehr als einmal in die Irre geführt. Und jedes Mal wenn man glaubt „beim nächsten Mal, da lernen Sie daraus und es wird bestimmt besser“ wird der Leser wieder und wieder enttäuscht.

In der neuesten Ausgabe des Blattes mit dem blauen Logo geht es um die Absicherung im Pflegefall. Neben der Berufsunfähigkeitsversicherung, welche die eigene Arbeitskraft und das daraus resultierende Einkommen stützt, ist die Pflegezusatzversicherung eine der wichtigsten Bausteine überhaupt. Dieses liegt nicht nur daran, dass die Lebenserwartung in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer weiter gestiegen ist, sondern insbesondere auch daran, dass die Medizin zwar auf der einen Seite ein längeres Leben ermöglicht, es auf der anderen Seite aber leider in vielen Fällen ein Leben in Pflegebedürftigkeit bedeutet. Klassischer Familienverbände mit vielen Kindern und Generationenhäusern nehmen er ab, Kinder gehen nicht nur beruflich sondern oft auch örtlich ganz andere Wege und können zeitlich und finanziell eine „Rund um die Uhr Betreuung“ überhaupt nicht mehr sicherstellen. Und selbst wer eine solche Betreuung der eigenen Eltern zeitlich einrichten kann, selbst für den ist die körperliche und emotionale Belastung ohne eine weit reichende externe Unterstützung kaum denkbar. Und weil das so ist, geht es sich vor den finanziellen Folgen einer Pflegebedürftigkeit zu schützen.

Pflege nach Alter 2011

Was Pflege kostet

Die Finanztest beginnt ihren Artikel mit einer kleinen Geschichte, welche von einer Wohngruppe handelt. Hier leben acht pflegebedürftige Personen in einer Art WG zusammen, werden von ein bis zwei Pflegekräften betreut und teilen sich Bäder und Küche. Ob eine solche Betreuung für einen selber etwas ist, oder für die eigenen Eltern? Das muss jeder für sich allein entscheiden und eine pauschale Lösung gibt es nicht. Neben der Wohngruppe werden heute viele pflegebedürftige zuhause betreut, von Angehörigen, durch ambulante Pflegedienste oder durch Unterstützung im Bekannten-und Verwandtenkreis.

Wie viel die Pflege tatsächlich kostet, das ist im Voraus sehr schwierig und schon gar nicht pauschal zu sagen. Es ist abhängig von der erreichten Pflegestufe, dem Umfang der Pflege (Wie oft muss der Pflegedienst kommen? Was genau ist zu tun? Ist die Pflege auch oder nur nachts erforderlich?)  Viele Angehörige versuchen die Pflege zunächst allein zustimmen. Da geht es am Tag in die Firma und am Nachmittag und Abend geht der Zweitjob los, die Pflege der Mutter, des Vaters oder naher Angehöriger. Das ist auch für eine kurze Zeit kein Problem, Pflege ist aber häufig ein Dauerzustand. Sprechen Sie einmal mit Angehörigen von Pflegebedürftigen und fragen Sie diese mal wie aufwändig und anstrengend das ist.

Ein immer größer werdendes Problem in diesem Zusammenhang sind die bisher immer noch unerforschten Demenzerkrankungen. Und obwohl viele an Demenz erkrankten körperlich fit sind, müssen diese rund um die Uhr betreut/beaufsichtigt werden. Bereits in frühen Stadien erinnern sich diese Menschen dann nicht mehr an Tageszeiten, Rituale oder Gewohnheiten, müssen beaufsichtigt werden wie Kinder die man nicht allein lassen kann. Und jeder der das im eigenen Bekanntenkreis schon einmal mitbekommen hat weiß, wie anstrengend und nervenaufreibend das sein kann.

Selbst wenn Sie also „nur“ eine Beaufsichtigung für einen Demenzpatienten brauchen, und das vielleicht auch nur 4-5 Stunden pro Tag, so sind das immerhin 25 Stunden die Woche, 100 Stunden im Monat und damit selbst bei nicht fachlich spezialisierten Kräften 800 €, für ausgebildete Pflegekräfte gehen dann nochmal weitere 2-300 € in die Betreuung.Pflegeleistungen Pfelegepflicht 2015

Aber da zahlt doch die Pflegepflichtversicherung

Eine der entscheidende Leistungsvoraussetzungen für eine Leistung aus der gesetzlichen oder privaten Pflegepflichtversicherung ist die Einstufung in eine der Pflegestufen. Neben den Pflegestufen 1-3 existiert die so genannte Pflegestufe null für Demenzpatienten. Wenn Sie bzw. der pflegebedürftige (mehr …)