Archiv für Oktober 2008

30.
Oktober '08

Arbeitgeberzuschuss zur Krankenversicherung 2009


Bitte beachten Sie die NEUEN WERTE ab 1. 1. 2010

Diese finden Sie im Blogbeitrag „Arbeitgeberzuschuss 2010

Liebe Leser,

die Werte für das Jahr 2009 liegen nun vor. Die neue Beitragsbemessungsgrenze liegt nach einer geringen Anpassung nun bei 44.100 EUR in 2009 (oder 3.675 EUR mtl). Der Durchschnittlicher Beitragssatz: 14,6% zzgl. 0,9% AN Anteil. Bitte beachten Sie hier die geplante Änderung zum 01. 07. 2008

Berechnet wird der Zuschuss nun wie folgt: 50% von (44.100 EUR/ 12* 14,6%) 536,55 EUR (zzgl. Zuschuss für die Pflegeversicherung)

Der Arbeitgeberzuschuss beträgt somit in Zahlen:

268,28 EUR pro Monat, maximal jedoch 50% des Beitrages zur PKV, dazu kommen für die Pflegeversicherung folgende Beträge:

alle Bundesländer außer Sachsen: 35,83 EUR monatlich, Sachsen: 17,46 EUR monatlich

Zahlen sind aber noch unverbindlich!

Eine Übersicht über alle Sozialversicherungswerte 2009 finden Sie unter Downloads.

Denken Sie bei der Berechnung bitte auch daran den Versicherungsschutz jährlich zu überprüfen und entsprechende Anpassungen vorzunehmen. Dieses gilt nicht nur für die Höhe des Krankengeldes sondern insbesondere für die Abstimmung auf den Schutz bei Berufsunfähigkeit, wie auch den eigentlichen Krankenversicherungsschutz. Sind Ihre Kriterien erfüllt?

ACHTUNG! Bitte beachten Sie die Änderungen zum 01. 07. 2009 LINK: Arbeitgeberzuschuss zur PKV zum 1.7. gesunken !

27.
Oktober '08

Beitragsfalle für Existenzgründer durch Abfindungen


Sie kennen das- bisher waren Sie Arbeitnehmer und haben Ihren Arbeitsplatz sicher, nun wurden Sie betriebsbedingt gekündigt und erhielten eine Abfindung.

Im Rahmen Ihrer Vorbereitungen der Selbstständigkeit stellen sich viele Fragen zur Absicherung, so auch zur Krankenversicherung. Dabei sollten Sie eins beachten:

AB 2009 werden durch die Änderungen der Gesundheitsreform Neuerungen hinsichtlich der Abfindung wirksam. Konnte bisher die Krankenkasse in der Satzung bisher selbst festlegen welche Einkünfte beitragspflichtig waren, ist es nun für alle gleich. Die Abfindungen, welche Sie aufgrund einer betriebsbedingten Kündigung (§§ 1a, 9, 10 KSchG) erhalten, sind nun zum Teil beitragspflichtig. Diese Entscheidung bestätigte das Bundessozialgericht (Urteil vom 28.4.2007, 12 RK 50/85).

Bitter wird es erst nach dem Steuerbescheid. Es erfolgt nach Erhalt des Steuerbescheides eine Nachberechnung. Dieses führt für gesetzlich freiwillig Versicherte zu deutlichen Nachforderungen. Nicht betroffen sind hingegen Kunden der Privaten Krankenversicherung. Hier ein Beispiel:

Der VKB rechnet vor, dass ein 39jähriger Arbeitnehmer, welcher nach 14 Jahren Betriebszugehörigkeit eine Abfindung von 60 TEUR erhält, 50% der Abfindung als beitragspflichtige Einnahmen zu berücksichtigen hat. Hat der Versicherte bisher 3.600 EUR verdient, entspricht diese Anrechnung 8,3 Monaten. Somit zahlt dieser Versicherte diese Zeit 606,60 EUR monatlich. (bei 14,9% Beitragssatz).

Bedenken Sie dieses insbesondere bei der Auswahl des entsprechenden Krankenversicherungsschutzes als Existenzgründer.

19.
Oktober '08

Durch Auslandsaufenthalt Versicherungsstatus in der GKV verlieren


Sie sind beruflich erfolgreich und nutzen die Chance eines Auslandsaufenthaltes natürlich gern um Ihre Karriere voran zu bringen. Eines wird aber dabei häufig nicht bedacht.
Durch so einen Auslandsaufenthalt kann sich ihr Status als Rentner in der gesetzlichen Krankenversicherung unbemerkt ändern- mit gravierenden finanziellen Folgen.

Gesetzlich pflichtversichert sind in der Krankenversicherung der Rentner demnach nur Versicherte die mindestens neun Zehntel der zweiten Hälfte Ihres Erwerbslebens Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse waren. Entscheidend sind somit in der Regel Auslandsaufenthalte nach dem 40. Lebensjahr.

Haben Sie also mehr als zwei Jahre in den USA, in Asien oder sonstigem Ausland gelebt, so sind Sie im Alter eben nicht mehr pflichtversichert sodern freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse.

Das hat zur Folge, dass eben nicht nur für die gesetzliche Rente und Betriebsrenten oder Direktversicherungen Beiträge fällig werden, sondern eben bis zur Beitragsbemessungsgrenze (derzeit 3.600 EUR p.Monat) auch auf alle anderen Einkünfte.

Nur Angestellte die sich im EU Ausland aufhielten oder vom Arbeitgeber entstandt wurden (und eine Anwartschaftsversicherung abgeschlossen haben/ hatten) sind als Ruheständler pflichtversichert.

Prüfen Sie also ob dieses bei Ihnen der Fall ist oder war und überlegen Sie ggf. auch, ob eine Private Krankenversicherung eine Alternative für Sie darstellt. Bei weiteren Fragen bin ich Ihnen gern behilflich.

14.
Oktober '08

Sozialversicherungsgrößen 2009


Guten Morgen liebe Leser,

heute sollen nun die neuen Größen der Sozialversicherung vom Bundeskabinett beschlossen werden.

Geplant ist die Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung von derzeit 43.200 EUR auf 44.100 EUR anzuheben. Weiterhin steigt vermutlich die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung auf 48.600 EUR (jetzt 48.150 EUR).

Diese Steigerungen sind recht moderat, kein Wunder, denn durch den Anstieg des Beitragssatzes in der GKV (aufgrund der Einführung des Gesundheitsfonds) steigen die Beiträge für gesetzlich Versicherte drastisch an.

Dieser neue, bundeseinheitliche Beitragssatz liegt vermutlich bei 15,5 %.

Ich halte Sie auf dem Laufenden.

Sven Hennig