Archiv für März 2014

31.
März '14

Besser zwei Anträge auf Berufsunfähigkeitsversicherung als einer… warum das Teilen Sinn macht


Versicherungen, das liebste Thema der Deutschen… ach ne, das war dann wohl doch was anderes und so „quälen“ sich Jahr für Jahr tausende Menschen durch Versicherungsbedingungen, lesen und versuchen zu verstehen und dann, dann sollen es auch noch zwei Anträge werden und nicht nur der eine. Doch warum sollte es was bringen sich nicht nur mit einem, sondern am besten noch mit zwei Anträgen zu  beschäftigen, das genau will ich Ihnen heute erklären.

Wie läuft sie ab, die Antragstellung?

Der „normale“ Weg ist recht einfach erklärt. Der Versicherer hat in seinen Antragsunterlagen die entsprechenden Gesundheitsfragen aufgelistet, welche beantwortet werden müssen. Das sind unterschiedlich viele Frage, unterschiedlich lange Zeiträume und auch die Fragestellung ist nicht identisch. So kann es durchaus passieren, dass Sie bei einem Unternehmen eine Erkrankung oder Behandlung angeben müssen, beim anderen Antrag aber nicht. Wichtig ist in jedem Fall die saubere und vollständige Beantwortung der Fragen. Nichts weglassen, nicht hinzufügen, nichts beschönigen, wie vor Gericht also 🙂

Nachdem Sie mit Ihrem Berater also nun alle Fragen durchgeschaut haben, Sie sich die ärztlichen Unterlagen und Atteste besorgt haben und die richtige Rentenhöhe bei der Berufsunfähigkeit ermittelt wurde, kann nun der Antrag gestellt werden. Nehmen wir daher an, eine monatliche Rente von 3.000 EUR wäre nötig, um die laufenden Kosten, die Beiträge für die PKV und auch die Altersvorsorge sicher zu stellen .

BU_Antrag_teilen_1Doch HALT!

Das kann „nach hinten losgehen“, denn sobald Sie die Untersuchungsgrenzen erreichen oder überschreiten, so reicht ein Antrag allein nicht mehr aus und es muss eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Wie umfangreich diese ist oder sein kann, das hängt von der Gesellschaft und der Rentenhöhe ab. Bei Renten unter 2.500 EUR ist bei den meisten Unternehmen keine Untersuchung nötig, bis 3.500 EUR monatlich sind Untersuchung und Laborwerte gewünscht, erst bei höheren Renten folgen Belastungs-EKG oder weitere, spezifische Untersuchungen.

Stellen Sie nun den Antrag für die komplette Rente und kommt dann bei einem Laborwert eine Unstimmigkeit heraus oder findet sich bei der Untersuchung sonst eine Auffälligkeit, so kann es durchaus passieren das der Versicherer den Antrag nur mit einem Ausschluss oder einem Zuschlag annimmt, oder aber diesen bis zur Klärung oder Ausheilung zurückstellt (**1). Im schlimmsten Fall lehnt der Versicherer den Wunsch ganz ab und ein Vertrag ist nicht möglich.

Der „bessere“ Weg?

Zu recht kommt nun die Frage auf, wie das zu verhindern ist, denn schließlich haben Sie ja mühsam berechnet welche Rente benötigt wird und weniger wollen Sie auch nicht beantragen. Wie also zur gewünschten Rente kommen, nichts verschweigen (mehr …)

27.
März '14

Kabinett beschießt Gesetz zur Weiterentwicklung der GKV (GKV-FQWG)- Für wen wir es wie teuer?


Eines können Sie ja, unsere Politiker. Namen für Gesetze erfinden und diese mit so netten Abkürzungen versehen. So auch die aktuelle Version der Veränderungen in der GKV, der gesetzlichen Krankenkassen. Dieses Wal heisst es nicht „Wettbewerbsstärungssetz“, sondern man nennt es nun „GKV-Finanzstruktur- und Qualitäts-Weiterentwicklungsgesetz – GKV-FQWG“ Gewöhnen Sie sich schon mal an den Namen, den werden wir die nächsten Wochen öfter hören.

Wozu wird das Gesetz benötigt? 

Die gesetzlichen Krankenkassen haben zwar derzeit Überschüsse und kommen daher momentan mit den Mitteln aus, aber zukünftig wird sich dieses ändern. Gründe sind neben der medizinischen Entwicklung auch steigende Gesundheitskosten und damit steigende Ausgaben der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV). In dem Gesetzentwurf heisst es weiter:

„Daher ist es notwendig, dass Zusatzbeiträge in Zukunft ein etabliertes Instrument der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung sind. Um eine bessere Ausgewogenheit zwischen Preis- und Qualitätswettbewerb zu erreichen, ist es notwendig, dass die Zusatzbeiträge tatsächlich erhoben werden.“

Gleichzeitig sollen mit dem Gesetz die Vorgaben zur Versicherungspflicht und -fähigkeit bei Bezug von Arbeitslosengeld II angepasst und verbessert werden und der Ausgleich zwischen den Kassen „optimiert“.

Wie werden die Beiträge derzeit erhoben?

Heute findet eine Teilung der Beiträge zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer statt, zusätzlich wird der Arbeitnehmer mit einem zusätzlichen 0.9% Beitrag belastet. Vereinfacht sieht das dann so aus:

GKV_Beitraege_2

Dabei teilen sich die beiden Beteiligten den Beitragssatz von 14,6% zunächst und zahlen jeweils 7,3% des Bruttoeinkommens. Da die GKV nun aber gern etwas mehr, nämlich 15,5% in Summe hätte, zahlt der Arbeitnehmer die fehlenden 0.9% allein nach und ist somit höher als die 50% des Gesamtbeitrages belastet. Die gesetzlichen Kassen konnten bisher einen einkommensunabhängigen Zusatzbeitrag erheben.

Diese Regelungen sollen nun so ab 2015 nicht weiter gelten, denn (mehr …)

25.
März '14

Deutscher Ring mit Anpassungsangebot für Kunden mit Krankentagegeld – unbedingt beachten und mitmachen


Und „alle paar Jahre grüßt das Murmeltier“ oder so ähnlich. Da ist sie wieder, die Anpassungsoption des eigenen Krankentagegeldes und damit die Möglichkeit die eigene Absicherung für den Fall der längeren Krankheit anzupassen und das sogar ohne neue Gesundheitsprüfung und daher selbst bei bestehenden Krankheiten möglich.

Was ist das Krankentagegeld genau? 

Das Krankentagegeld (KT) ist, anders ein Krankenhaustagegeld (KHT) eine Form der Absicherung in der privaten Krankenversicherung. Dieses sicher das Einkommen und gleich den Verlust aus, wenn der Arbeitgeber nach 6 Wochen keine Zahlung mehr leistet und/ oder das Einkommen bei Freiberuflern und Selbstständigen wegfällt.

Es handelt sich hierbei also um eine Erstattung des konkreten Verdienstausfalls im Falle der Arbeitsunfähigkeit ist dabei sowohl für gesetzlich und privat versicherte gleichermaßen interessant. Wer in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) versichert ist, der bekommt ein KT abhängig vom Einkommen. Durch die Deckelung aufgrund der Beitragsbemessungsgrenze bestehen auch hier erhebliche Lücken bei Gutverdienern. Das maximal in der GKV gezahlte Krankentagegeld beträgt somit:

4.050 EUR * 0,7 = 2.835 EUR / 30 = 94,50 EUR

abzüglich SV Beiträge von 12,225% (Kinderlose) oder 11,975%

= max. KT somit: (Kinderlose) 82,95 EUR bzw. 83,18EUR pro Kalendertag

Von dem Maximalbetrag 2.488 EUR müssen alle weiteren Kosten bestritten werden- prüfen Sie also ob der Betrag ausreicht, wenn Sie in der GKV versichert sind.

Für privat versicherte Kunden hängt die Leistung von der versicherten Höhe ab. Leider ist auch dieses oftmals zu niedrig und nicht richtig berechnet worden, oder es wurden Anpassungen „vergessen“, neues Einkommen, neue Position oder veränderte Familiensituation nicht berücksichtigt. Daher überprüfen Sie bitte UNBEDINGT den Betrag des versicherten Krankentagegeldes.

Nettoeinkommen (oder laufender Bedarf) + SV Beiträge (siehe GKV) + PKV Beitrag inkl. Arbeitgeberanteil

= Krankengeld / 30 = NÖTIGER TAGESSATZ

Gerade durch veränderte Situationen im Job oder in der Familie, Kinder die mitversorgt werden müssen und/ oder die Inflation selbst entstehen schnell Lücken, welche nur auf den ersten Blick „harmlos“ sind. Selbst eine Lücke von 10 EUR reisst ein Loch von 300 EUR monatlich in die Haushaltskasse und sollte zeitnah aufgefangen werden. Aus diesem Grund bieten viele Versicherer regelmäßig eine Anpassung der Tagegelder an, das sogar ohne neue Gesundheitsprüfung und daher (mehr …)

24.
März '14

Gothaer erneut mit „Turboaktion 2014“ und der Berufsunfähigkeitsversicherung mit vereinfachten Gesundheitsfragen


Bereits im letzten Jahr bot die Gothaer Lebensversicherung eine Berufsunfähigkeitsversicherung an, welche mit vereinfachten Fragen versehen war. Die so genannte Turboaktion sollte auch Menschen mit eingeschänkter Gesundheit den Zugang zur Berufsunfähigkeitsabsicherung ermöglichen. Hier nochmals der Link zur Turboaktion 2013 (KLICK!).

Auch im Jahr 2014 hat die Gothaer sich entschlossen diese Aktion fortzusetzen und bietet eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit vereinfachten Gesundheitsfragen an. Auch diesmal sind natürlich nicht unbegrenzte Renten möglich und es gelten Einschränkungen hinsichtlich der Rentenhöhen.

BU-Renten mit 1000 Euro monatlich

einfache Gesundheitserklärung

Reduzierung der Abfragezeiträume auf nur 3 Jahre

Policierung innerhalb von nur 48 Stunden

Zusätzlicher Schutz durch BU-Beitragsbefreiung bei Einschluss der BUZ in eine Altersvorsorge

Tarife Gothaer Turbo BU

Gesundheitsfragen:

Es gelten auch hier wieder vereinfachte Fragen, hier die genauen Formulierungen:

Gothaer Gesundheitsfragen 2014 Turboaktion

Parallel schaltet der Versicherer einen TV Spot, welchen es hier schon zu sehen gibt. (KLICK)

Gothaer_TV_Spot_BU

Wie komme ich nun zu dem Schutz?

Zunächst einmal sollte geprüft werden, ob die Bedingungen des Tarifs zu den Anforderungen passen. Mehr Informationen zum Produkt “BU Premium der Gothaer” finden Sie in den Finanznews. Passen die Auswahlkriterien dann dazu, so wäre zu überlegen ob die Rente ausreicht und ob es ggf. Alternativen bei anderen Unternehmen gibt. Erst dann können wir zusammen prüfen, eine Voranfrage stellen und damit vorher klären ob eine Beantragung Sinn macht. Fragen gern über das Kontaktformular und dem Hinweis auf diese Aktion.

Den vollständigen Antrag finden Sie hier:  Gothaer LV, Antrag BU Turboaktion 2014

20.
März '14

Auskünfte vom Arzt an den Patienten, den Versicherer oder: was die Schweigepflicht bedeutet


Bei der Antragstellung für Produkte der Privaten Krankenversicherung, Pflegeergänzung aber auch bei der Berufsunfähigkeit ergibt sich immer wieder das Problem, der Patient und Antragsteller weiss oftmals gar nicht so genau was denn in den Arztakten so steht. Daher ergibt sich nicht nur das Problem, das die Anträge sehr schwer auszufüllen sind, sondern auch die Frage nach späteren Informationen durch den Arzt und Anfragen der Versicherer im Leistungsfall.

Um hier etwas Licht ins Dunkel zu bringen, dazu schauen wir uns einmal beide Szenerien an, vor und nach der Antragstellung. Zunächst soll es um die Informationen gehen, welche zur Stellung eines Antrags und zur richtigen und vollständigen Beantwortung der Gesundheitsfragen nötig sind.

Wie komme ich an Informationen meines Arztes vor Antragstellung?

Bei der Stellung eines Antrags oder bei der Voranfrage zur Versicherbarkeit ergibt sich immer wieder das Problem, das der Antragsteller noch weiss wo er bei welchem Arzt war, nicht aber genau wann und meist auch nicht welche Diagnosen gestellt wurden. Gerade die genauen Bezeichnungen einer Erkrankung sind jedoch wichtig und hilfreich bei der Antragstellung und vermeiden, das später eine Überraschung auf den Versicherten zukommt.

Krankenakte_2

Zuerst ist es natürlich wichtig, die eigenen Erinnerungen etwas aufzufrischen und sich genau zu überlegen, bei welchen Ärzten man war oder ob ein Krankenhausaufenthalt bestand. Meist (mehr …)