Fakten und Infos

Was ist Beihilfe?

Die Rolle des Arbeitgebers übernimmt bei Beamten der Dienstherr. Hinsichtlich der Krankenversicherung gibt es bei Beamten jedoch einen entscheidenden Unterschied zum Arbeitnehmer. Der Dienstherr beteiligt sich nämlich nicht an den Versicherungsbeiträgen des Beamten, sondern gewährt ihm eine Kostenbeteiligung an seinen Krankheitskosten, so genannte Beihilfen.

Wer erhält Beihilfen?

Beihilfe erhalten z.B. Bundesbeamte, Landesbeamte oder Kommunalbeamte. Beihilfeberechtigt in diesem Personenkreis sind:

Beamte auf Widerruf (Beamtenanwärter / Beamte in Ausbildung)
Beamte auf Probe
Beamte auf Zeit (i.d.R nicht bei Befristung unter 1 Jahr)
Beamte auf Lebenszeit
Versorgungsempfänger

Dabei ist die Beihilfeleistung nicht nur auf Beamte selber begrenzt; auch Ehegatten oder Kinder (hierzu zählen auch Witwen(r)) von Beamten können als Angehörige einen Beihilfeanspruch haben.

Auch Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts können Beamte beschäftigen und Beihilfen gewähren (z.B. Kirchen - Pfarrer). Ehrenbeamte hingegen erhalten keine Beihilfen.

Wie hoch sind die Beihilfesätze?

Im Regelfall erhalten Sie folgende Beihilfesätze:

Beamtin / Beamter 50%
mit 2 oder mehr Kindern 70%
Ehepartner (wenn berücksichtigungsfähig) 70%
Versorgungsempfänger / Pensionär 70%
Kinder (während Anspruch auf Kindergeld) 80%

In einigen Ländern wie bspw.: Baden-Württemberg, Bremen, Hessen und Rheinland-Pfalz gelten Besonderheiten. Diese haben wir unter dem Menüpunkt Beihilfeverordnungen aufgeführt.