Archiv für Januar 2009

15.
Januar '09

Nicht krankenversichert? Jetzt aber schnell… Was Sie jetzt tun sollten!


Guten Abend liebe Leser,

die Gesundheitsreform hat mit weiteren Schritten am 01. 01. 2009 begonnen und es kam auch zu diesem Termin zu einigen gravierenden Änderungen.

Wie bereits berichtet fanden mehrere Änderungen statt, eine jedoch bleibt weitestgehend unberücksichtigt.

Auch für Privatversicherte oder solche die dem System PKV zuzuordnen sind (Selbstständige zum Beispiel) besteht ab Januar eine Versicherungspflicht für die Gesundheitsvorsorge. Somit sollten sich alle die es noch nicht getan haben, dringend mit dem Thema Krankenversicherung beschäftigen.

Denn tun Sie dieses nicht, so werden zum Teil drastische Strafen fähig und kann sich auf mehrere Tausend Euro summieren. Generell beträgt der Zuschlag für die ersten 6 Monate der Nichtversicherung in 2009 einen Monatsbeitrag pro nicht versichertem Monat. Erst danach wird es “günstiger”, es werden dann ein Sechstel des Beitrages als monatlicher Zuschlag fällig.

Für Personen die sich eine Krankenversicherung nicht leisten können und bei denen Hilfebedürftigkeit vorliegt, kann ein Zuschlag vom Staat beantragt werden.

Bitte beachten Sie auch das der Krankenversicherungsschutz keine höhere Selbstbeteiligung als 5.000 EUR enthalten darf.

Sollten Sie also noch nicht krankenversichert sein und der PKV zuzuordnen, so lassen Sie sich schnellstmöglich beraten und kümmern sich um eine entsprechende Absicherung.

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Immer noch ohne Krankenversicherung

Versicherungspflicht und deren Erfüllung

14.
Januar '09

Lebenslange Rente bei Pflegebedürftigkeit – aus der Berufsunfähigkeitsversicherung


Guten Abend liebe Leser,

die Veränderungen in der Absicherung bei Berufsunfähigkeit gehen auch in 2009 weiter.

Ab sofort ist es möglich die Berufsunfähigkeitsversicherung um einen Baustein zu ergänzen. Die LV 1871 führt den neuen Pflegebaustein in seine kassische und fondgebunden Verträge (BU und BUZ) beitragsfrei ein.

Damit leistet der Versicherer bei einer, vor Ablauf einsetzenden, dauernden Pflegebedüftigkeit eine lebenslange Rente. Von diesem Baustein profitieren alle neuen Kunden des Versicherers welche jetzt eine BU/ BUZ abschließen.

Auch wenn dieser Baustein durchaus interessant ist, birgt er auch Tücken. Die Pflegebedüftigkeit tritt häufig erst im höheren Alter ein, dann ist die BU Absicherung in der Regel bereits beendet. Daher sollte der Nutzen einer solchen Absicherung kritisch überprüft werden. Eine vergleichbare Absicherung ist durch so genannte Pflegerenten-/ Pflegekostenversicherungen möglich.

Eine BU Versicherung ist nur dann sinnvoll wenn diese auf den persönlichen Bedarf abgestimmt ist und ein sauber formuliertes Bedingungswerk enthält. Beachten Sie dieses bei Ihrer Auswahl.

Weitere Informationen finden Sie gern unter dem Themenschwerpunkt Berufsunfähigkeit.

14.
Januar '09

Deutsche fürchten Altersarmut


Guten Abend, sehr geehrte Leser,

eine Umfrage von Aviva (das ist der Konzern zu dem auch die Delta Lloyd gehört) ergab, das mehr als sechs von zehn Deutschen der “rentennahen” Jahrgänge befürchten im Alter nicht genug Geld zur Verfügung zu haben.

Hauptgrund sehen die Befragten in den sinkenden gesetzlichen Renten. Nur noch 8 Prozent der “BestAger” gehen davon aus, dass der Staat im Ruhestand eine ausreichende Vorsorge zur Verfügung stellen kann udn wird.

Auch wenn das Thema Altersvorsorge sicher nicht zu den spannenden Themen gehört, empfehle ich Ihnen jedoch dringend sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

Weitere Informationen zur Altersvorsorge finden Sie auch hier unter ALTERSVORSORGE.

Nutzen Sie auch die Möglichkeit einer individuellen Analyse der derzeitigen Versorgungssituation und erkennen Sie in der Analyse den ggf. nötigen Absicherungsbedarf. Anfordern können Sie eine Analyse gern hier.

 

 

11.
Januar '09

Kann Mama (oder Hausfrauen und -männer) auch berufsunfähig werden?


In diesem Artikel möchte ich auf einen sehr wichtigen Aspekt und einen großen Missstand aufmerksam machen. Bei der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit geht: „Mama braucht keine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit, die arbeitet ja nicht.

Bei der Absicherung der Berufsunfähigkeit, die nach der Privaten Haftpflichtversicherung die wichtigste Absicherung im privaten Bereich ist, wird in der Regel immer noch der Hauptverdiener ausschließlich abgesichert.

Schauen wir uns nun jedoch mal die Ursachen an, welche zu einer Berufsunfähigkeit führen. Bei über 30% der Fälle sind es Rücken-/ Wirbelsäulenerkrankungen oder die Erkrankungen von Gelenken und Muskeln. Dazu kommt, dass die meisten Unfälle im eigenen Haushalt passieren. Daher kommt vermutlich auch der Trugschuss das eben eine Unfallversicherung, die meist deutlich günstiger zu bekommen ist als eine Berufsunfähigkeitsversicherung, doch eigentlich ausreicht. Leider sieht die Realität etwas anders aus. Nur jeder zehnte Fall der Berufsunfähigkeit ist auf einen Unfall zurückzuführen. Neben bereits genannten Ursachen sind Erkrankungen der Psyche, der Nerven oder des Herz- Kreislaufsystems wie auch Krebs die häufigeren Ursachen.

Auch das Argument „die Mama arbeitet ja nicht” gilt hier nicht. Auch die nicht aktiv entlohnte Tätigkeit einer Hausfrau/ eines Hausmannes hat natürlich einen wirtschaftlichen Wert. Kalkulieren Sie für den „Ersatz” einer Hausfrau durch eine externe Arbeitskraft einen monatlichen Betrag von ca. 1.500 bis 2.100 EUR, je nach Bundesland und Umfang der Tätigkeiten natürlich unterschiedlich.

Vertraglich gesehen gelten auch bei Hausfrauen hinsichtlich der Berufsunfähigkeit die gleichen Regeln wie bei allen anderen Versicherten.

Die nach 1961 geborenen haben nur einen gesetzlichen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente. Dieses jedoch nur dann wenn nicht mind. 3 (volle Rente) oder 6 Std. (halbe Rente) keine andere Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt mehr ausgeübt werden kann. Dabei geht es nicht darum ob eine entsprechende Tätigkeit zur Verfügung steht, sondern nur ob diese „theoretisch ausgeübt werden kann”. Damit ist jede Tätigkeit gemeint, ohne Berücksichtigung der Fähigkeiten, Kenntnisse und der eigenen Ausbildung.

Bescheinigt er Arzt, dass die bisherige (Hausfrauen-/ Hausmann) Tätigkeit zu mindestens 50% nicht mehr ausgeübt werden kann, und dieser Zustand über 6 Monate besteht bzw. bestand, so ist der Tatbestand der Berufsunfähigkeit erfüllt und die Gesellschaft zahlt eine versicherte Berufsunfähigkeitsrente.

Die Bedingungen der einzelnen Gesellschaften unterscheiden sich genauso wie die verlangten Prämien für den Schutz. Dabei ist es zum einen unterschiedlich in welche Berufsgruppe die Hausfrau/ der Hausmann eingestuft wird. Das geht von einer eigenen Berufsgruppe für Hausfrauen/ Hausmänner (ARAG, Ergo) über die Gruppe 1 (Allianz, Volkswohlbund und die Gruppe 2 (AachenMünchener, Alte Leipziger, Axa etc.) bis zur Gruppe 4. (beispielhafte und nicht abschließende Aufzählung der Gesellschaften).

Auch bei der so genannten abstrakten Verweisung gibt es durchaus Unterschiede. Es existieren noch Tarife auf dem Markt die eine solche zulassen, was zum Beispiel bedeuten kann das die Hausfrau, der vielleicht früher Ingenieurin war, nun eine Tätigkeit als Pförtner ausüben muss und es dazu keine Rentenzahlung gibt.

Die klare Empfehlung ist demnach sich frühzeitig um einen entsprechenden Schutz zu bemühen, denn eine einmal abgeschlossene Police hat auch in der Zeit als Hausfrau weiter Bestand.

Je älter – desto teurer?

Ja, die Berufsunfähigkeitsversicherung wird individuell kalkuliert. Dabei spielt nicht nur der Beruf und das damit verbundene Risiko eine Rolle, sondern auch der Gesundheitszustand zu Vertragsabschluss und das aktuelle Alter. Achten Sie auch auf Punkte wie die Nachversicherungsgarantie. Damit besteht die Möglichkeit den Schutz neuen Situationen anzupassen, ohne eine erneute Risikoprüfung.

Auch sollten Sie auf das Endalter des gewünschten Schutzes und die Höhe der Rente achten. Ein Schutz bis 60 ist zwar billiger als ein Endalter 65 oder 67, jedoch ermöglicht letztgenannter einen nahtlosen Übergang in die Rente. Bei Hausfrauen/ -mänern begrenzen die meisten Gesellschaften die Rentenhöhe auf 750 – 1.500 EUR monatliche Rente. Auch hier gilt- hat vorher ein höherer Schutz bestanden gilt dieser meist weiter.

Denken Sie also an ausreichenden Schutz und legen Sie besonderen Wert auf die Versicherungsbedingungen, denn es gibt nur „schwarz-oder-weiss”, also Rente bekommen oder eben nicht.

Mehr Fakten und Infos finden Sie in meinem Leitfaden zur Berufsunfähigkeit, welcher auf meiner Homepage http://www.online-bu.de zum kostenfreien Download zur Verfügung steht. Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Hier gehts zum Folgeartikel: Berufsunfähigkeitsversicherung für Hausfrauen und Mütter

11.
Januar '09

Private Krankenversicherung- soll ich oder soll ich nicht?


 

Immer wieder wird mir in meiner Beratung die Frage gestellt ob ein Wechsel in die Private Krankenversicherung sinnvoll ist. Soll ich oder soll ich nicht? Sollte ich jetzt wechseln oder noch warten? Fragen über Fragen.

Die Antwort: Ja und Nein

Lassen Sie mich hierzu etwas weiter ausführen, denn so pauschal kann keine Antwort gegeben werden. Stellen Sie sich vor Sie wären Vekäufer von Autos eines großen Herstellers. Nun käme ich morgens um kurz nach neun zu Ihnen und sage Ihnen: „Ich möchte ein Auto kaufen, was können Sie mir empfehlen?”

Alles oder nichts würden Sie zuerst antworten. Natürlich denn Sie wissen ja nicht was ich will, was ich brauche und/ oder was ich mir überhaupt leisten kann. Einerseits könnte der Kleinwagen für mich das richtige sein, denn ich möchte vielleicht Benzin sparen, brauche wenig Platz und fahre wenig. Den könnten Sie mir empfehlen.

Ich erzähle Ihnen dann jedoch, dass ich eine Familie mit 2 Kinder und einem Hund habe. Oh, werden Sie entgegnen, das habe ich nicht gewusst. Dann habe ich genau das richtige Fahrzeug für Sie, schauen Sie… und Sie führen mich zu einem schönen Familienauto und sind glücklich mit Ihrer Entscheidung. Ich nicht!

Nachdem Ihre Verwunderung größer wird erzähle ich Ihnen von meinem Plan. Ein Familienauto haben wir letztes Jahr erst gekauft und sind sehr zufrieden. Ich suche ein Auto das „Spaß macht”. Ein Cabrio indem ich mit meiner Frau oder meinem Kind fahren kann, was Spaß macht, spritzig ist und chic.

Sehen Sie, Sie haben mir ein Produkt empfohlen was ich nicht brauchte, nicht wollte und ich werde es nicht gebrauchen können. Genau so ist es auch in der Privaten Krankenversicherung. Eine pauschale Empfehlung ob die Private, die Gesetzliche oder eine Gesetzliche Kasse mit Privater Zusatzversicherung für Sie geeignet ist, ist unmöglich und unseriös.

Bevor eine sinnvolle Beratung zur Absicherung des Gesundheitsrisikos möglich ist, müssen eine ganze Reihe von Vorgaben, Zielen und Wünschen geklärt, analysiert und besprochen werden. Nur wenn Sie wissen was es überhaupt für Möglichkeiten gibt können Sie entscheiden was Sie brauchen und was Ihnen wichtig ist.

Auch der Mythos das die Private Krankenversicherung nicht für Familien geeignet ist, ist Unsinn. Warum darf eine Familie nicht einen hohen Leistungsanspruch an die eigene Gesundheitsvorsorge haben und diesen durch eine Private (Zusatz-) Krankenversicherung absichern? Warum sollte nur der gutverdienende Single in die Private Krankenversicherung?

Sie sehen das es Fragen über Fragen gibt, welche besprochen und geklärt werden müssen und zu denen Sie sich Gedanken machen müssen- es hilft alles nichts.

Eine erste Unterstützung finden Sie unter anderem im Downloadbereich auf meiner Internetseite. Dort können Sie sich im Leitfaden Private Krankenversicherung über die grundsätzlichen Systemunterschiede informieren. Der Kriterienfragebogen hilft Ihnen einen ersten Eindruck zu bekommen an was Sie alles denken sollten/müssen um eine fundierte Entscheidung fällen zu können.

Alles in Allem ist die Krankenversicherung eine Rückversicherung von allem, was Sie nicht selbst zahlen könnten. Nicht mehr und nicht weniger. In der gesetzlichen Variante ist es schwieriger sich die Leistungen auszusuchen. Dieses geschieht zum Teil mit Wahltarifen, welche in der Regel eine 3-Jahresbindung haben. 

Bei allen Varianten gilt aber eins: Alles Risiken die Ihre Existenz bedrohen und Sie in ein finanzielles Loch stürzen gehören vernünftig abgesichert. Auch das ist leider bei einer großen Anzahl der Privaten Krankenversicherungstarifen nicht der Fall- hier ist Beratung zwingend erforderlich um nicht im Leistungsfall eine Vermutung wie “die zahlen das schon, ich bin ja privat” aufzusitzen.

Weitere Fragen beantworte ich Ihnen gern. Sprechen Sie mich gern an oder schreiben Sie mir.