Archiv für die Kategorie ‘Krankenversicherung’

18.
April '18

Continentale Krankenversicherung: Zusatzversicherungen ohne Gesundheitsprüfung (StartKompakt, Start Ambulant, StartZahn und StartStationär)


Die Continentale Krankenversicherung hat das Angebot um eine neue Zusatzversicherung nach dem Bausteinmodell erweitert und bietet ab sofort Zusatzversicherungen ohne Gesundheitsprüfung an. Was diese genau können, wo die Stärken und Schwächen liegen und für wen die Produkte passen (können), das schauen wir uns hier heute einmal im Detail an.

Zielgruppe der neuen Tarife

Voraussetzung für den Abschluss eines solchen Versicherungsschutzes ist die Mitgliedschaft in einer deutschen, gesetzlichen Krankenkasse (GKV). Nur wer ein solche Mitgliedschaft besitzt, kann sich nach den neuen Tarifen versichern. Ende der Schutz in der GKV, so muss auch die Zusatzversicherung beendet werden.

Dabei kann eine solche Mitgliedschaft wie folgt gestaltet sein:

  • – S = GKV Mitglied durch eigene Mitgliedschaft
  • – P = GKV Mitglied und familienversicherter Partner
  • – SK = GKV Mitglied und familienversicherte/s Kind/er
  • – PK = GKV Mitglied und familienversicherter Partner und Kind/er

Verändert sich die Lebenssituation und es kommen zum Beispiel Kinder dazu, dann ändert sich auch der Tarif bzw. der Beitrag, dazu aber später mehr.

Tarifbausteine und -leistungen in der Übersicht

Unterschieden wird in den Tarifen nach Leistungen der unterschiedlichen Bereiche. So lässt sich am Namen des Tarifes schon erkennen, welche Leistungen abgedeckt werden können/ sollen.

Start Ambulant

  • – 100% aber maximal 150 € IN ZWEI JAHREN, je Erwachsenem für Brillen und Kontaktlinsen
  • – 100% aber maximal 75 € IN ZWEI JAHREN, je KIND bis 18 Jahren für Brillen und Kontaktlinsen
  • – 100%, bis maximal 150 € pro Kalenderjahr für Vorsorge ambulant und Impfungen (siehe Vorsorgeliste)
  • – bis 150 € für Heilpraktiker nach Gebührenordnung für Heilpraktiker (siehe Verzeichnis) (hierbei ist zu beachten, dass die kosten nur zu 50% erstattet werden, dabei Mindestsätze der GebüH zu beachten sind
  • – Kosten im Ausland für maximal 42 Tage inkl. med. NOTWENDIGEM Rücktransport

Ein Versicherter mit einem Eintrittsalter von 30 Jahren muss für den Schutz nach dem START AMBULANT einen monatlichen Beitrag von 6,50 € aufwenden, kommt ein Partner hinzu, so sind hier insgesamt 13,00 € / Monat zu zahlen.

Die Bedingungen finden Sie am Ende des Beitrages verlinkt. Der Teil mit den Tarifbedingungen für den StartA beginnt auf der Seite 10 der pdf.

Start Zahn

  • – 100% aber maximal 50 € pro Jahr, je Erwachsenem für Zahnprophylaxe/ Professionelle Zahnreinigung PRZ
  • – Fissurenversiegelung bis zum Monatsende, in dem das Kind 19 Jahre alt wird, ebenfalls in den 50 € enthalten und nur dann, wenn dafür im Grunde nach kein Anspruch gegenüber der GKV besteht
  • – Verdopplung des Festzuschusses der GKV (inkl. eventuellem Bonus) bis max. 100% des Rechnungsbetrages
  • – Es gelten Höchstsätze. In den ersten beiden Jahren maximal 750 €, in den ersten 3 Jahren max. 1.000 € und in den ersten 4 Jahren maximal 1.250 €, Entfall der Höchstgrenzen bei Unfall (ACHTUNG Definition beachten!)
  • – bei Antragstellung angeratene Behandlungen oder beabsichtigte Maßnahmen sind ausgeschlossen
  • – Lehnt die GKV eine Leistung ab, erfolgt auch hier aus dem Tarif KEINE Leistung
  • – Mit erreichen des 51. und 66. Lebensjahres ist der Beitrag der jeweils folgenden Altersgruppe zu zahlen

Ein Versicherter mit einem Eintrittsalter von 40 Jahren muss für den Schutz nach dem START ZAHN einen monatlichen Beitrag von 6,75 € aufwenden, kommt eine Familie hinzu, so sind hier insgesamt 14,50 € / Monat zu zahlen.

Die Bedingungen finden Sie am Ende des Beitrages verlinkt. Der Teil mit den Tarifbedingungen für den StartA beginnt auf der Seite 14 der pdf.

Start Stationär (bei Unfällen)

  • – 100% für die Unterkunft im Ein- oder Zweibettzimmer – BEI UNFALL
  • – 100% für privatärztliche Behandlung durch Privat-/ Chefarzt nach GOÄ – BEI UNFALL
  • – Leistungen auch über die Höchstsätze bei gültiger Honorarvereinbarung mit dem Arzt – BEI UNFALL
  • – verzichtet der Versicherte auf beide Leistungen (Wahlarzt und Zimmer), so wird ein Krankenhaustagegeld von 50 € gezahlt – BEI UNFALL
  • – ambulante Operationen von IM KRANKENHAUS angestellten Ärzten oder Belegärzten, 100% nach Vorleistung der GKV – BEI UNFALL
  • – Erstattung von gesetzlichen Zuzahlungen für Krankenhaus (§39 und Fahrtkosten $60 SGB V) – BEI UNFALL
  • – 150 € Pauschalleistung bei mind. 5 Tagen Krankenhaus (inkl. Aufnahme- und Entlassungtag) – BEI UNFALL
  • – Mehrkosten eines anderen Krankenhauses in Deutschland sind erstattungsfähig
  • – wenn IM AUSLAND aufgrund eines UNFALLS ein Krankenhausaufenthalt erforderlich wird, werden 50 € pro Tag gezahlt
  • – Mit erreichen des 51. 66. und 76. Lebensjahres ist der Beitrag der jeweils folgenden Altersgruppe zu zahlen

Vorsicht aber bei den Ausschlüssen in den Bedingungen. Demnach heisst es in den Versicherungsbedingungen unter anderem (nachzulesen ab Seite 16)

Es besteht kein Versicherungsschutz für folgende Unfälle:

bei denen zum Unfallzeitpunkt der Blutalkoholgehalt

– beim Lenken von Kraftfahrzeugen unter 1,1 Promille (Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit) liegt. Der Versicherer hat das Recht, den Promillewert anzupassen, wenn durch ein höchstrichterliches Urteil eine Neufestlegung erfolgt,

– bei allen sonstigen Fällen unter 1,5 Promille liegt.

weiterhin bei Unfällen als Luftfahrzeugführer, soweit eine Erlaubnis erforderlich ist

ebenso kein Schutz bei Unfällen

der versicherten Person in Ausübung von risikoreichen Sportarten (z. B. Bungee-Jumping, Skysurfing, Paragliding, Drachenfliegen, Canyoning, Freeclimbing, Boxen und andere Kampfsportarten).

Noch interessanter ist aber der weitreichende folgende Ausschluss, zu finden in den Bedingungen ab Seite 17:

In Erweiterung von § 5 RB/EF 2011 sind folgende Beeinträchtigungen ausgeschlossen:

1. Schäden an Bandscheiben sowie Blutungen aus inneren Organen und Gehirnblutungen. Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn ein unter diesen Vertrag fallendes Unfallereignis nach Abschnitt B Buchstabe a Satz 1 die überwiegende Ursache ist.

2. Bauch- und Unterleibsbrüche. Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn sie durch eine unter diesen Vertrag fallende gewaltsame von außen kommende Einwirkung entstanden sind.

3. Gesundheitsschäden durch Strahlen.

4. Gesundheitsschäden durch

medizinische oder sonstige Eingriffe am Körper der versicherten Person;

– Heilmaßnahmen.

Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn die medizinischen Eingriffe oder Heilmaßnahmen, auch strahlendiagnostische und -therapeutische, durch einen unter diesen Vertrag fallenden Unfall veranlasst wurden.

5. Infektionen. Infektionen, die während der unfallbedingten Krankenhausbehandlung entstehen und diesen Krankenhausaufenthalt verlängern, sind jedoch versichert. Ein erneuter Krankenhausaufenthalt zur Behandlung dieser Infektion ist nicht versichert.

Ein Versicherter mit einem Eintrittsalter von 38 Jahren muss für den Schutz nach dem START Stationär einen monatlichen Beitrag von 4,00 € aufwenden, kommt eine Familie hinzu, so sind hier insgesamt 8,00 € / Monat zu zahlen.

Die Bedingungen finden Sie am Ende des Beitrages verlinkt. Der Teil mit den Tarifbedingungen für den StartS beginnt auf der Seite 15 der pdf.

Neben diesen Tarifen gibt es noch einen, den so genannten

Start Kompakt

  • – Leistungen nur von Ärzten mit Kassenzulassung (Seite 8, Punkte B.)
  • – 100% aber maximal 100 € IN ZWEI JAHREN, je Erwachsenem für Brillen und Kontaktlinsen
  • – 100%, bis maximal 150 € pro Kalenderjahr für Vorsorge ambulant und Impfungen (siehe Vorsorgeliste)
  • – 150 € Pauschalleistung bei mind. 5 Tagen Krankenhaus (inkl. Aufnahme- und Entlassungtag), nur für Personen bis max. 75 Jahre
  • – Mehrkosten eines anderen Krankenhauses in Deutschland sind erstattungsfähig
  • – 100% aber maximal 50 € pro Jahr, je Erwachsenem für Zahnprophylaxe/ Professionelle Zahnreinigung PRZ
  • – Zahnersatz: 35 % des nach § 55 Abs. 1 Satz 2 SGB V (siehe Anhang) festgesetzten Betrages für die jeweilige Regelversorgung mit Zahnersatz (zahnärztliche Behandlung und zahntechnische Leistungen)
  • – Es gelten Höchstsätze. In den ersten beiden Jahren maximal 200 €, in den ersten 3 Jahren max. 300 €, in den ersten 4 Jahren max. 400 € und in den ersten 5 Jahren maximal 500 €, Entfall der Höchstgrenzen bei Unfall (ACHTUNG Definition beachten!)
  • – Heil- und Kostenplan ist erforderlich
  • – bei Antragstellung angeratene Behandlungen oder beabsichtigte Maßnahmen sind ausgeschlossen
    – Lehnt die GKV eine Leistung ab, erfolgt auch hier aus dem Tarif KEINE Leistung
  • – Kosten im Ausland für maximal 42 Tage inkl. med. NOTWENDIGEM Rücktransport
  • – Mit Erreichen des 66. Lebensjahres ist der Beitrag der jeweils folgenden Altersgruppe zu zahlen

Die Bedingungen finden Sie am Ende des Beitrages verlinkt. Der Teil mit den Tarifbedingungen für den StartS beginnt auf der Seite 7 der pdf.

Die Beiträge

Zunächst einmal ist der Status festzustellen und damit die Grundeinstufung des Beitrages zu bestimmen. Dabei gelten die folgenden Grundsätze:

– S = GKV Mitglied durch eigene Mitgliedschaft
– P = GKV Mitglied und familienversicherter Partner
– SK = GKV Mitglied und familienversicherte/s Kind/er
– PK = GKV Mitglied und familienversicherter Partner und Kind/er

– S+S = Versicherungsnehmer/in und Partner/in jeweils selbst Mitglied und Beitragszahler in der GKV
– S+SK = Versicherungsnehmer/in und Partner/in jeweils selbst Mitglied und Beitragszahler in der GKV + Kinder sind jeweils beitragsfrei in der GKV mitversichert

OK, der Unterschied zwischen S+S und SK+SK ist nicht ganz so deutlich, aber gut. Die letzte Stufe sind jeweils zwei „Single+Kind“ Bausteine, warum auch immer.

Für die oben genannten Konstellationen benötigen Sie also folgende Beiträge

Weitere Unterlagen

Unter den folgenden Links finden Sie weitere Unterlagen, das Antragsformular und die Bedingungen.

Fazit

Die Continentale Krankenversicherung geht mit den neuen Tarifen den flexiblen Weg und bietet eine große Auswahl an kombinierbaren Tarifen. Damit lassen sich- mit einem Beitrag für die Familie, welcher sich nur am Alter des Versicherungsnehmers orientiert- ganze Familien versichern.

Nachteilig ist hier, es gibt immer für alle die identischen Tarifen. Auch sollten Sie besonders auf die Wartezeiten von drei und acht Monaten achten, ebenso schauen Sie sich bitte die Ausschlüsse an. Verglichen mit den Leistungen kann sich so ein Tarif durchaus als sinnvoll erweisen, gerade weil keine weiteren Gesundheitsfragen gestellt werden. Dennoch wird im Antrag nach bereits abgelehnten Anträgen anderer Unternehmen gefragt.

Auch zu beachten sind die teils umfangreichen Ausschlüsse bei Sportarten und die Beitragsstufen, wonach der Beitrag bei Vollendung bestimmter Lebensjahre steigt. Es gilt eine Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren, auch das sollte bei der Auswahl und Planung beachtet werden.

12.
April '18

Was passiert bei Arbeitslosigkeit mit meiner privaten Krankenversicherung?


Eine Frage die recht häufig im LiveChat (den Sie auch kostenfrei auf der linken Seite auf dieser Website nutzen können) vorkommt, ist die nach dem Verbleib in der privaten Krankenversicherung bei Arbeitslosigkeit. Dabei ist der Ablauf eigentlich ganz einfach und daher werde ich hier in einem kurzen Beitrag die wichtigsten Fragen zusammenfassen.

Ich werde arbeitslos, was passiert mit meinem PKV Vertrag?

Grundsätzlich gibt es, je nach Dauer der Vorversicherung, mehrere Optionen. Zunächst einmal löst eine Arbeitslosigkeit allein noch keine Änderung des Versicherungsstatus aus. Wohl aber der Bezug des Arbeitslosengeldes I.

Die Regelung findet sich in dem Sozialgesetzbuch. genau lautet diese wie folgt:

Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) – Gesetzliche Krankenversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)
§ 5 Versicherungspflicht
(1) Versicherungspflichtig sind

1. Arbeiter, Angestellte und zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigte, die gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind,
2. Personen in der Zeit, für die sie Arbeitslosengeld nach dem Dritten Buch beziehen oder nur deshalb nicht beziehen, weil der Anspruch wegen einer Sperrzeit (§ 159 des Dritten Buches) oder wegen einer Urlaubsabgeltung (§ 157 Absatz 2 des Dritten Buches) ruht; dies gilt auch, wenn die Entscheidung, die zum Bezug der Leistung geführt hat, rückwirkend aufgehoben oder die Leistung zurückgefordert oder zurückgezahlt worden ist,

Das bedeutet dann also auch, Sie werden versicherungspflichtig in einer gesetzlichen Krankenkasse.

Es sei denn…

(3a) Personen, die nach Vollendung des 55. Lebensjahres versicherungspflichtig werden, sind versicherungsfrei, wenn sie in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht nicht gesetzlich versichert waren. Weitere Voraussetzung ist, dass diese Personen mindestens die Hälfte dieser Zeit versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht befreit oder nach § 5 Abs. 5 nicht versicherungspflichtig waren. Der Voraussetzung nach Satz 2 stehen die Ehe oder die Lebenspartnerschaft mit einer in Satz 2 genannten Person gleich. Satz 1 gilt nicht für Personen, die nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 versicherungspflichtig sind.

Kann ich auch in der PKV bleiben?

Die Antwort lautet hier „vielleicht“. Vielleicht deshalb, weil zuvor eine andere Frage zu klären ist. Voraussetzung für einen Verbleib in der privaten Krankenversicherung ist demnach eine Befreiung von der Versicherungspflicht. Diese ist- Sie ahnen es schon- ebenfalls im Sozialgesetzbuch geregelt.

Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) – Gesetzliche Krankenversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)
§ 8 Befreiung von der Versicherungspflicht
(1) Auf Antrag wird von der Versicherungspflicht befreit, wer versicherungspflichtig wird

(…)
1a. durch den Bezug von Arbeitslosengeld oder Unterhaltsgeld (§ 5 Abs. 1 Nr. 2) und in den letzten fünf Jahren vor dem Leistungsbezug nicht gesetzlich krankenversichert war, wenn er bei einem Krankenversicherungsunternehmen versichert ist und Vertragsleistungen erhält, die der Art und dem Umfang nach den Leistungen dieses Buches entsprechen,

(…)

(2) Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht bei der Krankenkasse zu stellen. Die Befreiung wirkt vom Beginn der Versicherungspflicht an, wenn seit diesem Zeitpunkt noch keine Leistungen in Anspruch genommen wurden, sonst vom Beginn des Kalendermonats an, der auf die Antragstellung folgt. Die Befreiung kann nicht widerrufen werden. Die Befreiung wird nur wirksam, wenn das Mitglied das Bestehen eines anderweitigen Anspruchs auf Absicherung im Krankheitsfall nachweist.

Wenn Sie also versicherungspflichtig werden und das nicht möchten, kann ein Verbleib in der PKV möglich sein. Dazu müssen aber fünf Jahre Versicherungszeit in der Privaten Krankenversicherung erfüllt sein. Weiterhin müssen Sie folgendes tun:

  • 1.) Sie müssen sich bei einer Krankenkasse (egal welche, wenn die letzte vor der PKV bekannt, dann diese) befreien lassen

  • 2.) Sie müssen dort den Nachweis erbringen, anderweitig versichert zu sein. Eine solche Bescheinigung erhalten Sie bei Ihrer bisherigen PKV

Wie finde ich die passende Gesetzliche Krankenkasse?

Entscheiden Sie sich aber gegen die Befreiung oder haben gar keine Option der Befreiung, dann benötigen Sie kurzfristig einen entsprechenden Versicherungsschutz in der GKV. Dazu können Sie sich frei zwischen allen geöffneten Krankenkassen entscheiden. Eine Entscheidungshilfe bietet Ihnen der Vergleichsrechner zu den Gesetzlichen Kassen. Dieser kann sowohl rein nach Beitragssatz und Zusatzbeitrag, aber auch nach gewünschten Leistungen filtern.Dazu klicken Sie einfach auf das folgende Bild und kommen dann zum Krankenkassenvergleich.

Bei dieser gesetzlichen Krankenkasse müssen Sie dann:

Muss mich jede gesetzliche Krankenkasse aufnehmen?

Ja, wenn Sie versicherungspflichtig sind, besteht für jede geöffnete Kasse Aufnahmezwang. Lediglich bestimmte Kassen für einige wenige Personengruppen oder Kassen die in Ihrem Bundesland nicht geöffnet sind können Sie nicht wählen.

Wie kündige ich meine private Krankenversicherung?

Die private Krankenversicherung ist normalerweise mit einer Frist von drei Monaten zum Versicherungs-/Kalenderjahresende kündbar. Nicht jedoch hier, wenn Versicherungspflicht eintritt. Die Regelungen zur Beendigung der PKV finden sich dazu in dem Paragraphen 205 des Versicherungsvertragsgesetzes. (mehr …)

10.
April '18

Wenn die Vermittlerin lügt – „Die Thrombose war ja nur im Unterschenkel, da brauchen Sie diese nicht angeben!“


Seit nunmehr zwanzig Jahren bin ich in der Vermittlung und Beratung von biometrischen Produkten unterwegs. Seit 2007 können Sie meine Erfahrungen und Erlebnisse hier im Blog mitverfolgen und haben sicher nicht nur einmal- mit mir gemeinsam- den Kopf geschüttelt. Klar manchen Menschen Fehler, klar passieren bei vielen Beratungen auch einmal Fehler. Davon kann und soll sich niemand freisprechen. Wenn allerdings strafrechtlich relevante Punkte berührt werden, wenn Anträge beim Versicherer anders ankommen, als die Kopie beim Kunden, dann ist schon etwas „seltsam“.

Vor einigen Jahren hatte ich genau über diesen „Kollegen“, richtigerweise über einen seiner Mitarbeiter, schon einmal geschrieben. Da ging es um einen anderen Fall und dort waren und sind einige Ungereimtheiten in der Sache selbst aufgetreten. Diese zu klären steht jedoch im Aufgabenbereich der Staatsanwaltschaft und daher möchte ich ihn keineswegs vorverurteilen. Doch nun liegen mir zwei weitere Fälle vor, einen davon möchte ich Ihnen heute gern etwas genauer erzählen, machen Sie sich einfach selbst ein Bild.

Es handelt sich um eine Familie. Selbstständige, fleißige Menschen aus der Dienstleistungsbranche und vielleicht manchmal etwas zu gutgläubig. Das meine ich keineswegs böse, sie haben schlichtweg der Beraterin geglaubt und die Aussagen dort als gegeben und ungeprüft hingenommen.

Die Ausgangslage

Die Famile, Mutter 44 Jahre alt, Vater 48 Jahre alt und die Tochter zehn Jahre, wurden vor einigen Jahren beraten. Zu diesem Zeitpunkt waren die Kunden bereits 13, 9 und 10 Jahren bei einem anderen privaten Krankenversicherer versichert. Hier bestanden Vollkostenverträge, also solche die Eintrittsalterrelevant sind und natürlich Alterungsrückstellungen bilden. Solche Rückstellungen waren damals nicht portierbar, konnten also nicht mitgenommen werden.

Die Beratung

Die Versicherten waren also lange bei einem Versicherer, Zahnstaffeln und Summenbegrenzungen waren bereits vorbei. Ob hier ein Wechsel Vorteile brachte, also außer für den Vermittler, mag ich einmal vorsichtig in Frage stellen. Laut Auskunft der Versicherten wurden Sie aber angesprochen und dann zu einem Wechsel beraten und sollten aus Köln nach Hamburg wechseln, also bezogen auf den Sitz des Versicherers.

Selbst wenn es also eine Unzufriedenheit mit dem Versicherer gegeben hätte, eine Prüfung ob es eine interne Umstellungsmöglichkeit gegeben hätte, wäre sicher nicht die schlechteste Idee gewesen.

Stattdessen wurde ein Wechseln angestoßen. Dazu wurden also im Jahr 2015 Beratungen durchgeführt (und die eigenen Fehler zum Glück fein säuberlich in dem Beratungsprotokoll dokumentiert). Nach dem Ergebnis kam es nun zur Antragstellung. So werden Anträge auf einen neuen Versicherungsschutz mit Beginn 01. 01. 2016 und (für zwei Personen) mit Beginn 1.1.2017 gestellt. Wie das geht, wo doch eine Vordatierung des Antrages maximal 6 Monate ging? Nun, man hat dem Kunden folgendes verkauft.

Anträge aus 11/2015

Frau soll wechseln zum 1.1.2016 – Antrag soweit normal vordatiert

Mann soll wechseln zum 1.1.2017 – Antrag auf Anwartschaft ab 1.5.2016, dann Beginn 1.1.2017

Kind soll wechseln zum 1.1.2017 – Antrag auf Anwartschaft ab 1.5.2016, dann Beginn 1.1.2017

Warum macht man das? Weil der Vermittlerin das Geschäft nicht entgehen sollte vielleicht? Denn eine Anwartschaft kann durchaus Vorteile haben. Der Kunde zahlt hierfür einen Beitrag mit Beginn der Anwartschaft und zahlt diesen solange (ca. 25% des normalen Beitrages), bis der Vertrag richtig beginnen kann. Also in unserem Fall für die Monate Mai bis Dezember 2016. Klar, denn so konnte man im November 2015 schon das „Geschäft eintüten“ und schließlich zahlt es ja der Kunde.

Ungeachtet dessen, ob die Beratung und der Wechsel überhaupt richtig waren, wurden so dem Kunden einige Monate Anwartschaftsbeitrag aufgebürdet.

Was wäre die Alternative?

Natürlich wäre es möglich gewesen, den Antrag auf Krankenversicherung erst später, also Mitte 2016 zu stellen. Antragstellung im Juni 2016 hätte bedeutet, kostenfreier Schutz bis Jahresende und normaler Wechsel zum 1.1.2017. Aber natürlich will man das nicht, schließlich könnte der Kunde sich das ja anders überlegen und vielleicht noch eine passendere Beratung bekommen.

Noch schnell „ein Jahr jünger“ in die Private Krankenversicherung (PKV)

Richtig ist aber auch, in so einem Fall wären Erkrankungen von November 2015 bis zur Antragstellung im Juni 2016 abgabepflichtig gewesen. Klar kann in der Zeit etwas passieren und würde dann zu einem Zuschlag oder gar zur Ablehnung führen, das ist klar. Ob man sich aber mit knapp 700 € Anwartschaftsbeträgen hier einen Gefallen getan hat? Mag es einfach jeder selbst entscheiden.

Wenn die Vermittlerin lügt

Nun hat eine Krankenversicherung Gesundheitsfragen. Immer! Dort möchte der Versicherer seinen Kunden, oder besser den potentiellen Kunden, kennenlernen und sich ein Bild über den Gesundheitszustand machen.

Da die Tochter sich zum Zeitpunkt der Antragstellung in einer Behandlung befand, sollte Ihr Wechsel eben nicht mit der Mutter zum 1.1.16, sondern zum 1.1.17 vollzogen werden. Die laufende Kieferorthopädische Behandlung wäre zu diesem Zeitpunkt das k.o. für die neue KV gewesen. Also kam die Beraterinnenaussage: „Ach, bleiben Sie erstmal bei der A. und machen die Kieferorthopädie zu Ende, wir stellen jetzt den Antrag für die Tochter dann zum 1.1.2017 und sie wechselt dann.“

Soweit keine so summe Idee, ist doch dann eine Behandlung abgeschlossen und vielleicht eine bessere Annahme möglich. Dumm nur, im Antrag findet sich keinerlei Hinweis. Schlimmer noch, die Frage 12 ist einfach und frech mit NEIN angekreuzt und das obwohl bekannt war (war ja der Grund für die Wahl). Klar kann man nun sagen „das lesen die Kunden und die unterschreiben es ja auch.“ und auch „die sind ja naiv“. Klar kann man das. Aber schauen wir einmal weiter.

Während der Vater einen Zuschlag bekommt aufgrund einer angegebenen Erkrankung mit regelmäßigen Medikamenten, ist es bei der Mutter etwas anders. Diese äußert gegenüber der Vermittlerin eine Thrombose. Im Krankenhausbericht steht dazu:

Nun schauen wir uns dazu also einmal die Antragsfragen an. (ja, es fällt in den Zeitraum von 3 Jahren) und lesen dort:

Was meinen Sie? Welche der Erkrankungen ist denn wie in die Antragsfragen zu schreiben? Dazu ist es wichtig einmal genau zu schauen, wie diese formuliert sind. Maßgebend sind bei unserer Kundin die Fragen 1, 2 und 3.

Was genau hätten Sie dazu in die Antragsfragen geschrieben?

Durch die erste Frage sind bereits die Behandlungen erfasst. Also allein der Besuch im Krankenhaus (dabei ist es egal ob ambulant oder stationär, da in den letzten drei Jahren gewesen) sind anzugeben. Dazu die Diagnosen des Berichtes. Auch unter Frage zwei fällt es, denn Untersuchungen haben nun einmal stattgefunden, selbst wenn diese ohne einen weiteren Befund gewesen WÄREN.

Doch es kommt anders. Die Kundin ist sich nicht sicher und so bietet die Vermittlerin an, sich einmal mit dem Versicherer in Verbindung zu setzten. Das passiert dann auch und als Antwort kommt dann:

„Die Unterschenkelthrombose brauchen Sie aber nicht angeben, da diese ja nur im Unterschenkel war.“

Die Dame gibt gegenüber der Kundin an, Sie habe „mit dem Risikoprüfer gesprochen“ und der „hätte dieses nochmals so bestätigt.“ Das ist aber eine glatte Lüge. Niemand, kein einziger Risikoprüfer wird jemals so eine Aussage treffen, nicht schriftlich und schon gar nicht telefonisch. Warum auch, denn dazu ist der Antrag ja eindeutig. Dort ist eine Frage gestellt, oder besser mehrere.

Dennoch und auch deshalb, weil bei dem Mann mit entsprechenden Vorerkrankungen ein Zuschlag erhoben wurde, verlässt sich die Familie auf die Aussage der Kundin. In dem Antrag steht damit nichts. Einzige Gesundheitsangaben die im Antrag angeben wurden sind „Vorsorgeuntersuchungen ohne Befund (Frauenarzt, Zahnarzt)“, sonst aber rein gar nichts.

Nicht einmal der Arztbesuch, keine weiteren Behandlungen, die wir mittlerweile aus der Krankenakte kennen. Keine Medikamente, keine Beschwerden.

Klar kann man auch hier wieder argumentieren: „Das hätte die Kundin doch wissen müssen, sie hat es ja unterschrieben.“ und ja, natürlich trifft sie hier eine gewisse Mitschuld. Aber: Hätte die Vermittlerin hier nicht gelogen und bewusst vorgegeben „sie habe mit dem Risikoprüfer gesprochen und es vorab geklärt“, wäre es zu der Situation nie gekommen.

Nun ist guter Rat teuer

Doch was nun? Warum kommt der Fall überhaupt Jahre später auf den Tisch? Nun, weil sich die Kunden natürlich darüber gar keine Sorgen gemacht haben, denn diese waren ja in dem Glauben, eine Angabe sei nicht nötig. Auf einer nun später eingereichten Rechnung hat der Versicherer aber nun „Wind davon bekommen“ und (mehr …)

15.
März '18

Arbeitgeberzuschuss, wenn die Kinder bei dem anderen Partner versichert sind


Ich weiss nicht woran es liegt. Fehlendes Wissen der Berater, fehlende Nachfrage durch den Interessenten vor Abschluss eines Vertrages oder einfach „Sorglosigkeit“. Diese Frage kommt mindestens einmal die Woche und zu den Themen Arbeitgeberzuschuss habe ich einige Male geschrieben. Dazu sind auch die Beiträge:

Arbeitgeberzuschuss bei freiwilliger gesetzlicher Krankenversicherung 

und

Arbeitgeberzuschuss für Familienangehörige 

interessant. Dennoch möchte ich diese Frage aus dem heutigen LiveChat (den Sie auch gern unten links hier auf der Seite nutzen können) nochmals zum Anlass nehmen, dieses etwas genauer zu erklären.

Das Problem – der Versicherungsnehmer der Kinder – PKV ist nicht der Arbeitnehmer selbst

Während ein Zuschuss zur privaten Krankenversicherung der Kinder generell nicht in Frage kommt, wenn diese freiwillig in der gesetzlichen Kasse geblieben sind, so besteht schon die Möglichkeit einen Zuschuss dann zu bekommen, wenn diese auch privat versichert sind. Dazu müssen aber einige Voraussetzungen erfüllt sein, eine davon ist die private Versicherung selbst.

Sind also nun beide Ehepartner privat versichert oder waren es vielleicht einmal und die Versicherung der Kinder besteht bei einem anderen Versicherer als dem, in welchem der Arbeitnehmer heute versichert ist, dann wird es teilweise problematisch und oft wissen auch dann die Personalabteilungen nicht mehr Bescheid.

Eigentlich ist es aber gar nicht so schwer. Zu klären ist neben der Frage, ob die Kinder privat versichert sind, auch noch eine andere. Der Arbeitnehmer welcher den Arbeitgeber um einen Zuschlag bitten möchte, muss auch der Versicherungsnehmer sein.

Grundlage dieser Voraussetzung ist, wie auch zum AG Zuschuss allgemein, der Paragraph 257 des Sozialgesetzbuches Nr. 5. Hier werden nicht nur die Voraussetzungen eines solchen Zuschusses geregelt, auch die weiteren Informationen finden sich hier.

Wer kein VN ist, kann keine AG Bescheinigung bekommen

Nehmen wir nun die Sitiation aus dem oben genannten Beispiel. Die Frau und auch der Mann sind privat versichert. Aus welchem Grund auch immer hat die Frau die Kinder bei sich versichert, vielleicht passte damals der Schutz einfach besser. Der Mann, nun ebenfalls privat versichert, möchte seinen Arbeitgeber nun nach einem Zuschuss fragen. Das ist zunächst zu prüfen, wie hoch der eigene Beitrag ist und ob bis zum Höchstzuschuss überhaupt noch Luft ist.

Neue Rechengrößen zur Sozialversicherung 2018 und neuer Arbeitgeberzuschuss 2018 – Sozialversicherungswerte im Überblick

Ist dem so, so prüfen wir weiter. Dazu reicht es nicht aus, wenn die Kinder bei der Frau versichert sind. Der dortige Versicherer würde natürlich eine AG Bescheinigung auf den NAMEN DER FRAU als Versicherungsnehmerin ausstellen. Diese kann der Mann aber nicht bei seinem Arbeitgeber einreichen, denn dieser zahlt den Zuschuss nur, wenn die Bescheinigung auf ihn ausgestellt ist.

Schauen Sie einmal auf das folgende Schema und gehen die Schritte von oben links einfach durch.

Gibt es eine Lösung?

Klar gibt es die. Einen Versicherungsnehmer kann ich durchaus ändern. Dazu bedarf es einer schriftlichen Willenserklärung an den Versicherer. Hierzu muss erklärt werden, wer der neue Versicherungsnehmer werden soll, ein Grund muss nicht angegeben werden, kann aber hilfreich sein.

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu der Versicherungsnummer _________ sind derzeit unter anderem meine Kinder _______ geb. am ________ und  _______ geb. am ________ versichert. Versicherungsnehmer(in) bisher ist ___________________.

Zur Erlangung eines Arbeitgeberzuschusses ändern Sie bitte die Versicherungsnehmereigenschaft für den Vertragsteil der Kinder. Neuer Versicherungsnehmer soll damit werden:

Name, Anschrift, Geb. Datum

Die Beiträge werden wie bisher von ________ gezahlt.

ODER

Die Beiträge sollen künftig durch den neuen VN gezahlt werden. Bitte buchen Sie diese ab dem Monat _____ von dem folgenden Konto ab:

_____________

Bitte stellen Sie nach Übertragung/ Abspaltung die Bescheinigungen zur Erlangung des Arbeitgeberzuschusses aus.

mit freundlichen Grüßen

_________ (neuer VN)

Der Übertragung der Vertargsteile meiner oben genannter Kinder stimme ich zu und bitte um Änderung der VN Eigenschaft und Überführung in einen separaten Vertrag mit oben genanntem VN.

_________ (bisheriger VN)

Nachdem Sie dieses Schreiben dem alten Versicherer mitgeteilt haben, bekommen Sie meist noch eimal weitere Unterlagen. So müssen Sie Vertragsbedingungen erhalten und denen zustimmen, Unterlagen zum Datenschutz und die SEPA Erklärung bekommen und akzeptieren.

Am Ende werden Sie dann- mit allen Rechten und Pflichten- Versicherungsnehmer/in für den PKV Teil der Kinder und können damit auch einen AG Zuschuss beantragen. Sie sehen also, eine lösbare Variante, aber es bedarf einiger Änderungen.

13.
März '18

Wenn der Arzt durch’s Smartphone schaut – Barmenia und Teleclinic in der Vorreiterrolle


Wer kennt das nicht. Die Nacht schlecht geschlafen, x-Mal von einer Seite auf die Andere gedreht und nun am Morgen fühlt sich das irgendwie nicht gut an. Auf dem Weg ins Bad am Fieberthermometer vorbei. 38.8 Grad blinken Ihnen auf dem Display freundlich entgegen. Also, ab zum Arzt, oder doch nicht?

Ärztliche Meinung ganz ohne Praxisbesuch

Die Barmenia geht hier gemeinsam mit der Teleclinic einen neuen, innovativen Weg. Wie der Name schon sagt, bietet die Teleclinic eine (fach-)ärztliche (Erst-)Beratung zum Einen, weitere Leistungen exklusiv in Baden Württemberg (Pilotprojekt) zum Anderen. Dazu aber unten noch etwas mehr, zunächst geht es um die Leistungen für alle Nutzer. Die Tür zum Arzt führt hier über das Smartphone, Tablett oder den Computer und bietet diverse Möglichkeiten. Zuerst schauen wir uns einmal die Leistungen und das Angebot der Teleclinic an.

  • – Online-Sprechstunde mit Fachärzten. Ob Video oder telefonisch bleibt Ihnen überlassen

  • – Schnelle Fragen- schnelle Antworten mit der Chatfunktion

  • – Terminservice – so kommen Sie schnell an einen Facharzttermin vor Ort

  • – Terminübersicht – keinen Arzttermin mehr verpassen

  • – Persönliches Gesundheitskonto (mehr dazu unten)

  • – 7 Tage die Woche, rund um die Uhr erreichbar, auch aus dem Ausland

  • – schnell zum Arztgespräch und einem med. Rat

  • – über 150 Ärzte aus 30 Fachrichtungen

  • – alle Ärzte in Praxen oder Krankenhäusern in Deutschland tätig und natürlich zugelassen

  • – mind. 6 Jahre Praxiserfahrung der Ärzte

Mit der Teleclinic öffnet sich für die Barmenia Kunden eine neue, freiwillige Zusatzleistung. Niemand muss den Service nutzen, aber wer dieses Angebot wahrnehmen möchte und zu dem Kundenkreis gehört, der erhält hier eine neue und weitere Möglichkeit der medizinischen Beratung. Derzeit noch als Pilotprojekt in Baden Württemberg werden die dort getesteten Leistungen dann auch ggf. nach Abschluss für andere Bundesländer verfügbar sein.

Dabei sind noch einige Punkte relevant. Die Barmenia und die Teleclinic sind Partner. Das bedeutet aber dennoch nicht, dass es hier einen Informationsaustausch gibt, denn:

  • – es besteht wie sonst auch ärztliche Schweigepflicht
  • – der Versicherer hat keinerlei Zugriff auf Gesundheitsdaten
  • – die Teleclinik speichert die Daten verschlüsselt in Deutschland
  • – Sie entscheiden wer welche Informationen bekommt
  • – ideal um seine Krankenhistorie aufzubereiten und aktuell zu halten

Ein weiterer Vorteil:

Die Leistungen der Teleclinc sind

  • – unschädlich für die Beitragsrückersattung

  • – werden nicht auf die Selbstbeteiligung angerechnet

  • – sind kostenfrei

Welche Barmenia Kunden können die Leistungen der Teleclinic nutzen?

Der Service steht allen Kunden mit einer Krankenvollversicherung der Barmenia zur Verfügung. Voraussetzung ist hier, diese muss stationäre Wahlleistungen beinhalten, also das Ein-/Zweibettzimmer und die wahlärztliche Leistung.

Jeder Barmenia-Kunde mit Krankheitskosten-Vollversicherungstarif (uni- und bisex), in dem stationär ein Ein- oder Zweibettzimmer und Chefarztbehandlungen sowie ambulant das Facharztmodell versichert ist, inkl. Beamte, Ärzte und die zugehörigen Ausbildungstarife. Es handelt sich um eine zusätzliche, freiwillige Serviceleistung der Barmenia Krankenversicherung.

Wie und wo erfolgt die Registrierung?

Es ist wie immer. Gerade wer hier Gesundheitsdaten speichern möchte und damit hochsensible Daten, der muss sicher gehen, dass dieses auch nur ihm selbst zugänglich ist. Dazu ist eine Registrierung nötig. Zunächst einmal muss ein Zugang zum Kundenportal „meine Barmenia“ bestehen. Einen solchen Zugang sollten Sie bereits haben, wenn Sie schon Kunde sind, falls nicht richten Sie diesen einfach und unkompliziert ein.

  • Rufen Sie den LINK hier auf und registrieren Sie sich bitte für das Portal. Dabei ist es nicht nur für die Teleclinic relevant. Auch erhalten Sie hierüber alle Vertragsinformationen, Versicherungsscheine, Bescheinigungen für den Arbeitgeber und alles digital als pdf und mit immer verfügbar wann und wo Sie es brauchen. 

Nachdem die Registrierung abgeschlossen ist, ist eine Aktivierung nötig. Dieses erfolgt- ja ich weiss es mag altmodisch sein- mit einem Brief per Post, nachdem Sie die erhaltene E-Mail und damit den Anmeldewusch bestätigt haben. Warum? Weil persönliche Daten auch persönlich bleiben sollen.

Im weiteren Verlauf laden Sie sich- wenn gewünscht- die entsprechende APP herunter. Diese steht Ihnen auf dem Downloadportal zur Verfügung und leitet Sie dann direkt in den Appstore für Ihr Gerät.

So läuft die Beratung ab

Nachdem Sie sich also registriert haben und das nächste/ erste Mal eine ärztliche Beratung benötigen, starten Sie die App oder nutzen das Portal über Ihren PC. Sie werden dann mit einer der medizinischen Assistenten/innen verbunden, welche zunächst einmal einige persönliche Daten und Ihre Beschwerden abfragt. Dieses ist nötig, um den Arzt der passenden Fachrichtung zu ermitteln.

Hier erhalten Sie dann im weiteren Verlauf einen Termin. Zu diesem Termin werden Sie direkt mit dem Arzt verbunden, so Sie dieses nicht sofort wünschen. Verspüren Sie also im Büro Beschwerden, so können Sie den Termin vorbereiten und sich direkt am Abend zu Hause beraten lassen.

Dazu kann der Arzt im Video-Telefonat nicht nur Fragen stellen, sondern Sie auch sehen. So lassen sich Hauterkrankungen besser diagnostizieren oder aber auch Beschwerden besser beschreiben und zeigen. Wenn Sie dieses nicht möchten, so nutzen Sie einfach den normalen Anruf.

Das persönliche Gesundheitskonto – alles schnell verfügbar

Ein weiterer Vorteil liegt in der Speicherung von Terminen, medizinischen Unterlagen, Allergiepass und vielem mehr. So haben Sie diese Unterlagen nicht nur zu Hause, auch im Urlaub oder auf Reisen schnell parat und können diese ggf. auch dem Arzt der Teleclinic gezielt und individuell freigeben. Auch Aufnahmen von Bildgebender Diagnostic wie Röntgenbilder oder MRT/ CT Untersuchungen haben Sie somit griffbereit und können diese auch für eine Zweitmeinung nutzen. Gerade im Ausland und / oder wenn Sprachbarrieren dazukommen, ist so eine zweite Meinung oftmals goldwert.

So geht Zukunft schon heute – Baden Württemberg als Pilotphase

Wer heute zu dem oben genannten Kundenkreis gehört und zudem noch in Baden Württemberg wohnt, der bekommt gleich noch zwei zusätzliche Leistungen. Im Rahmen der Pilotphase, die der Gesetzgeber nur hier erlaubt hat, kann der Arzt der Teleclinic auch:

  • – Rezepte Ausstellen

  • – Überweisungen ausstellen

  • – AU Bescheinigungen erteilen

Durch die Teleclinc kann so das Rezept direkt an die Apotheke übermittelt werden, Sie brauchen das Medikament dann nur noch abholen. Mehr Infos und Details zu dem Pilotprojekt finden Sie auch hier. Zukünftig wird es auch hier dann noch etwas einfacher, denn wer nur einen Tag zu Hause bleiben muss und ggf. nur ein (Folge-)Rezept braucht, dem bleiben der Weg zum Arzt und volle Wartezimmer dann erspart.