Archiv für November 2014

25.
November '14

Alte Leipziger verbessert die Berufsunfähigkeitsversicherung und leistet nun auch bei Arbeitsunfähigkeit und das früher als alle anderen


Die Alte Leipziger Lebensversicherung zählt seit Jahren zu den Versicherern mit einem hochwertigen Bedingungswerk, klaren Regelungen und einem guten Preis- Leistungsverhältnis. Aber auch Gutes kann man noch verbessern und so vollzieht die Alte Leipziger Lebensversicherung zum 01. 01. 2015 eine Reihe von Bedingungsverbesserungen in der Berufsunfähigkeitsversicherung und führt neue Leistungen ein.

Damit Sie einen Überblick bekommen, schauen wir uns diese einzelnen Bausteine der Verbesserung einmal genauer an.

Verbesserungen bei Berufswechsel

In den bisherigen Bedingungen fand sich eine Regelung zum Wechsel des Berufs. Ein solcher Wechsel ist generell in der BU nicht anzeigepflichtig und auch der Wechsel in einen gefahrenträchtigen Beruf ist weiterhin mitversichert. Dennoch gab es Möglichkeiten auch den alten Beruf zu prüfen. Die Aussage war:

(4) Hat der Versicherte innerhalb der letzten zwölf Monate vor Eintritt der Berufsunfähigkeit den Beruf gewechselt, kann auch der davor ausgeübte Beruf bei der Prüfung der Berufsunfähigkeit herangezogen werden, wenn die für den Eintritt der Berufsunfähigkeit ursächlichen Gesundheitsstörungen bereits bei der Aufgabe des früheren Berufs dem Versicherten bekannt waren. Dadurch wird gewährleistet, dass eine Berufsunfähigkeit nicht absichtlich durch einen Berufswechsel herbeigeführt werden kann. Der frühere Beruf wird nicht berücksichtigt, wenn der Berufswechsel auf ärztliches Anraten oder wegen unfreiwilligem Wegfall der früheren Tätigkeit erfolgte. Leidensbedingte Berufswechsel sind von dieser Regelung nicht betroffen.

Diese Klausel hatte schon damals viele Verbesserungen und so waren leidensbedingte oder unfreiwillige Berufswechsel auch bisher kein Hinderungsgrund für die Leistung. In den neuen Versicherungsbedingungen ab 01.01.2015 ist diese Formulierung nun komplett entfallen, eine Prüfung erfolgt somit auch dann nicht mehr, wenn der Wechsel des Berufes binnen 12 Monaten vor Eintritt des Leistungsfalls erfolgte.

Verbesserung der Infektionsklausel

Für Mediziner besonders wichtig, die Infektionsklausel. Bereits vor einiger Zeit wurde diese einmal angepasst (Blogbeitrag Infektionsklausel, KLICK!) und lautete dann:

Bei Human- und Zahnmedizinern sowie bei Studenten der Human- und Zahnmedizin liegt vollständige Berufsunfähigkeit auch dann vor, wenn eine Rechtsvorschrift oder eine behördliche Anordnung dem Versicherten verbietet, wegen einer Infektionsgefahr Patienten zu behandeln (vollständiges Tätigkeitsverbot), und sich dieses vollständige Tätigkeitsverbot auf einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten erstreckt. Zum Nachweis des Vorliegens eines vollständigen Tätigkeitsverbots ist uns die Verfügung im Original oder amtlich beglaubigt vorzulegen. Liegt ein solches Verbot nicht vor, wird die Ansteckungsgefahr nach objektiven Kriterien und dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft beurteilt. Im Zweifel würde dazu ein Gutachten eines renommierten Hygienikers eingeholt.

Mit Wirkung zum 01.01.2015 gilt diese Klausel für weitere Personen.

(2) Bei bestimmten Berufen liegt Berufsunfähigkeit auch vor, wenn eine Rechtsvorschrift/behördliche Anordnung dem Versicherten vollständig verbietet, wegen einer Infektionsgefahr Patienten zu behandeln. Dieses Tätigkeitsverbot muss mindestens für einen Zeitraum von sechs Monaten gelten. Diese Regelung gilt für Versicherte, die einen der folgenden Berufe ausüben:

– Human- oder Zahnmediziner

– Student der Human- oder Zahnmedizin

medizinisch behandelnder bzw. pflegerischer Beruf mit Patientenkontakt.

Dazu zählen beispielsweise Krankenschwestern/-pfleger, Altenpfleger/-innen, Hebammen/Entbindungspfleger und Arzthelfer/-innen.

Der Versicherte muss uns durch Vorlage der Verfügung im Original oder amtlich beglaubigt das Tätigkeitsverbot nachweisen. Liegt bei den in den ersten beiden Spiegelstrichen genannten Berufen eine solche Verfügung nicht vor, gilt ersatzweise: Die Ansteckungsgefahr kann nach objektiven Kriterien und dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft beurteilt werden. Im Zweifel holen wir dazu ein Gutachten eines renommierten Hygienikers ein.

Damit sind auch die Berufe eingeschlossen, welche keine Ärzte oder Studenten sind und dennoch Patientenkontakt haben, dort nicht mehr arbeiten dürfen und daher aufgrund der Infektion eingeschränkt sind.

Umorganisation bei Selbstständigen

Während die Umorganisation, also die Umgestaltung des eigenen Arbeitsplatzes zur Vermeidung einer Berufsunfähigkeit, bei Angestellten schon lange kein Thema zur Leistungsbeschränkung mehr war, galt bei Selbstständigen bisher folgende Regelung:

Berufsunfähigkeit liegt ferner nicht vor, wenn der Versicherte in zumutbarer Weise als Selbständiger nach betrieblich sinnvoller Umorganisation ohne erheblichen Kapitaleinsatz innerhalb seines Betriebs noch eine Tätigkeit ausüben könnte, die seiner Stellung als Betriebsinhaber angemessen ist. In den beiden zuvor genannten Fällen ist es darüber hinaus nicht zumutbar, dass die Tätigkeit zu Lasten der Gesundheit geht oder dass das jährliche Bruttoeinkommen (bei Selbständigen der Gewinn vor Steuern) 20 % oder mehr unter dem Bruttoeinkommen im zuletzt ausgeübten Beruf vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung liegt. Sollte der Bundesgerichtshof einen geringeren Prozentsatz als nicht zumutbare Einkommensminderung festlegen, ist dieser auch für uns maßgeblich. Im begründeten Einzelfall kann aber auch bereits heute eine unter 20 % liegende Einkommensminderung unzumutbar in diesem Sinn sein.

Wer also „ohne erheblichen Kapitaleinsatz“ die eigene Firma umbauen konnte und dabei nicht mehr als 20% des Bruttoeinkommens verlor, dem Stand eine entsprechende Leistung nicht zu- er konnte ja weiter arbeiten. Neu in der Fassung ab 2015 heisst es dagegen nun:

Berufsunfähigkeit liegt ferner nicht vor, wenn der Versicherte in zumutbarer Weise als Selbständiger nach betrieblich sinnvoller Umorganisation ohne erheblichen Kapitaleinsatz innerhalb seines Betriebs noch eine Tätigkeit ausüben könnte, die seiner Stellung als Betriebsinhaber angemessen
ist (Umorganisation). Auf die abstrakte Prüfung einer Umorganisationsmöglichkeit verzichten wir bei Selbständigen, die

– eine akademische Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben und
– im Rahmen ihrer Berufsausübung mindestens zu 90 % der täglichen Arbeitszeit kaufmännische oder organisatorische Tätigkeiten ausüben.

Bei der konkreten Verweisung und bei der Umorganisation ist es nicht zumutbar, dass die Tätigkeit zu Lasten der Gesundheit geht oder dass das jährliche Bruttoeinkommen (bei Selbständigen der Gewinn vor Steuern) 20 % oder mehr unter dem Bruttoeinkommen im zuletzt ausgeübten Beruf vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung liegt. Sollte der Bundesgerichtshof einen geringeren Prozentsatz als nicht zumutbare Einkommensminderung festlegen, ist dieser auch für uns maßgeblich. Im begründeten Einzelfall kann aber auch bereits heute eine unter 20 % liegende Einkommensminderung unzumutbar in diesem Sinn sein.

Für Betriebsinhaber, Geschäftsführer (wenn diese denn selbstständig sind) ändert sich somit die Regelung bei der Umorganisation. Dieser Zustand kann (so zumindest meine Auffassung) auch über die Zeit hinweg eintreten. Wer also zu Beginn der Firmengründung noch selbst mitarbeitet, später dann aber nur noch organisatorische und kaufmännische Tätigkeiten ausübt, der fällt auch unter diese Regelung. (Hierzu läuft bereits eine Anfrage an die Gesellschaft, mit Bitte um Klarstellung)

Stundung und Rückzahlung über 48 Monate

Aus den bisher geltenden 24 Monaten zur Rückzahlung, werden nun 48. Der Versicherungsnehmer hat das vertraglich garantierte Recht, die Beiträge seiner BU Versicherung für maximal 24 Monate zu stunden. Nach Ablauf dieser Zeit kann die Rückzahlung nun in bis zu 48 Monatsraten erfolgen.

(5) Sie haben die Möglichkeit, eine Stundung oder Teilstundung der Beiträge gegen Zahlung von Stundungszinsen für maximal 24 Monate zu verlangen. Hierfür ist eine schriftliche Vereinbarung mit uns erforderlich. Voraussetzung für eine Stundung oder Teilstundung ist, dass die Beiträge für die ersten zwölf Versicherungsmonate vollständig gezahlt wurden. Die Stundung ist zinslos, wenn Sie uns anhand eines Bescheids oder Leistungsnachweises eines gesetzlichen Sozialversicherungsträgers oder Versorgungswerks nachweisen, dass Sie

arbeitslos sind,

– sich in der gesetzlichen Elternzeit befinden,

– erwerbsgemindert oder pflegebedürftig sind.

Wenn die genannten Anlässe enden, müssen Sie uns dies anzeigen. Eine weitere Stundung ist wieder zinspflichtig. Die Nachzahlung der gestundeten Beiträge und ggf. nicht gezahlter Stundungszinsen erfolgt in einem Betrag am Ende des vereinbarten Stundungszeitraums. Sie haben aber auch die Möglichkeit, innerhalb eines Zeitraums von 48 Monaten die gestundeten Beiträge zuzüglich Zinsen in gleichen jährlichen, halbjährlichen, vierteljährlichen oder monatlichen Raten zu entrichten. Die Rückzahlungsrate muss mindestens 25 EUR betragen.

Damit wird etwas mehr Flexibilität geschaffen und der Versicherungsschutz bleibt auch bei Arbeitslosigkeit erhalten. Wer also beispielsweise einen monatlichen Beitrag von 100 EUR zahlt, diesen 24 Monate aufgrund von Arbeitslosigkeit stunden lässt, der zahlt in max. 4 Jahren nach der Stundung den normalen Beitrag von 100 EUR und Rückzahlungsraten von zusätzlich mind. 50 EUR, erhält sich aber während der kompletten Zeit seinen vollen Versicherungsschutz.

Verbesserte Ausbaugarantie (KLICK!) für Jugendliche

Bisher konnten Versicherungsnehmer den Schutz binnen der ersten fünf Jahre nach Vertragsschluss im Rahmen der so genannten Ausbaugarantie verbessern. Diese funktionierte wie folgt:

Innerhalb von fünf Jahren nach Vertragsbeginn kann die versicherte Berufsunfähigkeitsrente ohne erneute Risikoprüfung durch den Abschluss einer selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherung oder einer Rentenversicherung mit Berufsunfähigkeitszusatzversicherung erweitert werden. Haben Sie eine Rentenversicherung mit Berufsunfähigkeitszusatzversicherung gewählt, ist eine erneute Risikoprüfung nur erforderlich, sofern der jährliche Hauptversicherungsbeitrag für die innerhalb der letzten fünf Jahre im Rahmen der Nachversicherungs- und Ausbaugarantie abgeschlossenen Verträge die Summe von 12.000 EUR übersteigt. Die Ausbaugarantie für den Berufsunfähigkeitsschutz besteht nur, wenn

– das Alter des Versicherten zum Zeitpunkt der Ausübung der Ausbaugarantie nicht höher als 35 Jahre ist,

– eine ggf. eingeschlossene neue Jahresrente mindestens 600 EUR bzw. bei Abschluss einer selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherung mindestens 1.800 EUR beträgt,

– die gesamte Jahresrente aus allen bei uns bestehenden Versicherungen (einschl. der neu abgeschlossenen Berufsunfähigkeitsrente) nicht mehr als 30.000 EUR beträgt,

– eine angemessene Relation zum Einkommen nicht überschritten wird (d.h. die gesamte Jahresrente einschließlich der neu abgeschlossenen Berufsunfähigkeitsrente und einschließlich anderweitig bestehender Berufsunfähigkeitsanwartschaften darf 70 % des letzten jährlichen Bruttoeinkommens des Versicherten bzw. bei Selbständigen 70 % des durchschnittlichen Gewinns vor Steuern der letzten drei Jahre nicht übersteigen) und keine Berufsunfähigkeit des Versicherten vorliegt.

Wer also den Schutz verbessern möchte, der hatte dazu fünf Jahre Zeit. Dieses wurde nun für bestimmte Personengruppen verbessert. Dazu enthalten die Bedingungen nun folgenden, zusätzlichen Teil:

Ist das Alter des Versicherten bei Vertragsbeginn unter 15 Jahren, besteht die Ausbaugarantie bis zum Alter 20.

Die Alte Leipziger ist eine der wenigen Gesellschaften, welche den Abschluss einer Berufs-/ Schulunfähigkeitspolice bereits mit dem 10. Lebensjahr zulässt. Daher ist diese besonders für Schüler zur Sicherung des Gesundheitszustandes interessant. Diese müssen nun aber nicht mehr in 5 Jahren den Vertrag „ausbauen“, sondern haben hierzu ab sofort bis zum 20. Lebensjahr Zeit. Eine klare Verbesserung und gut für Schüler und Studenten.

Nachversicherungsgarantie (KLICK!) auch bei akademischer Weiterbildung

Die Nachversicherungsgarantie ist eine Möglichkeit, den Schutz bei bestimmten Ereignissen zu verbessern. Diese greift jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen und nur bis zu einer Jahresrente von max. 30.000 EUR, daher gilt diese nur für die Versicherten, welche mit kleineren Renten als 2.500 EUR monatlich beginnen. ABER:

Gerade bei Studenten, Ärzten und auch sonstigen Akademikern welche eine Weiterbildung planen und noch weniger als 2.500 EUR Monatsrente versichert haben, kommt nun ein neuer Grund hinzu. Bei dem folgenden Ereignis kann die BU nun nach den Vorgaben der Nachversicherung ohne Risikoprüfung erhöht werden.

Abschluss einer akademischen Weiterqualifizierung (beispielsweise Facharztausbildung, Bachelor, Master, Staatsexamen); dies gilt für Akademiker, die eine ihrer Ausbildung entsprechende berufliche Tätigkeit ausüben

Das Ziel ist klar. Auch den Berufsgruppen, welche heute aus finanziellen Gründen vielleicht noch nicht die gewünschte Rente abschließen können, einen langfristigen Schutz zu ermöglichen.

Kein Verzicht mehr auf §163 VVG, Beitragsanpassung

Der § 163 des Versicherungsvertragsgesetzes regelt die Möglichkeit, bei ungeplanten Ereignissen dem Versicherer durch eine Anpassung die Möglichkeit zu geben, seine Beiträge anzupassen. Dazu heisst es im Gesetz:

(1) Der Versicherer ist zu einer Neufestsetzung der vereinbarten Prämie berechtigt, wenn

1. sich der Leistungsbedarf nicht nur vorübergehend und nicht voraussehbar gegenüber den Rechnungsgrundlagen der vereinbarten Prämie geändert hat,

2. die nach den berichtigten Rechnungsgrundlagen neu festgesetzte Prämie angemessen und erforderlich ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Versicherungsleistung zu gewährleisten, und

3. ein unabhängiger Treuhänder die Rechnungsgrundlagen und die Voraussetzungen der Nummern 1 und 2 überprüft und bestätigt hat.
Eine Neufestsetzung der Prämie ist insoweit ausgeschlossen, als die Versicherungsleistungen zum Zeitpunkt der Erst- oder Neukalkulation unzureichend kalkuliert waren und ein ordentlicher und gewissenhafter Aktuar dies insbesondere anhand der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren statistischen Kalkulationsgrundlagen hätte erkennen müssen.

(2) Der Versicherungsnehmer kann verlangen, dass an Stelle einer Erhöhung der Prämie nach Absatz 1 die Versicherungsleistung entsprechend herabgesetzt wird. Bei einer prämienfreien Versicherung ist der Versicherer unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 zur Herabsetzung der Versicherungsleistung berechtigt.

(3) Die Neufestsetzung der Prämie und die Herabsetzung der Versicherungsleistung werden zu Beginn des zweiten Monats wirksam, der auf die Mitteilung der Neufestsetzung oder der Herabsetzung und der hierfür maßgeblichen Gründe an den Versicherungsnehmer folgt.

(4) Die Mitwirkung des Treuhänders nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 3 entfällt, wenn die Neufestsetzung oder die Herabsetzung der Versicherungsleistung der Genehmigung der Aufsichtsbehörde bedarf.

Die Alte Leipziger hat bisher auf die Anwendung dieses Paragraphen verzichtet. Hierüber gibt es im Markt unterschiedliche Auffassungen. Während einige hier die Notwenigkeit sehen, dem Versicherer eine stabile Leistungsfähigkeit zu ermöglichen, sehen andere hier eine Hintertür zur Prämienanpassung. Schon heute ist es nur noch bei wenigen Unternehmen so, dass diese auf die Anwendung verzichten, die Alte Leipziger tut dieses weiterhin in der BUZ (der Zusatzversicherung zu einer Renten- oder Lebensversicherung), nicht aber in der selbstständigen BU.

NEU!!  Leitungen auch bei Arbeitsunfähigkeit

Die Condor hat es schon immer, der Volkswohl-Bund in 2014 eingeführt, nun folgt auch die Alte Leipziger mit einer- für meine Auffassung wichtigen- Leistungsverbesserung. Neben der Leistung bei Berufsunfähigkeit und der dort oftmals recht langwierigen Prüfung der Voraussetzungen, führt der Versicherer OPTIONAL (gegen eine Mehrprämie) eine Leistung bei Arbeitsunfähigkeit ein.

AL_AU_Leistung

Anders als die Condor, aber vergleichbar mit dem Volkswohl-Bund, kann der Versicherte nun bei Abschluss wählen, ob er diese Leistungserweiterung haben möchte oder darauf verzichtet. Ein Einschluss führt zu einer Erhöhung der Bruttoprämie von etwa 3-4%.

Wie genau funktioniert die Leistung bei AU?

Dazu findet sich in den neuen Bedingungen eine Regelung. Diese lautet:

(1) Leistungen wegen Arbeitsunfähigkeit sind neben den versicherten Leistungen wegen Berufsunfähigkeit (siehe § 1) eine weitere Möglichkeit, aus diesem Vertrag Leistungen wegen einer gesundheitlichen Einschränkung zu erhalten. Leistungen wegen Arbeitsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit können nicht gleichzeitig bezogen werden.

(2) Wird der Versicherte während der Dauer dieses Vertrags arbeitsunfähig im Sinne von Absatz 3, erbringen wir folgende Leistungen für die in den Absätzen 4 bis 6 genannte Dauer:

a) volle Befreiung von der Beitragszahlungspflicht (Beitragsbefreiung)

b) Zahlung einer Rente in Höhe der vereinbarten Berufsunfähigkeitsrente

c) Garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall

Haben Sie eine garantierte Rentenersteigung im Leistungsfall (siehe § 1 Absatz 1 Buchstabe c) vereinbart, gilt dies entsprechend für die wegen Arbeitsunfähigkeit fällig werdende Rente. Haben Sie die Zahlung einer einmaligen Leistung (siehe § 1 Absatz 1 Buchstabe d) mitversichert, zahlen wir diese nur bei erstmaligen Eintritt einer Berufsunfähigkeit, nicht bei Arbeitsunfähigkeit.

Für die Inanspruchnahme dieser Leistung ist zunächst zu prüfen, was genau mit Arbeitsunfähigkeit gemeint ist. Hier geht die Alte Leipziger über die Condor hinaus. Es reicht nämlich hier aus, mindestens 4 Monate AU zu sein und vorr. auch bis zum 6. Monat keine Verbesserung zu erfahren. Es muss jedoch- anders als bei der Condor- von einem Facharzt bestätigt sein.

(3) Arbeitsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen liegt vor, wenn

– zum Zeitpunkt der Antragstellung die ärztlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit bereits mindestens vier Monate ununterbrochen bestanden

hat und

– anschließend ein Facharzt bescheinigt, dass der Versicherte voraussichtlich ununterbrochen bis zum Ende eines insgesamt sechsmonatigen Zeitraums arbeitsunfähig sein wird.

Hat die Arbeitsunfähigkeit bereits sechs Monate ununterbrochen bestanden, genügt es, wenn eine der Krankmeldungen durch einen Facharzt bescheinigt worden ist.

Die ärztlichen Bescheinigungen für die Arbeitsunfähigkeit müssen der Form entsprechen, wie sie in

– § 5 Entgeltfortzahlungsgesetz („AU-Bescheinigung“) oder

– den Vorschriften für die Geltendmachung von Krankentagegeld bei den privaten Krankenversicherungen vorgesehen sind.

Arbeitsversuche im Rahmen einer stufenweisen Wiedereingliederung gemäß § 74 SGB V stellen keine Unterbrechung der Arbeitsunfähigkeit dar.

Anders als bei einigen anderen Unternehmen, können Leistungen wegen der Arbeitsunfähigkeit bis zu 24 Monaten bekommen werden, solange die AU nachgewiesen wird.

(4) Leistungen wegen Arbeitsunfähigkeit erbringen wir, solange

– der Versicherte ununterbrochen arbeitsunfähig im Sinne dieser Bedingungen ist,

– die vereinbarte Leistungsdauer dieser Versicherung nicht abgelaufen ist,

– wir keine Leistungen wegen Berufsunfähigkeit erbringen und

– der Versicherte lebt.

(5) Leistungen wegen Arbeitsunfähigkeit erbringen wir für maximal 24 Monate. Zeiträume, für die bereits Leistungen wegen Arbeitsunfähigkeit erbracht wurden, werden auf diesen maximalen 24-monatigen Leistungszeitraum angerechnet.

Stellt sich aber später heraus das rückwirkend eine Leistungspflicht wegen Berufsunfähigkeit besteht oder bestand, so werden diese Zeiten nicht auf die 24 Monate angerechnet.

Wenn Berufsunfähigkeit vorliegt, werden die Leistungen wegen Berufsunfähigkeit mit den in diesem Zeitraum bereits vorher erbrachten Leistungen wegen Arbeitsunfähigkeit verrechnet. Bitte beachten Sie: Auf den maximalen 24-monatigen Leistungszeitraum wegen Arbeitsunfähigkeit werden dann diese Zeiträume, für die ursprünglich Leistungen wegen Arbeitsunfähigkeit erbracht wurden, nicht angerechnet. Bei einer erneuten Arbeitsunfähigkeit können deshalb für diese Zeiträume erneut Leistungen wegen Arbeitsunfähigkeit in Anspruch genommen werden.

Gilt das auch für meinen bestehenden Vertrag?

Nein, die Bedingungen gelten nur für das Neugeschäft. Wer bereits einen Schutz bei der Alten Leipziger hat, der kann diesen im Rahmen eines neuen Antrages und damit vorhandener Gesundheitsprüfung, umwandeln. Ebenso wäre zu prüfen, ob bestehende Ausbaugarantien (binnen 5 Jahre nach Vertragsschluss) greifen und genutzt werden können.

Andere Unternehmen mit Arbeitsunfähigkeitsleistungen in der BU

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Neue Bedingungen zum Download

Die neuen Bedingungen (gültig für Versicherungsbeginn ab 01.01.2015 können Sie unter dem Punkt Versicherungsbedingungen im Downloadbereich gern laden. Hier auch der Direkte Link:

Alte Leipziger Lebensversicherung, Allgemeine Versicherungsbedingungen BU, Tarif BV10, Stand 1-2015, Druck Nr. pm 2300

24.
November '14

Überschussdeklaration 2015 – Ideal und Alte Leipziger Lebensversicherung preschen vor


Keiner will der erste sein, zumindest scheint es so als wolle bei der Bekanntgabe der Überschüsse für das Folgejahr niemand der erste sein. Doch bereits in der letzten Woche hatte die Ideal Lebensversicherung die Deklaration der Überschüsse für das Jahr 2015 bekannt gegeben.

Laufende Verzinsung im Branchendurchschnitt

Auch an der Lebensversicherung gehen natürlich die sinkenden Entwicklungen der Kapitalmärkte nicht vorbei und gerade in Zeiten von Strafzinsen bei Banken sind die Zinsen für die Lebensversicherer ein entscheidendes Argument. Schauen wir uns die Entwicklung der Zinsen im Branchendurchschnitt an, so haben diese sich bereits halbiert. (2000: 7,15%, 2013: 3,4%)

Laufende Zinsentwicklung

 

Neue Überschüsse ab 2015

Die Ideal Lebensversicherung hat nun bekannt gegeben, die Gesamtverzinsung beträgt auch in 2015 beachtliche 4,8% (darin enthalten ist eine laufende Verzinsung von 4%). Die Alte Leipziger Lebensversicherung gibt nun bekannt, die Gesamtverzinsung beträgt 2015 nun 3,85%, darin enthalten ist eine laufende Verzinsung von 3,05%.

Was passiert mit meinem Vertrag?

Sollten Sie einen alten Lebensversicherungsvetrag besitzen, mit einer Verzinsung von 4% zum Beispiel, so ändert sich hieran nichts. Der Garantiezins beschreibt hierbei die Mindestversorgung in Ihrem Vertrag.

19.
November '14

Beitragserhöhung in der PKV bekommen- und nun? Nur nichts überstürzen und genau überlegen!


Hat Sie eine Suchmaschine und die Begriffe wie Beitragsanpassung und PKV auf diesen Beitrag gebracht? Vielleicht haben Sie dann in den letzten Tagen auch Post bekommen und sind von Ihrer Krankenversicherung mit einer Beitragserhöhung überrascht worden? Meist hinterlässt ein solcher Brief mehr Fragen als Antworten und zuerst denken sicher auch Sie „Warum schon wieder eine Anpassung?“. Daher erkläre ich Ihnen hier einmal etwas zu den Hintergründen der Anpassung und zu Möglichkeiten wie Sie hier reagieren können.

Warum Beitragsanpassungen?

Beiträge in der privaten Krankenversicherung sind (theoretisch) so kalkuliert, dass diese über die gesamte Laufzeit konstant bleiben. Das ist natürlich Illusion, da Faktoren wie höhere Gesundheitskosten, geringere Zinserträge und höhere Lebenserwartungen (und damit längere Zahlungen der PKV) zu steigenden Beiträgen führen. Weitere Details habe ich bereits unter dem Punkt „Beitragsanpassungen“ (KLICK!) hier auf der Seite geschrieben.

Haben Sie nun eine solche Anpassung bekommen, dann können Sie hiergegen zunächst nicht viel unternehmen, da der Versicherer hier ein Recht zur Anpassung hat. Natürlich können Sie eine solche Anpassung über einen Gutachter überprüfen lassen, dieser muss dann prüfen ob die rechtlichen und versicherungsmathematischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Darf der Versicherer auch die Selbstbeteiligung erhöhen?

Bei gestiegenen Leistungsausgaben und damit höherem Leistungsbedarf hat der Versicherer zwei Möglichkeiten. Neben der Anpassung der Beiträge bleibt auch die Möglichkeit eine vereinbarte Selbstbeteiligung zu erhöhen. Eine solche Erhöhung der Selbstbeteiligung kann aber nur erfolgen, wenn bereits eine SB im Vertrag vereinbart ist. Einen Einschluss einer neuen SB in den Vertrag, welcher bisher keine hatte, ist nicht möglich.

Von der Möglichkeit der SB Erhöhung machen durchaus eine Reihe von Versicherern Gebrauch. Dieses hat (wie alles im Leben) Vor- und Nachteile. Während eine Anhebung der Beiträge alle Kunden gleichermaßen trifft, wirkt sich eine Anpassung der SB nur auf die „Kranken“ aus, ist also etwas einseitig. Wer also keine Leistungen einreichen möchte oder besser muss, der wird mit einer SB Anpassung vielleicht sogar besser gestellt, vielleicht deshalb, weil sich auch steuerliche Aspekte noch auswirken, dazu unten mehr.

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Kann ich zwischen SB Erhöhung und Beitragsanpassung wählen?

Nein, der Versicherer entscheidet ob er die Selbstbeteiligung erhöht oder die Beiträge anpassen möchte, oder aber auch beides. Auch ist eine solche Anpassung keinesfalls für alle Kunden eines Tarifs gleichermaßen wirksam, so unterscheiden sich die Anpassungen bei Kunden in Bi- oder Unisextarifen und auch in den unterschiedlichen Altersstufen.

Steht mir ein Kündigungsrecht zu?

Werden die Beiträge vom Versicherer angehoben, so steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht zu. Dieses ist in den Musterbedingungen geregelt und liest sich dort wie folgt:

(5) Erhöht der Versicherer die Beiträge aufgrund der Beitragsanpassungsklausel oder vermindert er seine Leistungen gemäß § 18 Abs. 1, so kann der Versicherungsnehmer das Versicherungsverhältnis hinsichtlich der betroffenen versicherten Person innerhalb eines Monats nach Zugang der Änderungsmitteilung zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung kündigen. Bei einer Beitragserhöhung kann der Versicherungsnehmer das Versicherungsverhältnis auch bis und zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung kündigen.

Wer also gesunkene Leistungen in Form einer Erhöhung der SB bekommt, der kann seinen Vertrag ebenso kündigen wie der, dessen Beiträge erhöht werden. Diese Kündigung ist an die Schriftform gebunden und muss gegenüber dem Versicherer rechtzeitig erklärt werden. Einen entsprechenden Vordruck zur Kündigung einer Krankenversicherung finden Sie im Downloadbereich.

Reicht die Erhöhung eines Bausteins (z.Bsp. des Krankentagegeldes) oder einer Person aus?

Die Kündigung des Gesamtvertrages ist nicht in jedem Fall möglich. Wird also nur ein Teil, so das Krankentagegeld erhöht, so ergibt sich hieraus kein Sonderkündigungsrecht zu dem Gesamtvertrag. Bei einer Erhöhung der Krankenversicherung ist jedoch eine Beendigung der Pflegepflichtversicherung durchaus möglich.

Auch wenn nur die Beiträge für einzelne Personen erhöht werden, so lassen sich nicht ohne weitere automatisch alle versicherten Personen kündigen.

Kündigen Sie niemals voreilig

Generell sollten Sie niemals voreilig kündigen! Ist ein Vertrag einmal gekündigt und der Versicherer „möchte Sie loswerden“, so wird eine Rücknahme der Kündigung problematisch. Trotz Versicherungspflicht und der Tatsache das Sie nachweisen müssen anderweitig versichert zu sein, könnte eine voreilige Kündigung dazu führen, kein Krankentagegeld mehr zu haben oder kein neues zu bekommen.

Auch könnte es passieren, das Bausteine im Tarif, wie Krankenhaus- oder Kurtagegeld, Kurkosten oder sonstige Tarifbausteine nicht mehr zu bekommen sind, wenn die Kündigung beim Versicherer bereits vorliegt und nun zurückgenommen werden soll.

Was tun gegen Beitragserhöhungen?

Zuerst schauen Sie sich also einmal an, welche Tarifbausteine in ihrem Vertrag angepasst werden.

– Wann fand die letzte Anpassung statt?

– Wie hoch (in EURO) ist die Erhöhung?

– Passt der Tarif (noch) zu Ihren Anforderungen? (Hilfe zu Auswahlkriterien)

– Wird neben der Beitragsanpassung auch die Selbstbeteiligung erhöht?

Stellt sich also heraus, dass der heutige Bedarf von dem Tarif abweicht, so ist ungeachtet der Beitragserhöhung eine Änderung notwenig. Natürlich kann diese bei dem gleichen Unternehmen gemacht werden, andererseits kann auch ein Wechsel zu einem anderen Versicherer (unter Umständen verbunden mit anderen Nachteilen). Weiterhin wäre zu prüfen, in welcher SB Stufe Sie derzeit versichert sind und ob der Versicherer noch andere Leistungsstufen in Ihrem Tarif anbietet.

Unisex- statt Bisextarif?

Sind Sie heute noch in einem alten Tarif, also einem Tarif der Bisexwelt (Männer und Frauen mit unterschiedlichen Prämien), so wäre auch ein Wechsel in die neue Welt zu prüfen und mit abzuwägen. Neben Leistungsverbesserungen in dem neuen Tarif, ändern sich dort auch die Kalkulationszinsen und damit unter Umständen die mögliche Beitragsstabilität.

Was nun tun?

1.) Füllen Sie einmal für sich den Kriterienfragebogen aus

2.) Lassen Sie sich eine Übersicht zu den Leistungen Ihres Tarifss erstellen (Leistungsübersicht hier anfordern!)

3.) Überlegen Sie bitte genau, welche Tarifalternativen in Frage kommen und ob ein Tarifwechsel nach § 204 VVG möglich uns sinnvoll ist

4.) Überprüfen Sie bitte auch die Anpassung der Beitragsentlastungkomponente und weitere Tarifbestandteile

17.
November '14

Der Weg zur passenden Berufsunfähigkeitsversicherung, Klauseln oder Zuschläge und wie der Schutz bei Berufsunfähigkeit eingeschränkt wird und was Sie tun können


Der Schutz bei Berufsunfähigkeit und damit vor den finanziellen Folgen bei Verlust der Arbeitskraft ist nicht nur eine der wichtigsten Absicherungen überhaupt, diese wird auch zum 01. Januar 2015 zum Teil deutlich teurer. (Warum wird es teurer? HIER klicken für mehr Information!)

Dennoch gilt es insbesondere bei einer so wichtigen Frage wie der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit, genau zu überlegen und in keinem Fall eine solche Entscheidung voreilig zu treffen. Lieber überlegen Sie einmal mehr, einen Tag, eine Woche oder einen Monat länger und nehmen eine höhere Prämie in Kauf, als das Sie später merken, der Versicherer oder der Tarif waren falsch, denn eine solche Entscheidung ist oftmals kaum noch zu korrigieren.

Die Schritte zur richtigen, passenden Berufsunfähigkeitsversicherung

Zuerst geht es einmal darum, einen möglichst sinnvollen und passenden Schutz zu finden. Dazu sollten Sie sich mit dem Thema BU beschäftigen, Bedingungen lesen und verstehen und erkennen, das die Unterschiede in den einzelnen Bedingungswerken elementar sind und am Ende darüber entscheiden, ob Sie eine Rente bekommen oder die Beiträge Ihr Leben lang „umsonst“ bezahlt haben. Hilfestellungen bei dem Thema bietet unter anderem mein „Leitfaden zur Berufsunfähigkeitsversicherung“ aber auch die Auswahlkriteien können eine grundlegende Unterstützung bieten.

Schritt 1:

Bevor es losgehen kann, ist zu überlegen welche Bedingungskriterien erfüllt sein sollen. Neben den „üblichen“ Punkten denken Sie bitte auch daran, wie veränderbar der Vertrag sein soll, so zum Beispiel Möglichkeiten zur Erhöhung bieten und daher sich an zukünftige Veränderungen im Leben anpassen zu können.

Auch die Ausgestaltung des Vertrages mit einer garantierten Rentensteigerung, einer dynamischen Anpassung oder sonstigen Karriereklauseln ist elementar, denn wer weiss schon wie sich das eigenen Einkommen und die berufliche Laufbahn verändern. Weitere Informationen auch hier:

Garantierte Rentensteigerung in der Berufsunfähigkeitsversicherung KLICK!

Dynamik in der Berufsunfähigkeitsversicherung KLICK!

Nachversicherungsoptionen in der BU KLICK!

Berufsunfähigkeit auch bei „nur 6monatiger Arbeitsunfähigkeit“ KLICK!

Schritt 2:

Mindestens so wichtig wie Bedingungen ist aber die richtige Rente. Das beste Produkt und die besten Bedingungen nützen so gar nichts, wenn die Rente nicht ausreicht. Auch 1.500€ können schnell zuwenig sein, denn oftmals wird schlichtweg vergessen Rentenbeiträge bzw. die Altersvorsorge zu bedenken. Bisher zahlen Sie als Angestellte(r) knapp 20% ihres monatlichen Einkommens in die geseztliche Rentenversicherung. Diese Zahlungen erfolgen direkt vom Arbeitgeber und werden oftmals gar nicht als „so viel“ wahrgenommen. Bei einem Bruttoeinkommen von 3.000 EUR fließen somit run 600 EUR monatlich in die Rentenkasse.

Wird unser Beispielkunde nun mit 40 Jahen berufsunfähig, so erhält er seine mit 1.500 EUR versicherte Rente. Aufgrund der garantierten Rentensteigerung steigt die Rente um 2% pro Jahr. In der Grafik ist dieses die blaue Line, welche nun bis zum 67. Lebensjahr ansteigt, danach endet die Rentenzahlung und fällt somit auf null.

Da die Beitragszahlung in die gesetzliche Rentenversicherung bei Verlust des Berufes nicht mehr erfolgt, muss von der privaten Berufsunfähigkeitsrente Geld in die Altersvorsorge investiert werden. Nutzt unser Kunde hierfür 10% seines bisherigen Bruttos, also 300 EUR, resultieren daraus knappe 700 EUR Rente. Die rote Linie zeigt daher eine negaive Linie (weil Beiräge zu zahlen sind), dann die Rente nach dem 67. Lebensjahr. Die grüne Line zeigt die Werte für 20%, also 600 EUR Beitrag und knappe 1.400 EUR Rente.

BU und AV RenteSchritt 3:

Nun wissen Sie zumindest was Sie brauchen, also welche Bedingungen erfüllt sein müssen und wie hoch die Rente sein soll. Jetzt braucht es „nur noch“ einen Versicherer der das Risiko zeichnet und Sie wie gewünscht versichert.

Erst einmal ist nun die Einstufung in die richtige Berufsgruppe wichtig. Diese bestimmt entscheidend die Präme mit und sollte daher sehr gewissenhaft ermittelt werden. Hierbei sind alle Ausbildungen zusammenzutragen, die erreichten Abschlüsse aber auch die Anzahl der verantworteten Mitarbeiter zu berücksichtigen und ein genaues Tätigkeitsbild zu erstellen. Eine Hilfestellung hierbei ist eine Tätigkeitsbeschreibung, welcher unter anderem verschiedene Versicherer nutzen. Hier ein Beispiel der Tätogkeitsbeschreibung der Alten Leipziger Lebensversicherung.

Steht die Berufsgruppe nun fest, so geht es an die gesundheitliche Prüfung. Dazu sind alle Fragen des Versicherers hinsichtlich heutiger und vergangener Erkrankungen, innerhalb der abgefragten Fristen, zu beantworten um dem Unternehmen eine Prüfung des Risikos zu ermöglichen. Hier ist meist einiges an Verhandungen nötig um später eine entsprechende Entscheidung zu kommen. Sind Sie nicht gesund oder bestanden in der Vergangenheit Krankheiten und Beschwerden, so kann dieses zu einem Zuschlag oder einem Ausschluß führen.

Formulierung extrem wichtig

Klausel ist nicht Klausel. Hier einmal drei Ausschlußklauseln. Diese werden so von Unternehmen angeboten und bei Erkrankungen der Augen in den Versicherungspolicen vereinbart.

1.) „Ausgeschlossen vom Versicherungsschutz sind Erkrankungen beider Augen und deren Folgen. Bei Prüfung der Berufsunfähigkeit werden diese nicht berücksichtigt.“

2.) „Es gilt als vereinbart, dass jegliche Einschränkungen des Sehvermögens der Augen einen Leistungsanspruch aus der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht bedingen und bei der Feststellung des Grades der Berufsunfähigkeit aus anderen Gründen unberücksichtigt bleiben. Eingeschlossen in den Versicherungsschutz sind Tumorerkrankungen, Infektionen und Unfallfolgen im betroffenen Bereich.“

3.) „Es gilt als vereinbart, dass jegliche Einschränkungen des Sehvermögens der Augen einen Leistungsanspruch aus der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht bedingen und bei der Feststellung des Grades der Berufsunfähigkeit aus anderen Gründen unberücksichtigt bleiben. Eingeschlossen in den Versicherungsschutz sind Infektionen, Tumorerkrankungen und Unfallfolgen im betroffenen Bereich, sowie Sehschäden welche nicht durch die Myopie entstanden sind.“

Um so genauer die Klausel also formuliert ist, desto genauer ist das Risiko abgesteckt und die Erkrankungen bezeichnet, welche eben nicht unter den Versicherungsschutz fallen sollen. Klauseln sind zwar in der Zukunft durchaus überprüfbar, aber erst einmal ist deise natürlich in dem Vertrag enthalten und eine heutige Garantie zum Entfall gibt es eben nicht.

dann doch lieber Zuschlag?

Bei manchen Erkrankungen, insbesondere solchen die nicht klar abgrenzbar sind, kann anstelle einer Ausschlußklausel auch ein Zuschlag vereinbart werden. Dieses führt zwar zu einer höheren Prämie, andererseits höhlt es den Versicherungsschutz nicht aus und gilt eben auch für Vorerkrankungen die schon bekannt sind.

Bei den meisten Unternehmen gibt es aber keine Wahlmöglichkeit ob eine Klausel oder ein Zuschlag vereinbart wird. Abgrenzbare Erkrankungen (Kniebeschwerden, Rückenleiden, Sehschäden z.Bsp.) sind einfacher mit einem Ausschluß zu behandeln, Erkrankungen die nicht so einfach Abgrenzbar sind bekommen eher einen Zuschlag. So werden Magenbeschwerden eher mit einem Zuschlag versehen und dann doch wieder in den Schutz eingeschlossen.

Nahezu alle Unternehmen kalkulieren zwischenzeitlich mit dauerhaften Zuschlägen. Das bedeutet das eine Überprüfung und ein Entfall in der Regel nicht möglich ist. Will der Kunde eine solche Überprüfung doch, so muss er einen neuen Vertrag (mit neuen Risikofragen, neuem Alter und neuen Prämien) in Kauf nehmen, was aber in Einzelfällen durchaus besser sein kann.

Fazit

Der Weg zur richtigen, passenden und individuellen Berufsunfähigkeitsversicherung kann durchaus steinig sein. Wichtig ist es jedoch sich ausführlich damit zu beschäftigen und mit dem Spezialisten alle Steine aus dem Weg räumen zu können. Das kann durchaus mal Wochen oder gar Monate dauern und Anfragen, Ausschreibungen, Vorprüfungen und einiges an Analyse und Berung enthalten.

Glauben Sie mir- es lohnt sich hier genug Zeit zu lassen!

11.
November '14

Sozialversicherungswerte 2015- darunter auch der Arbeitgeberzuschuss und die (steigende) Jahresarbeitentgeldgrenze (JAEG 2015)


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UPDATE: Neue (noch vorläufige) Sozialversicherungswerte für 2016 bekannt. HIER mehr Infos!

Und jährlich grüßt das Murmeltier, oder so ähnlich. Die noch vorläufigen Werte zur Sozialversicherung 2015 sind nun bekannt und sollen im Oktober vom Bundeskabinett verabschiedet werden. Bis dahin gelten diese zwar nur unter Vorbehalt der Zustimmung, in der Vergangenheit wurden diese jedoch immer so gebilligt. Daher hier für Sie die neuen Werte, wonach sich auch der Zuschuss zur Privaten Krankenversicherung richtet, der so genannte Arbeitgeberzuschuss für 2015. (Werte für 2014 zum nochmals nachlesen)

Die Zahlen für die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung und die der Versicherungspflichtgrenze werden immer sehnsüchtig erwartet, entscheidet diese Grenze doch auch darüber wer sich privat versichern darf und ob ein PKV Versicherter Angestellter ggf. wieder versicherungspflichtig wieder in die gesetzliche Krankenkasse (GKV) muss.

Die Jahresarbeitentgeltgrenze 2015 wird demnach bei 54.900 € (mtl. 4.575 €) liegen und steigt damit gegenüber den Vorjahreswerten um 1.350€, der gleiche absolute Anstieg wie im letzten Jahr (2014 lag diese bei 53.550 €), ebenso ändert sich daher die besondere Versicherungspflichtgrenze (für alle bis zum 31. 12. 2002 PKV Versicherten) auf 49.500€ (2014: 48.600 €, + 900€) .

Da auch die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung um 900 € pro Jahr oder 75 € pro Monat steigt (diese liegt dann bei 49.500 € oder 4.125€ pro Monat), ändert sich auch der Höchstbeitrag zur Gesetzlichen Krankenkasse und der Arbeitgeberzuschuss. Dieser berechnet sich dann in 2015 wie folgt:

Arbeitgeberzuschuss zur Privaten Krankenversicherung 2015

Für das Jahr 2015 ergibt sich somit folgende Berechnung:

14,6% GKV Beitrragssatz, davon trägt der Arbeitgeber 7,3%

+ ggf. einkommensabhängiger Zusatzbeitrag in der GKV

7,3% x 4.125€ = 301,13 € (bisher 295,65 €, +5,48 €) = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2015 

Der Zuschuss zur Pflegepflichtversicherung berechnet sich wie folgt:

2,35% Pflegevers. Beitragssatz, davon tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 1,175%

1,175% x 4.125€ = 48,46 € (bisher 41,51 €, +5,93 €) = AG Zuschuss zur Pflegepflichtversicherung 2015

Der Höchstbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung steigt demnach ebenfalls an und berechnet sich für das Jahr 2015 wie folgt:

Gesamtbetrag zur GKV:

Krankenversicherung: 4.125 € * 14,6% = 602,25 € (bisher 627,75 €, -25,50 € + Zusatzbeitrag für AN allein)

Pflegepflichtversicherung: 4.125 € * (2,35% + 0,25% (Kinderlose)) =  107,25 € (bisher 93,15 €, +14,10 €)

GESAMT sind in der Krankenversicherung dann 709,50 € pro Monat von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu entrichten, + Zusatzbeitrag den die Kasse prozentual (vom eigenen Einkommen) erheben kann

Davon zahlt der (kinderlose) Arbeitnehmer allein:

KV: 4.125 € * (7,3%) = 301,13 €

Pflege: 4.125 € * (1,175% + 0,25%)= 58,78 €

GESAMTANTEIL Arbeitnehmer in 2015: 359,91 € (+ Zusatzbeitrag der GKV, einkommensabhängig wenn erhoben)

Hier noch einmal alle Zahlen im Überblick:

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