Archiv für Juni 2012

28.
Juni '12

Büroausstattung


Zum Schreibtisch:

Nach dem testen einiger Modelle, ist es bei mir dieses Gestell geworden, dazu eine passende Platte nach Wahl, Geschmack und Größe.

Amazon: Gestell für höhenverstellbaren Schreibtisch

Zur Onlineberatung. Die Frage ist, was konkret und in welchem Umfang übertragen wird. Wenn eh am Schreibtisch, dann am besten zum einen die Kamera am Mac (oder Cinema Display) nutzen, hier sitzt man direkt davor.

Wenn doch eine externe Kamera, dann nicht das iPhone und eine Halterung, sondern besser eine externe Kamera zum aufstecken auf den Bildschrim

Logitech Webcam – zum befestigen am Monitor

Dazu dann das Headset von Jabra, das beste was man finden kann (meine ich nach 12 Modellen im Test sagen zu können) und eignet sich nicht nur online sondern auch telefonieren über iPhone, Bluetooth, IP Telefonie und mehr

JABRA 9470 Headset

 

27.
Juni '12

Verrechnet, Werbeunsinn oder einfach nur Absicht bei geld.de und der Privaten Krankenversicherung für 59 EUR?


Während nicht nur aktuell über Leistungen und Fragen zur Beitragsentwicklung der Privaten Krankenversicherung diskutiert wird und einige sogar Mindestkriterien fordern oder sich die Presse über viel zu geringe Leistungen in einigen Tarifen beschwert, scheint dies alles bei den „Strategen“ von geld.de nicht angekommen zu sein. Bei meinem surfen durch das weite Internet bin ich heute durch einen versehentlichen Klick auf der folgenden Werbeanzeige gelandet.

Werbeanzeige, (c) geld.de

Ich dachte eigentlich, die Zeiten mit den schwachunsinnigen Werbungen auf Dummenfang sind endlich vorbei, davon hatten wir ja in der Vergangenheit schon einiges. Leider scheinen die Verantwortlichen bei dem Versicherungsmakler geld.de (lt. Impressum sind die das) das entweder nicht verstanden zu haben, oder aber man geht bewusst von der Dummheit der Interessenten aus. Doch schauern wir uns die Anzeige mal im Detail an.

Zuerst wird in großen Buchstaben eine PKV ab 55 EUR versprochen. Direkt darunter heißt es dann: „Chefarztbehandlung und weltweiter Krankenschutz, Patient 1. Klasse werden“. Komisch, hontet dem * unter dem großen „jetzt vergleichen“ verbirgt sich dann die Einschränkung, es handle sich um einen 29 jährigen Angestellten mit einer versicherten Leistung im Mehrbettzimmer. Ob das jetzt „1. Klasse“ ist, sei mal dahingestellt. Da konnte selbst ich nicht widerstehen und habe doch glatt mal den Vergleich berechnet.

Positiv, man kann wenigstens rechnen und es kommt auch ein Ergebnis. Bei vielen anderen Seiten im Netz ist es schlichtweg ein Haschen von Adressen. Also gab ich die Kriterien vor, max. Selbstbeteiligung, keine besonderen Leistungen und 29 Jahre alt. Doch etwas verwundert schaute ich dann auf die Auswertung.

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25.
Juni '12

Signal Iduna mit neuem Produkt „VitaLife“ – Unfall, Grundfähigkeiten und schwere Krankheiten in einem Produkt absichern


Das Bewusstsein nach der Absicherung biometrischer Risiken steigt, das hat auch die Signal Iduna erkannt. Gerade weil nicht jeder den gewünschten und wichtigen Schutz der Arbeitskraft bekommt oder sich den optimalen Schutz nicht leisten kann, sind alternative Produkte hierzu gefragt. Die Signal Iduna aus Dortmund kommt nun mit einem neuen Produkt unter dem Namen VitaLife und VitaLife Junior auf den Markt und will verschiedene Risikobereiche absichern. Ich habe schon einmal die Bedingungen zu dem Produkt bekommen und für Sie einmal genauer gelesen.

Welche Risiken sind mit dem Produkt versicherbar?

In den Produkten der VitaLife Welt (für Erwachsene) sind die Risiken eines Unfalls, der Beeinträchtigung von Organen (zBsp. Leber, Herz, Lunge), der Krebserkrankungen und der Verlust von Grundfähigkeiten versicherbar. Leistungen für den Verlust von definierten Grundfähigkeiten und die Rente bei Pflegebedürftigkeit aber nur dann, wenn sich der Kunde für das „Exklusiv“ statt dem „Optimal“ Produkt entschieden hat.

Bei den Kindern wird unterschieden zwischen den Varianten für Kinder vom 3. Monat bis 3. Lebensjahr und denen die schon älter als 3 sind. Im Optimal Produkt für die ganz Kleinen sind Leistungen bei Unfällen, Beeinträchtigungen von Organen und Krebserkrankungen und eine Kapitalsoforthilfe (nur im Optimal Start) enthalten. Bei den älteren Kindern kommen zudem Leistungen bei Verlust der Grundfähigkeiten und bei Pflegebedürftigkeit hinzu und auch hier findet eine Trennung in zwei Produkte statt. Der Exklusiv Start enthält auch hier die Kapitalsoforthilfe, nach der bis zu 5 Jahresrenten gezahlt werden.

Maßgebend für die weiteren Bewertungen sind die Varianten Exklusiv bei den Eltern und Exklusiv-Start bei den Kindern. Grundlage sind die aktuellen Bedingungen Druckstück Nr. 3303301 Jun 12, welche unten als Druckstück verlinkt sind.

Der Versicherungsumfang:

Versicherungsschutz wird generell geboten bei Unfällen, welche eine mindestens 50%ige Invalidität zur Folge haben. In einem solchen Fall wird die versicherte Rente erbracht. Eine solche Rente erhält auch, wessen Funktionsfähigkeit bestimmter Organe bzw. definierter Beeinträchtigungen der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit als Krankheits- oder Unfallfolge eingeschränkt ist. Die Krebserkrankungen, der Verlust definierter Grundfähigkeiten und die Feststellung einer Pflegestufe gemäß Sozialgesetzbuch führen ebenfalls zu einer Zahlung der vertraglich vereinbarten Rente.
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21.
Juni '12

Finanztest und die Halbwahrheiten zur Berufsunfähigkeitsversicherung


In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Finanztest (07/2012) geht es unter anderem um das Thema der Berufsunfähigkeitsversicherung. Unter dem Titel „Besser als nichts“ beschreibt der Redakteur, dessen Name leider nicht bei dem Artikel steht. das es für viele Kunden unmöglich ist, einen entsprechenden Schutz zu bekommen.

Im konkreten Fall geht es um die 28jährige Jennifer Beringhoff, welche als Goldschmiedin aufgrund einer Infektion im Kindesalter und dadurch bedingter Gehörlosigkeit keinen Schutz für die Berufsunfähigkeit bekommen sollte. Diese Aussage, so schreibt Finanztest, hätte die Kundin von einem Versicherungsmakler bekommen.

Auch wenn die genauen Details der Erkrankung nicht bekannt sind, anscheinend hatte der „Kollege“ dort wenig Ahnung. Wie sonst ist es zu erklären, das die Kundin die „optimale Berufsunfähigkeitsversicherung“ nicht bekommen sollte?

Reicht denn schon eine Erkrankung aus, um keinen Schutz zu bekommen?

Natürlich gibt es Erkrankungsbilder, welche die Aufnahme in einem Schutz gegen Berufsunfähigkeit sofort unmöglich machen. Dabei muss jedoch nach Erkrankungen und deren Abgrenzbarkeit unterschieden werden, wie auch im Gastartikel vom Hubert Mayer hier im Blog beschrieben. Ist eine Erkrankung klar abgrenzbar, so kann diese ausgeschlossen werden. Zurück zu dem, von Finanztest geschilderten Fall, bekommt die Kundin natürlich keinen Schutz gegen BU, welche aufgrund von Hörschäden eintritt, das ist aber wohl nicht nur jedem klar, sondern auch verständlich, denn dann wäre die Kundin morgen berufsunfähig, denn die Erkrankung besteht ja schon. Aber in ihrem Beruf als Goldschmiedin ist es anscheinend auch mit der Beeinträchtigung möglich, normal zu arbeiten. Wie sonst sollte eine Lehre und der Berufs funktionieren, hat Frau Berlinghoff die Erkrankung doch schon seit Kindertagen.

Ich habe mir also mal die Mühe gemacht und einige Unternehmen um einen Vorabeinschätzung gebeten. Fünf von fünf angefragten Unternehmen teilten mit, ein Versicherungsschutz sei mit einem Ausschluss der bestehenden Erkrankung möglich. Die Alte Leipziger Lebensversicherung bot sogar- ja nach Zustand der Erkrankung- zwei unterschiedliche Klauseln an und schrieb:

Wenn die Versorgung mit dem Implantat problemlos war und es in den letzten Jahren nicht zu Entzündungen oder Komplikationen gekommen sein sollte, wäre eine Versicherung mit der Klausel „Einschränkung des Hörvermögens und Folgen ausschließen“ möglich. Ansonsten müsste „Beschwerden und Erkrankungen des Mittel- und Innenohres und Folgen ausschließen“ vereinbart werden.

Im ersten Fall ist die Klausel somit sogar sehr begrenzt und nur die BU aufgrund der Hörschädigung wäre ausgeschlossen. Was hieran nicht „optimal“ sein soll, erschließt sich mir nicht.

Wie komme ich nun an den begehrten Schutz?

Der Weg zum passenden Produkt ist unter Umständen etwas steinig und lang. (mehr …)

19.
Juni '12

Die PKV Studie und die 85 Mindestkriterien – Mindestkriterien für wen und wer bestimmt was „mindestens“ nötig ist“?


Bereits in der letzten Woche habe ich zu der Studie des IfMDA und des PremiumCircle geschrieben und einiges an Aufklärung geboten. Aufgrund der Menge an Fragen zu den Mindestkriterien und wie relevant diese nun tatsächlich sind, widme ich mich heute noch einmal genau diesem Bereich. Das wird natürlich sehr, sehr fachlich und für den Laien meist sehr schwer verständlich.

Im Fazit der Studie heißt es ja, so wurde es auch in den verschiedenen Artikeln in der Presse immer wieder geschrieben, 80% der Tarife in der Privaten Krankenversicherung entsprächen nicht einmal Mindestleistungen. So heißt es wörtlich in der Studie:

„Ein regulierender Schritt könnte auf Produktebene die Einführung von PKV-Mindestkriterien sein, die einen angemessenen PKV-Krankenversicherungsschutz gewährleisten würde. (…) Dadurch ließe sich der PKV-Marktversagensbereich in Bezug auf den Leistungskatalog beseitigen. (…) Die Problemfelder von PKV Billigtarifen und anderen PKV Tarifen mit teilweise existenziellen Leistungsausschlüssen im Krankheitsfall erfordern eine grundlegende Neuordnung des Vertriebsmarktes und auch der Provisionen. Auch hier ist der Gesetzgeber regulierend gefordert.“

Ist das nicht immer so? Wenn man nicht weiter weiss, dann schreit alle Welt nach regulierten Märkten und einheitlichen Kriterien. Die Private Krankenversicherung unterscheidet sich aber gerade dadurch von der GKV, das hier die Leistungsbereiche separat und je nach eigenem Bedarf und Wunsch kombiniert werden können. Niemand ist gezwungen einen „Billigtarif“ abzuschließen, niemand wird gezwungen eine PKV für 69 EUR zu suchen und keiner meiner Kunden hat eine solche. Auch passt die PKV eben lange nicht auf jeden, manche Personen(-gruppen) gehören einfach nicht in das System der privaten Krankenversicherung.

Doch schauen wir uns einmal die „Mindestkriterien“ an: Da gibt es 85 dieser Kriterien, aber nicht alle werden bei der Bewertung der Tarife berücksichtigt. Zu den drei nicht berücksichtigten Kriterien gehören die Auslandsaufenthalte, Fragen zum Schutz bei Kriegsereignissen und Terror und die Wechseloptionen. Bleiben also noch genug Kriterien die zu erfüllen sind, wenn nicht gehört der Tarif laut Studie zu denen, die nicht einmal den Mindestkriterien entsprechen. Dazu sei noch erwähnt, es gibt keinen Tarif, der alle 85 Kriterien erfüllt. Die maximale Erfüllung bietet der Tarif PURISMA (R) der Mannheimer Krankenversicherung, welcher 72 Kriterien aufweist.Der heutige PKV Basistarif erfülle demnach 30 der 85 Kriterien, doch nun zurück zu den einzelnen Punkten. Los geht es mit den Arzthonoraren, welche als Mindestkriterium die Leistungen bis zum so genannten Regelhöchstsatz erstatten müssen um das Kriterium als erfüllt gelten zu lassen. Also Mindestgrundlage mag das ja denkbar sein, nur zieht dieses ein Kostenrisiko nach sich, denn der Arzt kann bis zum so genannten Höchstsatz abrechnen, ohne das eine extra „Erlaubnis“ vorliegen muss, aber es soll ja auch das Mindeste sein. Warum bei den Mindestkriterien dann aber auch die (stationäre) Privat-/ wahlärztliche Behandlung versichert sein muss, das erschließt sich mir nicht. Wenn mir als Patient die Mindestleistungen doch reichen, dann ist der Belegarzt (ein weiteres Kriterium) sicher nicht zu vergessen, aber eine privatärztliche Behandlung ist m.E. nicht mehr im Bereich der Mindestmaße anzuordnen.

Die Versorgung in Hospizen, Bundeswehrkrankenhäusern und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) stellen ebenfalls je ein Kriterium dar. Problematisch sehe ich hier nur die Veränderungsmöglichkeiten der Alttarife. Vor 20, 30, 40 Jahren bei der Einführung einiger Tarife, waren diese Bereiche noch nicht im Bewusstsein und die MVZ’s noch gar nicht vorhanden. Daher werden Bestandstarife mit diesen Kriterien immer ein Problem haben, das finden wir auch noch im Weiteren.

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