AXA – Änderung der Beitragsrückerstattungen ab 2010

Sven Hennig

Vor einigen Tagen habe ich bereits über die Einstellung der Beitragsrückerstattung bei der Bayrischen Beamten Krankenkasse geschrieben. Auch bei anderen Gesellschaften stehen Veränderungen an. So ändert die Axa in den eigenen und den (zugekauften) DBV Tarifen die Richtlinien für die Beitragsrückerstattung ab 2010.

Die Beihilfeergänzungstarife der DBV erhalten keine Beitragsrückerstattung mehr. Bei den Ausbildungstarifen ergeben sich keine Änderungen, die Kompakttarife Vision B ändern sich geringfügig. Bisher wurden dort 70% von 3 MB, jetzt 50% von 4 MB erstattet. Somit eine durchaus überschaubare Veränderung.

In den Tarifen mit Modulen für ambulant, stationär und Zahnleistungen entfällt die Beitragsrückerstattung für die Zahnbereiche vollständig. Dieses wird aber (teilweise) kompensiert durch die Anhebung der BRE in den sonstigen Tarifen von 3 auf 4 MB.

Deutlichere Änderungen erheben sich aber in den Modul- und Kompakttarifen der AXA/ DBV alt

Bei Tarifen Vision1F,Vision1N und Vision3 entfällt die BRE bei Selbstbeteiligungsstufen von mehr als 1000 EUR vollständig. Gleiches gilt auch in den Modultarifen 0145 und 0145A.

In den „Osttarifen“ BSS, 0038, BSB verringert sich die Beitragsrückerstattung von 70% aus 3 MB auf 50%.

Die Tarife EL, EL-N wie auch EL Bonus, Vital250, 300, 600, 750, 900 erfahren geringere Änderungen. Bisher wurden zum Beispiel in den VITAL Tarifen 100% aus 1/2/3 MB gezahlt, je nachdem ob der Versicherte 1, 2 oder 3 Jahre keine Leistungen in Anspruch genommen hatte. Nun sind dieses noch 60%, jedoch aus den erhöhten Sätzen von 2/ 3/ 4 MB. Schauen wir uns am folgenden Beispiel einmal die genauen Zahlen an:

Versicherter mit einem Monatsbeitrag von 300 EUR (ohne Zuschläge etc.)

nach 1 leistungsfreien Jahr = 60% aus 2 MB, also 60% aus 600 EUR = 360 EUR (nach der alten Regel wären es 300 EUR gewesen)

nach 2 leistungsfreien Jahren = 60% aus 3 MB = 540 EUR (nach alter Regelung 600 EUR)

nach 3 leistungsfreien Jahren = 60% aus 4 MB = 720 EUR (nach alter Regelung 900 EUR)

Dabei ist noch zu berücksichtigen das hier als Bemessungsgrundlage der Juni Beitrag des BRE Jahres gilt. (also der Beitrag Juni 2010).

Weiterhin bleiben die Verhaltensboni für BMI, Nichtraucher und Primärarzt etc. unverändert erhalten.

Nochmals der Hinweis das die Rückerstattungen änderbar sind, wie man hier sehen kann. Wie eine Entwicklung aussieht mag ich nicht zu sagen, da es von dem Erfolg des Unternehmens abhängig ist.

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5 Antworten zu “AXA – Änderung der Beitragsrückerstattungen ab 2010”

  1. T.Riethig Says:

    Ich habe Tarif Vision 1F,erst schreibt man mir das um Tarife langfristig stabil zu halten,die Rückerstattung wegfällt und dann erhöht man kurz danach um 72,-Euro denn Beitrag.Alles in allem sind es bei mir in nur einem
    Jahr dann fast 40% erhöhung.Von 288 auf
    400 wenn mann die Beitragsrückerstattung mit rechnet.
    Geht eigentlich garnicht.

  2. Sven Hennig Says:

    Hallo,

    stimmt schon, nur das war leider nicht die ganze Wahrheit. Versicherte bitte generell überprüfen ob die Leistungen auch dem Wunsch entsprechen.

    http://www.online-pkv.de/165-0-Beitragsanpassungen.html

  3. Carsten Gohlke Says:

    Habe heute mit Erstaunen festgestellt, wie die AXA unverschämt in die Taschen seiner Mitglieder greift. Erst im Jahr 2009 hat man mir eine Tarifveränderung empfohlen, mit der Konsequenz, dass ab 2010 die gesamte BRE eingestellt wird. Erst nach massiver Rückfrage und angeblicher Recherche bei der AXA konnte man mir mitteilen, dass der mir empfohlene Tarif gar nicht mehr BRE fähig ist. Mein Vertrauen in die AXA wächst gerade unermesslich an…:-( Welche Alternative gibt es denn ? Bin für jeden Tip dankbar, denn irgendwie habe ich keine rechte Lust mehr auf diesen Verein.

  4. Klaus Stübing Says:

    Hallo,

    ich bin auch total „begeistert“ über die Vorgehensweise der AXA. Weil der monatliche Beitrag sich rapide erhöht hat, habe ich Nachgefragt, was es für Alternativen gibt. Die Antwort der „Hotline“ war prompt: „Erhöhung der Selbstbeteiligung. Was anderes geht nicht!“. Der Vorschlag eines Tarifwechsel z. B. – kein Thema. Leider wusste ich es zu diesem Zeitpunkt nicht besser und habe zugestimmt. Jetzt, 1,5 Jahre später, kommt die Quittung: Keine BRE bei einer SB ab 1.000,– EUR! Hat mir die „Hotline“ nicht verraten. Im Gegenteil, ich bekam vor kurzem, nachdem die BRE ausblieb, sogar noch den Hinweis, dass rd. 580,– EUR BRE noch geleistet werden. Was eine glatte Falschmeldung war! Hilft es, den Ombudsmann für die PKV auf den Fall aufmrksam zu machen?

  5. T. Michels Says:

    Ich kann mich den Vorredner über die Begeisterung (LoL) über die AXA nur anschliessen. Ich musste jedes Jahr schriftlich nachfragen so dass man mir den Primärarztbonus auch auszahlt – freiwillig ging da nichts. Sitzt da etwa ein überbezahlter Angestellter und selektiert wer was bekommt und wer nicht?

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