Archiv für Dezember 2008

18.
Dezember '08

Verbesserung der Versicherungsbedingungen der Hallesche Krankenversicherung


Liebe Leser,

soeben erreichte mich eine Information zu Klarstellungen und somit Verbesserungen der Bedingungen der Hallesche Krankenversicherung. Die Hallesche stellt Ihre Versicherungsbedingungen klar und übernimmt bereits „gelebte Leistungspraxis“ in die Bedingungen.

Was haben Sie davon?

Klarere Aussagen in den Bedingungen und einen einklagbaren Anspruch. Rechtssicher und deutlich.

Folgende Bereiche der Bedingungen wurden klargestellt/ verbessert:

  • Bei Neugeborenen sind jetzt klar alle vor Geburt eingetretenen Beeinträchtigungen, Geburtsschäden, sowie angeborene Krankheiten und Anomalien mitversichert, wenn das Kind im Rahmen der Neugeborenennachversicherung versichert wird.
  • Krankenhausambulanzen und med. Versorgungszentren können genutzt werden
  • medikamentenähnliche Nährmittel (zur Vermeidung von Gesundheitsschäden bei zBsp. Mukoviszidose) sind mitversichert und nun auch eindeutig in den Bedingungen genannt
  • Regelungen bei gemischen Anstalten sind nun deutlicher
  • Versicherungsschutz auch bei Terrorereignissen und für Krieg klar definiert
  • Klarstellung der gezielten Behandlung im Ausland
  • vertraglich garantiertes Umwandlungsrecht in eine Zusatzversicherung bei Versicherungspflicht
  • ambulante Fahrten und Leistung bei Blindenhund
  • kleinere Änderungen bei dem Krankentagegeldschutz

Alles in allem entstehen somit klare Leistungsverbesserungen, sowohl für Bestands- als auch Neukunden der Halleschen KV.

Sollten Sie weitere Informationen wünschen kontaktieren Sie mich einfach.

Ihr Sven Hennig

17.
Dezember '08

Weihnachtsgrüße und Erreichbarkeit zum Jahreswechsel


Liebe Kunden, Interessenten und Partner,

das Jahr 2008 neigt sich auch schon wieder dem Ende entgegen.

Zeit für mich, Danke zu sagen für ein beeindruckendes und erfolgreiches Jahr.
Zeit Ihnen, sehr geehrte Kunden, mich für Ihre Treue und Ihr Verständnis zu bedanken.
Zeit Danke zu sagen für die tollen „Kundenstimmen“ die Sie mir auf der Homepage mitteilten.

Statt persönlicher Karten spendete ich auch in diesem Jahr an das Kinderhospiz Sternenbrücke in Hamburg.

Eine weitere Spende ging in diesem Jahr erstmalig an die SOS Kinderdörfer

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches und entspanntes Weihnachtsfest und einen schönen Jahreswechsel und stehe Ihnen auch im Jahr 2009 gern beratend zur Seite.

Eine gesunde Zeit wünscht Ihnen,

Sven Hennig

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Ein Hinweis in eigener Sache:

In diesem Jahr werde ich erstmalig seit 12 Jahren zwischen den Feiertagen nicht erreichbar sein.

Sie erreichen mich bis einschließlich 23. 12. 2008 (ca. 19 Uhr) und in dringenden Fällen am 24. Und 27. 12. 2008 von 9-12 Uhr.

Im Jahr 2009 bin ich dann wieder ab dem 05. Januar für Sie erreichbar.

 

08.
Dezember '08

Sozialversicherungswerte 2009 – die Zweite


Bereits vor einigen Wochen berichtete ich hier in meinem Blog über die geplanten Änderungen der Sozialversicherungswerte in 2009 und den neuen Arbeitgeberzuschuss.

Heute nun möchte ich Ihnen die umfangreichen und aktualisierten Übersichten zur Sozialversicherung und alle Sozialversicherungswerte 2009 mitteilen.

Die entscheidenden Änderungen sind unter anderem die Erhöhungen der Versicherungspflichtgrenze in der Krankenversicherung auf 48.600 EUR (2008: 48.600 EUR) und die Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze von 43.200 EUR auf 44.100 EUR. Das bedeutet neben der Anpassung des Beitragssatzes durch den Gesundheitsfond (auf 15,5%) auch hier eine weitere Erhöhung der monatlichen Belastung für gesetzlich Versicherte, das natürlich alles bei sinkenden Leistungen.

Auch in der Rentenversicherung erfolgt eine Anhebung der Bemessungsgrenze um 100 EUR in den alten und 50 EUR in den neuen Bundesländern. (Neu sind also monatlich 5.400 EUR in den Alten und 4.550 EUR in den Neuen Bundesländern)

Sollten Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie mich gern an.

Die Sozialversicherungswerte 2009 können Sie sich direkt hier als pdf Datei herunterladen.

04.
Dezember '08

Abgeltungssteuer: Fondssparen oder Versicherungslösung?


Liebe Leser,

aufgrund vieler Anfragen zum Thema Abgeltungssteuer und „Was soll/ muss ich denn tun“ hier einige kurze Anmerkungen und Denkanstöße. 

Zunächst klingt alles einfach. Ab 2009 werden Einkünfte direkt an der Quelle besteuert und die Bank/ das Institut führt pauschal 25% der Erträge an das Finanzamt ab. Der Kunde muss (bis auf wenige Ausnahmen) keine Erträge mehr in der Einkommensteuererklärung angeben, denn die 25% sind eh weg.

Ganz so einfach ist es aber dann leider doch nicht, denn keine Regel ohne Ausnahme(n).

So kommen zunächst zu den 25% der Solidaritätszuschlag dazu, weiterhin (wenn Mitglied) die Kirchensteuer so das sich die effektive Belastung dann auf 26,375% und bei Kirchenmitgliedern (je nach Bundesland) auf bis zu 27,99% erhöht. Toll oder?

Ich möchte hier heute nur- wie die Überschrift verheißen lässt- nur zwei Sparformen betrachten die sich in der Vergangenheit bei vielen Anlegern großer Beliebtheit erfreuten. Zum einen die Fondssparpläne, zum Anderen die Fondgebundenen Versicherungsprodukte.

Die Fonds allgemein:

Ab 2009 unterliegen generell auch die Investmentfonds der Abgeltungssteuer. Diese müssen zwischen thesaurierenden und ausschüttenden Fonds unterschieden werden. Bei Zins- und Dividendenerträgen ergeben sich noch recht ähnliche Effekte. Bei ausschüttenden Fonds werden diese zum Zeitpunkt der Auszahlung (der Zinsen/Dividenden) mit der Abgeltungssteuer belegt. Bei den wiederanlegenden Fonds gibt es ja keine Ausschüttung und somit nutzt man hier das Geschäftsjahresende als Datum. Die Besteuerung von Zwischengewinnen bleibt auch nach der Abgeltungssteuer bestehen.

Bei den Kursgewinnen ergeben sich jedoch hier gewaltige Unterschiede. Bei ausschüttenden Fonds erfolgt die Besteuerung sofort bei der Ausschüttung, bei thesaurierenden Fonds können die Erträge zunächst zur Wiederanlage genutzt werden. Die Besteuerung erfolgt hier erst, wenn diese in den Besitz des Kunden gelangen. Dieses geschieht immer dann, wenn der Anteilseigner die Anteile verkauft oder zurückgibt. Bei der langen Haltedauer ergibt sich hier ein gravierender Unterschied.

Fondssparpläne:

Hier wird jede einzelne Einzahlung wie eine Einmalzahlung behandelt. Nach dem 31.12.2008 eingezahlte Beträge unterliegen somit der neuen Regelung. Es gelten die oben genannten Regelungen für Fonds.

Fondgebundene Lebens-/ Rentenprodukte:

Diese Produkte sind quasi der „Gewinner der Reform“. Warum? Die Zinsen-/ Dividenden und Kursgewinne, die innerhalb der Laufzeit anfallen verbleiben bis zur Auszahlung oder zum Rückkauf (Kündigung) unbesteuert. Das eingezahlte Kapital lässt sich somit mit Zins- und Zinseszins Effekt über die Jahre und Jahrzehnte unvermindert zur Vermehrung nutzen. In der Regel sind die Einkünfte im Alter geringer als im Erwerbsleben so das sich hier bei (Teil-) Auszahlungen ein weiterer positiver Effekt ergibt.

Betrachten möchte ich hier die Regelung für neue und alle Verträge nach dem 31.12.2004. Für diese gilt bei Einhaltung der Voraussetzungen (mind. 12 Jahre Laufzeit, Auszahlung nach dem 60. Lebensjahr) eine Besteuerung nur auf die halben Erträge. Selbst bei einem Spitzensteuersatz von 47,5% schneiden Anleger noch besser ab als bei einer pauschalen Abgeltungssteuer von 25%+ Soli.

Lässt man sich die Summe nicht als Kapital einmalig sondern als monatliche Rente auszahlen so stellt sich der Effekt noch günstiger dar, denn hier wird nur der so genannte Ertragsanteil besteuert.

Riester- und Rürupverträge sind nicht betroffen, denn diese unterliegen nicht der Abgeltungssteuer sondern der nachgelagerten Besteuerung in der Auszahlungsphase.

Sie sehen, es gibt vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten um die Besteuerung zu optimieren. Einige Anbieter nutzen den Vorteil des Versicherungsmantels, gestatten aber ähnliche Flexibilität wie ein Depot und bieten mehr als 6.000 Fonds zur Auswahl.

Welche Variante für Sie in Frage kommt oder die richtige ist ist pauschal nicht zu sagen, lassen Sie sich beraten und ihr individuelles Angebot erstellen. Ich helfe Ihnen gern weiter.

Ihr 

Sven Hennig

03.
Dezember '08

Berufsunfähigkeitsrente auch bei 15% Berufsunfähigkeit?


Mit genau der Frage hatte sich das OLG Karlsruhe zu beschäftigen.

Es verhandelte die Klage eines Rechtsanwaltes, welcher zunächst aufgrund eines Burn-Out Syndroms und daran anschließender Depressionen zu 70% berufsunfähig war. In der Nachprüfung nun stellte ein Gutachter fest, das eine Berufsunfähigkeit nur noch in Höhe von 15% bestünde.

Der Versicherer nutzte diese Gelegenheit und teilte dem Versicherten mit, dass die Rente nunmehr eingestellt wird und bezog sich dabei auf ein Gutachten des Sachverständigen in dem Nachprüfungsverfahren. Da dieser eben nur noch 15% BU attestierte läge keine Leistungsverpflichtung mehr vor.

Das geht so einfach nicht, meinten die Richter in Ihrem Urteil:

Da die Einstellung der Zahlung nur aufgrund des Gutachtens erfolgte und eine weitere Begründung unterblieben sei, ist die Einstellung nichtig so das der Klage des Versicherten stattgegeben wurde. Nicht die Tatsache das, sondern wie der Versicherer einstellte missfiel den Richtern. Zwar attestierte der Gutachter dem Kunden eine Leistungsfähigkeit von ca. 85%, jedoch hält er Tätigkeiten unter Stress genauso wie Mitarbeiterführung und das Austragen und Lösen von Konflikten für beeinträchtigt. Gerade letztgenanntes ist bei einem Anwalt nunmal an der Tagesordnung.

Die Richter wiesen darauf hin, dass der Versicherer eine Vergleichsbetrachtung hätte anstellen müssen und insbesondere die Tätigkeit vor Eintritt der BU bewerten müsse. Es genüge eben nicht der Bezug auf ein Gutachten. Stattdessen ist eine begründete Einstellung erforderlich, welche auch erläutert warum der Versicherte gerade mit den Einschränkungen nun wieder in seinem Beruf arbeiten können sollte.

Sie sehen- auch hier ist ein kundenfreundliches Urteil ergangen. Dennoch, achten Sie auf die Versicherungsbedingungen und deren Formulierungen beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsabsicherung.

Das Urteil im Volltext finden Sie unter Downloads oder hier als Direktlink.