Archiv für März 2009

17.
März '09

Beitragserhöhungen bei Inter und Continentale Krankenversicherung


Guten Morgen liebe Leser,

in den letzten Tagen erreichen uns immer wieder Anfragen, welche sich mit dem Thema Beitragserhöhungen in der Privaten Krankenversicherung beschäftigen. Viele Versicherte sind verunsichert, wenn die Beiträge schon wieder erhöht werden und fragen sich (zu recht) wie das ganze weiter gehen soll.

Soll ich wechseln- oder was kann ich tun um meine Beiträge zu verringern? Wann macht es Sinn Bausteine aus dem Vertrag auszuschließen oder Änderungen vorzunehmen? Fragen über Fragen auf die eine pauschale, allgemeingültige Antwort nicht möglich ist. Die Private Krankenversicherung ist eine sehr individuelle und persönliche Entscheidung. Viele Faktorer und Auswahlkriterien sind hier zu berücksichtigen.

Auch wird immer wieder der Wechsel in den Basistarif angeführt. Dazu erhielten wir gestern folgende Mail:

Seit Abschluss ist eine regelmäßige Tariferhöhung umgesetzt worden, die ich jetzt nicht mehr tragen möchte. Aus diesem Grund denke ich über einen Wechsel nach bzw. möchte wissen, welchen Beitragssatz ich unter den neuen Voraussetzungen ,- Gesundheitsfond 2009 und Basistarif etc. zahlen müsste.

Auch hier ist unschwer zu erkennen welcher Beratungsbedarf besteht. Der Wechsel in den Baisistarif ist immer eine (letzte) Notlösung, denn hier werden die Systeme vermischt und die Nachteile kombiniert. Hohe Beiträge und dazu Leistungen auf GKV Niveau sind nicht wirklich eine Alternative- können aber für einige Nichtversicherte der letzte Weg sein.

Insbesondere auch bei den „Einstiegstarifen“ der Inter Krankenversicherung, der Tariflinie Comfort (CL) ist es nun zum 01. 04. 2009 wieder einmal zu einer deutlichen Anpassung gekommen. Hier bietet sich an, kurzfristig zu reagieren und entsprechende Umstellungen vorzunehmen.

Wenn Sie auch von einer Anpassung „betroffen sind“, sollten Sie unter anderem folgendes tun:

  1. Machen Sie sich Gedanken welchen Schutz Sie wirklich wollen und brauchen, welche Risiken Sie allein tragen können und wollen und was zwingend versichert werden muss.
  2. Schließen Sie ggf. Komponenten wie eine Beitragsentlastung im Alter aus, wenn Sie dadruch den Höchstbeitrag überschreiten und keinen Zuschuss des Arbeitgebers mehr für diese Bausteine bekommen.
  3. Sprechen Sie Ihren Berater an, dieser wird gemeinsam mit Ihnen eine Umstellungslösung finden.

Bei weiteren Fragen können Sie mir auch gern über das Kontaktformular eine Mail senden.

(UM)

12.
März '09

Beitragsfreiheit der PKV bei Elterngeld


UPDATE: Neue Regelungen in den Unisex Traifen der neuen Welt

Ist die private Krankenversicherung (PKV) beitragsfrei während der Elternzeit?

Immer wieder stellt sich, nicht nur bei Müttern, die Frage was mit der Privaten Krankenversicherung in der Elternzeit passiert. Generell gilt hier, dass der Vertrag mit dem Privaten Krankenversicherer während der Elternzeit oder dem Bezug von Elterngeld (früher Erziehungsgeld) uneingeschränkt weiter besteht und somit auch weiter zu bezahlen ist.

Dabei ist zu beachten, dass der Arbeitgeber während dieser Zeit keinen Zuschuss zur Privaten Krankenversicherung zahlt, denn ein Einkommen wird in diesem Zeitraum nicht erzielt, das Arbeitsverhältnis ist unterbrochen.

Dennoch gibt es einige Versicherer die das anders geregelt haben, zumindest in einigen Ihrer Tarife. Hier werden Regelungen getroffen, welche eine (teilweise) Beitragsfreiheit der entsprechenden Tarife regelt. In der folgenden, beispielhaften Übersicht möchte ich Ihnen einige Möglichkeiten aufzeigen:

Hanse Merkur: (durch den Zusatztarif VKE, welcher zu den ProFit und KV Tarifen abgeschlossen werden kann)

Die Aussage in den Tarifbedingungen des Tarifes lautet hier wie folgt:

5. Beitragsfreiheit bei Bezug von Elterngeld

Für die Dauer des Bezuges von Elterngeld i. S. d. Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes besteht nach Entbindungen ein Anspruch
auf Beitragsfreiheit von maximal zwölf Monaten, sofern das zu versteuernde Familien-Bruttoeinkommen im Jahr vor der Geburt für Ehegatten,
die nicht dauernd getrennt leben, für Lebenspartner oder in eheähnlicher Gemeinschaft lebende Eltern 40.000 EUR, für andere
Personen 30.000 EUR pro Jahr nicht übersteigt. Diese Leistung wird nur für Entbindungen gewährt, die frühestens acht Monate nach
Versicherungsbeginn eingetreten sind. Das Vorliegen der Voraussetzungen ist dem Versicherer auf Verlangen nachzuweisen.

Wir sprechen hier somit nicht von dem Bruttoeinkommen, sondern auch von weiteren Einkünften, welche die Eheleute haben können. Allein durch einen gut verdienenden Partner kann der Anspruch auf Beitragsfreiheit bereits verwirkt werden.

AXA: (in den Tarifen Vital)

Auch hier gibt es eine entsprechende Bedingungsaussage:

Während der ersten 6 Monate während des Bezuges von Elterngeld besteht beitragsfreier Versicherungsschutz. Die Beitragsfreiheit gilt nur für die versicherte Person, die Elterngeld bezieht. Der Bezug von Elterngeld ist innerhalb von 3 Monaten nach Bezugsbeginn nachzuweisen.
Die Beitragsfreiheit ist ausgeschlossen, wenn bei Beantragung des Tarifes Vital die Schwangerschaft nachweislich bereits festgestellt wurde oder die Entbindung bereits stattgefunden hat.

Auch hier finden wir eine zeitliche Begrenzung auf die ersten Monate, aber keine Einkommensbeschränkung.

Universa: (Tarife VF und Intro Privat)

Die Bedingungsaussage hier lautet ähnlich:

1.5.1 Beitragsfreistellung nach Entbindung
Solange im Anschluss an eine Entbindung keine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird, längstens jedoch für sechs Monate, wird der Tarif für die
betroffene versicherte Person beitragsfrei weitergeführt. Der Leistungsumfang des Versicherers ändert sich in dieser Zeit nicht.
Diese Regelung gilt sinngemäß für den versicherten Vater, wenn er anstelle der Mutter in den ersten sechs Lebensmonaten des Kindes keine Erwerbstätigkeit ausübt.

Hier wird explizit auch der Vater in dieser Regelung einbezogen, auch dieser kann somit in den Genuß der Beitragsfreiheit kommen, wobei sich auch diese hier (wie bei allen anderen) nur auf den Tarif beschränkt. Das Krankengeld und die Pflegeversicherung sind auch hier ausgenommen.

Barmenia im easyflex Comfort:

Beitragsfreiheit bei Bezug von Elterngeld

Bezieht die versicherte Person Elterngeld im Sinne des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG), be- steht beitragsfreier Versicherungsschutz für den Tarif easyflex comfort für die Dauer des Bezugs von Eltern- geld, wobei die Beitragsfreiheit insgesamt auf einen Zeitraum von maximal sechs Monaten begrenzt ist.

Der Anspruch auf beitragsfreien Versicherungsschutz besteht dann, wenn zum Zeitpunkt des erstmaligen Be- zugs von Elterngeld die versicherte Person unmittelbar zuvor mindestens acht Monate im Tarif easyflex comfort versichert ist und eine Kopie des Elterngeld- bescheides vorgelegt wird.

Die Beitragsbefreiung gilt für den Beitrag des Tarifs easyflex comfort einschließlich des zu entrichtenden gesetzlichen Zuschlages nach § 12 Absatz 4a VAG und des ggf. zu zahlenden Risikozuschlages.

Und einen letzten haben wir noch im Bunde, die Würtembergische Versicherung. (Tarife: KN, EKN, GN, KS)

9. Beitragsfreiheit während des Bezuges von Elterngeld

Während der ersten 6 Monate des Bezuges von Elterngeld besteht beitragsfreier Versicherungsschutz. Die Beitragsfreiheit gilt nur für die versicherte Person, die Elterngeld bezieht. Der Bezug des Elterngeldes ist dem Versicherer innerhalb von zwei Monaten nach Bezugsbeginn nachzuweisen. Die Beitragsfreiheit ist ausgeschlossen, wenn bei Beantragung des Tarifes EKN die Schwangerschaft bereits durch einen Arzt oder Heilpraktiker festgestellt wurde oder die Entbindung bereits stattgefunden hat.

Alles in Allem sind die Regelungen doch recht identisch, manchmal mit Einkommensbeschränkung, manchmal ist auch der Vater explizit genannt. Ob es nun 12 oder 6 Monate sind kann zwar einerseits eine Menge Geld bedeuten, andererseits sollte man anhand dieses einen Kriteriums nicht den Versicherer und Tarif auswählen und die Entscheidung schon gar nicht davon abhängig machen.

Zu beachten sind eine Reihe von Auswahlkriterien welche Sie hier oder auch in dem Leitfaden zur Privaten Krankenversicherung nachlesen können. (UM)

02.
März '09

Option für die Übergangszeit im Basistarif


Wie bereits in verschiedenen Beiträgen berichtet, ist ein Wechsel für bisher privat krankenversicherte Kunden nur mit einem Umweg über den Basistarif möglich.

Somit besteht das Risiko für den privat versicherten Kunden darin, nach den 18 Monaten im Basistarif nicht mehr in einen verbesserten Versicherungsschutz wechseln zu können. Die Gefahr besteht somit darin, dass der Gesundheitszustand sich bis zum Ablauf der 18 Monate Pflichtversicherungszeit im Basitarif verschlechtert und ein geplanter Versicherungsschutz nicht mehr erreicht werden kann.

Die Hallesche Krankenversicherung hat nun ein Produkt mit dem Namen Joker auf den Markt gebracht. Ähnlich wie bereits weitere Versicherer zuvor ist es nun möglich diese Option nach 18 Monaten (oder alternativ nach 3 und 5 Jahren) zu nutzen um seinen Versicherungsschutz zu verbessern oder aus dem Basistarif in den Vollkostenschutz zu wechseln.

Somit haben auch privat Versicherte, welche Ihre Altersrückstellungen nicht verlieren möchten, die Möglichkeit einen planbaren und überschaubaren Versicherungsschutz zu erhalten.

Aus der Produktbeschreibung:

JOKERflex kann für nur 3,50 €/Monat zu jedem Vollversicherungstarif (auch dem Basistarif) der HALLESCHE abgeschlossen werden. Mit JOKERflex sichern Sie Ihren Kunden jetzt die Entscheidungsfreiheit, nach 3 oder 5 Jahren in einen anderen Tarif zu wechseln – ohne erneute Gesundheitsprüfung. Der Wechsel kann in alle verkaufsoffenen Vollversicherungstarife erfolgen, sofern Versicherungsfähigkeit besteht.

Die Sonderbedingungen können Sie hier als pdf herunter laden.