Archiv für September 2011

28.
September '11

PrismaBU – die ideale Berufsunfähigkeitsvorsorge“ – Werbeslogan oder Wahrheit?


In der letzten Woche fiel mir eine Werbemail in die Hände, wo mit dem Slogan aus der Überschrift geworben wurde. Es handle sich um ein „ideales“ Produkt, meinten die Anbieter. Bei solchen Aussagen beschleicht mich immer ein eher ungutes Gefühl, denn ein ideales oder gar „das ideale“ Produkt kann es gar nicht gegeben. Dazu sind die Ansprüche bei der Absicherung der Arbeitskraft viel zu verschieden und lassen keine Allgemeinen Aussagen zu. Aber wer so wirbt, der muss sich ein „Messen mit anderen“ gefallen lassen und daher schauen wir uns doch das Produkt BU Exzellent der Prisma Life einmal an.

Das Unternehmen:

Bei Prisma Life handelt es sich um einen Lebensversicherer mit Sitz in Lichtenstein. Dieser bietet neben Altersvorsorgeverträgen nun auch eine Absicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit an. Auch für Lichtensteiner Unternehmen gelten natürlich die deutschen Vorgaben des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG).

Weiterlesen? hier geht’s zum vollständigen Artikel

26.
September '11

Neue Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) und die Folgen


Das Bundeskabinett billigte am 21. September die neue Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) und ermöglicht den Zahnärzten so eine Anpassung ihrer Honorare. Die Aus dem Jahr 1988 stammende Gebührenordnung wird auf einen aktuellen Stand gebracht, so das zuständige Ministerium.

Was ist genau die Gebührenordnung?

Bei der GOZ, der Gebührenordnung für Zahnärzte, handelt es sich um ein gesetzlich festgelegtes Verzeichnis, welches die Abrechnungsmodalitäten und Gebührenhöhen von Zahnärzten regelt. Hierbei werden jeder Leistung ein Grundbetrag, ein Punktwert und demnach ein Honorar zugeordnet. Der so genannte Regelhöchstsatz (2,3fach) stellt den Satz dar, welcher bei durchschnittlichem Behandlungsaufwand berechnet wird. Darüber hinaus kann der (Zahn-)Arzt bei entsprechender Begründung und erhöhter Schwierigkeit bis zum so Höchstsatz (3,5fach) steigern. Ein Überschreiten des Höchstsatzes ist nur mit einer gesonderten Honorarvereinbarung möglich und darf nicht für Notfall- und Schmerzbehandlung angewandt werden.

Weiterlesen? hier geht’s zum vollständigen Artikel

23.
September '11

Deutscher Ring Krankenversicherung aG verbessert Festbeträge und Tarifleistungen


Bei absoluten Grenzen in der Privaten Krankenversicherung (PKV) besteht eine große Gefahr- die Inflation. Was heute 1.000 EUR wert sind, muss in 10, 15 oder 20 Jahren noch lange nicht so sein. Daher ist es mehr als löblich, diese Grenzen auch 2012 wieder anzupassen.

Nicht nur eine, sondern viele absolute Grenzen werden erhöht. Der Deutsche Ring Krankenversicherung hebt sich hier sicher positiv vom Markt ab.

In den Tarifen Classic, Classic+, Esprit, Comfort und Comfort+ musste bisher bei Kosten über 3.000 EUR ein Heil- und Kostenplan für die Zahnersatzleistungen eingereicht werden. Diese Grenze erhöht sich nun auf 3.500 EUR, also um sage und schreibe 16%.

In dem ESPRIT Tarif erhöht sich zudem auch noch das Ersatzkrankenhaustagegeld. Bekam der Kunde, der auf Wahlleistungen verzichtete, bisher 71 EUR am Tag, sind es nun 80 EUR pro Tag.

Auch der Esprit M, der Esprit X und der Esprit MX profitieren von Änderungen. Die Erhöhungen betreffen hier nicht nur die Summe zur Vorlage eines Heil- und Kostenplans (bisher 2.500 EUR, nun 3.500 EUR), sondern auch die Höchstgrenzen in den ersten Jahren, die so genannten Summenbegrenzungen. Diese betragen nun 1.200 EUR im ersten, 2.400 EUR im Zweiten, 3.600 EUR im Dritten, 4.800 EUR im Vierten, 6.000 EUR im Fünften und 12.000 EUR pro Jahr ab dem 6. Versicherungsjahr. Bisher war bei 10.000 EUR pro Jahr Schluss. Also immerhin eine Verbesserung von 20%.

Auch die Leistungen für Sehhilfen (Brillen oder Kontaktlinsen) werden von 200 EUR auf 225 EUR angehoben. Die Krankenhaustagegelder bei Verzicht auf Wahlleistungen erhöhen sich wie folgt (im Esprit X). Verzicht Privatarzt von 26 auf 30 EUR pro Tag, Versichert stationäre Wahlleistungen bei Unfall von 71 auf 80 EUR. Bei der vor- und nachstationären Behandlung gibt es nun zukünftig 60, statt 52 EUR.

All diese Verbesserungen gelten im Bestand und im Neugeschäft und führen nicht zu Mehrkosten. Damit keine Missverständnisse entstehen: Natürlich sind es X Euro die der Versicherer mehr zahlen muss, jedoch sind es keine Mehrleistungen im Sinne von Zusatzleistungen die vorher nicht versichert waren. Diese Anpassungen sind aber nötig, um den inflationsbedingten Verlust zu bereinigen.

Weitere Informationen:

Bedingungsverbesserungen beim Deutschen Ring Krankenversicherung ab 01. Juli 2011

Reale Beitragsentwicklung Bestandskunden im Tarif Esprit, Deutscher Ring Krankenversicherungsverein aG

Beitragsgarantie und Beitragsanpassungen des Dt. Rings Krankenversicherungsverein zum 01. 01. 2012

Reale Beitragsentwicklung Bestandskunden im Tarif Comfort+, Deutscher Ring Krankenversicherungsverein aG

21.
September '11

BKK Gildemeister lernt es nicht, oder will bewusst falsch informieren?


Es ist gerade einmal einige Monate her, da schrieb ich über die (bewussten?) Falschaussagen auf der Internetseite der BKK Gildemeister. Dort waren bewusst oder unbewusst falsche Informationen und nachweislicher Unsinn über die private Krankenversicherung dargestellt.

Damit die Damen und Herren es dort nicht so schwer haben, schrieb ich per traditioneller Briefpost an den Vorstand, das Bundesversicherungsamt und den BKK Bundesverband. In den letzten Tagen lag dieses Thema wieder auf meinem Tisch und ich fragte nach, heute kam schnell die entsprechende Antwort:

Guten Tag, sehr geehrter Herr Henning,

die aktualisierten Informationen sind bereits seit dem 22.07.11 auf unserer Homepage zu finden.

Naja, das man den Namen nicht richtig schreiben kann, das ist mir durchaus geläufig, aber das anscheinend im Hause der BKK Gildemeister Seidensticker niemand in der Lage ist, die Fehler zu lesen und die korrekten Informationen online zu stellen, ist mehr als traurig.

Weiterlesen? hier geht’s zum vollständigen Artikel

19.
September '11

Gothaer MediNatura P – Zusatzbaustein Naturheilverfahren für alle PKV Versicherten


Normalerweise kocht ja jeder Versicherer sein eigenes Süppchen. Zusatztarife werden nur für die eigenen Kunden kalkuliert und angeboten. So ist der Baustein „Psychotherapie“ nur für die Kunden der Axa abschließbar, ähnlich verhält es sich mit den Bausteinen der Hanse Merkur. Doch die Gothaer Krankenversicherung geht jetzt einen anderen Weg.

Bisher bietet die Gothaer den Baustein „Medi Natura“ den eigenen und auch den sonst GESETZLICH Krankenversicherten Kunden an. Dabei handelt es sich um einen Leistungsbaustein für Naturheilverfahren. Nun ist dieser als „MediNatura P“ mit identischen Leistungen auch für privat Versicherte (egal ob Gothaer oder andere Unternehmen) abschließbar.

Was leistet denn der Tarif nun genau? 

Der Tarif erstattet dem Versicherten die Kosten für Behandlungen und Medikamente bei einem Heilpraktiker (im Rahmen der gültigen Gebührenordnung GebüH). Weiterhin sind die Leistungen für Naturheilverfahren nach dem Hufelandverzeichnis durch Ärzte versichert.

Die Kosten sind jedoch begrenzt. Im ersten Jahr werden maximal 500 EUR, im 2. Jahr 1.000 EUR und ab dem 3. Jahr maximal 2.000 EUR jährlich geleistet.

Wer kann den Tarif abschließen?

Nutzbar ist der Tarif von allen, die eine private Vollversicherung haben. Diese muss dem Anspruch an die Versicherungspflicht gem. §193 genügen. Grundsätzlich ist diese Absicherung also auch von Beihilfebrechtigten Beamten abschließbar.

Für alle gesetzlich versicherten Kunden (GKV) ist dieser Tarif nicht möglich. Es existiert aber ein identischer Tarif (identisch von den Leistungen) mit dem Namen MediNatura (ohne das „P“). Dieser ist jedoch eigenständig kalkuliert und etwas teurer.

Wo besteht Versicherungsschutz?

Zunächst erstreckt sich der Schutz auf Deutschland und Europa. Außereuropäisches Ausland ist für Reisen bis zu einem Monatmitversichert. Nach einer Versicherungszeit von 12 Monaten erweitert sich der Schutz auf 6 Monate. Kann jedoch die Rückreise nicht ohne Gefährdung der Gesundheit angetreten werden, so besteht Versicherungsschutz bis zur Rückreisefähigkeit.

Was kostet der Tarif?

Ein 30-jäjhriger Mann zahlt hierbei einen Monatsbeitrag von 8,69 EUR, Frauen 17,59 EUR. Zehn Jahre später (40. Lebensjahr) sind es bei Männern 11,47 EUR, Frauen zahlen dann 21,01 EUR. Wer bereits 50 Jahre alt ist, der muss dann schon 13,21 EUR oder 21,97 EUR (Frauen) monatlich berappen. Das Höchstversicherungsalter liegt immerhin bei 67 Jahren. Dort zahlt ein männlicher Versicherter 15,30 EUR, Frauen werden Mut 22,42 EUR zur Kasse gebeten.

Im MediNatura (für GKV Versicherte) liegt die Prämie bei einem 30jährigen bei 9,71 EUR, oder 18,38 EUR (Frauen). Der 50jährige muss dort schon 13,26 EUR, Frauen 22,19 EUR investieren. Damit liegen die Prämien nur geringfügig höher als im MediNatura P.

Für wen eignet sich der Tarif nun?

All diejenigen, welche in der Privaten Krankenversicherung versichert sind, aber einen Tarif ohne Leistungen für Heilpraktiker versichert haben, sind potentiell geeignet. Dabei muss jedoch genau überlegt werden, denn in dem neuen Vertrag sind zunächst Wartezeiten zu erfüllen. Diese betragen 3 Monate für allgemeine Erkrankungen, 8 Monate für Psychotherapie und Schwangerschaft.

Wie komme ich zu dem Schutz?

Die Antragsfragen sind recht überschaubar. Die Gothaer stellt konkrete Frage, die meist die letzten 5 Jahre betreffen bzw. konkrete Krankheiten (die aber ohne Befristung)

(c) Gothaer KV

Wenden Sie sich am besten an den Vermittler Ihrer Privaten Krankenversicherung. Dieser wird mit Ihnen die Antragstellung besprechen und auch eine Meldung an den bestehenden Krankenversicherer vornehmen. Hier besteht meist eine Anzeigepflicht beim Anschluss weiterer Versicherungen. Beachten Sie diese bitte unbedingt!