Archiv für November 2009

30.
November '09

Verträge kann man ja auch kündigen


… wenn es unbequem wird oder Einer vielleicht mehr fragt als ein Anderer.

Sie konnten hier im Blog ja bereits einiges zu meiner kleinen „Auseinandersetzung“ mit der Gothaer Krankenversicherung lesen. (LINK)

Da ging es um eine etwas eigenwillige Auslegung einer Hilfsmittelgarantie, ein Rap Video und dergleichen. Auch das zuständige Aufsichtsamt hatte sich auf meine Frage hin in diese Sache eingeschaltet.

Nun- siehe da- es passiert was…

Die Gothaer schreibt mir mit Schreiben vom 24. 11. 2009.

„die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und uns hat sich nicht nach unseren Vorstellungen entwickelt. Wir beenden die Courtagevereinbarung vom 01.07.2005 mit sofortiger Wirkung.“

Nur das kein falscher Eindruck entsteht. Verträge sind dazu da, das man diese auch wieder kündigen kann. Damit habe ich auch gar kein Problem und die bestehenden Kunden bei der Gothaer werde ich dann auch unentgeltlich weiter betreuen.

Aber ein „Beigeschmack“ bleibt schon… … meine Meinung!

29.
November '09

Einen schönen ersten Advent


Ich wünsche allen Besuchern meines Blogs

EINEN SCHÖNEN ERSTEN ADVENT

und einige ruhige und entspannende Stunden.

Danke für mehr als 15.000 Blogbesuche pro Monat.

Und für alle die sich trotz Sonntag mit dem Thema Beitragsanpassung in der Pkv beschäftigen, hier ein
Link für weitere Informationen.

Infos zur Beitragsanpassung – Artikelsammlung LINK

27.
November '09

Beitragsentwicklung der PKV geht auch anders


Aufgrund der vielen Reaktionen zu den Beitragsanpassungen und die vielen Anfragen wegen bevorstehender Anpassungen möchte ich dennoch auch ein anderes Beispiel zietieren.

Abgebildet sind hier die Anpassungen der letzten 14 Jahre der Neukundenbeiträge eines männlichen, 43jährigen Versicherten. (Prämien nur PKV, ohne 10% gesetzlichen Zuschlag und ohne Pflegeversicherung)

2009 457,10 €

2008 441,82 €

2007 402,88 €

2006 402,88 €

2005 386,04 €

2004 386,04 €

2003 386,04 €

2002 386,04 €

2001 426,83 €

2000 426,83 €

1999 372,02 €

1998 372,02 €

1997 372,02 €

1996 356,88 €

1995 356,88 €

Das ergibt eine Steigerung der Beiträge von unter 2%.

Natürlich ist es keinerlei Garantie, keine Prognose und liefert nur Ansatzpunkte. Aber dennoch zeigt es auch das viel von der Kalkulation und dem „Können“ der Unternehmen abhängt.

26.
November '09

Arbeitgeberzuschuss 2010


Durch die Änderung der Beitragsbemessungsgrenze im Jahre 2010 ändert sich auch der Höchstzuschuss des Arbeitgebers zur Privaten Krankenversicherung.

Die Beitragsbemessungsgrenze erhöht sich für das Jahr 2010 auf einen Betrag von 45.000 EUR p.a. oder 3.750 EUR monatlich.

Somit ergibt sich bei einem durchschnittlichen GKV Beitragssatz von 14% + 0,9% Arbeitnehmeranteil ein

maximaler Zuschuss des Arbeitgebers von 262,50 EUR zur privaten Krankenversicherung. (ab. 1. 7. 09 betrug dieser 257,25 EUR)

Dazu kommt ein Zuschuss zur Privaten Pflegeversicherung von max. 36,56 EUR (Sachsen: 17,81 EUR)

Bitte beachten Sie auch weiterhin, das der Zuschuss des Arbeitgebers maximal 50% des Beitrages, begrenzt auf den oben genannten Höchstbeitrag beträgt. Bei mitversicherten Ehepartnern bzw. Kindern gilt dieser als maximaler Gesamtzuschuss.

Voraussichtliche Zahlen 2011 finden Sie im Blogbeitrag Arbeitgeberzuschuss 2011

25.
November '09

Nicht voreilig kündigen bei Beitragsanpassung


In den letzten Tagen und Wochen häufen sich die Anfragen von bisher bereits PKV Versicherten Kunden die Ihre Beitragsanpassung bekommen haben.

Viele sind verärgert und enttäuscht von dem Berater, dem Unternehmen oder dem System. Viele Reaktionen sind jedoch übereilt und nicht endgültig durchdacht.

Besonders verärgert sind dagegen Kunden, welche im letzten Jahr erst von einem zum anderen Versicherer gewechselt sind, weil der neue Tarif angeblich so beitragsstabil sein sollte. Mit dem Tarif Bonus Care Alpha des Münchener Vereins scheint das so gewesen zu sein. Das schließe ich aus zumindest 5 Anfragen in den letzten Tagen.

Doch warum steigen die Beiträge überhaupt?

Auch in der Privaten Krankenversicherung steigen die Kosten auf der Ausgabenseite. Da das Leistungsversprechen garantiert und fest ist muss auch die Einnahmenseite (die Beiträge) angepasst werden.

Weitere Gründe liegen in den so genannten Sterbetafeln. Hierbei handelt es sich einfach erklärt um Tabellen, welche die Lebenserwartung der Neugeborenen wiedergeben. So lebt ein heute Neugeborenes Kind heute durchschnittlich/ statistisch heute deutlich länger als noch vor einigen Jahren. Das bedeutet aber auch eine längere Leistungspflicht des Privaten Krankenversicherers, denn auch in der Zeit des „länger Lebens“ entstehen weitere Kosten fuer die medizinische Versorgung. berechtigte Folge: steigende Beiträge.

Und gerade bei Tarifen die in den letzten 2, 3, 4 Jahren keine Anpassung erfahren haben, müssen diese nun erst recht angepasst werden. An den generell steigenden Gesundheitskosten kommt kein Versicherer vorbei, egal wie gut oder schlecht dieser kalkuliert. Entscheidend ist aber wie es mit den Anpassungen „generell läuft“. Kalkuliert der Versicherer vorwiegend auf billig und knapp oder langfristig und auf Stabilität? Anpassungen im zweistelligen Bereich in 2 Jahren nacheinander lassen nicht auf „solide“ schließen. In solchen Tarifen (die länger nicht angepasst waren) fällt die Anpassung dann natürlich auch höher aus, denn hier sind auch ggf. noch aktuelle Sterbetafeln einzubeziehen. Dennoch ist dadurch ein Unternehmen nicht schlecht oder gut.

Erst die langfristige Betrachtung bietet hier mehr Einblicke. Daher ist der Schitt einer voreiligen Kündigung falsch.

Was Sie nun tun können:

Zuerst gilt es zu prüfen, ob der Schutz den Sie da haben den Wünschen und Auswahlkriterien entspricht und dieser nicht ggf. angepasst werden muss. Kennen Sie alle Ausschlüsse in Ihrem Tarif und wissen auch was er nicht zahlt?

Dann sollte ggf. ueberlegt werden ob dieser bei dem Unternehmen wo Sie jetzt sind veraendert werden kann oder ob dieses nur durch einen Wechsel geht.

Weiterhin bietet sich an die Modelle mit unterschiedlichen Selbstbeteiligungen zu prüfen. Hierbei ergeben sich zum Teil erhebliche Unterschiede. Dennoch gilt die pauschale Regel „höhere SB = niedrigerer Beitrag = besser“ nicht mehr. Durch die neue steuerliche Anrechenbarkeit kann sogar ein höherer Beitrag „billiger“ sein.

All diese Fragen sollten Sie in Ruhe und ohne zeitlichen Druck klären.

Nach Zugang der Erhöhungsmitteilung haben Sie ausreichend Zeit (4 Wochen) sich nach Alternativen und Möglichkeiten umzusehen. Lassen Sie sich keinen Druck machen- es geht um Ihre, langfristige Entscheidung.

Weiterführende Informationen:

Auswahlkriterien und Fragebogen als pdf