Archiv für April 2009

30.
April '09

KinderLachen- Hilfe die ankommt


Guten Tag liebe Interessenten und Kunden,

ich wünsche Ihnen mit dieser kleinen E-Mail einen schönen 1. Mai und allen die nicht doch arbeiten müssen ein schönes, verlängertes Wochenende.

„Das Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt.“

Und da ich der Meinung bin, nicht alle Menschen auf der Welt haben gleich viel Glück, habe ich mich entschlossen die Aktion KinderLachen heute finanziell zu unterstützen.

Meine langjährige Hausärztin hilft hier direkt- direkter geht es gar nicht. Meine Hochachtung hierfür und viel, viel Erfolg. Hier findet man direkte Hilfe die ankommt.

Mehr Infos finden Sie unter http://www.kinderlachen-online.de

Bei Fragen stehen meine Mitarbeiterin und ich Ihnen gern ab Montag wieder zur Verfügung.

Eine gesunde Zeit wünschen Ihnen,

Uta Müller (Sekratariat)
und
Sven Hennig

Sollten Sie die Aktion ebenfalls unterstützen wollen, so freue ich mich über einen Kommentar zu diesem Blogbeitrag !

23.
April '09

Berufsunfähige Fahrerin zurück in alten Beruf- Urteil 5 U 124/07, OLG Saarland


Das Oberlandesgericht Saarland in Saarbrücken hat entschieden unter welchen Bedingungen eine Verweisung auf eine andere Tätigkeit möglich ist.

In diesem konkreten Fall ging es um eine Lastkraftwagenfahrerin, welche aufgrund einer Erkrankung nicht mehr in diesem Beruf arbeiten konnte und somit berufsunfähig war. Der Versicherer lehnte die Rentenzahlung aus der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung jedoch mit der Begründung ab, die Kundin könne in Ihrem vorhergehenden Beruf als Verwaltungsangestellte arbeiten.

Dabei sei es unerheblich, so das Gericht, wenn Sie auch in einer längeren Einarbeitungsphase, die neuen Kenntnisse (hier PC Kenntnisse) erwerben könne. Da durch die neue Tätigkeit in ihrem vorherigen Beruf kein sozialer Abstieg vorhanden sei, sei auch eine mehrmonatige Einarbeitungszeit zumutbar.

Achten Sie daher bei Vertragsabschluss auf klare und deutliche Formulierungen, wie zum Beispiel:

Hat der Versicherte innerhalb der letzten 12 Monate vor Eintritt der Berufsunfähigkeit den Beruf gewechselt, kann auch der davor ausgeübte Beruf bei der Prüfung der Berufsunfähigkeit herangezogen werden, wenn die für den Eintritt der Berufsunfähigkeit ursächlichen Gesundheitsstörungen bereits bei Aufgabe des früheren Berufes dem Versicherten bekannt waren. (…) Der frühere Berufswechsel wird nicht berücksichtigt, wenn der Berufswechsel auf ärztliches Anraten oder wegen unfreiwilligem Wegfall der früheren Tätigkeit erfolgte.

Hier also eine klare Regelung mit festen Zeiten, 12 Monate und weiteren Einschränkungen. In dem, im Urteil behandelten Fall, hier handelte es sich um einen Fahrradsturz, wäre hier also nicht auf den vorhergehenden Beruf geprüft worden und eine Rente hätte (wenn die sonstigen Voraussetzungen stimmen) gezahlt werden müssen.

Dieses ist jedoch nur eines von vielen Kriterien, welches bei der Auswahl der BU Versicherung zu berücksichtigen ist. Mehr finden Sie hier: http://www.online-pkv.de/119-0-Auswahlkriterien-BU.html

 

06.
April '09

Pflegeergänzungsversicherung- Pflegekosten oder doch lieber Tagegeld?


Zu einer bedarfsgerechten Beratung in der Privaten Krankenversicherung gehört für meinen Auffassung nach auch das Thema Pflegeversicherung. Damit ist natürlich nicht die gesetzlich vorgeschriebene Pflegepflichtversicherung gemeint, diese muss in jedem Fall abgeschlossen werden.

Wie Sie hier bereits lesen konnten, reichen die Leistungen in den meisten Fällen jedoch nicht aus. Ein amüsanter Film zum Thema wurde von der Halleschen Krankenversicherung hier ins Netz gestellt.

Bei der Absicherung gibt es jedoch einige Hürden zu überwinden und es ist zu klären welcher Schutz bei welchem Anbieter für Sie in Frage kommt. Generell ist es als eigenständiges Produkt versicherbar, es kann an einen Lebens- oder Rentenvertrag angebunden und bei den meisten Lebens- oder Krankenversicherern abgeschlossen werden. Doch wie finden Sie das geeignete Produkt dazu?

Dazu bedarf es neben der grundsätzlichen Recherche ersteinmal der Entscheidung Pflegekosten- oder Pflegetagegeld Absicherung? Wie, werden Sie vielleicht fragen- ist doch das Gleiche. Nein, denn bei der Pflegekostenversicherung werden die Pflegekosten (die nach Abzug der Pflegepflichtversicherung verbleiben) übernommen. Meist passiert dieses prozentual, also z. Bsp. 80% der Restkosten. Eine generell andere Lösung ist das so genannte Pflegetagegeld. Hierbei wird ein fester Tagessatz versichert, welcher dann im Leistungsfall gezahlt wird. Meist ist dieser nach den Pflegestufen gestaffelt, oder leistet nur in oder für eine bestimmte Stufe.

Die gesetzliche, wie auch die private Pflegepflichtversicherung bieten auch hier nur eine Grundleistung. Die Leistungen im Detail können Sie hier, in der Aufstellung des Bundesgesundheitsministeriums nachlesen.

Die Pflegekostenversicherung, welche i.d.R. nur 80% leistet, stellt sicher das man auch in 20, 30, 40 Jahren eine prozentuale Absicherung besitzt und nicht ständig eine Anpassung vornehmen muss, um steigende Pflegekosten oder Inflation auszugleichen. Gleichwohl ist auch dieses eben wegen der prozentualen Abschläge keine „NonPlusUltra“ Lösung. Entscheiden Sie sich für diese, so sollten Sie sich im Klaren darüber sein, das ein Eigenanteil verbleibt, welcher heute noch nicht in Euro und Cent festzulegen ist.

Bei der Pflegetagegeldversicherung hingegen, wird ein konkreter und fester Satz versichert. Dieses sollte durch eine dynamische Anpassung oder eine Steigerungsoption an die tatsächlichen Umstände angepasst und in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Nur so ist sichergestellt das die Erstattungen eben ausreichen. Hiermit ist aber eine 100% Absicherung möglich.

Beide Produkte haben eins gemeinsam- nicht jeder bekommt Sie. Vor den Abschluss hat der Versicherer die Risikoprüfung gestellt und prüft im Sinne der Versichertengemeinschaft genau, wen er zu welchen Konditionen versichert. Dabei sind Vorerkrankungen, Einschränkungen der Leistungsfähigkeit etc. zu prüfen. Um sich ein Bild davon zu machen wie eine solche Prüfung aussieht, empfehle ich einen Blick in den Voranfragebogen. Nachdem diese Prüfung überstanden ist, entscheidet der Versicherer ob er Sie normal, mit Ausschlüssen oder Einschränkungen oder mit einem Zuschlag versichert. Daher sollten Sie, wenn auch nur geringe Vorerkrankungen und Behandlungen vorliegen/ vorlagen, immer erst eine Voranfrage über Ihren Berater stellen lassen. Bitte stellen Sie- sich zum Gefallen- keinen Antrag.

Denken Sie also bei der Planung der Absicherung nicht nur an das Thema Altersvorsorge, sondern auch an die Absicherung des Risikos bei Berufs- oder Pflegebedürftigkeit. Die Absicherung bei Berufsunfähigkeit kann und will eine Pflegeergänzungsversicherung nicht ersetzen. Weitere Informationen erhalten Sie gern, wenn Sie mich kontaktieren. (Autor: UM)

05.
April '09

Arbeitslosigkeit und die Private Krankenversicherung – PKV


Das Thema ist brandaktuell und dennoch ist bei der Suche im Netz nicht wirklich etwas Brauchbares zu finden.

Arbeitslosigkeit und die Private Krankenversicherung, aber auch die Frage: „Was passiert mit meiner Berufsunfähigkeitsversicherung?“

Die Arbeitslosigkeit kommt meist plötzlich und man muss sich schnell Gedanken machen was nun werden soll. Hier möchte ich Ihnen einige Hinweise geben, welche Sie unbedingt beachten sollten, da hier oft Ausschlussfristen greifen die einzuhalten sind.

Bei der Privaten Krankenversicherung ist zunächst die Frage zu stellen, wie lange Sie schon in der PKV versichert sind. Die Regelung dazu finden wir im Sozialgesetzbuch V, der passende Paragraph ist der §5. Dieser regelt die Versicherungspflicht wie folgt:

Versicherungspflichtig sind (…) (2) Personen in der Zeit, für die sie Arbeitslosengeld oder Unterhaltsgeld nach dem Dritten Buch beziehen oder nur deshalb nicht beziehen, weil der Anspruch ab Beginn des zweiten Monats bis zur zwölften Woche einer Sperrzeit (§ 144 des Dritten Buches) oder ab Beginn des zweiten Monats wegen einer Urlaubsabgeltung (§ 143 Abs. 2 des Dritten Buches) ruht; dies gilt auch, wenn die Entscheidung, die zum Bezug der Leistung geführt hat, rückwirkend aufgehoben oder die Leistung zurückgefordert oder zurückgezahlt worden ist,

Aber wer meinen Blog bereits länger liest kennt das ja, keine Regel ohne Ausnahme und dazu müssten wir den §8 anschauen. Denn hier gibt es eine Befreiungsmöglichkeit für bestimmte Gruppen von Privatversicherten.

(1) Auf Antrag wird von der Versicherungspflicht befreit, wer versicherungspflichtig wird (…)

(1a) durch den Bezug von Arbeitslosengeld oder Unterhaltsgeld (§ 5 Abs. 1 Nr. 2) und in den letzten fünf Jahren vor dem Leistungsbezug nicht gesetzlich krankenversichert war, wenn er bei einem Krankenversicherungsunternehmen versichert ist und Vertragsleistungen erhält, die der Art und dem Umfang nach den Leistungen dieses Buches entsprechen,

und weiter wird im gleichen Paragraphen die Frist geregelt und festgeschrieben, dass die Befreiung unwiderruflich ist. Gerade letzteres führt immer wieder zu Verwirrungen und Fragen. Die Befreiung ist eben nur für den Grund (Arbeitslosigkeit) ausgesprochen und auch nur für diesen unwiderruflich. Werden Sie aus einem anderen Grund versicherungspflichtig so können Sie sich hier neu entscheiden.

(2) Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht bei der Krankenkasse zu stellen. Die Befreiung wirkt vom Beginn der Versicherungspflicht an, wenn seit diesem Zeitpunkt noch keine Leistungen in Anspruch genommen wurden, sonst vom Beginn des Kalendermonats an, der auf die Antragstellung folgt. Die Befreiung kann nicht widerrufen werden.
Damit wäre geklärt ob ich in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren muss und wie dieses abläuft. Die Private Krankenversicherung ist unter diesen Umständen und bei rechtzeitiger Meldung verpflichtet, den Vertrag aufzuheben. Regelungen dazu sind in den Pragraphen 13 (3) der Musterbedingungen Kranhkeitskosten MN/KK festgeschrieben.  Ist dieses der Fall, so sollten Sie die Private Krankenversicherung nun ruhen lassen.

Einige Versicherer bieten dieses kostenfrei über einen bestimmten Zeitraum an. (Bsp. 36 Monate). Bei anderen müssen und sollten Sie Ihren Versicherungsschutz in eine so genannte Anwartschaft umstellen, denn nur so sichern Sie sich weitere Ansprüche. Ob eine Zusatzversicherung für den Zeitraum der GKV sinnvoll und gewünscht ist entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Berater. Für alle die sich nun befreien lassen und einen Verbleib in der PKV vorziehen stellen sich jedoch nun weitere Fragen.

  •  Wer zahlt meine Beiträge und bekomme ich einen Zuschuss?
  • Muss ich meinen Tarif ändern oder bleibt alles wie gehabt?
Für die Beiträge gibt es eine einfache Lösung. Die Arbeitsagentur zahlt Ihnen gem. § 258 SGB V einen Zuschuss. Dieser ist jedoch begrenzt auf den Betrag, welcher hier in der GKV zu zahlen wäre und kann somit auch weniger als die 50% sein- mehr ist es in keinem Fall.

Ob der Tarif so bleiben soll oder Sie diesen anpassen (Höhe der Selbstbeteiligung, Reduzierung der Leistungen etc.) sollten Sie genau mit Ihren Ansprüchen und Ihrem Berater klären. Denn in der Regel ist es so, dass eine spätere Verbesserung der Leistungen/ Rückkehr in den alten, besseren Tarif nur mit einer zusätzlichen Gesundheitsprüfung möglich ist. Einige Versicherer bieten jedoch inzwischen Tarifwechselrechte (z. Bsp. Mannheimer, R+V) oder Optionen (Dt. Ring, Hallesche) um später die Leistungen verbessern zu können. (Aufzählung nur beispielhaft)

Wenn Sie all diese Punkte berücksichtigt haben, so sichern Sie sich auch während der Arbeitslosigkeit einen ädequaten Versicherungsschutz der bezahlbar bleibt.

Gleiches gilt aber auch bei der Absicherung bei Berufsunfähigkeit. Hier sollte darauf geachtet werden, dass der Versicherer bei einer Leistungsprüfung immer auf den Beruf vor Eintritt der Arbeitslosigkeit abstellt und Sie somit „in Ihrem Beruf berufsunfähig werden“ und nicht als Arbeitsloser.

Für die Reduzierung der Beiträge gibt es hier durchaus Möglichkeiten. Diese reichen von Stundung über den so genannten Risikozwischenbeitrag oder ein Ruhen des Versicherungsschutzes. Welche Möglichkeiten für Sie konkret bestehen, hängt vom Vertrag und den Bedingungen ab. Mehr dazu in einem der folgenden Blogbeiträge.

Was bei Kurzarbeit passiert lesen Sie hier. (Autor UM)