Archiv für September 2010

30.
September '10

Beitragsanpassung Münchener Verein 2011


Nach den Informationen zu einer Reihe von anderen Gesellschaften (zBsp. Central, Axa, Gothaer, Dt. Ring, RuV, Barmenia, Hanse Merkur, Hallesche etc) hier nun heute auch Zahlen zur geplanten Anpassung 2011 für die Versicherten / Neukunden des Münchener Vereins.

Angepasst werden folgende Tarife/ Tarifstufen, voraussichtlich mit folgenden Prozentsätzen:

190, 192, 195, 197 bei Männern (+15 bis 16%) und Frauen (+ca. 8%)

Bonus Care Advance/ Advance Plus (also 860, 861) bei Männern (+7 bis 10%) und Frauen (+3 bis 12%)

Bonus Care Alpha und Classic bei Männern (+4 bis 11%) und Frauen (+3 bis 11%)

Excelent (728, 730, 767) bei Männern (+8 bis 13%) und Frauen (+8 bis 14%)

Auch der sehr neue ROYAL Tarif (891) bei Frauen um +8 bis 9%)

Anpassungen in den Beihilfetarifen entnehmen Sie bitte der Internetseite meines spezialisierten Beihilfe-Kollegen Lars U. Harms.

Die Angaben beziehen sich vorerst nur auf Neukundenprämien. Zahlen für den Bestand sind meist ähnlich oder niedriger, sind aber derzeit noch nicht verfügbar.

29.
September '10

Beitragsanpassungen der Barmenia Krankenversicherung 2011


Im letzten Jahr haben die meisten Gesellschaften die Beiträge in der privaten Krankenversicherung (PKV) angepasst. Auch in 2011 wird es Anpassungen geben und ich hatte bereits einige bekannt gewordene Tarife veröffentlicht.

Hier nun die Daten für die Anpassungen im Neukundengeschäft der Barmenia Krankenversicherung.

Für die easyflex PLUS Tarife gibt es eine Beitragsgarantie, welche ich bereits in einem vorangegangenen Blogbeitrag etwas umfangreicher beschrieben hatte.

Angepasst werden aber die sonstigen Tarife:

(B) VC2P, 3P, VCH 2A, 3A, VCNW bei Kindern (+ 3 bis 14%), Männern (+6 bis 18%) und Frauen (+6 bis 12%)

(B) VHV1, 2, 3 bei Männern (+ 7% ca.) und Frauen (+16 bis 18%)

Beihilfeberechtigte Ärzte in div. Tarifen (MA, MS, MZ) bei Männern, Frauen und/ oder Kindern (Senkungen bis +30%)

VA100 bei Männern +12 bis 17%) und Frauen (+2 bis 6%)

VC2, 2D, 2E, 2F, 2P wie auch 3, 3D, E, F, P bei Männern (0 bis 13%) und Frauen bis ca. 16%

VCH 2A/C/D/E/F/P bei Männern (+4 bis 14%), Frauen (+2 bis 7%) und Kinder (Senkung bis +7%)

VCH 2A/C/D/E/F/P bei Männern (+3 bis 9%), Frauen (+8 bis 11%) und Kinder (+2 bis 20%)

VCN 2C/2D/2E/2F/2P und VCNW bei Männern (+6 bis 14%)

VCN 2F und 2P bei Frauen (+13 bis 22%), Kinder (+3 bis 14%)

VHV (div. Tarifstufen) zum Teil bei Männern, Frauen und Kindern (Senkungen und bis vereinzelt +21%)

Zahnarzttarife VZK in diversen Tarifstufen (Senkungen bis +24%) bei Männern und Frauen

Anpassungen in den Beihilfetarifen bei Männern, Frauen und Kindern bis ca. 25%

Ausschließlich bei Männern werden einige Krankentagegeldtarife angepasst

In den Zusatztarifen zur GKV, Kurtarifen, Pflegeergänzungsversicherungen und Auslandsversicherungen kommt es bei unterschiedlichen Personen- und Tarifstufen zu deutlichen Senkungen und/ oder Anpassungen. Genaue Zahlen gern auf Anfrage.

Gerade hohe Anpassungen (die durchaus auch im Bestand auftreten können) verursachen manchmal unüberlegte Kündigungswellen. Dieses ist jedoch nicht ratsam. Bevor Sie überstürzt handeln beachten Sie bitte auch den Blogbeitrag zum Thema „Nicht voreilig kündigen bei Beitragsanpassung“ und informieren sich unter der Rubrik BAP hier im Blog über andere Anpassungen bei den Mitbewerbern.

Beispielhafte Daten zu einer realen Beitragsentwicklung eines Barmenia Bestandskunden im Tarif VCH finden Sie in einem meiner älteren Blogbeiträge zum Thema Barmenia.

28.
September '10

Beitragsanpassungen der Gothaer Krankenversicherung 2011


Sie kennen das ja nun schon. Im Juli veröffentlichte ich bereits hier im Blog die Beitragsgarantien der Gothaer Krankenversicherung für 2011. Nun gibt es auch hier weitere, detailliertere Informationen zu den betroffenen Tarifen und den entsprechenden Personengruppen.

Teilweise kommen hier doch sehr hohe Anpassungen zu Stande, wobei berücksichtig werden muss:

Wann wurde der Tarif letztmalig angepasst?

– Welche Sterbetafel(n) wurden berücksichtigt

– Wo lag der Ursprungsbeitrag und wie ist dieser im Verhältnis zum Markt?

Anpassungen/ Erhöhungen finden somit in den folgenden Tarifen statt:

BSS bei Männern (+18 bis 22%), Frauen(+9 bis 22%) und Kindern (+22%)

MA1 3, MAX1 bei Männern (+18 bis 22%)

MAX 2 auch bei Frauen (+ 11 bis 13%, Jugendliche -2,7%)

MAX2 bei Männern (+38 bis 43%)

Medi Comfort (+ 14 bis 15%) und Medi Start 1, 2 BO/BOV/SB/SBV bei Männern (+18 bis ca. 30%)

Medi Natura bei Frauen (+14 bis 16%)

Medi Vita Z bei Frauen (+11 bis 17%)

SE1 und SE1V bei Männern (+6 bis 10%)

MTG0-2, MTG6 bis MTG52 bei Frauen ( Senkungen und bis zu +33%)

TG1, TG13 und TG2 bei Männern (++4 bis 50%)

TG13 bei Frauen (+17 bis 40%)

TG 6 bis TG52 bei Frauen (+17 bis 33%) und Männern (+8 bis 50%)

Genaue Anpassungshöhen für den Bestandskunden sind noch nicht vorhanden. Diese werden in der Regel im November, Dezember an die Kunden versandt.

Sollten Sie darüber nachdenken, eine Veränderung Ihres Versicherungsschutzes vorzunehmen, so lassen Sie sich ausreichend Zeit mit der Auswahl. Prüfen Sie in jedem Fall eine Umstellung innerhalb der derzeitigen Gesellschaft, nachdem Sie Ihre Ansprüche und Auswahlkriterien definiert haben. (–> Fragebogen zu Auswahlkriterien)

27.
September '10

Muss es ein offener Hilfsmittelkatalog sein? Was ist zu beachten?


In jeder Beratung zur Privaten Krankenversicherung (PKV) sollte es um die Frage der Erstattung von Hilfsmitteln gehen. Diese sind vielleicht nicht unbedingt jedes Jahr zu beziehen, falls diese aber benötigt werden, so gibt es eine Reihe von kostspieligen Exemplaren der Spezies „Hilfsmittel“.

Zunächst sollte klar sein, wie die gesetzliche Versorgung aussieht.

Für Versicherte in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) existiert ein so genanntes Hilfsmittelverzeichnis. Dieses ist auf den Internetseiten des Spitzenverbandes der GKVen zum Download abrufbar. Das Aktuelle Hilfsmittelverzeichnis der GKV finden Sie hier.

Die Spitzenverbände der Krankenkassen und die Spitzenverbände der Pflegekassen erstellen gemäß gesetzlicher Vorgaben ein Hilfsmittel- und ein Pflegehilfsmittelverzeichnis. Diese Verzeichnisse führen die von der Leistungspflicht umfassten Hilfs- und Pflegehilfsmittel auf (vgl. § 128 SGB V und § 78 SGV XI).

Und welche Versorgung besteht nun in der Privaten Krankenversicherung?

Zunächst einmal ist ein ganz großer Unterschied festzuhalten. In der Privaten Krankenversicherung ist die Versorgung mit Hilfsmitteln in den Tarifbedingungen geregelt. Jeder Versicherer schafft in jedem seiner Tarife unterschiedliche Regelungen. Dabei sind diese einzig und allein maßgebend und salopp ist zu sagen: Nur das was dort genannt ist, ist auch versichert. Nicht mehr und nicht weniger.

Dabei ist zwischen so genannten offenen Hilfmittelkatalogen und geschlossenen Aufzählungen zu unterscheiden. In einer offenen Formulierung könnte folgendes geschrieben stehen:

Ersetzt werden Aufwendungen für die Anschaffung, die Wiederbeschaffung und die Reparatur von medizinisch notwendigen Hilfsmitteln, die von einem Arzt oder Heilpraktiker verordnet sind.

Im Gegensatz zu einem geschlossenen Katalog sind hier keine festen Hilfsmittel genannt. Somit ist hier der medizinische Fortschritt einkalkuliert und versichert. Dabei achten Sie bitte darauf, dass keine Einschränkungen wie „einfache Ausführung“ oder dergleichen vorhanden sind. Diese machen die Vorteile eines offenen Kataloges vielleicht zu nichte.

In einem geschlossenen Katalog finden sich zum Beispiel folgende Aussagen:

Hilfsmittel sind Brillen, Kontaktlinsen, Hörgeräte, Sprechgeräte, Stützapparate, orthopädische Einlagen und Schuhe, Bandagen, Bruchbänder, Gummistrümpfe und gegen Verunstaltung und Verkrüppelung ärztlich verordnete Körperersatzstücke, Krankenfahrstühle.

Hier sind Hilfsmittel abschließend genannt. Was also nicht genannt ist, ist auch (zukünftig) nicht versichert. Dabei interessieren auch bunte Prospekte und dergleichen nicht. Das konnte man eindrucksvoll ja bereits in meinen Beiträgen zur Hilfsmittelgarantie nachlesen.

Daneben gibt es noch Unternehmen, welche in Ihren Tarifen zwar grundsätzlich geschlossene Kataloge verwenden, diese aber durch offene Formulierungen aufwerten. Das könnte zum Beispiel wie folgt lauten:

Darüber hinaus sind grundsätzlich lebenserhaltende Hilfsmittel erstattungsfähig, wenn die lebenserhaltende Funktion durch keine hier genanntes Hilfsmittel gewährleistet werden kann.

Generell gilt gerade bei geschlossenen Katalogen: Hier sollten keine absoluten Beträge genannt sein. Mit einer Formulierung von „Krankenfahrstühle bis 620 EUR“ sind Sie heute schon schlecht bedient, da der Betrag nicht ausreicht. Was aber sind 620 EUR in x Jahren noch Wert? Was wenn der elektrische Rollstuhl nun 10.000 EUR statt 620 EUR kostet?

Aber auch hier gilt: Allein ein guter Hilfsmittelkatalog macht keinen passenden/ guten Tarif. Achten Sie daher auf Ihre persönlichen Anforderungen und sprechen Sie ausführlich mit Ihrem Berater.

Weiterführende Informationen:

Blogbeiträge zum Thema HILFSMITTEL

Auswahlkriterien zur Privaten Krankenversicherung

Leitfaden zur Auswahl der geeigneten PKV

Kriterienfragebogen zum kostenfreien Download

24.
September '10

Die Continentale mit neuer Berufsunfähigkeitsversicherung Premium


Alles wird neu, bei der Continentalen. Nachdem die Krankenversicherung vor kurzem den neuen COMFORT Tarif eingeführt hat, gibt es ab September 2010 auch ein neues Bedingungswerk der Berufsunfähigkeitsversicherung. Dieses hört auf den wohlklingenden Namen „Vorsorge Premium“.

Das neue BU Produkt ist ein Maßstab an Flexibilität, wie der Versicherer meint. Wörtlich schreibt dieser in einem Prospekt an den Berater:

„nicht einfach flexibel, sondern extra flexibel- eben lebensnah“

und hebt dabei die Wechseloption in einen Altersvorsorgevertrag, die Nachversicherung bis Alter 50 und den jährlichen Wachstumsplan hervor. Was daran so besonders sein soll, erschließt sich mir leider (noch?) nicht aber kommt bestimmt noch.

Was aber tatsächlich als positives Merkmal hervorsticht, ist die versicherte Sofortleistung bei Eintritt der BU, der Verzicht auf die Formulierung „mehr als altersentsprechender Kräfteverfall“ und die Infektionsklausel für Ärzte und Zahnärzte.

Gegenüber einigen Maklern und Vertriebspartnern wird diese BU Absicherung mit den Worten „mit den besten Bedingungen, die wir je hatten!“ beworben. Das muss ja nicht zwangsläufig bedeuten das die Bedingungen gut sind, jedoch sollte sich ein Makler diese auf jeden Fall einmal anschauen. Genau das habe ich getan und mich stören an diesem Bedingungswerk einige Punkte:

1.) befristetes Anerkenntnis

Die Continentale verzichtet nicht generell auf die so genannten „befristeten Anerkenntnisse„. Es ist also möglich, dass der Versicherer die Anerkennung der BU in „begründeten“ Ausnahmefällen zeitlich befristet (max. 12 Monate, Grundlage Punkt 2, Seite 15 AVB)

Dieses finde ich persönlich deshalb unglücklich, da es Gesellschaften gibt, welche so etwas anders/ besser lösen und ein befristetes Anerkenntnis meiner Auffassung nach immer eine Einschränkung ist.

2.) Auch die „Umorganisation„, also die Verpflichtung des Versicherten seinen Betrieb anders zu organisieren um nicht in die Berufsunfähigkeit zu kommen, finde ich unglücklich. In den Bedingungen heißt es dazu:

Quelle und (c) Continentale

Diese Umorganisation findet auch bei der Conti bei Angestellten nicht statt. Gerade bei Selbstständigen gibt es hier aber deutlich bessere Lösungen, die bedacht werden sollten.

Auch die Punkte Krieg- und Terror, Nachversicherung (wenn kein konkretes Ereignis vorliegt) und die Arztanordnungsklausel sollten Sie sich genauer anschauen. Gerade in Details bei der Berufsunfähigkeit liegt „der Hase im Pfeffer“. Findet der Versicherer eine Lücke in den Bedingungen, so wird er diese berechtigt nutzen, um keine Leistung zu erbringen und seinen Bestand zu schützen. Dieses ist soweit legitim, bedenken Sie aber: In der BU Absicherung gibt es keine Grauzonen. Entweder es fließt eine Leistung oder nicht.

Alles in Allem gilt hier, wie immer und in jeder Beratung:

Es gibt keinen idealen Schutz bei Berufsunfähigkeit, wie es auch keine ideale Private Krankenversicherung gibt. Dabei sind viele persönliche Faktoren zu berücksichtigen, die bei jedem Kunden individuell sind.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Leitfaden zur Entscheidung zur richtigen Berufsunfähigkeitsabsicherung

Kriterien (-fragebogen) zur richtigen BU

Allgemeine Versicherungsbedingungen der BU Vorsorge Premium, Stand 09/2010