Archiv für Juli 2013

31.
Juli '13

VERLÄNGERT bis 31-12-2013! Berufsunfähigkeitsschutz auch bei Vorerkrankungen? Gothaer mit vereinfachten Fragen bei begrenztem Schutz – Aktion bis 30. 09. 2013


UPDATE: Neue Aktion in 2014 vom 24.3. bis 31.08.2014 Gothaer erneut mit “Turboaktion 2014″ und der Berufsunfähigkeitsversicherung mit vereinfachten Gesundheitsfragen

Der Abschluss einer Police gegen die finanziellen Folgen der Berufsunfähigkeit ist nicht immer ganz einfach. Da werden in den Antragsunterlagen vom Versicherer umfangreiche Gesundheitsfragen gestellt und der Schutz kann so, bei bestehenden Erkrankungen, eingeschränkt oder gar ganz abgelehnt werden.

Damit ist der begehrte und so wichtige Schutz bei Berufsunfähigkeit nicht zu bekommen. Die Gothaer Lebensversicherung hat nun eine „Turboaktion 2013“ aufgelegt und bietet einen Abschluss unter bestimmten Bedingungen und zu vereinfachten Kriterien an.

Welche Produkte können abgeschlossen werden?

Mit der Aktion könen die Gothaer Berufsunfähigkeitsversicherung Premium oder Basis und die Direktversicheurng BU abgeschlossen werden. Weiterhin ist es im Rahmen der Aktion auch möglich, eine so genannte „Schwere Krankheiten Vorsorge“ abzuschließen, welche die Gothaer Perikon nennt.

Kann ich die Rente selbst wählen oder welche Einschränkungen gelten?

Grundsätzlich ist bei der Absicherung gegen die finanziellen Folgen der Berufsunfähigkeit immer die Rentenhöhe ein entscheidendes Kriterium. Es nützt so gar nichts, wenn die Rente im Fall der Fälle nicht ausreicht um die laufenden Kosten zu decken. Lesen Sie bitte daher auch „Richtige Rentenhöhe, oder gar keine BU

Für beide Produkte bestehen Einschränkungen hinsichtlich des Versicherungsschutzes und weiterer Optionen. Bei der Berufsunfähigkeitsrente sind dies die folgenden:

Gothaer Turboaktion 13 BU Einschränkungen

Solche Einschränkungen sind nötig, damit auch für den Versicherer das Risiko beherrschbar bleibt, aber dennoch ist es eine Option, besser als gar kein Schutz. Will ich zum Beispiel 1.500 EUR versichern und die Anbieter bieten mir nur hohe Zuschläge oder umfassende Risikoausschlüsse an, so macht die Absicherung vielleicht weniger Sinn. Ebenso gibt es durchaus Personen, für die auch 1.000 EUR Rente durchaus angemessen sind. Bei der Gothaer in der Aktion muss zudem bestätigt werden, das die beantragte Rente 65% des aktuellen Bruttoeinkommens der versicherten Person nicht übersteigt. (Ausnahme bei Schülern und Studenten, dazu unten mehr)

Gothaer Turboaktion 13 DD EinschränkungenAuch bei der Absicherung gegen die Folgen von Schweren Krankheiten (Erklärungen zu dem Produkt) ist eine Begrenzung vorgesehen. Dazu gelten auch hier Kriterien und Einschränkungen, siehe folgendes Bild.   (mehr …)

29.
Juli '13

Neue Regelungen beim Verlassen der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV) ab 01. 08. 2013


Es ändert sich einmal wieder etwas, diesmal betrifft es den Austritt aus der gesetzlichen Krankenkasse, zum Beispiel bei dem Ende der Familienversicherung oder sonstigen Beendigungsgründen, die einen Übertritt von der gesetzlichen Kasse in die private Krankenversicherung (PKV) ermöglichen.

Grundlage für die Änderung ist das „Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung vom 18. 07. 2013

Wie war es bisher?

Endete bisher eine Familienversicherung in der GKV, so musste der Versicherte nichts weiter tun. Die Versicherung wurde mit wegfallen der Voraussetzungen beendet, ohne das eine spezielle Kündigung erklärt wurde.

Wechsel GKV PKV Natürlich galten auch bisher die Vorschriften der Versicherungspflicht und der Versicherte musste sich um seinen neuen Schutz kümmern. Das konnte- wenn die Voraussetzungen für eine Weiterversicherung erfüllt waren- die Absicherung in der GKV sein, oder aber ein Abschluss eines Vertrages in der privaten Krankenversicherung.

Anders hingegen war es schon immer bei dem Ausscheiden aus der Versicherungspflicht wegen Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze. Hier wurde der Versicherte von der GKV informiert und musste, wenn keine Weiterversicherung in der GKV gewünscht war, binnen 14 Tagen ab Zugang der Mitteilung widersprechen. Ein Unterlassen eines solchen Widerspruchs führte zur „automatischen“, freiwilligen Weiterversicherung in der Gesetzlichen Krankenkasse.

Was ändert sich nun ab 01. 08. 2013?

Durch die neuen gesetzlichen Grundlagen wird dem §188 des Sozialgesetzbuches V (SGV V) ein neuer Absatz hinzugefügt. Dieser (mehr …)

17.
Juli '13

Psychotherapie, Coaching und die Antragstellung für Versicherungen mit Gesundheitsfragen


Es ist ein immer wiederkehrendes Problem und auch ich habe in der Vergangenheit einiges dazu geschrieben. In den letzten Tagen und Wochen häufen sich wieder Anfragen wie diese:

„Ich überlege daher in die PKV zu wechseln. Jedoch ergibt sich bei mir das Problem, dass ich bis vor einem Jahr eine ambulante Psychotherapie in Anspruch genommen habe.“

Grundsätzlich ist eine pauschale Antwort ob eine Versicherungsmöglichkeit besteht, oder eben eine Ablehnung erfolgen wird, nicht möglich und von verschiedenen Faktoren abhängig, die sehr genau betrachtet werden müssen. Dabei spielt nicht nur die Risikopolitik der jeweiligen Gesellschaft eine Rolle, sondern insbesondere sind vor allen weiteren Prüfungen grundsätzliche Fragen abzuklären.

1.) Wann begann die Behandlung?

Hierbei ist der genaue Zeitpunkt wichtig um zu prüfen wie weit welche Gesundheitsfragen zu beantworten sind und welche Angaben gemacht werden müssen. Wichtiger ist jedoch noch das Ende der Behandlung, siehe Frage weiter unten.

2.) Was war der Auslöser der Behandlung?

Neben plötzlichen tragischen (von außen kommenden) Ereignissen wie Tod eines Angehörigen oder Freundes, Folgen bei Opfern von Straftaten oder schwere Krankheiten in der Familie sind auch andere Auslöser für eine Therapie möglich. Bei den „von innen kommenden Ereignissen“ kann es sich neben Depressionen, Ängsten und Anpassungsstörungen auch um Auslöser wie „Aufarbeitung der Kindheit“ oder „Beziehungsprobleme“ handeln. Weitere Auslöser sind Prüfungsängste oder berufliche Probleme, welche oft im Rahmen eines „Coaching“ behandelt werden und nicht immer als „psychotherapeutische Behandlung“ wahrgenommen werden/ wurden.

3.) Wie viele Sitzungen wurden absolviert?

Die Gesamtzahl der Sitzungen ist genauso entscheidend wie die Intensität der Behandlung. Wurde wöchentlich oder in größeren Abständen behandelt? Wie haben sich die Abstände der Sitzungen während der Behandlung verändert? Gab es nach Abschluss noch weitere Kontrolluntersuchungen bzw. weitere Gespräche um den Erfolg nach einer längeren (mehr …)

15.
Juli '13

Muss ich vor der Antragstellung zum Arzt?


Bei der Antragstellung von biometrischen Produkten wie der Kranken-, Berufsunfähigkeits- oder Todesfallversicherung stellen die Versicherer in den Anträgen Gesundheitsfragen, welche den Zustand des Antragstellers möglichst genau erfassen sollen und dem Risikoprüfer auf Seiten des Versicherers die Möglichkeit geben, das Risiko welches versichert werden soll, möglichst genau einzuschätzen.

Eine oft gestellte Frage ist jedoch die, ob eine weitere (über den Antrag hinausgehende) Untersuchung nötig ist und man daher zum Arzt muss. Dieses ist in vielen Fällen zunächst nicht so. Warum „zunächst“, das klären wir gleich.

Mehrere Stufen der möglichen Risikoprüfung

Antragsprüfung

Erstes Mittel der Einschätzung sind die Fragen in den jeweiligen Anträgen. Hiermit kann der Versicherer all das in den Fragen unterbringen, was er zur Einschätzung des Risikos wissen möchte und dieses erfragen. Angabepflichtig ist in diesem Zusammenhang alles, nachdem schriftlich gefragt wurde, nicht weniger aber eben auch nicht mehr.

Eine Operation aus dem Kindesalter ist somit bei Erwachsenen nicht relevant, es sei denn diese hätte Folgen hinterlassen, eine dauerhafte Beeinträchtigung nach der der Versicherer gefragt hat oder es bestehen weiter Beschwerden. Auch regelmäßige und bei einigen Erkrankungen erforderliche (Labor-)untersuchungen um Werte zu überprüfen, sind anzugeben.

Zweites Mittel, wenn die Antworten aus dem Antrag nicht ausreichen, sind spezielle Fragebögen und ergänzende Informationen. Diese fordert entweder der Versicherer an oder ihr Berater wird ihnen solche schon übergeben haben. Dabei gibt es für viele der öfter auftretenden Beschwerden und Erkrankungen solche Bögen, welche bei den Unternehmen jedoch unterschiedlich sind. Rückenschmerzen sind etwas anderes als Rückenschmerzen und daher möchte der Versicherer genau wissen, woher diese kommen, wie sie behandelt wurden und was genau gemacht wurde. Gleiches gilt eben für Allergien und viele andere Erkrankungsbilder.

Schritt Drei, wenn das noch nicht reicht, sind dann weitere Anfragen an den Arzt. In so genannten Arztanfragen fordert der Versicherer gezielt Befunde, Laborwerte oder Befunde aus bildgebender Diagnostik an um sich selbst (ggf. durch einen beratenden Arzt) ein Bild machen zu können. Diese Informationen können Sie besorgen und dem Versicherer oder ihrem Berater geben, oder aber den Versicherer direkt anfordern lassen. Lassen Sie sich dabei vom Arzt Kopien aushändigen, nur so sind Sie sicher welche Informationen dieser herausgegeben hat und können diese auf Richtigkeit überprüfen.

Sollten diese Schritte alle nicht ausreichen, so kann es passieren das Sie zum Arzt müssen und weitere Untersuchungen nötig sind. Das kann von einem neuen Röntgenbild, über eine Untersuchung oder aber Laborwerte gehen, abhängig von der Diagnose oder den Beschwerden.

In der Absicherung der Berufsunfähigkeit oder bei Lebensversicherungen sind solche zusätzlichen Untersuchungen ab bestimmten Versicherungssummen oder BU Renten unumgänglich. Dabei werden je nach Höhe der gewünschten Absicherung die Art der Untersuchung festgelegt. Das reicht von einer körperlichen Untersuchung mit/ ohne Laborwerten bis hin zu EKG‘s oder Belastungstests, schließlich will bei großen Versicherungssummen oder Renten der Versicherer sehr genau wissen wen er da vor sich hat.

Und tun Sie sich bitte einen Gefallen, machen Sie die Angaben richtig und vorallem vollständig. Als ich mal bei einem Kunden saß und Fragen besprechen wollte, da sagte dieser vollkommen ernst zu mir: „Herr Hennig, Sie können alles mit nein beantworten, ich bin kerngesund.“

Auf weitere Nachfrage war er das nicht wirklich. Bluthochdruck und weitere Erkrankungen beeinträchtigten ihn nicht wirklich, solange er seine Medikamente nahm, wie er später eingestand, „gesund“ ist das aber sicher nicht.