Archiv für März 2018

15.
März '18

Arbeitgeberzuschuss, wenn die Kinder bei dem anderen Partner versichert sind


Ich weiss nicht woran es liegt. Fehlendes Wissen der Berater, fehlende Nachfrage durch den Interessenten vor Abschluss eines Vertrages oder einfach „Sorglosigkeit“. Diese Frage kommt mindestens einmal die Woche und zu den Themen Arbeitgeberzuschuss habe ich einige Male geschrieben. Dazu sind auch die Beiträge:

Arbeitgeberzuschuss bei freiwilliger gesetzlicher Krankenversicherung 

und

Arbeitgeberzuschuss für Familienangehörige 

interessant. Dennoch möchte ich diese Frage aus dem heutigen LiveChat (den Sie auch gern unten links hier auf der Seite nutzen können) nochmals zum Anlass nehmen, dieses etwas genauer zu erklären.

Das Problem – der Versicherungsnehmer der Kinder – PKV ist nicht der Arbeitnehmer selbst

Während ein Zuschuss zur privaten Krankenversicherung der Kinder generell nicht in Frage kommt, wenn diese freiwillig in der gesetzlichen Kasse geblieben sind, so besteht schon die Möglichkeit einen Zuschuss dann zu bekommen, wenn diese auch privat versichert sind. Dazu müssen aber einige Voraussetzungen erfüllt sein, eine davon ist die private Versicherung selbst.

Sind also nun beide Ehepartner privat versichert oder waren es vielleicht einmal und die Versicherung der Kinder besteht bei einem anderen Versicherer als dem, in welchem der Arbeitnehmer heute versichert ist, dann wird es teilweise problematisch und oft wissen auch dann die Personalabteilungen nicht mehr Bescheid.

Eigentlich ist es aber gar nicht so schwer. Zu klären ist neben der Frage, ob die Kinder privat versichert sind, auch noch eine andere. Der Arbeitnehmer welcher den Arbeitgeber um einen Zuschlag bitten möchte, muss auch der Versicherungsnehmer sein.

Grundlage dieser Voraussetzung ist, wie auch zum AG Zuschuss allgemein, der Paragraph 257 des Sozialgesetzbuches Nr. 5. Hier werden nicht nur die Voraussetzungen eines solchen Zuschusses geregelt, auch die weiteren Informationen finden sich hier.

Wer kein VN ist, kann keine AG Bescheinigung bekommen

Nehmen wir nun die Sitiation aus dem oben genannten Beispiel. Die Frau und auch der Mann sind privat versichert. Aus welchem Grund auch immer hat die Frau die Kinder bei sich versichert, vielleicht passte damals der Schutz einfach besser. Der Mann, nun ebenfalls privat versichert, möchte seinen Arbeitgeber nun nach einem Zuschuss fragen. Das ist zunächst zu prüfen, wie hoch der eigene Beitrag ist und ob bis zum Höchstzuschuss überhaupt noch Luft ist.

Neue Rechengrößen zur Sozialversicherung 2018 und neuer Arbeitgeberzuschuss 2018 – Sozialversicherungswerte im Überblick

Ist dem so, so prüfen wir weiter. Dazu reicht es nicht aus, wenn die Kinder bei der Frau versichert sind. Der dortige Versicherer würde natürlich eine AG Bescheinigung auf den NAMEN DER FRAU als Versicherungsnehmerin ausstellen. Diese kann der Mann aber nicht bei seinem Arbeitgeber einreichen, denn dieser zahlt den Zuschuss nur, wenn die Bescheinigung auf ihn ausgestellt ist.

Schauen Sie einmal auf das folgende Schema und gehen die Schritte von oben links einfach durch.

Gibt es eine Lösung?

Klar gibt es die. Einen Versicherungsnehmer kann ich durchaus ändern. Dazu bedarf es einer schriftlichen Willenserklärung an den Versicherer. Hierzu muss erklärt werden, wer der neue Versicherungsnehmer werden soll, ein Grund muss nicht angegeben werden, kann aber hilfreich sein.

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu der Versicherungsnummer _________ sind derzeit unter anderem meine Kinder _______ geb. am ________ und  _______ geb. am ________ versichert. Versicherungsnehmer(in) bisher ist ___________________.

Zur Erlangung eines Arbeitgeberzuschusses ändern Sie bitte die Versicherungsnehmereigenschaft für den Vertragsteil der Kinder. Neuer Versicherungsnehmer soll damit werden:

Name, Anschrift, Geb. Datum

Die Beiträge werden wie bisher von ________ gezahlt.

ODER

Die Beiträge sollen künftig durch den neuen VN gezahlt werden. Bitte buchen Sie diese ab dem Monat _____ von dem folgenden Konto ab:

_____________

Bitte stellen Sie nach Übertragung/ Abspaltung die Bescheinigungen zur Erlangung des Arbeitgeberzuschusses aus.

mit freundlichen Grüßen

_________ (neuer VN)

Der Übertragung der Vertargsteile meiner oben genannter Kinder stimme ich zu und bitte um Änderung der VN Eigenschaft und Überführung in einen separaten Vertrag mit oben genanntem VN.

_________ (bisheriger VN)

Nachdem Sie dieses Schreiben dem alten Versicherer mitgeteilt haben, bekommen Sie meist noch eimal weitere Unterlagen. So müssen Sie Vertragsbedingungen erhalten und denen zustimmen, Unterlagen zum Datenschutz und die SEPA Erklärung bekommen und akzeptieren.

Am Ende werden Sie dann- mit allen Rechten und Pflichten- Versicherungsnehmer/in für den PKV Teil der Kinder und können damit auch einen AG Zuschuss beantragen. Sie sehen also, eine lösbare Variante, aber es bedarf einiger Änderungen.

13.
März '18

Wenn der Arzt durch’s Smartphone schaut – Barmenia und Teleclinic in der Vorreiterrolle


Wer kennt das nicht. Die Nacht schlecht geschlafen, x-Mal von einer Seite auf die Andere gedreht und nun am Morgen fühlt sich das irgendwie nicht gut an. Auf dem Weg ins Bad am Fieberthermometer vorbei. 38.8 Grad blinken Ihnen auf dem Display freundlich entgegen. Also, ab zum Arzt, oder doch nicht?

Ärztliche Meinung ganz ohne Praxisbesuch

Die Barmenia geht hier gemeinsam mit der Teleclinic einen neuen, innovativen Weg. Wie der Name schon sagt, bietet die Teleclinic eine (fach-)ärztliche (Erst-)Beratung zum Einen, weitere Leistungen exklusiv in Baden Württemberg (Pilotprojekt) zum Anderen. Dazu aber unten noch etwas mehr, zunächst geht es um die Leistungen für alle Nutzer. Die Tür zum Arzt führt hier über das Smartphone, Tablett oder den Computer und bietet diverse Möglichkeiten. Zuerst schauen wir uns einmal die Leistungen und das Angebot der Teleclinic an.

  • – Online-Sprechstunde mit Fachärzten. Ob Video oder telefonisch bleibt Ihnen überlassen

  • – Schnelle Fragen- schnelle Antworten mit der Chatfunktion

  • – Terminservice – so kommen Sie schnell an einen Facharzttermin vor Ort

  • – Terminübersicht – keinen Arzttermin mehr verpassen

  • – Persönliches Gesundheitskonto (mehr dazu unten)

  • – 7 Tage die Woche, rund um die Uhr erreichbar, auch aus dem Ausland

  • – schnell zum Arztgespräch und einem med. Rat

  • – über 150 Ärzte aus 30 Fachrichtungen

  • – alle Ärzte in Praxen oder Krankenhäusern in Deutschland tätig und natürlich zugelassen

  • – mind. 6 Jahre Praxiserfahrung der Ärzte

Mit der Teleclinic öffnet sich für die Barmenia Kunden eine neue, freiwillige Zusatzleistung. Niemand muss den Service nutzen, aber wer dieses Angebot wahrnehmen möchte und zu dem Kundenkreis gehört, der erhält hier eine neue und weitere Möglichkeit der medizinischen Beratung. Derzeit noch als Pilotprojekt in Baden Württemberg werden die dort getesteten Leistungen dann auch ggf. nach Abschluss für andere Bundesländer verfügbar sein.

Dabei sind noch einige Punkte relevant. Die Barmenia und die Teleclinic sind Partner. Das bedeutet aber dennoch nicht, dass es hier einen Informationsaustausch gibt, denn:

  • – es besteht wie sonst auch ärztliche Schweigepflicht
  • – der Versicherer hat keinerlei Zugriff auf Gesundheitsdaten
  • – die Teleclinik speichert die Daten verschlüsselt in Deutschland
  • – Sie entscheiden wer welche Informationen bekommt
  • – ideal um seine Krankenhistorie aufzubereiten und aktuell zu halten

Ein weiterer Vorteil:

Die Leistungen der Teleclinc sind

  • – unschädlich für die Beitragsrückersattung

  • – werden nicht auf die Selbstbeteiligung angerechnet

  • – sind kostenfrei

Welche Barmenia Kunden können die Leistungen der Teleclinic nutzen?

Der Service steht allen Kunden mit einer Krankenvollversicherung der Barmenia zur Verfügung. Voraussetzung ist hier, diese muss stationäre Wahlleistungen beinhalten, also das Ein-/Zweibettzimmer und die wahlärztliche Leistung.

Jeder Barmenia-Kunde mit Krankheitskosten-Vollversicherungstarif (uni- und bisex), in dem stationär ein Ein- oder Zweibettzimmer und Chefarztbehandlungen sowie ambulant das Facharztmodell versichert ist, inkl. Beamte, Ärzte und die zugehörigen Ausbildungstarife. Es handelt sich um eine zusätzliche, freiwillige Serviceleistung der Barmenia Krankenversicherung.

Wie und wo erfolgt die Registrierung?

Es ist wie immer. Gerade wer hier Gesundheitsdaten speichern möchte und damit hochsensible Daten, der muss sicher gehen, dass dieses auch nur ihm selbst zugänglich ist. Dazu ist eine Registrierung nötig. Zunächst einmal muss ein Zugang zum Kundenportal „meine Barmenia“ bestehen. Einen solchen Zugang sollten Sie bereits haben, wenn Sie schon Kunde sind, falls nicht richten Sie diesen einfach und unkompliziert ein.

  • Rufen Sie den LINK hier auf und registrieren Sie sich bitte für das Portal. Dabei ist es nicht nur für die Teleclinic relevant. Auch erhalten Sie hierüber alle Vertragsinformationen, Versicherungsscheine, Bescheinigungen für den Arbeitgeber und alles digital als pdf und mit immer verfügbar wann und wo Sie es brauchen. 

Nachdem die Registrierung abgeschlossen ist, ist eine Aktivierung nötig. Dieses erfolgt- ja ich weiss es mag altmodisch sein- mit einem Brief per Post, nachdem Sie die erhaltene E-Mail und damit den Anmeldewusch bestätigt haben. Warum? Weil persönliche Daten auch persönlich bleiben sollen.

Im weiteren Verlauf laden Sie sich- wenn gewünscht- die entsprechende APP herunter. Diese steht Ihnen auf dem Downloadportal zur Verfügung und leitet Sie dann direkt in den Appstore für Ihr Gerät.

So läuft die Beratung ab

Nachdem Sie sich also registriert haben und das nächste/ erste Mal eine ärztliche Beratung benötigen, starten Sie die App oder nutzen das Portal über Ihren PC. Sie werden dann mit einer der medizinischen Assistenten/innen verbunden, welche zunächst einmal einige persönliche Daten und Ihre Beschwerden abfragt. Dieses ist nötig, um den Arzt der passenden Fachrichtung zu ermitteln.

Hier erhalten Sie dann im weiteren Verlauf einen Termin. Zu diesem Termin werden Sie direkt mit dem Arzt verbunden, so Sie dieses nicht sofort wünschen. Verspüren Sie also im Büro Beschwerden, so können Sie den Termin vorbereiten und sich direkt am Abend zu Hause beraten lassen.

Dazu kann der Arzt im Video-Telefonat nicht nur Fragen stellen, sondern Sie auch sehen. So lassen sich Hauterkrankungen besser diagnostizieren oder aber auch Beschwerden besser beschreiben und zeigen. Wenn Sie dieses nicht möchten, so nutzen Sie einfach den normalen Anruf.

Das persönliche Gesundheitskonto – alles schnell verfügbar

Ein weiterer Vorteil liegt in der Speicherung von Terminen, medizinischen Unterlagen, Allergiepass und vielem mehr. So haben Sie diese Unterlagen nicht nur zu Hause, auch im Urlaub oder auf Reisen schnell parat und können diese ggf. auch dem Arzt der Teleclinic gezielt und individuell freigeben. Auch Aufnahmen von Bildgebender Diagnostic wie Röntgenbilder oder MRT/ CT Untersuchungen haben Sie somit griffbereit und können diese auch für eine Zweitmeinung nutzen. Gerade im Ausland und / oder wenn Sprachbarrieren dazukommen, ist so eine zweite Meinung oftmals goldwert.

So geht Zukunft schon heute – Baden Württemberg als Pilotphase

Wer heute zu dem oben genannten Kundenkreis gehört und zudem noch in Baden Württemberg wohnt, der bekommt gleich noch zwei zusätzliche Leistungen. Im Rahmen der Pilotphase, die der Gesetzgeber nur hier erlaubt hat, kann der Arzt der Teleclinic auch:

  • – Rezepte Ausstellen

  • – Überweisungen ausstellen

  • – AU Bescheinigungen erteilen

Durch die Teleclinc kann so das Rezept direkt an die Apotheke übermittelt werden, Sie brauchen das Medikament dann nur noch abholen. Mehr Infos und Details zu dem Pilotprojekt finden Sie auch hier. Zukünftig wird es auch hier dann noch etwas einfacher, denn wer nur einen Tag zu Hause bleiben muss und ggf. nur ein (Folge-)Rezept braucht, dem bleiben der Weg zum Arzt und volle Wartezimmer dann erspart.

08.
März '18

Datenschutz, Verordnungen, Neuerungen und weitere Einschränkungen


Heute geht es einmal nicht direkt um eine Versicherung, ein Urteil oder einen neuen Tarif. Heute geht es um ganz grundsätzliche Fragen in der Beratung, Fragen zu dem was Sie vor einer Beratung wissen sollen und aus meiner Sicht auch müssen.

Schließlich sollen Sie nicht nach, sondern weit vor Abschluss eines Vertrages wissen, mit wem Sie es zu tun haben und wie genau dessen Status ist.

Zur generellen Einordnung und dem oft nicht klaren Unterschied zwischen Makler, Vertreter oder Versicherungsberatern empfehle ich Ihnen vorab einen Blick auf den folgenden, wenn auch schon etwas älteren Artikel.

Wo bekomme ich eine unabhängige Beratung zu Versicherungsfragen?

Alles neu macht der Mai, oder ein Vergleichsportal und ein Maklerverband. Die letzten beiden verklagen oder verklagten sich gegenseitig und belegen sich derzeit gegenseitig mit Ordnungsgeldern. Dazu bezieht nun ein Makkerpool Position gegen den Maklerverband, der wiederum ätzt durch seinen Vorsitzenden offen zurück.

Sie als Interessent und Kunde werden jetzt sicher mit dem Kopf schütteln oder halten sich bereits beide Hände vors Gesicht. Leider ein nicht so seltener Vorgang in „meiner Branche“. Wir, und damit meine ich die Branche ganz allgemein, haben es leider an vielen Stellen nicht verstanden. Da gönnt einer dem anderen nichts, jeder meint alles selbst machen zu müssen und bloß nichts abgeben zu wollen. Was dabei herauskommt, das können Sie eindrucksvoll und erschreckend zugleich nachlesen, wenn Kollegen zur PKV beraten möchten und sich dann in einer Facebookgruppe Rat holen.

„Hr. Doktor, ich habe manchmal Kopfschmerzen.“ – „Hey, kein Thema, machen wir eine Gehirn OP“ – leider ist das Alltag in „meiner Branche“

Beratung muss Transparenz bieten

Das was vielleicht hochtrabend klingen mag, ist genau das was ich seit nunmehr 17 Jahren predige und in meiner eigenen Beratung genauso lebe. Ich kenne viele sehr gute Kollegen die in und für ihren Beruf, die Berufung, leben und es genauso umsetzen.

So geht es in vielen Fällen nicht darum einen Rat a la „Gesellschaft A und Tarif B ist für Sie der beste“ zu geben. Es geht um Ausbildung, Ausbildung für Sie als Kunden.

Natürlich sollen Sie, nur weil Sie sich einmal für eine Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung entscheiden wollen, nicht zum Berater mutieren. Die Beratung muss aber so aufgebaut sein und Sie in die Lage versetzen eine fundierte und begründete Entscheidung zu treffen.

„Woher weiß ich denn, dass Sie neutral beraten?“

Diese Frage kommt fast wöchentlich und ist durchaus legitim. Sie gehen zu einem Berater, einem Versicherungsmakler und wollen natürlich wissen wie neutral dieser berät. Klar ist er per Gesetz zur Neutralität und dem Kundennutzen verpflichtet, steht rechtlich auf der Seite des Kunden und muss allein deshalb dessen Interessen wahren. Aber auch in diesem Telefonat vor einigen Tagen kam genau diese Frage.

„Verdienen Sie vielleicht an einem Tarif mehr? Wie weiß ich das die Empfehlung neutral ist?“

Die Antwort ist so einfach wie offensichtlich. Wenn Sie selbst die Empfehlung oder Entscheidung nachvollziehen können, wenn Ihnen klar ist warum der oder ein anderer Tarif in ihrer Situation und mit dem heutigen Wissenstand der richtige ist. Nur wenn ihr Berater Sie in der Beratung mit Bedingungen, Erklärungen und Fakten in die Lage versetzt eine Empfehlung nachvollziehen zu können und zu erkennen warum diese oder jene Leistung wichtig, diese oder jene Option notwendig ist, erst dann können Sie eine Entscheidung treffen.

Gerade in der Beratung zur PKV oder BU geht es um langfristige Produkte die über die finanzielle Zukunft entscheiden. Nicht nur Ihre, auch die der Kinder und Familie.

Weder Sie noch ich haben eine Glaskugel, weder wissen wir um die privaten, noch um die beruflichen Veränderungen der nächsten Jahrzehnte. Was wir aber kennen sind der Status quo und die Bedingungen eines möglichen Vertrages. Nur wenn Sie daher wissen was es alles gibt, überlegen können was Sie davon benötigen, nur dann wird eine Entscheidung und Empfehlung nachvollziehbar- transparent eben.

Regulierung um der Regulierung Willen

Doch wieder zurück zum Eingangsproblem, denn auch da geht es um Transparenz. Das Vergleichsportal soll, wenn es Makler ist, auch genau das klar und deutlich sagen. Das tat es aber laut Verband und Gericht nicht. Denn wenn Sie nicht wissen, dass ein Makler Ihnen ein Angebot macht, dann ist es nicht transparent. Ihnen als Nutzer wird die Möglichkeit genommen selbst einzuordnen was so ein Vergleichsrechner wert ist.

„Wer bin ich“ auf der Startseite

Wenn Sie sich hier auf der Seite umsehen und durch den Klick auf das Logo oben links zurück auf die Startseite springen, dann lesen Sie seit Jahren eine identische Information. Die, dass ich als Versicherungsmakler tätig bin und mich in meiner Beratung auf wenige Sparten wie die PKV und BU Absicherung konzentriere.

Im Impressum fanden Sie bisher schon immer weitere Informationen zu mir, zum Unternehmen, zum Status und nicht nur da (sondern auch bei den Downloads) die Erstinformation. Es ist dabei nicht weniger als eine Zusammenfassung all derer Informationen, welche der Gesetzgeber für wichtig hält und ich Ihnen damit geben möchte.

Jederzeit, ob vor einem Chat, einer Anfrage oder dem Besuch weiterer Seiten hier stehen und standen Ihnen diese Informationen zur Verfügung. Das bleibt auch weiter so.

Vor einer Beratung bekommen Sie diese dann ebenfalls nochmals zu Gesicht, sei es in einem Link der Mail, der Signatur oder zukünftig nochmals auf jeder Kontaktseite.

Das ist richtig und wichtig, aber dennoch kein Grund warum sich Maklerverbände und Vergleichsportale (auch noch öffentlich) zerfleischen und verklagen müssen. Oder finden Sie das nötig?

Jeder legt das Urteil nun wieder anders aus und am Ende müssen weitere Gerichte entscheiden. Muss es ein PopUp Fenster geben, darf ich Sie erst dann auf die Seite lassen, wenn Sie bestätigen zu wissen wer ich bin und welchen Status ich habe?

Ich traue jedem Besucher der Seite zu, dass er lesen kann und die entsprechende Information auch hier findet, sich abspeichern kann und diese daher verfügbar hat.

Datenschutzverordnung – alles neu macht der Mai

Auch hier reguliert einmal mehr jeder etwas herum. EU, die Regierungen der jeweiligen Länder und am Ende Gerichte und Anwälte werden beteiligt sein. Beteiligt an einer Bürokratieflut, einer die natürlich nur zu Ihrem besten ist.
Daher ist die neue Datenschutzerklärung auch x-fach länger, beschreibt jede noch so kleine Möglichkeit und Nutzung Ihrer Daten.
Noch nie habe ich Ihre Daten weitergegeben, gar verkauft oder unsachgemäß verwendet und das werde ich- das kann ich hier nur nochmals erwähnen und versprechen- auch nicht tun.
Alle Details dazu können Sie ab sofort auch nochmals in der jeweiligen Erklärung nachlesen und sich auch diese bei Bedarf ausdrucken und archivieren.

Am Ende ist es jedoch wie mit allem. Vieles Kleingedruckte wird am Ende leider nicht oder erst zu spät gelesen. Daher hinterfragen Sie, lesen Sie nach und fragen Sie nach. Solange bis Sie für sich alles verstanden haben und eine Entscheidung fundiert treffen können. Nur dann werden Sie am Ende ein gutes Gefühl haben und ruhig schlafen.
Überlegen Sie selbst, kann ich die Entscheidung für einen Tarif oder ein Produkt einem Freund oder Bekannten so erklären, dass sie/ er versteht warum ich mich so entschieden habe? Falls Sie diese Frage mit Ja beantworten können, dann haben sie alles richtig gemacht.

Falls noch nicht, dann fragen Sie nochmals nach.

02.
März '18

Psychologiestudium: Wenn das Studium die (Versicherungs-) Chancen in der Zukunft komplett zerstört und wie Sie dem entgehen können


Nicht zum ersten Mal liegt der Fall einer Psychologiestudentin auf meinem Tisch, eine wo sich die Chancen auf einen vernünftigen Versicherungsschutz für die nächsten Jahrzehnte erledigt haben, eine wo eine wichtige Absicherung bei Berufsunfähigkeit auf absehbare Jahre nicht zu bekommen ist. Aber auch hier eine, welche nichts davon gewusst hat, wie das Psychologiestudium und die dortigen Anforderungen eine Versicherungsfähigkeit in privaten Krankenversicherung (ganz egal ob Voll- oder Zusatzversicherung) und jedweder Absicherung bei Berufsunfähigkeit komplett zerstört haben. Alles nur deshalb, weil niemand vorher beraten und aufgeklärt hat, nun ist es zu spät.

Was ist das Problem bei Psychologiestudenten

Nein, ich meine nicht das Vorurteil, das Psychologen und auch Psychologiestudenten selbst Bedarf an Therapie haben, nichts dergleichen mag ich unterstellen und behaupten. Es geht einfach um die Anforderungen in dem Psychologiestudium. Dazu ist ein Blick ins Gesetz eine große Hilfe, denn dort heißt es:

Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-APrV)

§ 5 Selbsterfahrung

(1) Die Selbsterfahrung nach § 1 Abs. 3 Satz 1 richtet sich nach dem wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren, das Gegenstand der vertieften Ausbildung ist, und umfaßt mindestens 120 Stunden. Gegenstand der Selbsterfahrung sind die Reflexion oder Modifikation persönlicher Voraussetzungen für das therapeutische Erleben und Handeln unter Einbeziehung biographischer Aspekte sowie bedeutsame Aspekte des Erlebens und Handelns im Zusammenhang mit einer therapeutischen Beziehung und mit der persönlichen Entwicklung im Ausbildungsverlauf.
(2) Die Selbsterfahrung findet bei von der Ausbildungsstätte anerkannten Selbsterfahrungsleitern, die als Supervisoren nach § 4 Abs. 3 Satz 1 oder Abs. 4 anerkannt sind, statt, zu denen der Ausbildungsteilnehmer keine verwandtschaftlichen Beziehungen hat und nicht in wirtschaftlichen oder dienstlichen Abhängigkeiten steht. § 4 Abs. 3 Satz 2 gilt entsprechend.

In der Ausbildung zu einem Therapeuten werden die Studenten also selbst zum Patienten und dabei spielt es keine Rolle ob es eine medizinische Diagnose gibt. Gehen wir mal von „nur“ 80 Euro pro Sitzung aus und überschlagen einmal die Kosten:

mind. 120 Sitzungen a 80 € = 9.600 EUR

dazu kommen weitere Sitzungen in der Selbsterfahrung (ca. 50)

Kosten, welche Studenten ohne einen weiteren Kredit meist nicht aufbringen können. Was liegt da näher, als einen Therapeuten zu wählen, welcher das auch abrechnen kann. Voraussetzung hier, um es bei einer gesetzlichen Krankenkasse oder auch einer privaten Krankenversicherung (der Eltern oder der als StudentIn) abzurechnen ist eine Diagnose. Gibt es die nicht, heißt es selbst zahlen.

Leider schrecken daher viele davor zurück und eine Diagnose wird sich wohl finden. Ängste, schlechter Schlaf, der Anfang einer Depression, Stress und Burnout, der ICD Katalog der „F-Diagnosen“ gibt so einiges her und auch für den Therapeuten ist es ein gutes Geschäft.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich möchte weder einem Berufsstand noch einzelnen Therapeuten unrecht tun, ich kenne davon aber einige Fälle, Fälle wo sich für einige 50, 75, 100 Sitzungen schnell eine Abrechnungsdiagnose fand. Ich möchte gar nicht bestreiten, dass es diese auch bei den Patienten gab, nur ist diese dann das k.o. für alles weiter. Aber schauen wir einmal der Reihe nach.

Eine solche Rechnung könnte so aussehen.

Nun sehen wir hier keine Diagnose, somit wäre die Rechnung so nicht bei der Krankenversicherung abrechenbar. Aber dennoch abgabefähig.

Das K.O. Kriterium für jeden Antrag der Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung

Schauen wir, um das Problem besser zu verstehen, einmal in den Antrag einer typischen Versicherung. Nehmen wir einmal eine beliebige Krankenversicherung und dann weiterhin einen Antrag auf Absicherung bei Berufsunfähigkeit, welche für Studenten mindestens genau so wichtig ist.

Nehmen wir erst einmal den Antrag auf Krankenversicherung:

Da steht nichts von „war die Behandlung nötig oder wurde diese aus Selbsterleben oder für Studienzwecke durchgeführt?“, sondern wurde diese durchgeführt und das ist bei 120 oder mehr Sitzungen nicht zu leugnen.

Auch in der Berufsunfähigkeit sieht das in den Anträgen ähnlich aus. Nehmen wir den Antrag der Condor zum Vergleich und sehen gleich einen Unterschied.

Über die Frage 1h ließe sich noch diskutieren. Besteht eine Erkrankung, hm, vielleicht nicht wenn die Rechnungen alle selbst bezahlt wurden und auch als Selbsterfahrung deklariert wurden. Damit wäre diese Frage wahrheitsgemäß mit nein zu beantworten. Weiter geht es aber in der Frage 5. Dort wird nicht mehr gefragt ob die Behandlung nötig war oder warum, sondern nur noch ob länger als 2 Wochen eine solche Behandlung durchgeführt wurde. Damit sind auch die anzugeben, die selbst bezahlt sind und es stellt sich hier nicht mehr die Frage nach dem Abschluss, denn der ist damit gestorben.

Alle Anträge, Anwartschaften, Optionen müssen vor dem Studium gestellt werden

Nun, es ist kein Geheimnis, ein früher Abschluss ist nicht nur preiswerter, er verhindert auch Klauseln und Ausschlüsse, denn meist sind dort weniger gesundheitliche Probleme vorhanden. Daher sollten Sie damit nicht warten, sondern vor dem Studium entsprechende Vorsorge treffen.

Das kann entweder durch einen frühen Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung als Schüler oder spätestens als Student sein, oder aber durch die Nutzung von Anwartschaften und Optionen, wie diese auch für Kinder machmal benötigt werden.

Option auf späteren Versicherungsschutz, doch welches ist der richtige Tarif, welche die richtige Gesellschaft?

Auch wenn das geld knapp ist, es ist nicht anders lösbar

Studenten haben gewöhnlich wenig oder gar kein Geld und klar kann ich verstehen, Studium ist teuer, die WG muss bezahlt werden, leben und Party machen möchte man auch noch und ja, die Studienzeit soll auch Spaß machen. Manchmal bleiben nur die Eltern, welche dann bereit sind einzuspringen und noch eine gewisse Zeit den Versicherungsschutz bezahlen können.

Verpasst man hier die Möglichkeit, ist eine spätere Lösung ausgeschlossen. Wer also zu Beginn des Studiums keine Berufsunfähigkeitsversicherung hat, der wird nach der Therapie oder Selbsterfahrung auch mindestens fünf, bei vielen Unternehmen zehn Jahre, auch keine mehr bekommen. Einen Schutz, der elementar wichtig ist und wo es eher unverantwortlich ist, keinen zu haben. Nicht nur das „bisschen Geld“ während des Studiums muss abgesichert werden. Wer zahlt für den Rest des Lebens, die Altersvorsorge und alles weitere, wenn hier aufgrund Berufsunfähigkeit nie gearbeitet werden kann?

Die Lösung

Doch wie ist es nun lösbar? Da gibt es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten.

Krankenversicherung

Eine ist eine Option.

4 Euro monatlich für die Sicherheit später wechseln zu können

11 Euro für stationären Zusatzschutz mit enthaltener Option

Mit beiden Bausteinen ist eines sicher. Endet die Versicherungspflicht in der GKV und möchte der Versicherte die Option nutzen, so fallen keine neuen Gesundheitsprüfungen an, der Gesundheitszustand ist damit eingefroren.

Berufsunfähigkeitsschutz

Hier gibt es so etwas leider nicht. Wer einen Schutz für BU möchte, der muss den auch bezahlen. Doch gerade die Beiträge in der BU Absicherung sind nicht unbedingt klein. Lösungen können hier sein:

verminderter Anfangsbeitrag für eine gewisse Zeit

reduzierter Schutz zu Beginn und Nachversicherungsgarantien

reduzieren des Endalters (nur wenn eine Garantie zur Erhöhung besteht)

Mit diesen Möglichkeiten lassen sich auch hier Absicherungen und Lösungen finden, welche später eine angepasste und bezahlbare Absicherung sicherstellen und verhindern, diese aufgrund der Therapie oder anderer Gesundheitsfragen nicht mehr zu bekommen.

Auch wenn Verbraucherschützer das etwas anders sehen und leider den Sinn nicht so recht verstanden haben, aber das lesen Sie am besten gern selbst.

Warum Verbraucherschützer pleite wären – haarsträubende Aussagen zur Absicherung gegen Berufsunfähigkeit für Studenten

Wer sich nicht kümmert, verbaut sich seine (Absicherungs-)zukunft und wird diesen einmal leichtsinnig gemachten Fehler nie mehr korrigieren können. Daher.

Sie kennen Studenten, Kinder die das Studium ins Auge fassen? Leiten Sie diesen Artikel weiter. Egal wo am Ende die Absicherung abgeschlossen wird und wie diese von der Gesellschaft oder dem Tarif aussieht, alles ist ein Anfang und nichts ist schlimmer als keine Absicherung zu haben und später zu bekommen. 

01.
März '18

Das Lasik Problem – GmbH statt Arzt und Versicherer ohne Leistungspflicht


Vorsicht bei Augenoperationen in entsprechenden Zentren. Erneutes Urteil eines Gerichtes, hier das AG Brandenburg mit Aktenzeichen 31 C 48/16.

Ich habe zu dem Thema schon mehrfach geschrieben, die Operation mittels Lasik oder anderer Augenoperationstechniken erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Ich selbst hatte das schon 2008 machen lassen und bin, auch zehn Jahre später, noch mehr als zufrieden. Doch anders als noch vor Jahren, wo es wenige Ärzte und entsprechende Operationen gab, sind die Augenlaserzentren nahezu aus dem Boden geschossen. In jeder größeren Stadt findet sich ein solches und auch einige große Kliniken haben entsprechend ausgelagert. Daraus ergibt sich aber ein größeres Problem, welches vielen Patienten mit einer privaten Versicherung gar nicht bewusst ist.

Die medizinische Notwenigkeit und das „Machtwort“ des BGH

Lange Zeit haben die Versicherer eingereichte Rechnungen zu einer Lasik (oder vergleichbaren) Operation der Augen schnell abgelehnt, denn versichert ist schließlich immer die medizinisch notwenige Heilbehandlung und das sei eine solche OP sicher nicht, so die Versicherer. Schließlich spricht nichts dagegen, eine Fehlsichtigkeit mit einer Brille oder mit Kontaktlinsen zu korrigieren, schließlich zahle man diese ja und damit wäre das Thema dann „erledigt“.

Lasik und die medizinische Notwendigkeit in der Privaten Krankenversicherung (PKV)

Das sah der Bundesgerichtshof zuerst in einem Aufsatz, später auch mit entsprechenden Urteilen, ganz anders und belehrte die Versicherer dann schnell. Mit der kleinen Nachhilfestunde und dem Tenor:

„Nur weil der Versicherte sich eine Brille aufsetzen kann, ist damit das Leiden lange nicht behoben, sondern nur die Folgen gelindert. Damit wäre es auch gar keine Heilbehandlung, diese könne aber eine operative Korrektur der Sehschwäche schon sein.“.

Fanden viele Unternehmen nicht toll und auch heute gibt es noch einige, welche meinen es damit ablehnen zu wollen. Dennoch, in den neuen Bedingungswerken haben viele Versicherer entsprechende Leistungen schon einmal aufgenommen, wenn auch diese dann oft betragsmäßig begrenzt sind. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, eine solche Behandlung kann in einem alten Vertrag- welcher diese Leistung gar nicht nennt- umfangreicher versichert sein, während ein neuerer Vertrag Lasik Leistungen mit einer entsprechenden Begrenzung enthält.

Wir zahlen dennoch nicht- dem Arzt fehlt die Niederlassung

Doch nun ergibt sich ein anderes Problem, welches sich nicht so ohne weiteres lösen lässt und bei welchem die Versicherer vollkommen im Recht sind. Dennoch wird es bei vielen Kunden erst nach der erfolgten Operation und dem einreichen einer entsprechenden Rechnung zu großem Erstaunen und Ärger führen. Daher hier einige Hinweise, wie Sie genau dieses vermeiden können.

Vor einiger Zeit hat die Central Krankenversicherung dieses schon einmal zurecht abgelehnt. Den Artikel dazu finden Sie hier im Blog.

Central lehnt Lasik Erstattung ab- weil Rechnung vom Augenlaserzentrum statt dem Arzt erstellt wurde

Versichert ist, gemäß mit dem Kunden vereinbarten Vertragsbedingungen, die Behandlung durch einen

  • niedergelassenen und

  • approbierten Arzt

erfolgt. Ebenso versichert sind Leistungen, welche in öffentlichen oder privaten Krankenhäusern durchgeführt werden, welche unter ständiger ärztlicher Leitung stehen, Krankengeschichten führen und über ausreichende ärztliche und therapeutische Möglichkeiten verfügen.

Damit ist klar erkennbar und durch den Versicherer auch begrenzbar, welche Leistungen durch wen er bezahlen will und wird und welche eben nicht.

Dumm nur, Versicherungsbedingungen werden selten gelesen, nach Jahren schon gar nicht mehr und solange Arzt dran steht, ist wohl auch -nach verbreiteter Meinung- Arzt drin. Das macht es aber zu einem Problem, welches sich dann erst zeigt, wenn die Rechnung eingereicht wird.

Der Sinn dieses Ausschlusses bzw. dieser Beschränkung, so das Gericht weiter, ist eine Vermeidung von „wirtschaftlichem Druck“ und damit der Gefahr auch Behandlungen auszuführen, welche vielleicht gar nicht medizinisch notwendig aber für den Arzt lukrativ sind.

Da beißt sich die Katze in den Schwanz – hohe Anschaffungskosten vs. Niederlassung

Die Kosten für eine Ausstattung solcher Praxen oder Laserzentren ist nicht gerade klein. So ist es durchaus nachvollziehbar, warum die meisten dieser Zentren nicht von einem Arzt betreiben werden. Die Kosten für die Geräte tragen dann- über eine zu gründende GmbH oder AG- mehrere gemeinsam. Ob es alles Ärzte sind oder im Hintergrund offen oder versteckt andere Kapitalgeber da sind, das sei einmal dahingestellt. Dieses zeigt aber das Dilemma. Jemand der als Investition hier Geld „hereinsteckt“ möchte auch dieses mit Gewinn wieder zurückbekommen, klar. Damit besteht aber die Gefahr Druck auf die Behandler auszuüben, welche dann nicht mehr rein medizinisch, sondern ggf. unter wirtschaftlichem Druck entscheiden (müssen).

Wie vermeiden Sie Ärger bei der Kostenübernahme?

Soll bei Ihnen nun eine entsprechende Behandlung durchgeführt werden und ist diese auch medizinisch notwendig, so spricht erst einmal nichts dagegen, dass Ihr privater Versicherer oder eine entsprechende Zusatzversicherung auch die Kostenübernahme hierfür erklärt.

DOCH VORSICHT, schauen Sie sich genau an, mit wem Sie einen entsprechenden Behandlungsvertrag schießen und wer Ihnen später die Rechnung stellen wird. Es ist zwingend erforderlich, dass die Rechnung

  • – von einem Arzt gestellt wird, welcher approbiert und niedergelassen ist

  • – und welcher NICHT bei einer GmbH oder dem Zentrum angestellt ist

Die Rechnung darf, soll diese auch erstattet werden, NIEMALS von dem Augenlaserzentrum oder einer GmbH kommen. Ist die Behandlung in einer Klinik durchgeführt worden, ergeben sich teilweise andere Voraussetzungen, falls dieses ein entsprechend versichertes Krankenhaus ist.

Bevor Sie sich also in eine solche Behandlung begeben, klären Sie zwingend bitte auch, mit wem Sie denn einen Vertrag schließen. Nicht nur bei eventuellen Problemen später ist es mehr als wichtig. den Vertragspartner zu kennen, gerade auch für die Erstattung ist es elementar.